Die Verletzungsmisere lässt Arsenal auch weiter nicht los. Diesmal hat es keinen geringeren wie Mesut Özil erwischt. Eine Verletzung im Knie bedeutet eine Ausfallzeit von rund drei Monaten. Ja ihr habt richtig gelesenen, drei Monate. Ein Trend der sich neben den Verletzungen von Giroud und Debuchy gnadenlos einreiht. Hinzukommen Ramsey, Arteta, Walcott und wer weiß noch in den nächsten Spielen.
Es scheint so, als ob das Verletzungspech Arsenal regelrecht am Schuh klebt. Oder ist es mehr als das? Ist es die Kadergröße oder seine Qualität? Ich denke, dass man Verletzungen in diesem Ausmaß allein durch einen größeren Kader in notwendiger Qualität nicht auffangen kann. Die Masse an verletzten Spielern kann man schlicht nicht, besonders auf hohem Niveau, in der Hinterhand halten. Weder Chelsea noch City oder United hätten diese Option.
Es scheint mehr ein generelles Problem zu sein, was die Trainingsmethoden, die medizinische Betreuung und den Ablauf nach Verletzungen betrifft. Ohne sämtliche Statistiken wälzen zu müssen, wird man schnell erkennen, dass andere Top Teams nicht solche Verletzungssorgen haben, wie wir sie schon über Jahre mit uns herumschleppen. Zwar haben wir neue Fitnesscoachs vor der Saison installiert. Aber auch die können nicht über Nacht ein jahrelang bestehendes System ändern. Sicher waren die Verletzungen von Giroud und Debuchy mehr als unglücklich. Aber dennoch passieren die gefühlt, und wohl auch in der Realität, immer uns. Zwar hat ein Umdenken stattgefunden, doch war es genug bzw. nicht leider viel zu spät?
Unsere Saison ist bereits sehr holprig verlaufen und wird noch steiniger. Spieler wie The OX müssen nun ihre Chance ergreifen. Ein Santi Cazorla muss nun mehr Verantwortung übernehmen und das Team bis in den Januar hinein tragen. Auch Theo Walcott wird man wohl oder übel, auch wenn man es nicht mag, schneller ins Team integrieren müssen.
Vielleicht sind das aber auch allesamt erneut nur Denkansätze, die wir nach der Länderspielpause erneut verwerfen müssen. Schließlich sind ja noch zweimal 90 Minuten für unsere Spieler mit Glasknochen zu absolvieren.
Wie ich gerade in einer aufheiternden SMS Konversation erläutert bekommen und danach auch verinnerlicht habe (danke Felix für deinen grenzenlosen Optimismus), muss der Blick auch jetzt weiter nach Vorne gerichtet sein. Also lassen wir doch einfach die Saison ganz normal fortfahren und die Spiele step by step auf uns wirken. Mehr gebeutelt kann man bald ohnehin nicht mehr werden. Obwohl schlimmer geht immer bei Arsenal oder?!
Cheers
Chris
Ps: Im Januar muss nachgelegt werden. Aber das klingt ohnehin schon seit Jahren wie eine Worthülse.
Klar hat Arsenal ein Problem mit der med. Abteilung. Dieses Problem werden wir aber nicht in einer Saison lösen, das ist ein langer Prozess.
Was mich stört ist die Einstellung von einigen. Die Verletztenliste ist lang, das stimmt. Aber Leute was soll das Ganze? Wir sind ARSENAL, die geilste Mannschaft die es auf diesem Planeten gibt. Wir haben gemeckert wegen den Stars, die Letzten Jahre haben wir Özil und Sanchez bekommen (glaube Conte hat bei Juve hingeschmissen weil die Verantwortlichen von Juve es nicht gebacken bekommen haben ihn zu holen) und jetzt weinen wieder alle. Irgendwie sind wir nie zufrieden, wir sind kein Plastikclub sondern ne Mannschaft mit Tradition, Liebe und Hingabe.
Deshalb sollte es doch möglich sein den Kampf mit den restlichen Spielern in Angriff zu nehmen. Sanchez, Santi, OX, Merte, Kos, Rosicky, Poldi, Welbeck, Chambers usw. also ich kenne Mannschafen die bei weitem schlechtere Spieler haben und froh wären solche Spieler in ihren eigenen Reihen zu haben.
Die restlichen Spieler müssen sich zusammenreisen und alles für diesen tollen Club geben, ganz einfach. Auch die Fans, gerade in schwierigen Situation müssen wir zusammenhalten und den geilsten Verein ever unterstützen. Mund abwischen, sich kurz schütteln und den Fight annehmen. Die Saison ist noch lang, Chelsea ist noch lange nicht Meister.
Das Spiel dauert auch über 90 Minuten deshalb fighten was das Zeugs hält bis zum Schluss dieser noch so jungen Saison.
Never give up, Arsenal 4 Life.
Cheers