Na es geht doch. Mit einem 2:0 Sieg in Sunderland rückt Arsenal wieder näher Richtung top vier. Insbesondere nach Demo Niederlage von City.Nach dem Krimi gegen Anderlecht am Mittwoch war es heute eine Leistung des Willens, die die drei Punkte sicherte.

Zwar ist der Spielfluss des Teams noch nicht wieder voll da, aber mit der Leistung, vor allem in der ersten Halbzeit konnten man wirklich zufrieden sein. Sunderland war angeschlagen nachdem sie acht Tore am letzten Wochenende kassiert hatten. Und genau das war es, was Arsenal aktiv genutzt hat. Mit starkem Pressing und Aggressivität im Zweikampf konnte man Sunderland stets vom eigenen Strafraum fern halten. Großen Anteil an dieser Marschroute hatte die Kombination Flamini und Arteta. Vor dem Spiel war ich dieser Variante gegenüber doch eher kritisch eingestellt, da ich sie als Opfer für flüssige Und schnelle Pässe angesehene hatte. Aber es stellte sich heraus, dass es genau das war, was das Team benötigte. Es musste über defensiven Ballbesitz das Selbstvertrauen auch für die Offensive hergestellt werden. Ein Plan der aufging.

In der zweiten Halbzeit ließ das Pressing nach und Sunderland kam besser ins Spiel, was zu mehr Ballbesitz führte. Wirklich gefährlich wurde es jedoch zu keinem Zeitpunkt. Das Spiel entschied an diesem Nachmittag jedoch der mit Abstand beste Spieler auf dem Platz und momentan wohl auch im Kader der Gunners, Alexis Sanchez. Der Chilene nutze zwei individuelle Fehler von Brown und Manonne um eiskalt zuzuschlagen. Eine Qualität, die Spitzenspieler auszeichnet und somit auch Spitzenmannschaften. Einen Fehler weniger machen wie der gegebner heißt die Devise. Aber auch abseits seiner beiden Tore, die allein schon herausstehen, machte Sanchez erneut ein bärenstarkes Spiel. Er presste im Sturm, regierte im Mittelfeld, setzte Welbeck immer wieder ein. Einfach ein klasse Spieler, der schon jetzt mit seinen Leistungen und seiner Einstellung des Fans ans Herz gewachsen ist. Aber auch an Cazorla möchte ich an dieser Stelle ein Lob loswerden. Mit seiner mehr zentralen Rolle könnte er seine Qualitäten besser einsetzen, als auf der Außenbahn. Auch wenn er am Ende sehr platt war, eine Leistungssteigerung.

Nach zwei Siegen innerhalb einer Woche heißt es nun die Serie weiter auszubauen. Dafür gibt’s eine Woche Zeit zur Vorbereitung. Dabei sollte man insbesondere auch an den Kontersituationen arbeiten. Das aufspielen der Konter war, mit Verlaub, grauenhaft. Eine schöne Nachricht dann noch am Ende. Theo Walcott war wieder im Kader und sollte uns bald wieder in gewohnter Frische zur Verfügung stehen.

Cheers
Chris

Ps: In eigener Sache noch ein kurzer Hinweis. Viele werden vielleicht gestern schon gesehen haben, dass mein Arsenal Buch (111 Gründe den FC Arsenal zu lieben) in Kürze erhältlich bzw. jetzt schon vorbestellbar ist. Mitte der Woche gibt’s eine gesonderte ausführliche Vorschau incl. Leseproben und alles weitere zum Buch.