Guten Morgen an alle Gooners mit einem lauten „Wembleyyyyyy Wembleyyyy“! Wir sind zurück im Finale. Nach dem Sieg gegen Reading am gestrigen Abend haben wir die Chance unseren Titel zu verteidigen. Gegner ist entweder Villa oder, was wahrscheinlicher ist, Liverpool. 

Aber nun zum gestrigen Spiel und erneuten Stunden meines Lebens die ich nie wieder bekommen werde. Zum Start folgendes. Cup Spiele sind stets nicht so wie man sie erwartet und dies vor allem nicht gegen unterklassige Gegner. Zumindest dann nicht, wenn man soweit im Wettbewerb fortgeschritten ist. Auch gegen Reading hat sich das gestern gezeigt. Doch im Pokal zählt am Ende nur das Ergebnis und das hat Gott sei dank gestimmt und wir sind zurück im Finale. Und das mit unserem momentanem Lieblingsergebnis von 2:1.

Wenger hatte der Rotation natürlich nicht widerstehen können und sich für Welbeck an Stelle von Giroud entscheiden sowie für Debuchy und Gibbs für Bellerin und Nacho. Wie bereits vor dem Spiel angekündigt für meinen Geschmack etwas zuviel Rotation, vor allem in der Abwehr. Betrachtet man das Spiel im Ganzen, so war Gibbs auch nicht wirklich überzeugend und man hat klar gesehen, warum Nacho derzeit weit vor ihm anzusiedeln ist. Auch Debuchy merkte man in manchen Szenen die fehlende Spielpraxis an. Im Großen und Ganzen zeigte er jedoch eine solide Partie. 

Doch was hat uns erneut so zittern lassen bis in die Verlängerung? Eigentlich war es eine typische Arsenal Vorstellung in Spielen dieser Art. Wie bereits im letzten Jahr gegen Wigan sahen wir uns einem gut organisierten und kämpferisch starken Team gegenüber. Und anstatt unsere technische Überlegenheit und Klasse im Kombinationsspiel zum Vorteil zu nutzen ließen wir uns das Spiel von Reading aufdrücken. Es führte zu leichter Statik und wenig Bewegung. Erst gegen Mitte der ersten Halbzeit bekamen wir den Schwung in die Partie, den wir doch alle so sehr vom Beginn an erhofft hatten. So war es dann auch erneut Mesut Özil, der mit einem genialen Zuspiel auf Alexis die Lücke im Strafraum öffnete. Und der Chilene war eiskalt, ließ den Abwehrspieler ins Leere laufen und schob zur Führung knapp vor der Halbzeit ein.

Wer nun erwartet hatte, dass Arsenal das Spiel in der zweiten Halbzeit von Beginn an mit dem Schwung der Führung im Rücken domieren würde, der sah sich getäuscht. Es war Reading, die das Kommando Übernahmen und Arsenal stark zurückdrängten.So war es kein Wunder, dass es zum Ausgleich von Reading kam. Verwunderlich war nur, dass SZE den Ball nicht halten konnte und stattdessen ein wenig wie die gute alte Bahnschranke fiel. Es spiegelte so ein wenig den Eindruck wieder, den man von SZE im ganzen Spiel hatte. Er ließ einen irgendwie immer ein wenig unruhig werden, wenn der Ball in die Nähe des Strafraums kam, auch wenn er ansonsten keinen Fehler machte. Ich glaube aber ihr wisst , was ich meine.

Ab dem Ausgleich kam Arsenal erstmal nicht mehr in Gang. Es brauchte seine Zeit, bis man erneut zu Chancen kam, insbesondere in Person von Ramsey, der nur den Pfosten traf. Auch Gabriel, der für Merte verlegzungsbedingt ins Spiel kam, hätte zwei Kopfbälle versenken müssen. Doch so kommt es wie es kommen muss und es geht in die Verlängerung. Mit dem Blick des Grauens eines erneuten Elfmeterschießen vor Augen wurde ich so langsam sehr unruhig. Arsenal kam jedoch wieder besser ins Spiel und das Tor zum Sieg sollte fallen. Erneut war es Sanchez der den Ball im Strafraum führte und an zwei Spielern vorbei auf das kurze Ecke zielte. Der bis dahin sehr sehr stark haltende Keeper Federici machte jedoch den einzigen Fehler am heutigen Tage und lies den Ball durch die Hosenträger rutschen. Die Erlösung für Arsenal, die den Sieg über die Zeit retteten und eine bittere Stunde für den Reading Kepper. Aber wie gesagt es zählen Resultate und wir haben diese Situationen schon zu oft erlebt. Ich erinnere nur an das Carling Cup Finale gegen Birmingham.

Am Ende war es mal wieder ein hart erkämpfter Sieg in typischem Arsenal Stil. Neben dem Einzug ins Finale können wir jedoch viel Erkenntnisse mitnehmen. Zum einen ist Özil schlicht Weltklasse und mit Sanchez hat er einen kongenialen Partner gefunden der den Sieg in jeder Minute des Spiels herbeiführen kann. Weiterhin ist Giroud einfach eine Präsenz im Sturmzentrum, die dem Team viel gibt, was nach seiner Einwechselung sofort deutlich wurde. In der Abwehr haben wir zwar gute Alternativen auf den Aussenbahnen aber die momentane Stammelf scheint mir dort die richtige Wahl. Theo bekam am Ende noch seinen Einsatz und war durchaus ein belebendes Element. Etwas was man nicht in Abrede oder den Hintergrund stellen sollte.

Nun stehen wir im Finale. Man ist das erneut ein schönes Gefühl. Die Mission Titelverteidigung lebt. Unglaublich! Nun heißt es jedoch erstmal wieder Liga und dort den zweiten Platz sichern. Nachdem Chelsea heute gegen United parallel gewonnen hat ist der Zug Meisterschaft , wenn ihn manche noch fahren wollten, sicher abgefahren. Mit einem Spiel in der Hand könnte man mit dem einem Sieg Gegen Chelsea am nächsten Wochenende Boden gut machen. Zudem einen Dämon besiegen in Gestalt von Mourinho. Dazu dann später aber mehr.

Nun erstmal den Einzug ins Finale genießen. In diesem Sinne

We’re the famous Arsenal and we are going to Wembley Wembleyyy Wembleyy!!!

Cheers

Chris