Heute Abend ist es dann endlich soweit. Wir haben unser Endspiel in Griechenland auf welches wir solange und leidenschaftlich hingearbeitet haben. Naja mal im Ernst. Wir können froh sein, dass uns diese Chance nochmal geboten worden ist. Nun heißt es sie zu ergreifen und in die K.O. Phase einzuziehen und eine sicher sehr undankbare Europa League zu vermeiden. Dies aus finanzieller wie auch terminlicher Sicht.

Die Konstellationen sind sicher allen bekannt. 2:0 oder ab 3:2 jeder Sieg. Klingt mathematisch einfach, sportlich jedoch kaum. Die letzten Spielen bei Olympiacos sind allesamt verloren gegangen. Dazu muss man bei aller Fairness anmerken, dass es dabei stets um nichts mehr ging und wir oftmals eine mehr oder weniger starke B-Mannschaft aufgeboten haben. 

Doch heute geht es um die unbedeutende Kleinigkeit K.O. Phase. Arsenal reist sicher nicht mit optimalen Voraussetzungen nach Griechenland. War schon vor ein paar Wochen das Spiel im Hexenkessel von Olympiacos als schwerer Gang bezeichnet worden so ist es nach den erlittenen Verletzungen  noch schwerer geworden. Am Samstag hat man sich gegen Sunderland ein wenig Rhythmus zurückgeholt und schon einmal die wohl auch heute auflaufende Formation testen können. Das bedeutet erneute Rambo in der Mitte gepaart mit Flamini. Die Frage die sich für Wenger stellen wird ist, ob er einen Wechsel in Gestalt von Walcott vornimmt. Ohne Frage ist er ein Spieler der uns Qualität hinzubringen. Der Logik nach könnte er maximal für Campbell kommen zumal Giroud sicher mit seinen regelmäßigen Torerfolgen in der Startelf bleiben muss. Zudem haben wir mit Alexis auf dem Flügel einen Stürmer verloren. 

Der Wechsel gegen Campbell, neues Selbstvertrauen nach seinem Tor am Wochenende hin oder her, macht aber nur Sinn, wenn man davon ausgeht, dass die Griechen von Beginn an mitspielen werden. Davon bin ich nicht überzeugt. Vielmehr erwarte ich eine kontrollierte Aufstellung und Ausrichtung von Olympiacos. Mit einer vielleicht erkämpften Führung oder offenem Spiel in der Endphase wäre der schnelle Walcott vielleicht dann doch taktisch besser. Alles natürlich sehr abhängig von Ausrichtungen und Entwicklungen im Spiel.

Was Arsenal angeht so stellt sich aber auch die Frage wie man das Spiel taktisch angehen soll. Geht man sofort auf volle Offensive oder versucht man zu kontrollieren ohne viel zu riskieren?  Für mich sollte man wie gegen Monaco im letzten Jahr spielen. Offensiv ausgerichtet über viel Ballbesitz mit Druck und schnellen Kombinationen. Bestmöglich natürlich mit einer frühen Führung, um den Gegner zu verunsichern.Das setzt voraus, dass das ganze Team von hinten mitarbeitet, um die Griechen nicht ins Spiel kommen zu lassen und somit auch die Stimmung im Stadion niedrig zu halten. Alles natürlich schöne Sätze und theoretische  Spielerein. Entscheidend ist auf dem Platz und der Wille es noch biegen zu wollen. Ein vorgezogenes Endspiel ist ja als Übung für die potentielle Gruppenphase auch nicht so schlecht. Das Spielermaterial gibt in jedem Fall noch immer einen Sieg her.

Warten wir ab was Arsenal aufbieten kann und was für Überraschungen die Begegnung bereithält. Es dürften sicher einigen sein. Felix und ich werden dem Anlass angemessen einen Live Podcast machen wie schon beim Spiel gegen die Bayern. Zudem ist es unser erstes kleines Jubiläum mit der zehnten Podcast Episode. Diesmal aus meinem Wohnzimmer heraus, zumal keine Kneipe die Gunners in Vollzeit zeigen wird.Und Konferenz hält man bei dieser Ausgangslage sicher nicht aus. Zumindest können wir dann nachher nicht wieder verspottet werden wenn es schief geht. Ihr könnt also gespannt sein auf unsere Gefühlsregungen vom Anpfiff bis zum Abpfiff. Da ist eine Menge hin.

In diesem Sinne.

Come on you Gunners

Cheers

Chris