Arsenal erlebte heute bei Chelsea ein Spiel, was als Schlusspunkt die bekannte Niederlage zu verzeichnen hatte jedoch nicht eine solche hätte werden müssen. Geprägt war das Spiel durch die rote Karte für Gabriel gegen Ende der ersten Halbzeit. Bis dato war es in meinen Augen ein gutes Spiel von Arsenal. Insbesondere in den ersten 25 Minuten hat man das Spiel dominiert und auch mehr von selbigem gehabt. Sicher konnte man nicht erwarten ,dass Chelsea nicht auch die Taktzahl anzieht jedoch hielt sich alles im Rahmen.

Der Platzverweis für den Brasilianer gab jedoch den entscheidenden Ausschlag dafür, dass Arsenal im weiteren Verlauf nicht mehr wirklich zusetzen konnte. Eine Entscheidung die nicht nur mit dem Blick auf den Spielverlauf mehr als ärgerlich war sondern auch wieder einmal ein Beispiel einer sehr schlechtenLeistung  des Schiedsrichters darstellt. Dabei möchte ich vorab hervorheben, dass sich Gabriel natürlich im Griff haben muss. Einfach Costa ignorieren und es passiert nichts. Doch zu seiner Verteidigung muss man sicher anbringen, dass es nicht sein kann, dass Costa die Provokation weiterführt und weiterführt ohne dafür auch nur ansatzweise bestraft zu werden oder eine Ermahnung des Schiedsrichters zu erhalten. Ungeachtet dessen hätte er ohnehin schon lange die rote Karte sehen müssen bevor Gabriel überhaupt in die Situation eingreifen konnte. Der Check und die Griffe ins Gesicht von KOS waren allesamt rotwürdig. Doch wie es scheint kommt Herr Costa Woche für Woche mit derartigen Vorfällen unbestraft davon.  Dann sich einfach hinter Gabriel zu stellen und auf seine Rückwärtsbewegung zu warten um theatralisch aufzuschreien ist nur schwach in fußballerischer und menschlicher Sicht. Etwas über das man sicher ernsthaft nachdenken sollte.

Wie dem auch sei war Arsenal gezwungen sich mit zehn Mann durch die zweite Halbzeit zu bringen. Sie taten das nicht lange gut weil ein sehr leichter Stellungsfehler dazu führe, dass nach einen Standart  das Gegentor fiel. Etwas was in aller Fairness nichts mit der roten Karte zu tun hatte sondern nur stümperhaft verteidigt war. Sodann hatte Chelsea eigentlich nicht mehr sehr viel zu tun. Arsenal schaffte es nicht wirklich nochmal Druck aufzubauen und bis auf eine Chance von Alexis blieb es ruhig vor dem Chelsea Tor. 

Natürlich ist es schwer an der Bridge mit zehn Mann zu bestehen. Und als dann auch noch Santi vom Platz musste war ohnehin alles gegessen. Eine gelbe Karte die man geben kann. Für mich ist jedoch etwas Fingerspitzengefühl eine Eigenschaft die eben nicht jeder Schiedsrichter hat. Im Vergleich zu den Dingen die Costa (Schwalbe) oder auch Oscar mit seinem Foul gegen KOS ablieferten hätte man da mal etwas großzügiger sein können, zumal beide zum Ball gehen. 

Am Ende bleibt die Erkenntnis dass wir die Saison von Chelsea wie erwartet wieder angekurbelt habe. Das Experiment vom Mittwoch hat sich nicht ausgezahlt und wir gleiten erneut sehr sehr früh ab dahin wo wir am Ende immer stehen. Es ist hier keine Schwarzmalerei nur eine Erkenntnis, die unabhängig von der ohne Frage beschissenen Leistung des Schiedsrichters zu ziehen ist. Wenger hat sich mit dem Transferfenster in eine unglückliche Lage gebracht und wenn ihr mich fragt wird ihm dies noch mehr und deutlicher auf den Fuß fallen wie es schon der Fall ist. Coq ist angeschlagen und die Situation vor der jeder gewarnt hat ist schon am sechsten Spieltag greifbar,nämlich die Offenbarung der absoluten Unterbesetzung im defensiven Mittelfeld. 

Mit anstehenden Spielen gegen die Spurs und bei Leicester wird der Druck immer größer und das, wie nochmal ins Gedächtnis gerufen, am sechsten Spieltag. Alexis bekommt es vorne derzeit nicht zusammen und hat auch kaum Unterstützung. Nur gut, dass die roten Karten im Ligapokal abgefeiert werden können. Denn da treten wir ja ohnehin mit der B Mannschaft an, was wahrscheinlich die Situation nicht besser macht, mit Blick auf die mentale Verfassung und den Druck der Fans und Medien.

Wir können uns sicher sein, dass sich das heutige Ergebnis auf den Schiedsrichter fokussieren wird, was sicher richtig ist. Doch sollte man insgesamt das große Ganze nicht außer Acht lassen und aufpassen, dass man nicht in etwas hineinrutscht, was wieder dazu führt, dass wir konstant mit dem Rücken zur Wand stehen. Aber vielleicht hat das bereits der 2. September für uns getan. Dies ist und bleibt schlicht das beherrschende Thema und wir auch nicht fortgehen. Auch wenn viele es so wollen.

Die Mannschaft braucht jetzt Unterstützung. Die sollte man ihr auch geben. Egal wie man die Einkaufspolitik oder ähnliches bewertet. Die Mannschaft ist unsere und das ist was zählt. Vor allem nach Niederlagen wie der heutigen.

In diesem Sinne
Come on Arsenal

Cheers

Chris