Boxing Day 2016

Guten Morgen und nochmal schöne Feiertage von dieser Stelle. Die wohl spannendste Zeit in der Premier League beginnt heute mit dem traditionellen Boxing Day. Natürlich ist es nicht nur der heutige Spieltag sondern die sich anschließende immense Taktung von Partien die die nächsten Wochen so interessant und gleichzeitig wichtig machen für den weiteren Verlauf der Saison. 

Bis zur zurückliegenden Woche und die beiden Niederlagen bei Everton und City hätte man sich von den kommenden Spieltagen in Richtung Meisterschaftambitionen sehr sehr viel versprochen. Nun ist die Stimmung dahingehend noch immer getrübt und es wird zunächst darauf ankommen wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren, um sich den Anschluss zu bewahren. Mit nunmehr aufeinander folgenden Heimspiele und einem mehr als machbaren sich anschließenden Auswärtsspiel eigentlich eine gute Chance für die Mannschaft den Bock in die gegengesätzte Richtung umzustoßen. Eine abgesagte Weihnachtsfeier der Mannschaft muss ja schließlich zu etwas gut gewesen sein.

Heute Nachmittag wartet bei dieser Mission zunächst einmal die Mannschaft von West Brom auf die Gunners im Emirates.Nicht nur auf dem Papier sondern auch vor dem Hintergrund der Tabellensituation ein Must Win. Arsene Wenger steht dabei ein beinahe unveränderter Kader zur Verfügung. Verzichten werden muss der Trainer auf OX, der eine leichte Zerrung aus dem Spiel bei City davongetragen hat. Auch Ramsey wird maximal die Bank schaffen nachdem er in dieser Woche endlich wieder ins Training zurückgekehrt ist. Gleiches gilt übrigens auch für Danny WELBECK. Nach Monaten im Kraftraum ging es in dieser Woche wieder zurück auf das Grün mit den Teamkollegen. Etwas was mich für den Jungen echt freut und für ihn sicher ein besonderes Weihnachtsgeschenk ist. Sicher muss er nun leicht herangeführt werden aber der FA Cup könnte zu Beginn des neuen Jahres ein erstes Ziel sein. Ein Spieler der ins von seiner Intensität und Bereitschaft sehr helfen kann im Endspurt um Trophäen gleich welcher Art. Um die Kadernews abzuschließen fehlt natürlich auch Mustafi noch bis Anfang Januar.

Wir könnten uns taktisch natürlich an dieser Stelle groß auslassen, was und wie gegen die Mannschaft von Pulis zu spielen ist. Bisher machen die es in dieser Spielzeit nämlich nicht wirklich schlecht. Auf Platz acht rangiert man höher als von Experten erwartet. Für Arsenal wird es unabhängig vom Gegner allein von Bedeutung sein das Selbstvertrauen wiederzugewinnen und nicht erneut in eine derartige Passivität wie in den letzten beiden Auswärtsspielen zurückzuverfallen. Schritt für Schritt von Spiel zu Spiel zu denken scheint dabei derzeit mal wieder die Devise der Wahl zu sein. Volle Kanone, Augen zu und durch ist für mich die Herangehensweise morgen. Natürlich in kompletter Montur. 

So sollten sie spielen:

Cech,Nacho,KOS,Gabriel,Bellerin,Elneny,Xhaka,Özil,Iwobi,Walcott,Alexis

Unterstützt die Mannschaft. Sie braucht es derzeit mehr denn je!

In diesem Sinne auf in eine verrückte Fußballzeit!

Come on you Gunners

Cheers

Chris

Frohe Weihnachten von Germangunners

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende. Ein Jahr voller Beiträge und Podcasts zum Thema Arsenal. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön alle Blogleser, Podcasthörer und sonstig Involvierten. Ohne Euch wäre und ist diese Platform weder möglich noch hätte sie einen Sinn, welcher über mein persönliches Ventil nach Arsenal Niederlagen hinausginge. 

Besonders stolz bin ich darauf, dass Felix und ich es geschafft haben Euch ein komplettes Jahr kontinuierlich mit neuen Ausgaben des GGPodcast zu versorgen. Es macht immer wieder Spaß mit Felix zu diskutieren und Eure Fragen und Anregungen rund um den Arsenal Football Club zu besprechen. Ein besonderes Lob und Dank dabei an dieser Stelle an Felix der immer wieder alles rausholt an Statistiken und Leidenschaft für dieses Projekt. Auf ins Jahr 2017! 

Natürlich konnten wir auch eine Vielzahl interessanter Gäste begrüßen. Von Marco Hagemann über Uli Hebel bis hin zu Ralf Gunesch. Auch Arsenal Fan des Jahres Akhyl Vias gab uns die Ehre. Sehr stark! Auch im kommenden Jahr werden wir euch diesbezüglich vom Lineup nicht enttäuschen. Die Planung läuft auf Hochtouren. 

Wer die Premier League um die Weihnachtszeit kennt, was Ihr alle mehr als gut tut, der weiß, dass es nun spannend wird und Schlag auf Schlag geht. Wie Ihr es gewohnt seid bekommt Ihr natürlich auch über die Feiertage alle Infos zu und um die Spieltage serviert. Während des Relaxens also nicht vergessen bei uns vorbeizuschauen.

In diesem Sinne frohe Weihnachten und viele Punkte im Weihnachtsstiefel!

Come on you Gunners

Cheers

Chris

Keine neuen Erkenntnisse

Zweimal innerhalb einer halben Woche hat Arsenal es geschafft nicht nur eine Führung wegzuwerfen sondern sich gleichzeitig mit laufendem Spielverlauf immer mehr von der Angst zu siegen übermannen zu lassen. Anders kann man jedenfalls den absoluten Zusammenbruch gegen Everton und auch gestern gegen City nicht erklären.

Natürlich waren es am Ende (wohl) zwei Abseitstore. Natürlich kann man die Schuld beim Schiedsrichter suchen. Und natürlich verliert man im Profisport nicht zwingend Spiele wenn man schlecht spielt. Doch ist und kann das wirklich die Lösung sein? Die Lösung für die Erkenntnis, dass wir erneut in einem wichitgen Spiel, in einer entscheidenden Phase der Saison schlicht ineinandersacken? Arsene Wenger wird nicht müde zu betonen, was für eine mental starke Mannschaft er doch habe. Es scheint beinahe so, als würde er es selber glauben. Wer aber genau hinsieht, wird über Jahre feststellen müssen, dass die Stärke immer nur dann aufkommt, wenn es um die Sicherung der Champions League Plätze geht. Bei Begegnungen mit Meisterschaftscharakter sucht man diese mentale Stärke vergeblich. Da nutzen auch die edlichen Trainingsbilder der top eingestellten Mannschaft nicht, diesen Eindruck zu verwischen. Wenger hat den stärksten Kader zur Verfügung seit der Spielzeit 04. Es fehlen schlicht die Ausreden, was man in den Äußerungen nach Spielschluß leicht ausmachen kann.

Man fragt sich, weshalb man sich eine Halbzeit lang aufreibt, Räume zuläuft und defensiv bärenstark steht, um es innerhalb von Sekunden nach Wiederanpfiff wegzuschmeißen und sämtlichst über Bord zu werfen. Es war jedem im Stadion und an den Fernsehgeräten klar, dass Guardiola in der Halbzeit die Taktik anpassen wird, zumal die ursprüngliche Ausrichtung von City nicht passte und eher zu gefährlichen Kontern (wo man mit mehr Übersicht 1-2 Tore hätte erzielen können) als zu eigenen Chancen führte. Leider waren wir in Gestalt des Trainerstabs und der Spieler nicht in der Lage auf einen Taktikwechsel reagieren zu können. Wir verharrten weiter in dem, was wir immer spielen. Wir ersetzten einen verletzten OX mit Elneny und ließen Perez auf der Bank während wir bereits zurückliegen. Wir sind nicht in der Lage ein System mehr abzurufen, was ein wenig misslich ist, wenn man nur eines spielen kann. Ich hatte beinahe den Eindruck Felix und ich hatten in dem Podcast zum City Spiel mehr taktische Varianten diskutuiert als Wenger mit seinem Team.

Sicherlich gibt es viele und werden wieder viele schreiben, dass man nicht zu hart ins Gericht gehen soll mit der Mannschaft. Schließlich war sie ja zuvor so viele Spiele ungeschlagen und kann sich im Fußball so vieles so schnell drehen. Sicherlich ist es richtig, dass Arsenal lange ungeschlagen war. Hätte man gestern und auch am Dienstag bei Everton ein wahnsinns Spiel hingelegt und unglücklich verloren, hätte niemand auch nur im Ansatz Kritik geübt. Doch wenn man Jahr für Jahr bestaunen darf wie man sich in entscheidenden Spielen verneigt und die Punkte abschenkt, kann man dieses Argument schon lange nicht mehr zählen lassen. Und sicher liegen auch diejenigen nicht ganz falsch, die eine Wende in der Tabelle als schnell möglich erachten. Die kommenden Partien lassen dafür auch genügend Ansatzpunkte finden. Nur muss man eines dabei bedenken. Arsenal wird in den entscheidenden Momenten erneut zusammenbrechen. Und auch wenn sich eine Chance bieten wird an die Tabellenspitze zu rücken, wird man sie nicht ergreifen können, allein aus der Tatsache heraus, dass man es könnte. Hört sich komisch an aber ich denke Ihr wisst alle wovon ich schreibe.

Natürlich sind noch viele Spiele zu spielen. Doch für mich, auch wenn es unpopulär erscheinen mag dies zu schreiben, ist die Meisterschaft gegessen. Ich werde meine Hoffnungen nicht mehr aufkeimen lassen nur um sie an einem Sonntag Nachmittag wie dem gestrigen wieder einmal bitter enttäuschen zu lassen. Wenn jeder von Euch an dieser Stelle einmal kurz inne hält und sich ehrlich folgende Frage beantwortet: „Habe ich gestern vor Anpfiff selbst daran geglaubt, dass wir bei City gewinnen können?“ Meine Antwort ist, so bitter und so ungern ich diese Antwort auch gebe, leider „nein“. Ein „nein“, welches sich schon lange durch meine Gedanken zieht wenn ich an Ansetzungen gleicher Art denke.

Fühlt euch frei in den Comments zu diskutieren, wie ihr es ja gestern Abend auch schon zahlreich getan habt. Genügend Gesprächsbedarf gibt es ja…oder auch irgendwie nicht.

In diesem Sinne

Cheers

Chris

GG Podcast, Episode 40, 16.12.2016- City Preview

Bald ist Weihnachten und wir nähern uns langsam aber sicher der ersten Jubiläumsausgabe. Deshalb blicken wir heute ausführlich auf das Spiel bei Man City am kommenden Sonntag. Wer den gewohnten Spielbericht sucht muss diesmal die Augen gegen die Ohren eintauschen. Wen nur die City Preview interessiert spult wenig vor (Min. 24,33 ). Der Rest darf und soll sich gerne auch den Rest des Podcast anhören, denn wir wollen es nicht versäumen auch unsere Fehler der Everton Niederlage zu analysieren und die Frage klären, ob und wann man den Panikknopf drücken kann. Gut das Felix dort immer eher nüchtern betrachtet;-)

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Itunes beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein. Viel Spaß!

Cheers

Chris

Ps: Vergesst nicht unser kleines Jahresendgewinnspiel. nennt uns euer Arsenal Jahr in drei Worten (englisch oder deutsch). Die drei besten werden verlesen und erhalten eine kleine Aufmerksamkeit von uns.

Selbst Schuld

Niederlagen schmerzen immer. Vielleicht noch mehr, wenn es länger keine gegeben hat. In jedem Fall jedoch, wenn sie absolut unnötig war und allein man selbst die Schuld daran trägt. Eine solche Niederlage haben wir gestern im Goodison Park eingfefahren. Bereits gestern Abend habe ich kurz mein Unverständnis darüber geäußert wie man gegen eine solche Everton Mannschaft verlieren kann. Wir müssen uns sicher nicht vormachen, dass Everton uns an die Wand gespielt hätte oder spielerisch in irgendeiner Art besser war. Dies werden auch die Kommentare von Toffies Trainer Koeman nicht herbeizaubern.

Der Grund für die Niederlage ist relativ leicht auszumachen. Mit voller Spielkontrolle in beiden ersten Abschnitten der jeweiligen Halbzeiten haben wir es versäumt nicht nur mehr Tore zu schießen sondern uns auch entsprechende Chancen herauszuspielen. Ich hatte bereits den Vergleich zum Handball gezogen. Ein bißchen wirkte es so, als würde man locker leicht um den Sechzehner herumspielen wollen ohne wirklich den letzten Schritt zu machen. Resultat dessen war, dass trotz absoluter Beherrschung des Geschehens nichts zählbares heraussprang. Das man in diesem Zuge trotz der erzielten Führung dann auch noch dem Irrglauben unterlegen war die in gewisser Weise trotzdem gewonnen Kontrolle schleifen lassen zu wollen, setzt dem Spiel die Krone auf. Gleich zweimal, beinahe zeitgleich, in beiden Halbzeiten ließ man eine Everton Mannschaft die nicht im Ansatz die Gefahr der letzten Jahre versprühte, zurück ins Spiel, machte sie künstlich stark und bot dem stupiden Spiel der langen Bälle die offene Tür.

Das Resultat war nicht nur der Ausgleich zum Ende der ersten Halbzeit sondern auch der unnötige Druck zum Ende der Spielzeit. War es ein Eckball? Wohl nicht! Hätte es ein Elfmeter nach dem Foul von Alexis sein und Iwobi den Ausgleich kurz vor Schluss erzielen müsssen?  Wohl sehr sicher! Aber das passt dann am Ende wohl ins Gesamtbild und lässt uns in einer ungünstigen Lage.

Selbstverständlich ist es kein Beinbruch mal ein Spiel zu verlieren. Jedoch muss man sagen, dass es gerade jetzt mit dem diekt anschließenden Spiel bei City einfach mehr als ärgerlich war eine unbestritten locker zu gewinnende Partie so herrzuschenken. Mit einem normalen Verlauf stellt Chelsea auf neun Punkte Vorsprung bevor wir bei City überhaupt anstoßen. Kein schöner Gedanke der mich noch immer schäumen lässt.

Am Freitag werden Felix und ich das Spiel nochmals ausführlich im #GGPodcast analysieren und auch einen Blick auf die Begegnung bei City werfen. Da bleibt dann noch genügend Zeit sich nochmals so richtig schön hochzufahren. Eure Fragen/Einschätzungen gerne an uns.

Bis dahin

Come on you Gunners

Cheers

Chris