Eine Niederlage! Etwas mit dem wir nicht mehr gerechnet haben respektive wohl nicht genau wissen umzugehen. Als der Ball kurz vor Schluss im Netz hinter Ospina einschlug war es ein Gefühl von „das kann jetzt nicht sein“ bis hin zu „ die Torlinientechnik braucht eh keiner“. Man war zurück in diesem Monaco Feeling, in diesem Vibe von „das Spiel hätten wir locker gewinnen müssen“.

Am Ende war es wie bei besagtem Champions League Aus gegen die Franzosen. Ein Gegner, der nur defensiv tief steht, kein Interesse an einer Spieleröffnung hat und am Ende cleverer ist oder wir etwas zu naiv. Das ärgerliche auch dieses Mal. Arsenal hätte das Spiel tatsächlich locker gewinnen können. Trotz der Tatsache, dass man viel zu spät angefangen hat vom Modus des hin und her passens zu schnellen Kombinationen umzuschalten, waren 100%tige Chancen vorhanden. Ich denke nur an die Doppelchance von Alexis und Theo, die einfach im Tor landen muss oder der leichte Versuch von Theo direkt auf Fabianski oder der Schuss aus spitzem Winkel von Monreal.

Doch genau wie Arsenal nicht in die Puschen kam, war es auch bei den Fans ein etwas spätes reagieren auf die Situation, die sich bot. Zum Ende gab es sehr lautstarke Anfeuerungsrufe, die ich als sehr erfrischend erfand. Zu Beginn herrschte doch eher eine Stimmung der Selbstverständlichkeit. Dabei möchte ich mich selbst überhaupt nicht ausnehmen. Als ich gestern nach Hause kam und genüßlich den Fernseher für das Spiel einschaltete, war mir zwar irgendwie beqwusst, dass Swansea sicher kein „walkover“ würde, doch hatte ich an einem Sieg nicht den geringsten Zweifel. Die üblicherweise herschende Anspannung war nicht vorhanden. Und genau das ist es vielleicht, was den Tacken auch bei der Mannschaft ausgemacht hat. Dieses entsprechende Extra, welches wir in den letzten Monaten stets hatten, auf dem Platz und der Tribüne.

Klar ist auch, dass eine Niederlage zu irgendeinem Zeitpunkt kommen musste. Lieber ist es mir jetzt, in Form eines Wachmachers, als am 30.Mai im Pokalfinale. Sicher ist aber auch, dass das ganze Gerede um und über den zweiten Tabellenplatz nun wohl Geschichte sein dürfte. Zwar haben wir noch ein Spiel in der Hinterhand aber die Tordifferenz auf City ist nicht darstellbar. Und mit unserem Spiel bei United scheint es nun doch leider erneut um die Frage und den Kampf um Platz drei zu gehen. Dabei hatte man es sich doch alles bereits so schön ausgemalt/ausgerechnet. Mit ausreichendem Punktevorsprung zu United fahren, Kräfte sparen und die direkte Champions League Quali sicher. Tja nicht mit Arsenal, denn einfach kann ja schließlich jeder oder?! Am Ende können wir uns natürlich selbst eine Niederlage bei United erlauben, wenn wir die beiden ausstehenden Heimspiele gewinnen sollten. Der Druck ist es doch sicher nicht wert. Und vor allem vor dem Hintergrund, dass der Plan eigentlich vorsah unser starkes Momentum bis über das Finale hinaus zu ziehen, keine gute Marschroute.

Im Spiel bei United geht es aber nicht nur um die Sicherung des dritten Tabellenplatzes. Es geht auch darum wieder aufs Pferd zu steigen. Direkt im Anschluss an die bittere Niederlage zu zeigen, dass man gelernt hat. Gelert aus solchen im Gesamtkontext marginalen Rückschlägen sofort zurückzuschlagen und sich nicht in einen negativen Trend ziehen zu lassen. Denn dazu besteht sicherlich absolut keine Veranlassung. Wir haben noch immer alles selbst in der Hand diese Saison erneut mit einem Titel und einem starken Ligaplatz abzuschießen. Lassen wir uns dies folglich nicht aus der selbigen nehmen.

Abschließend noch ein paar Worte zu den Einwechselungen von Jack und Theo. Nachdem die ganze Diskussion um die Frage, wer von beiden anstelle von Ramsey wohl auflaufen würde, den Bach runter gegangen ist, waren ihre späten Einsätze durchaus von Einfluss. Jack konnte erneut durch eine hohe Intensität überzeugen und einige Chancen unmittelbar kreieren. Was Theo angeht, so hatte er zwei Chancen die man wohl als 100%tig bezeichnen dürfte. Generell ist es natürlich schwer nach einer späten Einwechselung die Entscheidung selbst herbeizuführen. Doch das Ausnutzen einer dieser Chancen hätte ihm im Vertragspoker sicher gute Argumente gegeben. Sicher bleibt, dass er mit Nichten ein Mittelstürmer ist.

Bis United am Sonntag heißt es nun sammeln und dann wieder einen raushauen im Old Trafford.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris