Es ist endlich Samstag und mit ihm steht das Halbfinale des FA Cup’s an. Es geht für Arsenal zurück nach Wembley. Zurück an der Ort, wo man in der letzten Saison den lang ersehnten Erfolg und die damit verbundene Silverware feiert. Das Ziel ist klar und eindeutig. Es soll der Weg zur möglichen Titelverteidigung geebnet werden. Der Gegner auf dem Weg dorthin lautet heute Abend Reading.

Nach Wigan im letzten Jahr trifft Arsenal im Halbfinale damit erneut auf einen unterklassigen Gegner. Die Erinnerungen an die Heldentaten von Fabianski sind uns sicher noch alle in Erinnerungen. Und wenn es nach mir geht, kann ich auf ein neuerliches Drama der Gestalt gerne verzichten. Auch wenn die Freude am Ende um so größer war. Der „easy way“ wäre aber auch mal ganz schön. So verwundert es nicht, dass die Spieler und der Trainerstab sehr darauf bedacht sind immer wieder zu betonen, dass man den Gegner keineswegs unterschätzt und sich seiner Qualitäten sehr wohl bewusst ist. Im Sport immer eine gute Einstellung wenn ihr mich fragt. Doch wird es im Spiel gegen Reading heute Abend allein auf die Einstellung des Teams ankommen. Auf dem „front foot“ beginnen hat Coq so schön gesagt. Und genau das trifft den Nagel auf den Kopf. Von Beginn an muss klar sein, wer das Komando in Wembley übernimmt. Es darf nicht der Respekt vor einem möglichen erneuten Finale, mit der damit verbundenen angezogenen Spielweise vorherschen, sondern es muss die Freude auf ein neuerliches Finale dominieren.

Wenn ich die Mannschaft über die letzten Wochen und Monate so beobachtet habe, so denke ich, dass sie sich genau dessen bewusst ist und sich in dieser Hinsicht auch sehr viel vorgenommen hat. Man gewinnt nicht einfach so überzeugend und eindrucksvoll bei United, um sich dann im Halbfinale selbst zu beschränken. Auch dort hat man sich der Aufgabe angenommen. Und mit den Spielern, die wir nun zur Verfügung haben, ist auch ein weiterer Spirit hinzugetreten. Ein Alexis Sanchez pocht auf einen Titel. Ein Mesut Özil hat Blut geleckt und will auch in diesem Jahr einen Pokal in den Himmel recken.

Insgesamt ist der Kader ohnehin so gut wie komplett. Lediglich Arteta und Ox stehen nicht zur Verfügung. Ansonsten hat Arsene Wenger die Qual der Wahl. Über das Thema Aufstellung und mögliche Rotation hatten wir zu Beginn der Woche ja bereits gesprochen und eine kleine Umfrage gestartet. Wer das verpasst hat, kann ja nochmal hier kurz nachlesen. Viele von euch sehen wohl einiges an Rotation. Ich persönlich habe kein Geheimnis daraus gemacht, dass ich mir eine unveränderte Aufstellung wünsche, mit maximalem Wechsel von Welbeck für Giroud. Nach bekannten Erfahrungssätzen gehe jedoch auch ich davon aus, dass es eher zu mehr Rotation als weniger kommen wird. Obwohl bei realistischer Netrachtung aufgrund der fehlenden Doppelbelastung von Champions League nicht unbedingt zu rotieren wäre. SZE wird gesichert das Tor hüten, was jedoch aufgrund der Pokalkonstellation keine Überraschung ist. Auch gegen United hatte er ja bereits im Kasten gestanden.

Für realistisch halte ich somit folgende Aufstellung:

SZE,Debuchy,Merte,KOS,Nacho,Coq,Ramsey,Cazorla,Özil,Alexis,Welbeck

Unser Mittelfled muss dominieren. Nicht nur in defensiver Hinsicht durch die Tackles von Coq sondern auch mit aktivem Pressing sämtlicher Mittelfeldakteuere. Dies sind Stilmittel, die Reading aus der eigenen Liga in einer solchen gegenüberstehenden Qualität sicher nicht gewohnt ist ergo schwerer händeln kann. Zudem muss die Chancenauswertung optimal sein. Reading wird versuchen sich defensiv gut zu strukturieren und auf Konter und Standards warten. Diese Optionen dürfen wir ihnen nicht einräumen. Flügelspiel und schnelles Passspiel, nicht nur durch die Mitte, sind dort erneut die Formel, um in den Strafraum zu gelangen. Sollten wir in Führung gehen, was ich stark hoffe, so ist auch dann nachzusetzen. Wenn wir am Ende mit einem 1:0 ins Finale einziehen, soll mir das aber im Ergebnis auch Recht sein.

Natürlich soll und muss sich in einem Halbfinale der Blick auch auf unseren Gegner richten. In der Championship findet man Reading derzeit auf Platz 18 wieder, vier Plätze und acht Punkte vor der Abstiegszone. Die letzten sechs Spiele gestalteten sich aus einer Kombination von drei Niederlagen und drei Unentschieden. Ihr bester Torschütze ist Simon Cox mit acht treffern bisher gefolgt von Pogrebniak, denn man in Deutschland noch von seinen Zeiten beim VFB Stuttgart gut kennt. Auf bekannte Namen trifft man noch in Gestalt von Anton Ferdinand oder Jamie Mackie. Insbesondere auf Obita sollte man achten, zumal er die meisten Vorlagen bisher beisteuerte. Insgesamt darf man sicher mit einer defensiven Grundausrichtung rechnen. Zwar wird viel spekuliert, ob nicht mit einer überraschenden Aufstlellung selbiges bei Arsenal hervogerufen werden soll/kann. Doch kann ich mir nicht vorstellen, dass Trainer Steve Clarke zu hohes Risiko anordnen wird. Wie bereits zuvor angeklungen, wird Readings Spielweise vor allem eine Reaktion auf diejenige von Arsenal sein. Schafft es Arsenal nicht seine Dominanz auf den Platz zu bekommne, wird Reading mehr Selbstvertrauen tanken und sich in der Konsequenz auch mehr zutrauen.

Das sollte zunächst genug sein für den Blick auf das heutige Spiel. Wir wollen alle erneut zurück ins Finale. Lasst uns den entscheidenen Schritt in Richtung Titelverteidigung machen. Das Spiel wird übrigens auf Eurosport im FreeTv übertragen. Wer also nicht zu den glücklichen gehört, die im Stadion dabei sein dürfen, hat das heimische Sofa fest in Beschlag zu nehmen. Das ist zumindest der Sachstand, welcher bei mir vorherrscht. Anstoß ist um 18.20h (ja sehr komisch aber wahr.)

In diesem Sinne

Come on you Gunners

She wore a yellow ribbon

Cheers

Chris