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Was war gestern Abend die Verwunderung groß als Arsenal die Aufstellung und die damit verbundene taktische Ausrichtung via Twitter publizierte. Dreierkette!? Der geneigte Arsenalfan fragte sich, ob der Verein über die Ostertage doch den Trainer gewechselt hat oder was bitte mit Herrn Wenger geschehen ist. Vermuteten viele zunächst noch einen Grafikfehler, so erklärte der Trainer persönlich, dass er sich durch die Taktikanpassung schlicht mehr Sicherheit in der Defensive erwarte. Und siehe da, es hat geklappt.

Zwar stand die Abwehrreihe um den Rückkehrer KOS nicht stets bombensicher, doch war eine deutliche Verbesserung zu den vergangenen Wochen sichtbar. Dies hinzukommend nicht nur taktisch sondern auch von der Einstellung. Nach der Ohrfeige für Walcott in der Pressekonferenz am Freitag gab es gleich den prognostizierten Bankplatz für den Stürmer hinzu. Giroud rückte zusammen mit Alexis in den Sturm, was der Mannschaft sichtlich mehr Stabilität gab. Es mag simpel klingen aber es scheint, als wäre die statische Anspielsituation Giroud in Phasen wie diesen ein Ruhepol, auf den man sich bei notwendiger „einfacher“ Spielweise, bei welcher nicht jeder Pass funktioniert, besser verlassen kann.

Neben der Umstellung im Mittelfeld mit Ramsey und Xhaka sprang jedoch die Defensivkonstelation besonders ins Auge. Nacho und OX mussten in der Rückwärtsbewegung eine Fünferkette bilden, was zugegeben beeindruckend dafür funktionierte, dass wir eine solche Formation seit Menschengedenken nicht gespielt haben. Besonders aber Rob Holding zeigte erneut, was für ein Talent er schon in jungen Jahren besitzt. Ruhe am Ball, Übersicht und vor allem Abgeklärtheit in einer immensen Drucksituation zeichneten sein Spiel gestern aus. Für mich ein Gedanke wert ihn in der Startelf zu belassen. Je nach Verletzungsstand von Mustafi ohnehin notwendig für das Spiel gegen City im FA Cup.

Wichtig zu sehen war neben den individuellen Leistungen einzelner Spieler, dass die Mannschaft wieder Einsatz an den Tag legte. Nach dem Ausgleich gab es diesmal keine hängenden Köpfe sondern ein Umschalten auf erneutes Angriffsspiel, soweit es uns derzeit möglich ist. Dass dabei ein Tor auch erzwungen werden muss, scheinen manche begriffen zu haben. Zumindest lässt dies der doch beherzte Jubel nach Tor und Abpfiff vermuten.

Vor dem FA Cup Halbfinale also eine leichte Aufwärtstendenz. Hoffen wir auf eine gleichsam beherzte Leistung am Sonntag in Wembley. Für mich benötigt es keine Veränderung in Sachen Aufstellung und Taktik. Ausführlich besprechen werden Felix und ich dies am Donnerstag im Podcast. Nachdem die Nachrichtendichte bisher ja eher dünn war endlich mal ein wenig Futter für die Podcast Hosts.

In diesem Sinne

Come on you „three at the back“ Gunners

Cheers

Chris