Frei nach dem Motto des zitierten Liedtitels wird auch Arsenal den Weg am heutigen Tage antreten müssen. Nach dem grandiosen Auftritt unter der Woche gilt es heute einen harten Brocken zu knacken. Es geht an die Bridge zum F.C. Chelsea zum zweiten Derby innerhalb einer Woche. Die Spielansetzung hat es mit uns auch in diesem Jahr wieder richtig gut gemeint. Aber spielen muss man überall, auch an der Bridge. Ein Ort an den ich, mit Blick auf die letzte Saison, nur ungern zurückdenke. Dort haben uns die Blues eine herbe Klatsche verpasst. Es steht folglich nicht nur die Vergabe der drei Punkte auf dem Spiel, sondern auch die Rehabilitation für unseren, nennen wir es mäßigen, Auftritt des letzten Jahres.

Chelsea hat bisher in dieser Saison kaum Federn gelassen und einen starken Ball gespielt. Wir können also kaum erwarten, dass es ein „walk in the park“ wird. Sich auf die Stärken von Chelsea zu konzentrieren scheint mir aber auch nicht der richtige Weg zu sein. Klar haben sie Costa, Fabregas, Hazard etc. Aber was bringt es uns, nur auf diese Namen zu schauen? Nichts! Wir haben genug klangvolle Namen entgegenzusetzen. Und wenn man ein paar Jahre zurückdenkt an unseren 5:3 Sieg, so haben wir damals mit Santos und Gervinho gespielt. Also sollte die Ausgangslage doch wohl ein wenig besser sein.

Von der Aufstellung erwarte ich mir keine großartigen Veränderungen. Ich rechne damit, dass Jack in die Mannschaft zurückkehrt und dafür The Ox oder Santi auf der Bank Platz nehmen muss. Eine unveränderte Aufstellung würde ich jedoch auch begrüßen. Mir hat die Dynamik am Mittwoch wirklich sehr gut gefallen. Wichtig wird es sein den Schwung vom Mittwoch Abend mitzunehmen. Dieses teilweise stark gespielte Pressing, diese schnellen Pässe in die Spitze und die Durchschlagskraft und Abgebrühtheit vor dem Tor. Sicher ist, dass Chelsea nicht soviel anbieten wird wie Galatasary. Aber das was wir angeboten bekommen müssen wir nutzen. Es klingt vielleicht banal, aber solche Spiele werden durch Effektivität entschieden.

Ein weitere Punkt kann zudem nur sein, nicht wieder in die „große Spiele“ Panik zu verfallen. Das haben wir gegen City schon gut ablegen können und müssen dort anknüpfen. Wir haben das Zeug auch in diesen Spielen zu bestehen. Wir müssen es nur glauben und auf den Platz bringen. Die Tabelle ist noch nicht so weit auseinander gerückt. Lässt man jedoch die Punkte bei Chelsea liegen, so kann das schon wieder ganz anders aussehen. Wir müssen, so schwer und leicht zugleich es klingen mag, bei Chelsea punkten. Ob einfach oder dreifach sei dabei erst mal nebensächlich. Können wir den Anschluss an die Spitze halten oder müssen wir vorerst abreißen lassen? Das wird die entscheidende Frage sein.

Ich setze klar auf unsere offensive Stärke. In der Abwehr sind wir momentan schlicht zu anfällig, um dort dicht zu halten. Es muss also Vorne geschaut werden, dass man eventuell auftretende Schwächen in der Hintermannschaft ausgleicht. Sicher ist auch, dass unsere Schwäche nach Standards gegen Chelsea tödlich sein wird. Mit Matic, Ivanovic, Terry, Cahill &Co. werden die Ecken und Freistöße eine absolute Herausforderung für die Abwehr. Gelöst werden kann das wahrscheinlich nur im Verbund der ganzen Mannschaft,wo jeder sich kompromisslos reinhauen muss.

Ihr merkt es wird mehr als nur eine harte Nuss. Zurückziehen gilt nicht. Danach ist erst mal Länderspielpause, sodass man dabei relaxen kann. Lasst den Boat Trip nach Fulham… ähh ich meine natürlich Chelsea… ein Happening werden.

Come on you Gunners

Cheers

Chris