Man muss es einfach so sagen „Was ein schöner Nachmittag“. Der höchste Sieg seit Jahren in der Liga und sehr schön herausgespielte Tore dazu. Ein Arsenal, was sich dem annähert, was wir aus Zeiten von Henry&Co. kennen.

Aston Villa kam mit einer sehr geringen Gegentorquote ins Emirates und fing sich gleich fünf Tore. Die Harmlosigkeit in der Offensive war dieses Mal nicht nur Schwäche des Gegners, sondern die Dominanz der Gunners. Zum letzten Wochenende rotierte Wenger wieder zurück zur gefühlten Stammformatio. Theo und Özil behielten ihre Plätze, Rosicky rotiere auf die Bank trotz starker Leistung. Ein Zeichen des gesunden Konkurrenzkampfes um die Stammplätze. Und mit dem zweiten Start nach seiner Verletzung sollte der deutsche Weltmeister so richtig was anfangen. Ein Tor und eine Vorlage. Wer den Hakentrick auf Giroud noch nicht gesehen hat, der sollte nun schnell zum nächsten Computer rennen, denn sie ist zum Zuge schnalzen. Die weiteren Tore folgten durch eben besagten Özil nach Traumpass von Giroud, Theo, Santi und dem aufstrebenden Bellerin. So viel zum Thema „one man team“. Kommentare wie diese sind Zeichen der Unwissenheit.

Was mich neben dem Ergebnis an sich beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass man dem Team ansieht , dass es eine geschlossene Einheit ist. Jeder haut sich rein. Keiner neidet dem anderen ein Tor oder möchte dessen Position einnehmen. Schaut man sich die Situation mit Santi und Özil an, so ist es lediglich ein Thema der Medien, die eine Diskussion über die Position im zentralen Mittelfeld herunterbrechen wollen. Postionen werden flexibel gewechselt, das Passspiel kann schnell von Defensive auf Offensive umgestellt werden. Hoffentlich ein Zustand, der noch lange in dieser Form anhält.

An dieser Stelle einen Spieler herauszugeben ist sicher schwer aber ich möchte erneut meine Verwunderung über die Leistung von Coq zum Ausdruck bringen. Der Ruf nach einem DM ist nicht nur von mir mit lauter Stimme in die Arsenal Welt herausgeschrien worden und ich denke auch noch immer, dass wir im Sommer dort aktiv werden müssen. Doch die Leistung von Coq in den Spielen seit seiner ungewollten Rückkehr ringt mir sehr großen Respekt ab. Er hat eine Chance bekommen und sie mit beiden Händen gegriffen. Eine Einstellung, die mir imponiert. Und auf dem Feld ist er ein solcher harter Hund, wie ich ihn bei Arsenal schon lange nicht mehr gesehen habe. Genau dies ist das Element, was uns gefehlt hat.

Im Tor strahlt Ospina weiter Ruhe aus. Mit viel Gelassenheit und einer Parade wenn sie notwendig ist, lässt ihn seine Stellung als Stammtorwart weiter festigen. Und mit Bellerin hat sich ein junger Spanier Spiel für Spiel verbessert. Er scheint, als er schon immer in der Liga spielen würde. Ein Zeichen der guten Ausbildung in den letzten Jahren. Wobei an dieser Stelle auch noch kurz auf Akpom einzugehen ist. Er hat eine Chance über mehr Minuten bekommen und nach meiner Einschätzung diese sehr gut genutzt. Nicht nur hat er den Elfmeter herausgeholt sondern auch angedeutet, was er zu leisten fähig ist. Ich hoffe wir können es schaffen ihn an den Verein zu binden.

Nun geht es zum Nachbarn. Nicht. Ur aus der Historie sondern auch der Tabellensituation heraus ein sehr wichtiges Spiel. Dazwischen haben wir morgen den Deadline Day. Nicht nur weil Wenger einen weiteren Transfer quasi fast schon ausgeschlossen hat, sondern auch aus der bisherigen Aktivität heraus, wird morgen wohl, was uns angeht, nicht wirklich was passieren. Trotzdem ist der Deadline Day immer was nettes.

Genosst die Woche bis zum NLD. Come on Arsenal

Cheers
Chris