12 Punkte in der Gruppe und kein gesichertes Weiterkommen. Was eine unfassbare Konstellation.  Das bekommt man wohl wenn eine Mannschaft tatsächlich keinen Punkt holt und drei starke Mannschaften aufeinander treffen.

In jedem Fall hat Arsenal das notwendige getan um das Ruder in der Gruppe nicht aus der Hand zu geben. Mit dem Sieg gegen Marseille hat man sich für das letzte Spiel in Italien in eine gute Ausgangsposition gebracht. Jeder Punkt ob drei oder einer reicht zum Gruppensieg. Jede Niederlage mit bis zu drei Toren zum weiterkommen. Alles sehr mathematisch und eine Thematik mit der wir uns direkt vor dem Spiel nochmals auseiandersetzen werden, weil sie durchaus Tücken bietet.

Das gestrige Spiel war in jedem Fall ein gutes Beispiel für kontrollierte Offensive. Mit der frühen Führung durch Wilshere spielte es sich leicht und Marseille konnte kontrolliert werden. Zugegeben haben die Franzosen auch nicht viel aufzubieten gehabt. Wie sie gegen den BVB im letzten Spiel ihre Ehre in der Gruppe retten wollen erschließt sich mir nicht so ganz. Erst als Thauvin und Valbuena spät ins Spiel kamen wurde es etwas lebhafter. Arsenal hätte das Spiel bereits früher entscheiden können wenn nicht sogar müssen. Ramsey schießt frei vor dem Tor den Torwart an und Özil versemmelt einen Elfmeter. Nach guter Vorlage von Ramsey und Özil konnte Jack dann aber in der zweiten Halbzeit den verdienten Deckel drauf machen und die Punkte waren im Sack.

Manche tendierten nach dem verschossenen Elfmeter dazu Özil zu kritisieren. Zugegeben war der Elfmeter schlecht geschossen. Aber gleich eine Welle der Kritik loszutreten ist mehr als unangemessen. Vor allem wenn man gesehen hat wie er in der zweiten Halbzeit immer wieder Situationen heraufbeschwor und auch das zweite Tor maßgebend vorbereitete. Mesut macht die Mannschaft um so vieles stärker und in entscheidenden Situationen auch den schlichten Unterschied. Er kann nicht in jedem Spiel ein Tor schießen und drei Vorlagen geben. Aber nochmal. Seine schlichte Anwesenheit gibt anderen Spielern bereits Freiraum, den sie vorher wahrscheinlich nicht gehabt hätten weil sich alles auf sie focusiert hätte. Soviel also zu den Özil Kritikern.

Mann des Spiels für mich eindeutig Jack Wilshere. Nicht nur seine beiden Tore haben gezeigt, dass er immer weiter reift und auch sein Spiel dahingehend verbessert. Auch die Leidenschaft und Intensität war wieder vorbildlich.

Jetzt gilt es sich auf das Spiel in Cardiff zu konzentrieren. Das wird kein leichter Gang und erfordert alle Resourcen. Bis dahin gut trainineren und Belssuren (wenn es die gab) pflegen.

Cheers

Chris