Am Ende zeigte die Anzeigetafel an der Anfield Road ein 3:3. Für Arsenal ein klarer Verlust von zwei sehr wichtigen Punkten im Meisterkampf. Nach dem Remis von City und dem Sieg von Leicester wäre es ein absoluter Big Point gewesen, den Arsenal hätte einfahren können. Das vor allem nach dem Spielverlauf. Doch in der letzten Minute fiel Arsenal der Schwäche des ganzen Spiels zum Opfer, den sogenannten zweiten Bällen. Aber ziehen wir das Pferd nicht von Hinten auf.

Zu Beginn war es nicht Arsenal, die den Ballbesitz dominierten, wie viele es erwartet hatten. Liverpool kam sehr gut ins Spiel und konnte dies auch sehr zügig verwerten. Nachdem Theo Walcott das Dribling wählte anstatt den Ball wegzuschlagen, war es ein Schuss den Cech nur zur Seite abwehren konnte, welcher Firmino vor die Füße viel. Der Rückstand war für Arsenal in einer komischen Weise erfrischend. Man realisierte, dass Mitspielen eine gute Idee wäre und setzte die Abwehr von Pool unter Druck. Und siehe da, wie erwartet, tat sich die Lücke auf und Ramsey konnte nach Vorbereitung von Giroud und Campbell sehr schön im kurzen Eck abschließen.

Natürlich wäre es zu einfach gewesen die eigene Abwehrleistung zu steigern. So war es wieder ein nicht gut verteidigter Distanzschuss von Firmino, der, zugegeben als Sonntagsschuss, das Netz fand. Aber auch darauf hatte Arsenal eine unmittelbare Antwort. Diesmal war es Giroud nach einer Ecke, der den Ball in die Maschen beförderte. Es war deutlich sichtbar, dass Pool Probleme in der Abwehr hatte. Wenn Arsenal es schaffen konnte seine eigenen Wakler in der Defensivreihe zu stabilisieren war ein Sieg locker möglich.

Die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit geschah dann auch genau dies. Sehr konzentrierte Defensivarbeit und ein sehr schöner Treffer von Giroud aus der Drehung zum 3:2. Kurz danach hatten wir viel offene Räume, insbesondere Theo. Nutzen konnten wir ihn jedoch leider nicht. So zogen wir uns immer weiter zurück und liesen den Druck von Liverpool aufkomme und immer größer werden. Einwechselungen wie OX oder Arteta halfen nicht den Druck zu verringern. So war es am Ende zwar glücklich, dass der Ball in der letzten Minute zum Ausgleich reinging, jedoch ein Resultat unseres Nachlassens.

Ob es ein Resultat von Müdigkeit oder nicht optimaler Einwechselungsoptionen war ist schwer zu beurteilen. Ein derartiges Spiel entwicklet sich sicher stets in eigener Dynamik. Jedoch ist die Herausnahme von Campbell schon ein Schlag gewesen. Er war offensiv wie auch insbesondere defensiv in der zweiten Halbzeit sehr stark. Die Auswechselung war die logische Folge, nachdem er körperlich platt war. Mit der gleichzeitigen Einwechselung von OX für Theo hatten wir jedoch noch weniger defensiven Rückhalt. Mir ist bewusst, dass ich in den letzten Wochen auf den guten OX nicht gut zu sprechen war. Aber auch gestern hat er wieder gezeigt, dass er eine defensive Ausrichtung schlicht nicht unterstützen kann. Da war es Schade, dass man Alexis noch nicht auf der Bank hatte. Eine Einwechselung von ihm hätte die Pool Abwehr sicher weiter zurückgehalten aus Angst vor dem K.O.

So war es am Ende ein Remis, was sehr schmerzte. Sicher ist ein Punkt bei Liverpool nie schlecht, doch die verpasste Chance ist es, die mich besonders geärgert hat. Noch immer sind wir Tabellenführer, doch hätte die Lage besser sein können. Dies insbesondere vor dem harten Gang nach Stoke am Sonntag. Insbesondere mental wird es ein harter Gang nach einem solch fordernden Spiel wie dem gestrigen und dem sodann nicht eingefahrenen Dreier.

Schauen wir, ob uns dort Alexis und auch Elneny als Verstärkung zur Verfügung steht. Es bleibt sehr eng in der Liga und wir müssen in jedem Spiel immer wieder alles aus uns rausholen.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris