Das Transferfenster hat sich um Mitternacht wieder geschlossen und der Wahnsinn hat zunächst sein Ende, zumindest bist Januar. Arsenal hat noch einmal „zugeschlagen“ und sich die Dienste von Manchester United Stürmer Danny Welbeck gesichert. In gewisser Weise praktisch, da er ja ohnehin am Trainingsgelände war, um sich mit England auf die anstehenden Länderspiele vorzubereiten.

Aber nun zu Danny Welbeck! Nach meiner Einschätzung keine schlechte Verpflichtung, Welbeck ist ein Premier League erfahrener Stürmer. Er bringt alle Attribute mit um im Sturmzentrum einzuschlagen. Sicherlich hat er nicht die Topwerte, die einen sofort aufhorchen lassen. Aber sein noch junges Alter und die Tatsache geringer Einsatzzeiten lassen dies durchaus nachvollziehen. Bevor Sturridge zu Liverpool gegangen ist und dort die Einsatzzeit samt Fokusierung auf ihn bekam, hätte auch jeder wahrscheinlich das gleiche über einen Wechsel gesagt.

Sicherlich hätte man einen, vom Namen, „besseren“ Stürmer verpflichten können. Unglücklich über die Verpflichtung von Welbeck bin ich jedoch nicht im geringsten. Er ist um Längen besser als Sanogo und bringt dem Kader Qualität, welche man sicherlich nicht abstreiten kann. Mit Sanchez und auch Walcott auf den Außenbahnen muss man ihn einfach nur füttern. Dann wird er die Buden schon machen. Auch hat er keine Angst vor dem Torabschluss, wie wir es bei Sanogo in den letzten Spielen so häufig gesehen haben. Zudem zeigt Welbeck auch eine hohe defensive Mitwirkung. Etwas, was auch im modernen Offensivspiel gefragt ist. Seine Athletik ist dabei von Vorteil und sicherlich unbestritten.

Wenger hat zudem einen noch jungen und zukunftsfähigen Spieler verpflichtet und die Zeichen auch dort weiter auf Langfristigkeit gestellt. Ich sage ganz offen „Wilkommen bei Arsenal Danny Welbeck“. Glaub an dich, ich werde jedenfalls hinter dir stehen wenn du die Kanone auf der Brust trägst.

Doch ist das der Transfer, den wir brauchten bzw. den sich alle erhofft haben? Was die Hoffnung angeht, wird man diese Frage wohl sehr eindeutig mit nein beantworten können. Es waren Namen wie Falcao oder Cavani im Gespräch. Falcao hat es dann auch in die Premier League geschafft, zu eben United. Die Frage, die man sich stellen muss ist eigentlich in der ganzen Thematik eine ganz einfache. Ist man bereit bzw. möchte man, dass sein Verein auf Biegen und Brechen Unsummen für Spieler raus haut, auch wenn sie nur für ein Jahr ausgeliehen werden können bzw. man weiß, dass die Summe exorbitant über dem tatsächlichen Marktwert liegt. Meine Antwort ist darauf schon lange nein, was nicht gleichbedeutend damit ist, dass man sich nicht an diese Spiele heranwagen sollte, wie wir bei Özil oder auch Sanchez gesehen haben. Die Lösung des Problems liegt schlichtweg darin, dass man solche Transfers zeitnah vor Ligastart eintüten muss. So gerät man nicht in eine Zwangslage wie gestern Abend und nicht in die teilweise wohl zurecht geübte Kritik vieler Fans. Deals aller Lewandowski zu Bayern, den man schon im Laufe des letzten Vertragsjahres dingfest macht.

Zudem hat man es leider auch versäumt ein bis dato gutes Transferfenster sehr gut zu machen. Der kleine Touch den der Kader noch braucht. Im defensiven Mittelfeld und dem Backup in der Abwehr. Wir sollten an dieser Stelle aber bitte nicht in Verhaltensmuster verfallen, die ich gestern leider zu häufig lesen musste. Wir haben KEINE schlechte Mannschaft. Wir haben eine Mannschaft die auch dieses Jahr um Titel mitspielen kann. Oder sind Spieler wie Sanchez, Özil, Cazorla, Walcott, Wilshere, Ramsey …. keine Qualität? Es geht nicht immer um die Masse der einzelnen Stars sondern um das Gesamtkonstrukt. Ein paar kleine Ergänzungen wäre da sicherlich nicht unvorteilhaft. Das Fehlen stellt aber nicht das Gesamte in Frage. Selbstverständlich war das Spiel bei Leicester nicht ausreichend. Das war das Spiel von Real Madrid am Wochenende aber auch nicht.

In diesem Sinne

Come on Arsenal

Cheers

Chris