Der Fußball und die damit verbundenen Leiden hat uns wieder. Nach der deutlichen Niederlage von City schmerzt die Niederlage bei West Brom um so mehr. Das kuriose dabei ist, dass wir das Spiel, auch nach Rückstand, noch locker hätten gewinnen können. Santi vergibt einen Elfmeter und Campbell…da möchte ich besser nicht drüber sprechen. Zudem ging man in Führung doch schaffte es nicht konzentriert zu bleiben und gab die gute Ausgangslage leichtfertig her.

Woran liegst? Nach meiner Einschätzung bekommt Arsenal die ganz harte Pranke des dünnen Kaders nun mitten ins Gesicht. Das war schon gegen die Spurs so und wiederholt sich nun wohl leider Spieltag für Spieltag.  Sicher ist das schon oft thematisiert worden und man scheint sich in jedem Jahr wieder neu zu wiederholen. Doch für mich ist es eben genau dieser Punkt der uns in dem sogenannten Marathon Premier League die Luft von selbst ausgehen lässt.

Mit der Verletzung von Coq war die erste Elf, soweit sie noch Bestand hatte nach den schon vielen Verletzungen, an einer sehr entscheidenden Stelle geschwächt. Hinein kam Arteta der sich mit einem Eigentor humpelnd in die Halbzeit verabschiedete und wohl mehr als deutlich gemacht hat, dass er niemand ist, auf den man noch bauen kann. Ich hatte schon oft hier oder auch im Podcast fallen lassen, dass er nach zwei bis drei spielen eine Pause benötigt. Nunmehr kann er nicht mal mehr eines absolvieren. Eben etwas an dem man vor Beginn der Saison hätte arbeiten müssen bzw dies hätte mit Leichtigkeit erkennen hätte könne. So liegt der Druck nun wieder auf dem restlichen Kader, der von den üblichen Verletzungen gebeutelt ist und hoffen muss, dass Wenger und die Vereinsführungen es schaffen den Kader im Januar zu stärken.

Doch auch dies einmal weggedacht war ich mehr als nur enttäuscht, dass wir es nicht schaffen mit dem Fokus zurück aus der Länderspielpause zu kommen. Im Vorbericht hatte ich geschrieben , dass es diese Spiele sind, die Meisterschaften am Ende entscheiden. Da muss man auch nicht mit dem Argument “die Liga ist ein Marathon kein Spurt” kommen. Punkte sind verloren und hätten einen ein wenig Boden gut machen können. Nur wie gesagt hatten wir ja die Chancen noch den Sieg einzufahren und das alles noch in den letzten  zehn Minuten. Kilerinstink nennt man das. Wenn ich so das Buch von Amy Lawerence in Erinnerung habe, dass die Invincibles beschreibt , so weiß ich nicht, ob wir diesen Instinkt, wie es das damalige Team hatte, entwicklen können. Sicher war dieses Team etwas so besonders, dass man es nicht mit anderen Teams vergleichen kann. Aber ihr wisst sicher was ich meine, diesen unbedingten Willen das Spiel zu gewinnen, auch wenn es erst kurz vor Ende ist. Dann macht man eben so einen Ball wie ihn Campbell auf dem Fuß hatte,rein.

Im Endeffekt kann man froh sein, dass man kaum Boden verloren hat. Doch das kann und dar nicht der Denkansatz und Anspruch sein. Denn so wird es nicht immer sein. Jetzt hilft nur Mund abputzen und weiter machten. Wenn man die richtigen Lehren zieht und sofort umsetzt kann es was Gutes haben. Doch man sollte seinen Blick nicht nur auf  die Sichtweise „zwei Punkte von der Spitze im November“ beschränken. Am Dienstag geht’s bereits gegen Zagreb, wo wir uns in der Champions League noch einmal mit vollem Willem aufbäumen müssen. Danach , mit den Spielern die noch zur Verfügung stehen, gegen Norwich. Vielleicht dann mit ein paar Rückkehrern. 

Come on Arsenal

Cheers

Chris