Am heutigen frühen Mittag steht unser Spiel gegen Chelsea an und damit die spannende Frage, ob wir das Zagreb Spiel hinter uns lassen können oder wir uns gegen Chelsea von den Sprüchen Mourinhos einlullen lassen.

Wie wir ja bereits gestern im Podcast ausführlichste besprochen haben scheint  das Spiel gegen Chelsea erneut ein Gradmesser zu sein. Ein Spiel in welchem wir mental eine Menge gewinnen können. Natürlich steht auch sportlich die Perspektive oben dran zu bleiben und vor allem Chelsea ganz weit nach unten zu verbannen und hinter einem zu lassen. Die von mir auch im Podcast bereits aufgeworfene Frage nach dem „Können“ ist sicherlich eine viel diskutierte. Kann Arsenal genau das, was Chelsea über Jahre mit uns gemacht hat? Kann Arsenal eine nicht in guter Verfassung befindliche Mannschaft von Chelsea noch tiefer hineinstürzen? Ohne meine Arsenal Brille aufzuhaben bin ich skeptisch. Vieles rekrutiert dabei aus dem was ich am Mittwoch gesehen habe und die Erfahrung, dass man bei Arsenal oft solche Dinge erstmal länger mitschleppt. Vielleicht mag ich mich aber auch irren und wir „rücken das ganze“ tatsächlich wieder gerade.

Die Chancen auf einen Sieg bei Chelsea dürften in jedem Fall in näherer Vergangenheit noch nie besser gestanden haben. Chelsea ist verunsichert, defensiv schwach und überhaupt nicht das Chelsea der letzten Saison bzw. Jahre. Der Zwist zwischen Terry und Mourinho den noch keiner so wirklich zugeben will und die durchaus schlechte Verfassung von Ivanovic lassen Chancen in der Offensive möglich erscheinen. Zudem kommen noch Ausfälle wie Willian oder Pedro dazu. 

Arsenal wird also das Heft in die Hand nehmen müssen. Genau das ist es, was wir bei Chelsea jedoch oftmals nicht vollbracht haben. Wir sollten uns an das Spiel im Community Shield erinnern. An Spiele bei City oder United in der letzten Saison. Dort hatten wir den genau richtigen Ansatz. Ins offene Messer zu laufen bringt uns nicht weit. Gezielter Druck und Dominanz im Mittelfeld ist der Schlüssel für das heutige Spiel. Da dürfte man sehen wo der physische Unterschied zwischen Coq und einem alternden Arteta liegt. 

Im Podcast hatte ich mich noch mit einem Unentschieden zufrieden gegen. Natürlich würde ich einen Punkt auch immer noch nehmen. Aber ist es nicht so wie Felix es gesagt hat? Müssen wir in solchen Spielen nicht schlicht einmal gewinnen? Müssen wir nicht die Einstellung haben die Schwäche des Gegners, auch wenn es Auswärts an der Bridge ist ausnutzen zu wollen. Wie eine Topmannschaft eben! Ich denke das scheint mir der richtige Weg. Doch schlagen wir diesen auch ein?

Was die Aufstellung angeht wird Wenger in jedem Fall keine Experimente machen. Er wird sich aufgrund der noch leichten Erkrankung von Mertesacker sicher wieder für Gabriel entscheiden, was in meinen Augen keine Schwächung ist. Sonst wird er zurückrotieren. Das bedeutet auch Walcott von Beginn an. Etwas, was bei einem Auswärtsspiel bei Chelsea sicher nicht so das Problem sein dürfte wie gegen Newcastle vor ein paar Wochen. So dürften wir wie folgt auflaufen:

Cech,Nacho,Kos,Gabriel,Bellerin,Coq,Ramsey,Santi,Özil,Alexis,Walcott.

Bei Alexis wäre es mal Zeit das Tor zu treffen. Warum nicht gehen Chelsea? Bei der schwächelnden Abwehr muss doch etwas drin sein.  Lassen wir uns überraschen welches Arsenal wir heute sehen. Sky überträgt live, sodass wir irgendeines in jedem Fall sehen. Die frühe Anstoßzeit kann dabei ein Fluch oder ein Segen für das restliche Wochenende sein. 

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris