Welbeck hoch 3

Was ein schöner Abschluss für einen stressigen Tag. Arsenal watscht Galatasary mit 4:1 ab und fährt seinen ersten Sieg in der diesjährigen Champions League Saison ein. Bereits zu Beginn merkte man dem Team na, dass es mehr wollte als nur die Kontrolle über das Spiel. Schnell kam man zu guten flüssigen Kombinationen, die sich in Strafraumnähe abspielten.

Die Führung sollte dann auch nicht so lange auf sich warten lassen und es war der Man of the Match Danny Welbeck, der den Torreigen einläuten sollte. Nach schöner Kombination mit Sanchez blieb er vor dem raus stürmenden Keeper cool und versenkte im Netz. Eine Sturmkombination, die mehr als nur hoffen lässt. Nur kurz drauf setzte er sich kraftvoll durch und nutzte seine Schnelligkeit um im 1 gegen 1 dem Keeper erneut keine Chance zu lassen.

Bevor Sanchez zum 3:0 einschieben konnte, war ich froh, dass er noch lebte. Ein rüdes Foul von Melo wurde mit einer lockeren gelben Karte abgetan. Ein mehr als fragwürdige Entscheidung und ein erneutes Beispiel dafür, dass Weltklasse Spieler nicht geschützt werden. Gott sei Dank erholte er sich und konnte in seiner ruhigen und bedachten Manier mit einem Schlenzer zum 3:0 einschieben. In der zweiten Halbzeit kontrollierte Arsenal das Spiel mit einer Leichtigkeit und Welbeck konnte nach einem Zuckerpass auf 4:0 erhöhen und seinen Hattrick besiegeln. Nach der mehr als unnötigen roten Karte gegen SZE und dem verwandelten Foulelfmeter kam nochmals kurz Unruhe auf, die Arsenal mit starkem Konterspiel aber schnell unterband.

Was nehmen wir aus dem Spiel mit? Zum einen sicher ganz klar, dass Welbeck einer ist, auf den man mehr als ein Auge werfen muss. Er macht diese Wege in die Sturmspitze, die für Passgeber wie Özil und auch Sanchez wie gemacht sind. Er ist dabei robust und kann mit seiner Schnelligkeit die entscheidenden Duelle für sich entscheiden. Eine sehr positive Entwicklung bisher. Sanchez bleibt bei seiner bisher gezeigten guten Form und scheint sich immer besser einzufinden. Auch Özil zeigte erneut die ansteigende Form und konnte mit einem Assist glänzen. Zudem kann man sagen, dass Ospina mehr als nur ein zweiter Torwart ist. Er pusht für einen Platz in der Startelf, was die Keepersituation spannend macht. Seine Paraden auf der Linie sind beinahe katzenartig. Auch ein Lob an Flamini an dieser Stelle, der seine Sache gestern gut gemacht hat. Zugegeben gegen eine offensiv nicht so starke Mannschaft aus Istanbul, aber auch dies hat er unterbunden.

Wir können den Schwung hoffentlich für das Spiel gegen Chelsea mitnehmen und auch dort unsere offensive Stärke unter Beweis stellen. Sicherlich ist Chelsea ein ganz anderes Kaliber. Aber der Sieg gegen Istanbul war nicht nur für die Lage in der Gruppe sondern auch für das Selbstbewusstein viel wert. Auf an die Bridge.

Cheers

Chris

Zweites Gruppenspiel, zweiter Anlauf

Nach dem, nennen wir es mal durchwachsenen, Start gegen den BVB steht heute Abend bereits viel auf dem Spiel, wenn die Gäste aus Istanbul im Emirates auflaufen. Mit türkischen Mannschaften haben wir in den letzten Jahren in der Champions League ja so unsere Erfahrungen gesammelt, die eigentlich als durchweg positiv bewertet werden können. Trotz alledem dürfte das heutige Spiel gegen Galatasary kein Selbstläufer werden. Dies allein schon deshalb nicht, zumal die Druckkulisse schon früh im Wettbewerb stark gestiegen ist und die Verletzungen in der Abwehr und nun auch in im Mittelfeld die Optionen limitiert haben.

Wir haben noch immer eine Auswahl an sehr starken Spielern, sodass wir, versteht mich nicht falsch, sicher als klarer Favorit in dieses Spiel gehen und auch vom eigenen Selbstverständnis her, gehen sollten. Nur fehlt uns noch immer dieser Big Point in der Saison, der das Blatt endgültig hin zu einem positiven Lauf dreht. Zwar sind die Türken nicht die „namhafte“ Mannschaft, bei der bei einem Sieg jeder sagen würde, das ist ein Big Point. Nur denke ich, dass es für uns momentan auch ein Sieg gegen einen in der Außenwahrnehmung „kleinerer“ Gegner als Big Point zu werten ist. Vor allem mit Chelsea vor der Brust. Arsenal war noch nie die Mannschaft die seinen Gegner unterschätzt und das wird auch heute Abend nicht passieren. Wie wir gestern gesehen haben, tun sich viele Mannschaften schwer, vgl. Schalke gegen Maribor oder City gegen den AS Rom. Aber wie es so schön heißt, einfache Gegner gibt es in der Champions League nicht.

Mit welchem Kader können wir also planen? Die Befürchtung, dass Jack ebenfalls länger ausfallen wird, hat sich bisher nicht bestätigt. Er steht heute im Kader, Wenger ist jedoch noch nicht sicher, ob er ihn von Beginn an bringen wird. Nach meiner Einschätzung und der Verletzungshistorie von Jack, wird Wenger es, mit Blick auf die Verletzungen von Arteta und Ramsey, nicht wagen und ihn, sollte es möglich sein, schonen. Eine Option, die uns in der Abwehr leider nicht zur Seite steht. Dort gehen wir bereits auf dem Zahnfleisch und sich nur eine Verletzung von der Katastrophe entfernt. Business as usual eben.

Meine Aufstellung würde somit wie folgt ausfallen:

SZE,Chambers,Merte,KOS,Gibbs,Flamini,Santi,Özil,Chamberlain,Sanchez,Welbeck

Aus Mangel an Alternativen werden wir im defensiven Mittelfeld auf Flamini setzen müssen. Nach den letzten Leistungen nicht gerade optimal, aber nicht anders umzusetzen. Ehrlich gesagt bin ich von seinen letzten Leistungen überrascht, da ich immer den Kampf und den Einsatz von Flamini geschätzt habe und einen solchen Leistungsbruch nicht zwingend erwartet hatte. Selbstverständlich sehe ich ihn auch als Back Up hinter einem Weltklasse defensiven Mittelfeldspieler. Aber ich hatte die Hoffnung, er könne zu mindestens bis Januar auf gutem Niveau überbrücken. Ich denke wir sollten ihn noch nicht abschreiben und können heute Abend sicher eine Leistung mit Messer zwischen den Zähnen erwarten.

Die Devise muss für heute Abend also lauten den eigenen Ballbesitz effektiv umzusetzen und auf einem sicheren Passspiel aufzubauen. Konzentration bei Standards wären auch ganz nett und mehr Effektivität bei eigenen Eckbällen würde helfen. Wünsche über Wünsche und es sind noch ein paar Monate bis Weihnachten hin.

Come on Arsenal

Cheers

Chris

Ps: Alles Gute zum 18. Dienstjubiläum Arsene Wenger.

Wie eine Niederlage

Wir waren mit hohen Erwartungen in das Derby gegangen. Nach den Siegen in der letzten Saison aber auch nach den erfrischenden Spiel am letzen Wochenende gegen Villa. Am Ende steht ein 1:1, was sich wie eine Niederlage anfühlt und wahrscheinlich auch ist. Kampf und Einstellung waren Spot on. Daran kann man nicht ruckeln.

Tottenham bot wohl eine der schlechtesten Mannschaften auf, die ich je in einem Derby zu sehen bekam. Der Ballbesitz über 90 Minuten war erschreckend wenn man die Ausbeute von uns aus jenem betrachtet. Es ist dieses Gefühl an einem Sonntag morgen nach dem Spiel, wo man sich fragt warum habe wir das nicht gewonnen? Wenn man die Freude der Tottenham Fans über den Punktgewinn sieht, weiß man, dass sie es auch nicht glauben können.

Ins Detail einzelner Spielszenen zu gehen scheint mir an dieser Stelle müßig zu sein. Hätte es Elfmeter geben müssen? Hätten wir Sanchez von Beginn an spielen lassen müssen? Unter dem Strich haben wir drei Verletzungen aus einem Spiel davon getragen und die Erkenntnis, dass die mangelnde Verpflichtung eines defensiven Mittelfeldspielers uns jetzt schon um den Schlaf bringt wobei gerade mal sechs Spieltage rum sind.

Ramsey, Arteta und Wilshere hat es erwischt wobei zuerst genannte sicher für zwei bis drei Wochen ausfallen könnten. Bei unserer Statistik bestimmt auch mehr. Bei Jack weiß man zudem nie, wie seine Knöchel reagieren. Das wir eine Saison ohne großartige Verletzung überstehen ist nichts Neues. Das wir nicht darauf, den Kader betreffend, vorbereitet sind, leider auch nicht. Flamini ist, zumindest nach den letzten Spielen bewertet, nicht wirklich eine Alternative auf hohem Niveau und auf der Position gehen uns die Namen aus.

Der Rückstand auf Chelsea beträgt nun wieder sechs Punkte. Das nächste Ligaspiel findet an der Bridge statt. Rosige Aussichten sehen anders aus. Fest steht aber auch Jammern bringt uns nicht weiter. Schon gar nicht wenn wir am Mittwoch erstmal in der Champions League die Sachen gerade rücken müssen. Die Saison ist noch jung und zumindest noch immer ungeschlagen. Also Kopf hoch allesamt, Verletzte zählen und Gala und Chelsea weghauen.

Etwas anderes gibt es wohl kaum zu sagen.

Come on Arsenal

Cheers
Chris

Derbyzeit

Der anstehende Spieltag scheint unter dem Motto Derbys zu stehen. Sei es Schalke vs. BVB in Deutschland, das Merseyside Derby in Liverpool oder unser Klassiker das North London Derby! Langeweile kann damit wohl für dieses Wochenende ausgeschlossen werden.

Nach der letzten Saison hat Arsenal die Latte, was das Derby betrifft, ziemlich hoch gelegt. Drei Aufeinandertreffen, drei Siege. Das Ziel kann es natürlich wie in jedem Jahr nur sein, diese Erfolgsquote zu halten. Die Berichterstattung bewegt sich wie in jedem Jahr erneut in die gleiche Richtung. Tottenham wird in den Himmel gelobt und die Spieler berichten über die aufstrebende Tendenz und den Weg an Arsenal vorbei. Üblich wie immer eben. Unsere Aufgabe wird es sein erneut zu zeigen, wer der Herr im Hause North London ist.

Wenger hat aus dem Spiel gegen Southampton keine Verletzungen beklagen müssen. Flamini wird aller Voraussicht nach in den Kader zurückkehren und ein weiteres Backup für das defensive Mittelfeld bieten, Monreal ist noch nicht verfügbar. Man kann nicht gerade behaupten Tottenham wäre gut in die bisherige Saison gestartet. Gerade das sind immer die Situationen, in denen sie gerne gegen uns antreten, zumal sie schlicht nichts zu verlieren haben. Das Team hat sich im Vergleich zu letztem Jahr nicht dramatisch verändert. Der Trainerwechsel ist sicherlich die größte Neuerung, dafür aber eine erhebliche. Pochettino ist sicherlich kein schlechter Trainer. Er hat eine gewisse Vorstellung von Fußball und einem Spielstil, welchen er Tottenham gerade versucht einzuflößen. Sein Spiel soll offensiver und technisch abgestimmter werden. Natürlich kann und soll dies noch nicht sofort klappen und kann für unser Spiel ein Vorteil sein. Obwohl ich nicht glaube, dass Pochettio die totale Offensive ausgeben wird. Nach dem Siege unter der Woche gegen Forrest dürfte zumindest gefühlt jedoch wieder mehr Selbstvertrauen bei den Nachbarn vorherrschen, auch wenn man erst einen Rückstand drehen musste.

Für unser Spiel gilt die Marschroute der Flexibilität in den Positionen, mit schnell laufendem Passspiel. Bei Villa haben wir gezeigt, dass wir es noch können. Diese schnellen, tödlichen Pässe mit direktem Abschluss. Natürlich stark begünstigt durch die Umstellung mit Özil auf der 10. Davon wird Wenger hoffentlich nicht mehr abweichen und seine Lektion gelernt haben. Im Gegensatz zum Spiel gegen Villa wird Sanchez in die Startelf zurückkehren. Nicht nur allein wegen seines Zaubertores am Dienstag sondern einfach seiner Klasse, auch in solchen prestigeträchtigen Spielen nicht zurückzustecken. Ansonsten stellt sich erneut die Frage, wie man den wunden Punkt im defensiven Mittelfeld bestmöglich besetzt. Setzt man auf Arteta? Versucht man es vielleicht über Ramsey oder Wilshere zu lösen? Und in der Abwehr? Dort wird man wohl auf die Kombination wie am letzten Wochenende zurückgreifen, was Chambers in der Außenverteidigerrolle vorsieht. Belässt man den stark aufspielenden OX und Santi im Team? Fragen in der Offensive, die ich froh bin mir stellen zu müssen.

Folgende Startelf würde ich auf den Rasen des Emirates schicken:

SZE,Chambers,Mertesacker,KOS,Gibbs, Arteta,Ramsey(Jack),Özil,Santi,Sanchez,Welbeck.

Die klassische Variante mit Arteta als DM scheint mir momentan die beste Variante, wenn man kein Risiko eingehen möchte. Bei der Wahl zwischen Jack und Ramsey bin ich hin und her gerissen. Ramsey scheint ein wenig überspielt, wenn man das in der frühen Phase schon sagen kann, er hat aber enorme Qualität, auf die ich nicht gerne verzichten möchte. Die Pause unter der Woche wird ihm zusätzlich gut getan haben. Zumal Jack am Dienstag gespielt hat, wird er sicherlich zunächst von der Bank starten. Es bleiben für Wenger also noch ein paar Fragen zu beantworten, bevor es los geht.

Ein Sieg würde weiter den Kontakt zur Spitze halten und auch die Ausgangslage vor den schweren Spielen gegen Istanbul und Chelsea stärken. Vor einem Derby weiß man ja nie genau wo man steht, da in solchen Spielen ja bekanntlich immer alles passieren kann. Sehen wir also 90 angespannten Minuten auf der Couch entgegen.

Come on Arsenal.

Cheers

Verschmerzbare Niederlage

Dienstag Abende scheinen momentan nicht für uns gemacht zu sein. Nach der Niederlage gegen Dortmund in der letzten Woche, gab es diesmal das Ausscheiden im Capital One Cup gegen Southampton. Eine Niederlage, die sicherlich zu verkraften ist, trotzdem, wie alle Niederlagen, schmerzt.

Wer Wenger kennt, der war nicht überrascht, dass er ein paar junge Spieler ins Rennen schickte, gemischt mit „Veteranen“. Verwunderlich war es, dass wir Alexis Sanchez von Beginn an sahen. Vielleicht eine Maßnahme, um ihm weiter Spielpraxis in England zu geben, obwohl ich der Meinung bin, dass er sich bereits gut eingefunden hat. Sanchez war es auch, der mit einem zauberhaften Freistoß die Führung für Arsenal erzielte. Seine ganze Klasse blitze dort wiedermal auf und lässt vieles für die Zukunft erhoffen.

Die derzeit stark aufspielende Mannschaft von Southampton war im weiteren Verlauf aber alles andere als geschockt vom Rückstand. Koeman hatte die erwartet starke Aufstellung präsentiert und mit dem Selbstbewusstsein der letzten Spiele im Rücken ging man sofort wieder in den Agriffsmodus über. Ein unglückliches Foul von Rosicky, was zu einem Elfmeter führte und ein strammer Schuss kurz vor der Halbzeit sorgten für den Rückstand zur Pause.

In der zweiten Halbzeit setzte Arsenal nochmal alles daran das Spiel zu drehen. Ein paar Chancen standen am Ende zu buche, was jedoch nicht reichen sollte um an diesem Abend mit einer sehr jungen Mannschaft den Ligakonkurrenten zu bezwingen. Wie Eingangs bereits angeklungen eine verschmerzbare Niederlage, wenngleich man sagen muss, dass die Spieler, die sonst eher im zweiten Glied stehen, nicht ganz überzeugen konnten. Herausragend war sicherlich Alexis Sanchez, der wieder einmal eine Laufrate hatte, die unfassbar war, Auch Wilshere war ein guter Antreiber im Mittelfeld. Die Rückkehr von Diaby war ein plus, wobei man sich fragen muss, für wie lange er unverletzt bleiben wird.

Der Capital One Cup war und wird nie der Wettbewerb von höchster Priorität für uns sein. Das weiß auch Wenger und hat es in den letzten Jahren mehr als deutlich gemacht. Wichtig sind die anstehenden Spiele gegen Tottenham, Istanbul und Chelsea. Ein Dreiklang der schwer genug sein wird. Vor diesem Hintergrund stehe ich vollständig hinter der Entscheidung die „erste“ Mannschaft zu schonen und sich unter dem Gesichtspunkt der Schwerpunktsetzung auf die verbleibenden Wettbewerbe zu konzentrieren. Es kann gut gehen mit einer teils sehr jungen Mannschaft, es kann aber auch knapp scheitern. Weitere Verletzungen muss man dafür jedoch nicht um jeden Preis riskieren.

Nun heißt es volle Konzentration auf das NLD.

Come on Arsenal

Cheers

Chris