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So schnell sie kam ist sie auch wieder verschwunden. Im Laufe des gestrigen Tages entwickelten sich die Diskussion und Unmutsbekundungen rund um das Projekt Super League rasant. Die beteiligten Vereine realisierten sehr schnell, dass der Schritt das Fass zum überlaufen gebracht hat. Der Ansturm der Fans war enorm, sodass es gegen Abend zu den ersten Rückziehern der englischen Teams kam. Gegen Mitternacht richtete sich dann auch Arsenal an die Fans und bat um Entschuldigung. Man habe die Chance in Form der Einladung nicht vorbeiziehen lassen wollen im Interesse Arsenals.

Zunächst sind sicherlich alle erleichtert, dass die Super League bereits wieder Geschichte ist und man doch noch hoffen kann, dass Fans noch eine Stimme in dieser kapitalisierten Fußballwelt zu haben scheinen. Doch das Thema ist mit dem Rückzug weiß Gott nicht beendet. Es startet nun erst richtig. Die Brass gegen die Investoren was schon lange sehr groß. Nun wird man ihn kaum mehr stoppen könne. Erste Verantwortliche wie Woodward bei United haben schon hingeschmissen und der Ruf nach weniger Einfluss der Investoren wird lauter und lauter werden.

Was Arsenal betrifft, so hat sich der Verein nicht mit Ruhm bekleckert. Sicherlich muss man hier sehr stark differenzieren. Spieler und Trainer sind genau so überrascht worden wie wir Fans und Strippenzieher waren allein die Kroenkes und KSE. Das ohnehin nicht vorhandene Vertrauen ist nunmehr auch nicht mehr wieder herstellbar und die Fans werden nicht ruhen bis diese gierige Familie North London endlich verlassen hat. Auch wenn der Weg lang ist, ist es einer den die Fans nun zusammen gehen werden und müssen. Den Anfang machen Proteste am Freitag.

Die Erklärung des Vereins zum ganzen Dilemma ist zudem eine Aneinanderreihung netter Worthülsen aus denen man leicht erkennt, dass man schlichtweg keine andere Wahl hatte und nicht aus eigenem Antrieb handelte. Bezeichnend ist dass die Mitteilung mit „Arsenal board“ unterzeichnet war. Keine namentliche Nennung der Kroenkes oder ähnlichem. Man kann nur immer wieder betonen, dass Grenzen irgendwann nicht mehr weiter dehnbar sind.

Zum Schluss sei nochmals klargestellt, dass die UEFA hier auch sehr weit weg ist von einem Heiligenstatus. Hier traf Gier auf noch mehr Gier. Denn auch das neue Champions League Format ist von dem System der Super League nicht sehr weit entfernt. Man sollte also auch in Genf erstmal kleine Brötchen backen und sich nicht als der Heilsbringer des Fußballs darstellen, wie manche dies in den letzten tagen versuchten.

In diesem Sinne

Fußball ist für die Fans!

#KroenkeOut #KseOut