Es war nicht mehr viel auf der Uhr als Giroud zum Siegtreffer gegen West Brom am gestrigen Nachmittag einköpfte.  Nicht viel mehr und der finale Saison K.O. hätte schon vor dem Jahreswechsel zugeschlagen und den wohl drohenden freien Fall eingeleitet. Doch so hält man zumindest den Abstand zur Spitze konstant und muss am Ende konsternieren, dass es ein Spiel war, in welchem allein die drei Punkte auf der Habenseite zählen.

Doch macht man sich die Mühe einen ernsthaften Blick auf die Partie, losgelöst von den am Ende sicherlich verdienten drei Punkten zu werfen, so kann man schlicht nicht zufrieden sein. Zwar versuchte Wenger mit Giroud in der Zentralen und Alexis auf dem Flügel zu varieieren (böse Zungen behaupten es war allein der Verletzung von Walcott geschuldet)  und gegen die massive Abwehr von West Brom einen Stoßstürmer zu bringen. Doch brachte dies weder in der Spielanlage noch im Ablauf erhebliche Verbesserungen. Sicherlich kann man sich auf den Standpunkt stellen, dass West Brom mit beinahe elf Spielern verteidigt hat und es immer schwer ist gegen ein solches Bollwerk durchzukommen. Doch fehlte mir auch gestern erneut der Plan B. Es war ja schließlich keine Überraschung, wie Pulis aufgestellt hatte. Trotzdem haben wir nicht die taktischen Mittel gehabt darauf zu reagieren. Wir spielten massiv durch die Mitte, was zu einer unfassbaren Enge führte,die kaum zu überspielen war. Wir versäumten es die Flügel besser zu nutzen, hinter die Abwehr zu laufen und in den Rückraum zu gelangen. Es herrschte wenig Bewegung abseits des Balls und das Tempo wurde nicht gerade lange hochgehalten. Alles Abwesenheiten die einem gegen genau solche Abwehrreihen eigentlich zum Erfolg verhelfen. 

So war es auch nicht verwunderlich, dass man in der ersten Halbzeit zu wirklich kaum großartigen Chancen kam. Erst zu Beginn des zweiten Abschnitts schien es besser zu werden und die Intensität seitens Arsenals erhöhte sich. Und siehe da, man gelangte zu Chancen. Leider währte dieser Aufschwung nicht zu lange und man ließ sich erneut einlullen, sodass am Ende ein Flankenball von Özil auf Giroud den Sieg bringen musste. Ein klassischer Giroud möchte man meinen. Für mich eher ein Resultat dessen, was man spielen muss, wenn man Giroud mittig bringt, Flanken von Außen eben, um derartige Situationen oder auch zweite Bälle zu kreieren.

Erheblich mehr Bewegung kam sicherlich auch ins Spiel, als man Lucas Perez hineinnahm.Der Zug zum Tor im Vergleich zu Iwobi war einfach zielstrebiger und direkter. Wir müssen uns wirklich fragen, weshalb der Spanier nicht mehr Einsatzzeit bekommt. Auch die Herausnahme von Coq hätte viel früher erfolgen müssen. In einer solchen Ausrichtung des Gegners war er schlicht überflüssig und seine Qualitäten waren über. Er hätte viel eher gegen einen kreativen Spieler ersetzt werden müssen. Das gab die abgelaufene Spielzeit jedoch leider noch nicht her.

Die Top 5-6 punkten derzeit sehr konstant. Genau diese Tatsache hat die beiden Niederlagen der letzten Wochen auch so schmerzhaft in ihrer Konsequenz gemacht und führt zu einer 0-Fehler Politik. Nun kommt Palace mit dem neuen Trainer Allerdyce, bei dem man sich fragt, was er noch alles anstellen muss bis er keine Anstellung mehr bekommt. Wie dem auch sei hat Palace neuen Schwung erhalten passend zum Spiel im Emirates. Auch an Neujahr erwarte ich keine andere Ausrichtung wie am gestrigen Nachmittag. Tief stehen und auf Konter lauern. Hoffen wir nur, dass wir dann etwas besser eingestellt sind auf diese unerwartete Abwehrreihe und uns nicht zu lange hinter der Phrase „man muss Geduld haben“ verstecken werden.

Dazu am Wochenende mehr. Zuvor ist am Freitag noch #GGPodcast. Es gibt wieder viel zu diskutieren. Gerne könnt ihr uns schon eure Fragen schicken. Wir sind voller Tatendrang!

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris