Die ersten drei Punkte sind auf dem Konto von Arsenal gelandet. Nach der Auftaktniederlage gab es gestern einen 2:1 Sieg bei Crystal Palace. Am Ende ein verdienter jedoch sehr hart erkämpfter Sieg gegen eine Mannschaft von Palace, die in dieser Saison sicher so einigen „großen“ Teams Punkte abringen wird.

Nach dem doch sehr mäßigen Auftakt gegen West Ham stand der Druck bereits früh auf dem Kessel und Arsenal hatte abzuliefern. Genau das taten sie von Beginn an, indem sie über Ballbesitz und flüssiges Kombinationsspiel Palace zumeist in die eigene Hälfte zurückdrängten. Am Personal hatte Wenger dabei an zwei Stellschrauben gestellt. Zum einen rückte Bellerin für Debuchy zurück ins Team sowie auch Alexis für Ox.

Die frühen Angriffe waren insbesondere durch den puren Willen und die Dynamik der Kombination aus Alexis, Santi und Özil geprägt. Ein früher Konter hätte bereits zur Führung führen müssen, doch Alexis wurde der Torerfolg auf der Linie verweigert. so war es Giroud der mit einem wirklich sehr sehenswerten Seitfallzieher nach Flanke von Mesut Özil zur Führung einnetzte. Wer nun gedacht hatte, es wird easy weiterrollen sah sich getäuscht. Leider musste Arsenal mit dem ersten Schuß auf die Hütte gleich den Ausgleich hinnehmen. Es war mal wieder so eine typische Szene wo man sich wirklich fragte, ob das noch normal ist. Danach setzte ein wenig der altbekannte „Panikmodus“ ein und das ganze Team, was die Partie zuvor so locker dominiert hatte, geriet plötzlich ins Schwanken.

Dieser Zustand sollte jedoch nicht lange halten. Zwar hatte man kurz nach der Pause Glück, als Palace die Latte traf. Danach ging es jedoch nur noch in eine Richtung und die hieß Palace Tor. Nachdem man sich immer mehr festgesetzt hatte erzwang Alexis durch einen heftigen Kopfball ein Eigentor. Irgendwie typisch Alexis. Arsenal hätte im Anschluß den Sack zumachen können, spielte die Führung insgesamt aber gut über die Linie, bis auf ein paar enge Szenen, die sicher in jedem Spiel mit diesem Spielstand auftauchen.

Was gab es im Vergleich zum Auftaktspiel an positiven Veränderungen festzuhalten? Für mich eindeutig Alexis. Ein Spieler wie er macht eben einfach den viel besungenen Unterschied. Sein Wille und seine Dynamik geben unserem Spiel in der Offensive schlicht eine andere Gestalt und Wertigkeit. Hinzukommend eine sehr sehr starke Leistung von Mesut Özil. Passquoten jenseits der 90%, eine Torvorlage und eine Ballkontrolle die unvergleichbar ist. Durch die gezwungene Herausnahme von Coq war er zudem auch variable auf vielen Positionen unterwegs. Das macht ihn oft beinahe noch unberechenbarer.

Aber auch Santi war für mich wieder eine treibende Kraft. Zusammen mit Coq in der defensiven Rolle hat er mir als Motor gut gefallen. Er hat in gewissen defensiven Positionen einen großen Überblick auch für den ruhigen, beruhigenden Ball.

Was die Defensive angeht, so war Coq sicher mehr als nur glücklich, nicht vom Platz gestellt worden zu sein. Gelb/rot wäre mehr als vertretbar, wenn nicht sogar zwingend gewesen. So gab es uns aber auch die Möglichkeit ein wenig die alternativen Konstellationen zu testen, auch wenn das in einem solch intensiven Spiel sicher nicht gewollt war. Arteta hat nach seiner Einwechselung keine schlechte Figur gemacht. Sicher fehlt die Dynamik ein wenig aber kurz vor Ende war er da, um den Schussweg zuzustellen. Cech war nach seiner beiden Fehlern gegen West Ham am Gegentor sicher machtlos. Ansonsten wirkte er sicherer jedoch in manchen Situationen noch verbesserungswürdig. Das wird aber kommen.

Nun haben wir am nächsten Montag Liverpool vor der Brust. Erneut ein wichtiges Spiel schon zu Beginn der Saison. Zunächst haben nun auch endlich wir den Einstieg in die Saison erfolgreich gefunden.

In diesem Sinne

Cheers

Chris

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