Derzeit ist es sicherlich nicht gerade eine einfache Aufgabe einen Blogbeitrag zu einem anstehenden Arsenal Spiel zu verfassen. Man bewegt sich zwischen Zweckoptimismus und der im Hinterkopf massiv anklopfenden Sicherheit, dass es erneut eine derbe Enttäuschung geben wird. Sicher darf man sich fragen, wie die Mannschaft den Turnaround schaffen soll, wenn die Fans nicht einmal an einen Sieg gar eine gute Leistung glauben. Doch denke ich, dass die Fans derzeit nicht diejenigen sind, die die Mannschaft mitnehmen müssen sondern umgekehrt. Mit dem Spiel bei den Spurs kann man zumindest in diesem Segment die Sicherheit haben, dass kein einzelner Arsenal Supporter auch nur ein Schritt von seinem Team abweicht. Also eine gute Möglichkeit sich am eigenen Schopfe aus dem Dreck zu ziehen möchte man meinen.

Wenn man den Eingangs zitierten Zweckoptimismus anführen möchte, so wächst man bekanntlich an großen Aufgaben. „Klopf, Klopf…“! Oh ja wir spielen bei den Spurs, welche die beste Saison seit Vereinsgründung spielen und haben selbst null Selbstvertrauen, Spielwitz oder eine taktische Vorstellung davon, was wir tatsächlich auf dem Platz machen. Da waren sie wieder die beiden Gegensätze die im Kopf jedes Arsenal Fans von links nach rechts schwingen und bei jedem Anschlag den bitteren Beigeschmack einer weggeworfenen Spielzeit hochkommen lassen.

Mir ist bewusst, dass es derzeit sehr schwer ist, sich in eine positive und optimistische Grundstimmung zu bringen, wenn Arsenal aufläuft. Doch muss uns auch bewusst sein, dass wir gegen die Spurs spielen. Das sollte für Team und Fans Ehrgeiz genug sein, sich am Riemen zu reißen und eine Leistung auf Platz und Tribüne zu zaubern, die sich gewaschen hat. Fragt mich nicht, wie die Jungs auf dem Platz das machen sollen. Es scheint als hätten wir sämtliche Fähigkeiten verloren und gegen stümperhafte Torabschlüsse und Abwehrverhalten gepaart mit Unvermögen eingetauscht.

Doch bin ich der Meinung, dass es irgendwie funktionieren muss. Erzwingen ist ein schönes und in diesem Kontext sehr häufig fallendes Wort. Es hört sich martialisch an. Vielleicht ist es aber auch genau das, was zuerst wiederkommen muss. Der Wille über Einsatz zum Sieg zu kommen. Alexis Sanchez hat sich sehr vielsagend über die Mannschaft geäußert. Er hat ausgesprochen was alle denken. Sinngemäß, dass wir das Potential haben aber nicht den Biss die Meisterschaft zu holen. Und damit hat er unwidersprochen Recht. Sicherlich spielt auch er nicht in bester Verfassung. Aber wie Tim Stilmann im „Arsecast“ so schön formulierte fehlt ihm derzeit nur der Abschluss zu der ansonsten auch immer von Kampf und Mehreinsatz geprägten Spielweise. Eine interessante und meiner Ansicht nach zutreffende Einschätzung.

Womit wir an der Lane umgehen müssen ist der Fakt, dass Petr Cech uns dort keine unhaltbaren halten wird, da er gute vier Wochen pausieren muss. Alles nur, weil er mit dem Ziel den Ausgleich zu erzielen nach einer Ecke in das eigene Tor zurücksprintete und sich dabei eine Zerrung zuzog. Ich glaube sowas nennt man im allgemeinen Sprachgebrauch einen Treppenwitz, passt aber geschmeidig in unsere Saison. Zumindest ist Wenger nicht müde geworden unsere gute Statistik mit Ospina im Tor schon einmal vorsorgend hervorzuheben. Auch auf KOS müssen wir weiter verzichten, was wohl die Mertesacker/Gabriel Kombination weiter wüten lassen wird.

Was die restliche Aufstellung angeht hat Wenger keine wirkliche Option zu rotieren. Er muss seine beste Auswahl spielen lassen. Alles andere würde noch mehr auf ihn zurückfallen. Ich kann mir Welbeck in der Mitte mit Campbell auf der Außenbahn vorstellen als maximale Veränderung wenn man auf Giroud verzichten möchte. Für mich wäre die Alexis,Giroud und Welbeck Kombination jedoch die vorzugswürdige. Alles andere erscheint mir keinen Veränderungen zugänglich.

So dürfte es die folgende Aufstellung werden:

Ospina, Bellerin, Per, Gabriel, Nacho, Coq, Ramsey, Özil, Alexis, Welbeck, Giroud.

Wenn die mentale Verfassung des Teams nicht unterirdisch wäre, sicher eine Formation die auch bei den jetzigen Spurs bestehen kann. Hoffen wir also auf einen Ruck im Team und eine Spurs Mannschaft, welche Angst vor der eigenen Courage hat. Oder ein Harry Kane Eigentor in der Nachspielzeit, welches uns zum Sieg führt. Ich nehme alles was sich anbietet. Sky Deutschalnd zeigt das Spiel live im TV.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris