Operation für Wilshere


Wie Arsenal heute bekannt gab, wird Jack Wilshere am kommenden Montag an seinem Knöchel operiert. Nach einem Monat Sicherheitsschuh habe sich in den Röntgenbildern keine positive Entwicklung gezeigt. Man hatte gehofft eine Operation verhindern zu können. Jetzt ist diese aber unvermeidlich.

Komisch ist dabei, dass Kack sich nach eigenen Aussagen eigentlich gut gefühlt hat. Aber gut so etwas kann man meist selber schlecht beurteilen, weil man sicher auch den Langzeiteffekt einer zu schnellen Belastung berücksichtigen muss. Was mich immer noch unverständlich stimmt, ist die Tatsache, dass man eine Behandlung nicht bereits vor der Sommerpause vorgenommen hat. Dort sind die Probleme zum ersten mal aufgetaucht. Bereits dort hätte die medizinische Abteilung das notwendige veranlassen müssen. Man hätte ja trotzdem erst eine Beobachtung vornehmen können. Aber dann hätte man zumindest nicht die Zeit verloren, die jetzt in der Saison liegt. Dort liegt erhöhter Handlungsbedarf, weil sich Verletzungen und fragliche Diagnosen in letzter Zeit wirklich gehäuft haben.

Das nutzt jedoch alles nichts. Jack wird uns noch einige Monate fehlen, was eine erhebliche Schwächung ist. Jack selbst hofft um Weihnachten wieder dabei zu sein. Hoffen wir, dass das hinkommt, bzw. es vielleicht schon früher möglich ist. Überstürzen sollte man jedoch nichts. Sonst haben wir einen zweiten Vermalen Fall. Und wer will das schon.

Also eine schlechte Nachricht zum Wochenendstart. Hoffen wir, dass uns das Spiel gegen Bolton besser stimmt.

Cheers
Chris

Und weiter geht die wilde Fahrt


So fühlt es sich jedenfalls momentan an, wenn man auf die nächsten Spiele von Arsenal hinfiebert. Ein bisschen wie in der Achterbahn. Die nächste Fahrt geht rückwärts. Eine Mixtur aus Anspannung und Vorfreude, wo man sich nicht genau im Klaren ist, was schlussendlich überwiegt oder überwiegen soll. Klar ist die Anspannung immer da. Selbst wenn es nicht um Punkte geht bin ich angespannt. Aber momentan ist es eben besonders. Schlechter Start in die Saison, die Abstiegszone im Nacken und eine Mannschaft wie Bolton vor der Brust.

Auf der anderen Seite hat man aber auch wieder Hoffnung und Selbstvertrauen geschöpft, nachdem wir unter der Woche im Carling Cup erfolgreich waren. Klar werden jetzt wieder viele sagen wir haben gegen eine League 2 Mannschaft gespielt. Sicher haben wir das. Das ist aber nicht entscheident. Wir haben zum einen mit einer jungen Mannschaft gespielt und weiterhin schlicht einen Sieg geholt, wobei wir noch einen Rückstand egalisieren konnten. Und in der momentanen Lage zählen halt nur Siege. Da interessiert es mich relativ wenig, wie, gegen wen oder auf welche Art und Weise. Das müsse auch mal die ganzen sogenannten Experten checken. Hätten wir verloren, wären wir die Deppen gewesen. Haben wir aber nicht und sind wir somit auch nicht!

Und auch dieses ganze Gelaber von wegen Zuschauerschnitt. Ich kann mich dem Eindruck einfach nicht verwehren, dass es die Presse ein wenig auf uns abgesehen hat. Dieses gezielte herunterschreiben hat schon lange Methode. Aber Arsenal hat ja mit der schönen Statistk über die Zuschauerzahlen endlich mal eine gute Antwort gegeben, was wir sicherlich alle mit einem kleinen Lächeln quittiert haben.

Also konzentrieren wir uns aufs Wesentliche und lassen die anderen daraus machen, was sie wollen. Bolton steht an diesem Wochenende an und machen wir uns nichts vor, außer 3 Punkte zählt in diesem Spiel nichts. Der Saisonstart war ohne Frage schlecht, was man auch nicht beschönigen kann. Der Abstand zu den direkten Mitstreitern um Platz 4, um den es nach momentanem Stand in dieser Saison wohl gehen wird, sind aber noch nicht weit entrückt und zeigen auch nicht gerade den besten Sport. Wir müssen also zusehen, dass wir schnell wieder in die Spur kommen und das am besten gleich an diesem Samstag gegen Bolton.

Der Kader wird bis auf Wilshere und Vermealen gut besetzt sein. Rosicky, Sagna und Ramsey sind wieder mit dabei. Neue Verletze gibt es nicht. Wenger wird also fast aus dem Vollen schöpfen können und eine starke Truppe aufbieten. Ich erwarte, dass er diesmal wieder mit 3 Stürmern agieren wird und nicht so ein halbes Ding wie in Blackburn. Hinten werden sich wieder KOS und Mertesacker in der Innenverteidigung einfinden. Unabhängig davon, dass JD sich verletzt hat, hat er am Dienstag klar gezeigt, dass er weit weg ist von erster geschweige denn zweiter Wahl. Im Mittelfeld wird sich Song wieder in der zentralen defensiven Rolle einfinden, obwohl ich sagen muss, das Coquolin mich in dieser Postion sehr überzeugt hat und Song in Zukunft schon aufpassen muss mit Frimpong und Coquolin im Rücken. Kann alles nur gut für uns sein. Die Dichte des Kaders hat definitiv in der Qualität zugenommen.

Bolton wird sicherlich spielen wir wie es von ihnen gewohnt sind. Defensiv, lange Bälle und auf Freistöße und Standarts aus. Leider ist das immer noch eine gute Taktik gegen uns, der wir mit Pressing und schnellem Spiel entgegentreten müssen. Vor allem müssen wir über 90 Minuten konzentriert sein. Aussetzer wie gegen Blackburn darf man sich in der Premier League nicht erlauben. Nicht mal Shrewsbury verzieht Stellungsfehler, wie wir feststellen mussten.

Meine Formation gegen Bolton: SZE,Santos,KOS,Merte,Sagna,Ramsey,Arteta,Song,Gervinho,RVP,Walcott

Theo wird sicher einen Platz in der Anfangsformation bekommen. Als Mittelstürmer, wo er sich noch immer am besten sieht, wird das aber sicherlich nicht sein. Gerne würde ich The OX wieder sehen. Aber Wenger wird ihn höchstens einwechseln. Gleiches git für Ryo.

Wie Wenger sagte: Die Mannschaft muss die Fans mitnehmen. Tut uns den gefallen und spielt wieder einmal konstant. Leider kann ich das Spiel nicht verfolgen sondern muss mich mit Twitter begnügen. Aber einen schnelleren Liveticker gibt es doch ohnehin nicht, oder?!

Come on Arsenal

Cheers
Chris

PS: Die Auslosung für die nächste Runde des Carling Cups findet am Samstag Abend statt. Bei unserem Glück bekommen wir United auswärts. Seen it here first;-)

Arsenal 3: 1 Shrewsbury Town

Es geht doch! Arsenal kann doch noch siegen. Gegen Shrewsbury Town gab es im Carling Cup einen 3:1 Erfolg. Arsenal trat mit einer jungen Mannschaft an, wie man es aus dem Carling Cup gewohnt ist. Zudem kamen Park und The OX zu ihren Ersteinsätzen.

Arsenal knüpfte zunächst dort an, wo sie auch aufgehört hatten, nämlich mit defensiven Fehlern, allenvoran Johann der Schweitzer. So dauerte es auch nicht lange bis Shrewsbury zur Führung durch ein Kopfballtor kam. Es dauerte bis zur 33 Minute bis Arsenal sich berappelte und durch Gibbs ausgleichen konnte.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich dann die physische Dominanz von Arsenal, die Shrewsbury müde spielten. The OX kam dann mit einem sehr sehenswerten Treffer zur Führung. Sowieso war er ohne Zweifel Man of the match. Den Endstand bescherte dann Yossi aus 7 Metern.

Insgesamt der Sieg den wir wollten und auch brauchten. Es gilt jetzt daran bereits am Samstag gegen Bolton anzuknüpfen und einfach Siege einzufahren. Reden sollen andere.

Cheers
Chris

Die Liebe Kolumne Edition 2

Wenn die Maus die Katze fängt

Eine bewegte Woche liegt hinter uns. Erst haben wir unseren ersten 3er gegen die Schwäne aus Wales eingefahren, erkämpften einen Punkt im Hexenkessel zu Dortmund und mussten dann am Samstag mit ansehen, wie wir uns selbst demontierten.
Oh Arsenal, I love you! Mit Dir wird es partout nicht langweilig.

Der Trip nach Dortmund war für mich etwas ganz Besonderes. Zwar bin ich aktiver Arsenal-Anhänger seit der 2005/06er Saison, hab es aber noch nie geschafft, ein Spiel live zu verfolgen. Im Februar war ich anwesend, als wir alle Zeuge unserer bis heute anhaltenden Misere wurden. Leider nicht im Wembley. Aber immerhin im wundervollen 12 Pins am Finsbury Park. Ein wahrlich prägendes Erlebnis. Es war mir jedenfalls ein Fest, mit so vielen Arsenal-Liebhabern auf so engem Raum beisammen gestanden zu haben und die Mannschaft nach vorne zu peitschen. Auch wenn der Stimmkampf gegen 63.000 Dortmunder verloren ging. Unsere Away-Boys sind schon ein sehr sympathischer Haufen, die sich durch nichts und niemanden beeindrucken lassen.
Derweil habt ihr mit Sicherheit genug Analysen zum Spiel gelesen oder gehört, weshalb ich nicht noch mal im Detail darauf eingehen möchte. Dortmund war taktisch und spielerisch überlegen. Nicht umsonst habe ich einige Male den Vergleich zu Barca gelesen. Was wir aber an kämpferischer Leistung gezeigt haben, war sehr beeindruckend. Ich habe in meinem bald siebten Jahr als Anhänger noch nie gesehen, dass wir uns so abrackern können. Klar bin ich auch ein Fan der Wengerʻschen Kurzpass-Schule aber wenn mein Team sich so einen Kampf liefert und damit den wahrscheinlich schwierigsten Gegner der Gruppe auswärts einen Punkt abluchst – Chapeau, Arsenal!

Unser defensives Mittelfeld und die Verteidigung hat dicht gehalten. Nehmen wir die ersten 20 Minuten bei der Bewertung mal raus. Schade war nur, dass nichts nach Vorne gegangen ist aber Dortmund hat unsere Offensivbemühungen mit ihrem aggressiven Pressing noch vor der Mittellinie im Keim erstickt. Für die Zukunft wünsche ich mir in solchen Fällen mal einen taktischen Umschwung zum Kick & Rush. Sieht nicht gut aus? Was interessiert mich das, wenn der Ball schlussendlich im Netz zappelt? Das Runde muss ins Eckige – nicht von der linken Strafraumgrenze ins Mittelfeld zurück, zur rechten Strafraumgrenze und wieder zurück. Und das Ganze am besten 5 Minuten lang.Einige Stimmen haben sich über Gervinho und seine Dribblings beschwert. Er sah schon stellenweise unglücklich aus aber im TV kann man klar abstecken, dass er, der situationsbedingt von 3-4 Gegenspielern gestellt wird, nicht immer die Anspielstation hatte. Logisch, dass da ein Spieler freistehen muss. Aber wo waren sie gestanden?

Das Fazit:
Dortmund hat 2 Punkte verloren, wir einen gewonnen.

Danken müssen sie Perisic, der mit seiner überragenden Schusstechnik das vormalig erzwungene Glück in ein Tor ummünzte. Sonst hätten die Dortmunder noch gerne 30 Minuten weiterspielen können ohne was Zählbares auf die Tafel zu bringen. Nichts desto trotz eine enorme Mannschaftsleistung von unseren Jungs. Da haben wohl viele gedacht, dass es wieder aufwärts geht. Beziehungsweise lag die Hoffnung in der Luft, den Blogs, Twitter und den Foren. Man möge meinen, eine derartig ambitionierte Mannschaftsleistung sollte uns wieder auf Kurs bringen. Leider war dem nicht so, wie man gegen Blackburn feststellen durfte. Ein Newcastle Dejavu mit nochschlimmerem Ausgang. Die erste Halbzeit waren wir derart dominant, dass wir eigentlich mit einem Zwei-Drei-Tore-Polster in die Pause hätten gehen müssen. Jetzt kann man Gervinho wiederum ankreiden, dass er ein eigensinniger Spieler ist. Ist er nicht – das hat man im Rückspiel gegen Udinese schon sehen können. Jedoch muss er den Pass auf Robin rüber stecken. Da gibt es keine zwei Meinungen zu.

Mutmaßungen auf Twitter besagen, dass unser Tee mit ermüdenden, konzentrationsmindernden Substanzen angereichert wurde. Ich würde sagen: „Same old Arsenal.“ Traurig aber wahr. Wie oft haben wir uns seit Februar in ähnlicher Manier die Butter vom Brot nehmen lassen? Zu oft. Man kann nun Vermutungen darüber aufstellen, ob die Probleme einzig schlechter Defensivschulungen geschuldet sind, ob Arsene den Bezug zu seinen Spielern verloren hat, ob Pat Rice mehr schreien sollte. Es ist schon erbärmlich, gegen einen zweitklassigen Gegner so einzubrechen. Klar – Blackburn ist ein EPL-Team. Die haben vor dem Spiel ein ganzes Tor geschossen und steckten in einer monströsen Krise. Die Fans forderten gar den Rausschmiss des Trainers. Eigentlich die beste Möglichkeit, sie noch tiefer in die Krise zu schiessen. Aber wir haben ja ein großes Herz für Abstiegsaspiranten. Wir sind derart gönnerhaft, dass wir selbst einem späteren Absteiger unseren Titel schenken.

Es ist ein mentales Problem, was sich bei uns breit gemacht hat. Irgendwie fehlen uns die Siegertypen. In der Formation gegen Blackburn waren zu viele Kopfnicker. Niemand, der den Karren aus dem Dreck ziehen kann. Irgendjemand muss mal gehörig auf den Tisch hauen und die Richtung vorgeben. Im Idealfall besorgt so was der Trainer, aber irgendwie scheint mir Arsene dafür zu nett. Wenn ich dann lesen muss, dass er nach der Manchester-Demontage kein Wort zu den Spielern gesagt hat, zweifle ich doch ein bisschen an seinen psychologischen Qualitäten. Ich glaube, bei vielen sitzt der Schmerz über den verpassten Carling Cup-Erfolg immer noch so tief im Unterbewusstsein, dass man stets Angst vorm Versagen hat. Dadurch schleichen sich Fehler ein. Konzentrationsschwächen. Der ein oder andere fatale Lapsus. Wie kann es denn sein, dass wir unser Spiel gegen Blackburn mit 4 neuen Spielern bestritten haben, die von der letztjährigen Situation nicht betroffen waren und trotzdem die komplette Mannschaft nach der Halbzeit verunsichert ist?

Vielleicht ist es ein mentales Problem, welches ein Fussballtrainer nicht lösen kann. Jürgen Klinsmann hatte in seiner Zeit als Bundestrainer einen eigenen Psychologen im Team. Auch Bundesligaclubs wie Werder Bremen und Hannover beschäftigen geschulte Leute aus eben diesem Bereich. Per Mertesacker müsste demnach hierhin gehend Erfahrungen haben. Unser Psycholge Jacques Crevoisier, den wir nur bei Bedarf hinzuziehen, scheint noch nicht den Hebel gefunden zu haben, der die Spieler mental wieder auf die Spur zurück bringen könnte.

Es bleibt jedoch die Frage, wie wir es in Zukunft handhaben? Was bringt uns zurück in die Spur? So kann es mit Sicherheit nicht weiterlaufen. Das wir in dieser Saison nicht um den Meisterschaftstitel mitspielen würden, müsste jedem spätestens mit Cescʻ Abgang klar gewesen sein. Zumindest unterbewusst. Ist jetzt auch nicht wirklich schlimm. Genug anderes Tafelsilber will gewonnen werden. Es ist nur immens wichtig, dass wir die Kurve möglichst bald bekommen. Sollten wir gegen Bolton noch so einen Bock reißen, wackelt Wengerʻs Stuhl ungemein und die Konsequenz mag ich mir nicht ausmalen. Es braucht jetzt einen 4-5 Spiele Lauf um das Selbstbewusstsein wieder zu stärken und eine Konstante zu kreieren. Eine positive Konstante.
Heute morgen erst habe ich mir die Highlights der Saison 2010/11 angesehen. Wie wir in die Saison gestartet sind, war schon sehr gut. Sowohl in der EPL, CL & im Carling Cup gab es wichtige Siege. Ein 4:1 an der White Hard Lane – was war das für ein Erfolg! Das hätte uns eigentlich noch mehr Auftrieb geben sollen, doch was geschah im kommenden Heimspiel gegen West Bromwich? Ein 2:3 – ein Spiel das wir nie hätten verlieren dürfen. Und wer die letzte Saison verfolgt hat, weiß, dass wir immer wieder solche Einbrüche zu verzeichnen hatten. Ich schätze, es ist ein mentales Problem. Arsene spricht von „Mental Strength“. Ich sage genau das Gegenteil – unserer Mannschaft fehlt der Glauben an sich selbst und die Motivation, gegen schwache Gegner wie Blackburn einfach mal die Konzentration über 90 Minuten beizubehalten.

Hat Manchester United nun die beste Mannschaft der EPL? Nein, haben sie nicht. Das hat man gegen Chelsea sehen können. Wenn Ramirez den Ball am Anfang auf Sturridge durchlässt und der aus 5 Metern einschiebt, nimmt das Spiel einen ganz anderen Verlauf. ManU hat sich auch hier nicht mit Ruhm bekleckert. Der Unterschied ist nur, dass ManU jedem Gegner einfach mit der nötigen Motivation entgegen tritt – 90 Minuten lang. Egal, ob Chelsea oder Bolton. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir die bessere Mannschaft haben als ManU, die besseren Einzelspieler auf jeden Fall. Aber uns fehlt die Motivation in den Situationen, in denen es drauf ankommt. Gegen Barca muss man eine Mannschaft nicht motivieren. Das macht der Name und Status der Katalanen schon alleine.

Aber Newcastle, Blackburn, Swansea & Co. – das sind für uns die wichtigsten Punkte. Wenn man Arsenal gegen Tottenham, Man City, Chelsea, Liverpool & Manchester United motivieren muss, dann hat man ein enormes Problem. Selbstverständlich, dass unsere Spieler hochmotiviert sein müssen. Meiner Auffassung nach ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Saison die Erkenntnis Arseneʻs, dass unsere Mannschaft sowohl ängstlich als auch stellenweise unmotiviert in Spiele geht. Beziehungsweise die Motivation nach 45 Minuten in der Kabine lässt. Die erste Halbzeit gegen Blackburn war ein Manifest dessen, zu was wir fähig sind, wenn wir es drauf ankommen lassen. Gut – eingespielt sind wir auch noch nicht. Gerade in der Defensive als auch im Mittelfeld. Das kommt noch. Doch das psychologische Problem wird bleiben. Deshalb plädiere ich persönlich für eine engere Zusammenarbeit mit einem geschulten, fähigen Psycholgen und einem neuen Defensivcoach. Steve Bould – jemand? Lassen wir mal Keown außen vor. Bould ist schon beim Club. Und laut einstimmiger Meinung ist er mehr als fähig, eine Abwehr zu schulen.

Für mich bleibt Arsene unantastbar momentan. Warum? Weil es in der Saison 2011/12 keinen fähigen Ersatz geben wird. Und was ab Mai passiert, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Lassen wir ihn den Karren, den er in den Dreck gefahren hat, rausziehen. Das hat er verdient. Er hat diesen Verein erst dahin gebracht, wo er jetzt steht. Ihm ist es schließlich zu verdanken, dass wir so erfolgsverwöhnt sind. Ich persönlich nicht, da ich erst mit dem CL-Finale in Paris zu Arsenal gefunden habe und danach haben wir bekanntermaßen nichts gewonnen außer Runner-Ups im Carling Cup.

Come on, Arsenal!
Euer Marc @MateoCorleone

Neuer Angriff auf einen Titel


Nach der Niederlage am Wochenende kommt mit dem Carling Cup eine willkommene Abwechslung. Aber nicht nur das. Es konfrontiert uns auch mit dem Spiel und der Niederlage, die uns den momentanen Trend beschert hat. Das ominösen Finale gegen Birmingham im Februar diesen Jahres hat die Mannschaft anscheinend noch immer nicht ganz weggesteckt. So hat man zumindest das Gefühl, dass wir seit dem verpassten Pokal nicht mehr richtig in Tritt gekommen sind. Also genau die richtige Möglichkeit das Trauma abzulegen und der Saison endlich mal den Kick in die richtige Richtung zu geben. Auch wenn es „nur“ der Carling Cup ist, so brauchen wir Siege wo immer wir sie auch hernehmen. Für das Selbstbewusstsein der Mannschaft und das Selbstwertgefühl der Fans. Es wird so langsam nervig das Gespött der Liga zu sein und sich von Freunden und Arbeitskollegen blöde Kommentare anzuhören. Auch scheint mir der Carling Cup eine gute Möglichkeit einen Titel zu holen.

In der Sache werden werden wir wieder ein Mischung aus jungen Spielern und erfahrenen aus der ersten Mannschaft sehen, wie wir es aus den letzten Jahren schon gewohnt sind. Nach meiner Einschätzung wäre es diesmal angezeigt die Abwehr der ersten Wahl auflaufen lassen. Dies vor dem Hintergrund, dass sie sich dringend einspielen und abstimmen muss. Mit Mertesacker und Santos müssen zwei sehr gute Spieler eingegliedert werden. Und wie kann man das besser als mit Spielpraxis? Ich gebe mich aber nicht der Illusion hin, dass Wenger dieser Idee folgen wird. Er wird sicherlich eine Mischung auch in der Abwehr setzen. Klar muss das auch immer noch gegen Shrewsbury Town reichen.

In der Offensive freue ich mich besonders auf OX, Ryo und Park. Ich denke sie sind heiß zu zeigen, was sie drauf haben und das sie in die erste Elf drängen.

Unabhängig von den Namen die auflaufen werden, ist es einfach nur wichtig einen Sieg einzufahren und das mal wieder überzeugend. Mit guten Spielansätzen, welche von der 1-90 Minute durchgehalten werden. Das ist unser Problem, an dem wir arbeiten müssen. Es kann nicht sein, dass wir eine Mannschaft den Großteil einer Halbzeit völlig im griff haben und dann aus der Halbzeit kommen und nicht mehr einen gezielten Pass nach Vorne zustande bekommen. Es kann nicht sein, dass wir erst nach den üblichen Gegentoren wieder aufwachen und dann nochmal, natürlich viel zu spät, Gas geben.

Natürlich erwarte ich, wie alle anderen auch, aus den nächsten Spielen, egal ob Liga, Carling Cup oder Champions League Siege. Aber wir sollten uns momentan immer nur auf das nächste Spiel konzentrieren um nicht wieder Gefahr zu laufen nach einer Halbzeit das Spiel für erledigt anzusehen. Diesen Eindruck kann man nämlich zumeist gewinnen.

Abschließend möchte ich noch zu den Gerüchten des geforderten Defensivcoach meinen Senf abgeben. Grundsätzlich bin ich ein Freund von allem was uns weniger Gegentore beschert. Aber ob das durch einen Defensivcoach erreicht werden kann, bin ich mir nicht schlüssig. Man kennt sowas aus Sportarten wie dem American Football. Dort haben wir aber zwei von einander unabhängig agierende Teams. Die Notwendigkeit des Zusammenspiels und der fliessende Übergang von Abwehr- zu Angriffsfußball passt da nicht so ganz. Auch denke ich nicht, dass Wenger dazu nicht in der Lage ist. Es ist ja schließlich nicht immer so gewesen, dass wir die meisten Gegentore der Liga hatten. Aber hey, ich nehme was ich kriegen kann.

Und auch wenn es der Carling Cup ist, we are The Arsenal.
Know back to winning ways.

Come on Arsenal

Cheers
Chris

– Posted using BlogPress