Zurück im Hotel von einem langen Tag um und mit Arsenal. Was bleibt am Ende? Zum einen natürlich Enttäuschung über die Niederlage. Zum anderen jedoch auch die bittere Erkenntnis, dass das eingetreten ist, was wir alle tief im inneren befürchtet hatten, jeder jedoch mehr oder weniger gut bis zum 2:1 von Liverpool verdrängen konnte.

Das wir einen Mangel an Neuverpflichtungen haben und die Aufstellung mit den fehlenden EM Rückkehrern weder eine kreative Zone noch einen gelernten Mittelstürmer besaß war nicht neu, es auf dem Feld aber tatsächlich zu sehen, sehr beunruhigend. Dabei spielte Arsenal die erste Hälfte nicht einmal schlecht. Sicher brachten wir nicht wirklich viel beisammen aber standen gut und strukturiert. Sicher auch der Grund, warum wir mit zwei defensiven Mittelfeldspielern agierten, wenn man die mangelnde Erfahrung in zentralen Abwehrreihe berücksichtigt. 

Liverpool gelang wenig bis nichts, reichte jedoch eine Unkonzentriertheit in der Gestalt eines unnötigen Fouls samt eines genialen Moments zum Ausgleich. In Kombination mit einem wohl sicher motivierenden Halbzeittalk von Klopp war gleich zu erkennen, dass Arsenal weder presste noch die Sicherheit der ersten Halbzeit hatte. 

Konsequenz daraus waren Fehler in der Defensive und einfach Tore der Gäste. Das man mit Toren von OX und Chambers wieder ins Spiel kam und die Niederlage unter dem Strich weniger dramatisch aussieht, war ein Resultat der schwachen Liverpool Defensive. 

Den Glauben, das Spiel drehen zu können, konnte man im Stadion nicht wirklich verspühren. Genau das war auch im Nachgang Thema wohin man hörte. Von Pub über die Pizzeria bis in den Bus auf der Heimfahrt. „Same old same old“! Und wer möchte es den Fans auch vedenken? Sie bekommen ein „aktiv sein“ im Transfermarkt versprochen und sehen sich am Ende doch wieder dem identische Zustand gegenüber, der schon Ende Mai herrschte.

Es ist schlicht kein Fortschritt zu erkennen und die Wenger Out Fraktion wächst und wächst. Ausreden wie „stets Top4“ ziehen schon lange auch bei den Treusten nicht mehr. Schlimmer ist nur noch, dass auch niemand wirklich an einen mega Transfer mehr glaubt. Wie Henry es in der Nachbetrachtung schon ausdrückte „Arsenal scheint nicht mehr die erste Anlaufstelle zu sein“. Zwar denke ich, dass man dies mit entsprechenden Vertragsangeboten schnell ändern kann, dazu gehört jedoch jemand der das umsetzt. Und an dem fehlt es bekanntlich.

Ist Arsenal nur noch eine Marke die gut für Platz 2-4 ist oder spielen wir ernsthaft noch einmal um die Meisterschaft mit? Wollen wir nicht zu schwarz malen am ersten Spieltag. Doch gute Stimmung sieht unter den Anhängern anders aus. Und dies ist kein Produkt des ersten Spieltages. 

In diesem Sinne

Come on Arsenal

Cheers

Chris