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Morgen spielen wir nicht nur unser nächstes Derby innerhalb einer Woche. Wir können auch an dem 1000. Spiel unseres Trainers Arsene Wenger teilhaben. Das letzte was er wollen würde ist sicherlich, dass das Spiel gegen Chelsea unter diesem Jubiläum in den Hintergrund rückt. Dafür ist er einfach zu sehr Fußballmensch. Aber ich denke es gebührt dem Respekt für eine solche Leistung auch an dieser Stelle und vor einem sehr wichtigen Spiel ein paar Worte über unseren Trainer zu verlieren.

Vielen von euch wird es sicher gehen wie mir. Ich habe in meiner Zeit als Arsenal Fan keinen anderen Trainer kennengelernt. Nicht weil ich noch nicht lange Arsenal Fan bin, sondern einfach weil Arsene Wenger schon so lange Trainer ist. Allein der Zeitraum in dem Wenger Trainer bei Arsenal ist spricht für sich. Über die Titel und Erfolge wurde in dieser Woche viel geschrieben. Statistiken und allerlei Zahlenwerk schwirrten durch die Gazetten. Was mich aber viel mehr beeindruckte waren die Geschichten und Erinnerungen von Spielern die mit ihm zusammengearbeitet haben. Wenn man sich diese so anhört oder durchliest, so stellt man sehr schnell fest, dass Arsene Wenger mehr ist als nur ein guter Trainer und Fachmann auf seinem Gebiet. Er hat ein Gespür für jeden einzelnen Spieler, kennt nicht nur seine fußballerischen Schwächen sondern auch seine privaten Probleme. Er interessiert sich für den Menschen hinter dem Fußballer. Das wird in allen Kommentaren deutlich. Das Wort Vaterfigur fällt dabei immer und immer wieder. Vielen Spielern hat Arsene Wenger auf den Zug des Profifußballs gehievt. Und es wird wohl keinen geben, der ihm dafür nicht ewig dankbar sein wird. In den letzten Jahren gab es oft Situationen, in denen viele nach einem neuen Trainer geschrien haben. Mit Kritik waren wir alle oftmals nicht sparsam, bedingt durch unsere Gier nach einem Titel. Sicherlich ist das mehr als verständlich und Teil des Business. Wie Thierry Henry jedoch so mahnend sagte: „Pass auf was du dir wünscht“ In diesem Sinne. Alles Gute Boss. Auf die nächsten 1000.

Nun aber zurück zum Derby. Nach dem Sieg beim Nachbarn dürfen wir uns gleich wieder mit einem beschäftigen. Es geht zum Tabellenführer. Die Tabellenkonstellation allein macht dieses Spiel schon mehr als brisant. Ein Sieg und Arsenal hat es wieder selbst in der Hand. Ein Unentschieden und man hat noch immer eine sehr gute Ausgangspostion.

Wenger hat den Kader aus dem Tottenham Spiel zur Verfügung und ich denke er wird mit beinahe, wenn nicht sogar der identischen Formation auflaufen. Chelsea ist immer ein Spiel in dem wir in den letzten Jahren nicht so gut ausgesehen haben. Entweder spielte der Mourinho Faktor eine Rolle oder Drogba hat uns abgeschossen. Immer ein Spiel dem ich nicht so gerne entgegensehe. Diesmal kommen wir gestärkt aus dem Sieg bei den Spurs in das Spiel. Das soll nicht heißen, dass wir sämtliche Taktik über Bord schmeißen sollen. Aber ein kleiner psychologischer Vorteil zu vergangenen Jahren kann darin schon gesehen werden. Was die Stärken von Chelsea angeht, so besteht kein Zweifel an der Stärke ihres Kaders. Die zwei roten Karten vom letzten Wochenende gegen Wilian und Ramires schwächen sie natürlich im Mittelfeld. Die Breite des Kaders gibt jedoch noch immer genug her. Auch im Sturm scheint Eto’o so langsam warm zu laufen. Und auf die alten haudegen Lampard und Terry muss man natürlich immer acht geben. Nichts neues also von der Bridge.

Arsenal hat die Fähigkeit auch auswärts bei den sogenannten „Großen“ zu bestehen. Bisher klappte das zwar nicht so optimal in der Liga. Aber wir haben mit dem Spiel gegen die Bayern wieder gezeigt, wie wir in solchen Spielen auch wachsen können. Ich bleibe dabei, dass das Champions League aus, so komisch er klingen mag, erneut der Türöffner für ein gutes Ende sein kann. Machen wir Arsene’s 1000. Spiel zu einem erinnerungswürdigen!

Come on you Gunners

 Cheers

Chris