Nachdem ich meinen nächsten London Trip (West Ham@home) diese Woche nach einigen Anlaufschwierigkeiten des Online Box Office doch noch erfolgreich einstielen konnte bin ich nun so richtig heiß auf den heutigen Spieltag. Schließlich soll die Tabellensituation bis zu meiner Rückkehr ins Emirates noch weiter verbessert werden.

Dem steht heute Nachmittag Crystal Palace entgegen. Das schöne an Stadtderbys ist ja immer, dass man die Stadt nicht verlassen muss. Eine Begebenheit, die Arsenal bis zu seinem FA Cup Viertelfinale genießen kann. Nachteil solcher Spiele ist auf der anderen Seite aber auch, dass sie immer von einer besonderen Hitzigkeit geführt werden. Wer lässt sich schon gerne von einem Stadtrivalen auf eigenem Platz die Punkte wegnehmen. Natürlich ist es nicht so hitzig wie gegen Tottenham aber es ist und bleibt ein Stadtderby. Und mit der engen Tabellensituation vom Mittelfeld bis zu den Abstiegsrängen ist für Palace ebenfalls jeder Punkt von hoher Bedeutung.

Nach dem Trainerwechsel auf Alan Pardew geht es bei Palace auch wieder bergauf. Aus den letzten sechs Spielen konnte man drei erfolgreich bestreiten und hat nur eines verloren. Eine nicht so schlechte Bilanz. Es scheint neuer und frischer Wind eingezogen zu sein, was immer Anlass zur Wachsamkeit gibt. Und nach der Pleite gegen Liverpool im FA Cup am letzten Wochenende hat die Mannschaft sicher was gut zu machen.

Alles natürlich schöne Worte, jedoch kein Grund dafür aus Arsenals Perspektive die wichtigen drei Punkte liegen zu lassen. Die Qualität unseres Kaders muss uns schlicht auch in einem solchen Derby die Option einräumen klar auf einen Sieg zu spielen. Betrachtet man die letzten Auftritte in der Fremde, so sind diese, bis auf den Ausrutscher bei Tottenham, doch sehr positiv verlaufen. Die City Taktik wird man jedoch dennoch nicht zur Anwendung bringen, wenn es gegen Palace geht. Dort kann es nur lauten das schnelle Offensivspiel immer wieder in Richtung Scott Dann&Co fliegen zu lassen. Denn das ist sicher etwas, mit dem die Palace Abwehr nicht gerade gut umgehen kann. Ein weiterer Vorteil kann sein, dass Pardew sicher kein Trainer ist, der nur defensiv spielen lässt. Er hat mit Newcastle zwar gezeigt, dass man eine sichere Abwehr (zumindest vorübergehend) bilden kann, jedoch war seine Philosophie auch dort eher offensiv ausgerichtet. Entgegenkommen könnte uns so was sicherlich mit unseren schnellen Spitzen. Dennoch erwarte ich nicht, dass Palace ins offene Messer laufen wird. Abwarten und auf Konter lauern wird dort sicher eher die Marschroute sein.

Was unseren Kader angeht, so stehen Fragezeichen hinter Bellerin und Flamini. Letztgenannter wäre für mich kein wirklicher Verlust. Bellerin würde ich gerne wieder in der Startelf sehen. Sollte dies nicht der Fall sein haben wir aber mit Chambers, Gibbs oder auch Gabriel genügend Alternativen für die Außenbahn. Der restliche Kader bleibt bis auf die Verletzung von Ramsey unverändert. Wilshere ist wieder fit und wird nach meiner Einschätzung seine Rückkehr feiern, wenn es auch nur auf der Bank sein wird. Im Sturm haben wir sodann natürlich wieder die große Auswahl. Alexis ist wieder fit und heiß auf ein Tor. Auch Giroud ist weiter in fantastischer Form und für mich in der Mitte gesetzt. Was einen Einsatz von Theo oder Welbeck angeht, so scheint mir die Frage zu sein, wie Wenger die Ausrichtung von Palace sieht. Glaubt er an eine aktive Ausrichtung wäre es vielleicht nicht verkehrt Theo spielen zu lassen, um die sich bietenden Räume schnell überbrücken zu können. Welbeck bietet mir in Punkto Schnelligkeit jedoch ähnliche Vorteile, dafür jedoch eine höhere defensive Arbeitsrate und mehr Qualität/Gefährlichkeit bei Kopfbällen im eigenen sowie gegnerischen Strafraum. Meine Wahl würde folglich auf ihn fallen, wenn man sich nicht entschließt im Mittelfeld mit Rosicky einen weiteren Spieler auflaufen zu lassen, um dort dicht zu machen.

Meine Aufstellung, vorausgesetzt Bellerin ist fit, würde sich mithin wie folgt gestalten:

Ospina, Bellerin, Mertesacker, KOS, Monreal, Coq, Santi, Özil, Alexis, Giroud, Welbeck

Mit Blick auf die anderen Partien ist ein dreier ohnehin Pflicht. Tottenham spielt gegen West Ham, wo sicher ein Punktverlust drin ist und Southampton muss gegen Liverpool ran, sodass dort unmittelbarer Punktgewinn gegenüber einem direkten Konkurrenten mathematisch vorprogrammiert ist. United wird bei Swansea wohl eher nichts liegen lassen, auszuschließen ist jedoch auch das nicht. Wie immer heißt es jedoch auf sich selbst schauen und seine Hausaufgaben erledigen, bevor man sich über andere ausgiebig Gedanken macht. Dazu ist noch genügend Zeit, wenn man die drei Punkte gegen Palace eingefahren hat.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris