GG Podcast Episode 84, 30.07.2018 – Nach der Asien-Tour

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In Episode 84 vom Germangunners Podcast sprechen wir über unsere beiden Testspiele gegen Atlético und PSG in Singapur. Wieviel können wir daraus schon für die Ligapremiere von Unai Emery rauslesen? Wir analysieren die Sturmfrage, die Neuzugänge und diskutieren, welche jungen Spieler nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht haben. Dazu als Gast Chris von 90Plus (@neunzig_plus auf Twitter), der auch zur Torwartfrage Stellung nimmt

Und natürlich Tagesaktualität mit Transfers, Ausleihen und der Frage, was Aaron Ramsey zögern lässt.

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Itunes beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein.

Cheers

Chris

Mesut Özil tritt aus der Nationalmannschaft zurück— Gedanken

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Nach langer Zeit der Schweigens hat sich Mesut Özil nunmehr sehr ausführlich zu den Ereignissen der letzten Monate geäußert. In drei Statements die ihr hier selbst nachlesen könnt widmet sich Özil dem Trouble um das Erdogan Bild und allem was folgte. Ich habe an dieser Stelle schonmal gesagt, dass eine Äußerung zu einem früheren Zeitpunkt sicher besser gewesen wäre jedoch keineswegs die Rechtfertigung für das sein kann, was seitens des DFB und scheinbar auch von Sponsoren im Nachgangs dargeboten worden ist.

Das Resultat ist nunmehr, dass Mesut Özil, einer der effektivsten und kreativsten Spieler der Nationalmannschaft, aus jener zurücktritt. Aus meiner Sicht die absolut richtige und konsequente Entscheidung. Wir sind in einer Zeit angekommen in der es scheinbar schick ist sich auf gewisse Weise mit feindlichen Aussagen zu brüsten und die Hemmschwelle immer weiter zu sinken scheint. Sei es von vielen anonymen Nutzern sozialer Medien bis hin zur Boulevardpresse und abschließend hin zum DFB. Stammtischniveau ist der Standard und nicht die Ausnahme.

Man mag über das ominöse Foto denken was man möchte und auch die mangelnde Reaktion direkt im Anschluss darauf zu Recht kritisieren. Aber einen Spieler, der ausweislich sämtlicher Statistiken einer der besten Spieler dieses so desaströsen deutschen Teams war, als alleinigen Verantwortlichen für das Ausscheiden hinstellen zu wollen ist nicht nur faktisch falsch sondern auch Dummheit von erster Güte. Özil hat Recht wenn er den DFB Präsidenten für seine Aussagen und Handlungen kritisiert. Nach meiner Auffassung hätte auch Oliver Bierhoff in dieser Riege gehört noch seinen schwachsinnigen Aussagen im WM Studio. Beide, aber insbesondere die DFB Spitze, ist in meinen Augen nicht länger haltbar wenn man sich mit dieser Thematik und den sportlichen Folgen dessen nicht weiter auseinandersetzen möchte, wie man es bisher getan hat.

Bedauerlich ist es, dass man in den letzten Monaten bewusst den Fokus davon abgewannt hat, was Mesut Özil in sozialen Projekten leistet. Hätte man einen Blick darauf gerichtet, so hätte man schnell erkannt, dass er weder politisch ist, noch in dieser Art wahrgenommen werden möchte. Leider passt sowas nicht in die teilweise reißerisch anmutende „journalistische“ Tätigkeit mancher Medienvertreter. Wer bereits das Statement im ersten Anlauf fehlerhaft übersetzt und Dinge hinzufügt, zeigt mit welcher Genauigkeit man sich Themen derzeit zu widmen scheint. Dies ist keine Schelte für den Berufsstand. Es ist schlicht eine Feststellung des Status Quo, dessen man sich nicht verschließen sollte.

Aus der Sicht eines Arsenal Fan ist der Rücktritt von Mesut Özil und der Zeitpunkt alles einfach mal „rauszulassen“ mit Blick auf die kommende Saison natürlich optimal. Aber im Mittelpunkt steht hier die Person und der Spieler Mesut Özil. Und genau für diesen tut es mir sehr leid, dass das Kapitel Nationalmannschaft, welches er durch sämtliche U-Mannschaften so erfolgreich durchlaufen hat, so enden muss.

In diesem Sinne

#WeLoveYouMesut

Cheers

Chris

GG Podcast Episode 83, 16.07.2018 – Unai startet mit 8:0

Vor dem WM Finale haben wir uns gemütlich in die Sonne gesetzt und die wirklich wichtigen Dinge im Weltfußball diskutiert – das erste Testspiel von Arsenal. Wir blicken auf die bisherige Vorbereitung und erste zu ziehende Erkenntnisse. Zudem beantworten wir eure Fragen zum Kader, der Torwartposition und der „neuen“ britischen Jugend bei Arsenal.

Natürlich schauen wir auch auf die neuerlichen Verpflichtungen von Torreira und Gendouzi und schätzen die Vertragsdiskussionen rund um Aaron Ramsey ein. Wir hören uns mit einer neuen Episode Ende Juli wieder.

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Cheers

Chris

Es beginnt

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Nun wird es ernst. Naja wir haben zwar noch nicht den unmittelbaren Saisonstart vor der Brust aber das erste Spiel unter der Leitung von Unai Emery steht an. Am Samstag geht es zum klassischen Season Opener gegen Boreham Wood. Natürlich nicht der sportliche Gradmesser jedoch der erste wirkliche Blick auf die neue Ausrichtung Arsenals.

In den letzten Tagen haben wir viele Bilder vom Training der Mannschaft gesehen und man darf durchaus angetan sein. Die Atmosphäre wirkt gelockert aber gleichzeitig fokussiert und voller Tatendrang. Dem Drang nach etwas Neuem, neuen Zielen. Erfrischend halt.

Dazu passt auch weiterhin der Auftritt von Emery. Heute Nachmittag gab es die erste offizielle Pressekonferenz vor einem Spiel unter seiner Leitung und man darf erneut konstatieren, dass Emery weiter überzeugt. Er hat eine klare Linie, geht nicht den zweiten vor dem ersten Schritt und verbreitet das Gefühl einer durchdachten Strategie. Dies betrifft nicht nur die Vorbereitung sondern auch die Abstimmung mit dem Scouting Team und den Vorstellung über die Kaderplanung.

Emery scheut sich nicht zu sagen, dass er den Kader derzeit für vollständig erachtet und mit den bisherigen Verpflichtungen in enger Abstimmung mit Mislintat und Salehi gefahren ist. Er macht aber auch deutlich, dass ein Verein wie Arsenal immer noch aktiv sein kann. Und irgendwie nimmt man es ihm auch ab. Sicherlich auch weil man weiß, dass es noch Abgänge geben wird. Aber auch weil er die bisherigen Schwachstellen des Kaders gezielt, schnell und nach meiner Auffassung überzeugend angegangen ist.

Was die Kapitäns- und Torwartfrage angeht, so lässt er sich nichts entlocken und bleibt diplomatisch. Sicher dürfte jedoch sein, dass ein Torwart noch verkauft werden wird, was ohne Frage Ospina sein dürfte.

Alles in allem ein weiterhin sehr erfrischender Wind in North London. Schauen wir, ob wir aus dem ersten Testspiel bereits ein paar Rückschlüsse auf das angedachten Spielsystem ziehen können.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Torreira und Guendouzi verpflichtet

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Die schnörkellose Transferpolitik Arsenals setzt sich fort. Nachdem der Wechsel bereits inoffiziell so gut wie perfekt gemeldet worden worden war sind nunmehr auch die letzten Formalia geklärt und wir können uns über zwei neue Spieler im Kader von Unai Emery freuen.

Beginnen wir mit einem der Shootingstars der WM, Lucas Torreira. Der Uruguayer machte sich einen Namen im Team rund um Cavani und Suarez als der Abräumer im defensiven Mittelfeld. Nicht nur stoppte er einen Schuss bereits auf dem Boden liegend mit seinem Kopf gegen Portugal, er ließ sich zudem auch nicht, trotz seiner geringen Körpergröße, auch nur von einem Spieler herumschupsen. Ganz im Gegenteil. Nach den ersten Eindrücken die man während der WM gewinnen konnte ist er ein richtiger „Bad Ass“. Vielleicht der Spieler, den wir seit langem suchen. Nicht nur von seiner Mentalität sondern auch seiner Spielweise. Er könnte das entscheidende Bindeglied in einer Kombination rund um Xhaka und Ramsey sein. Zwar ist er noch sehr jung (22 Jahre) und wird vor allem Zeit zur Eingewöhnung in einem neuen Umfeld benötigen. Aber mit welcher Überzeugung und Selbstverständnis er bei der WM in die erste Mannschaft Uruguays gestürmt ist, traue ich ihm alles zu. Viele mögen sagen, dass es kein Transfer auf dem sogenannten „hohen Niveau“ sei. Dies mag ich jedoch keineswegs teilen. Zum einen ist er ein jungen Spieler, der für mich einer der besten Spieler beim Turnier in Russland war und in den letzten Jahren eine unglaubliche Entwicklung vollzogen hat. Zum anderen sind es doch genau diese Picks, die wir haben wollen und nach denen wir suchen müssen. Wozu haben wir einen Mislintat denn schließlich? Und betrachtet man die Positionen, um die wir uns seit Jahren kümmern müssen, so gehen wir diese Punkte Stück für Stück in aller Konsequenz an. Für mich ,wie Ihr schnell merkt, ein sehr guter Transfer an dem wir viel Spaß haben werden.

Arsenal hat noch einen weiteren Transfer abschließen können. Diesmal einen auf die Zukunft gerichteten Perspektivtransfer. Die Rede ist vom französischen Jungnationalspieler Matteo Guendouzi von Lorient. Wir können sicherlich allesamt ohne Frage behaupten, dass uns der Name noch nicht wirklich häufig aufgefallen oder wir vertiefte Kenntnis seiner Stärken/Schwächen hätten. Dafür gibt es ja schließlich auch ein Scouting Team. Sicher ist jedoch, dass der junge Franzose auf dem Zettel vieler internationaler Topclubs wie PSG oder ähnlichen stand. Nachdem man Adli nicht für sich gewinnen konnte, hat man nun den nächsten Schritt vollzogen und sich mit Guendouzi ein weiteres Juwel der so talentierten französischen Akademie gesichert. Der erst neunzehn Jahre junge Franzose kommt, wie erwähnt,  von Zweitligist Lorient, wo er in der letzten Saison rund zwanzig Spiele für die erste Mannschaft bestritt. Auch Guendouzi ist ein defensiver Mittelfeldspieler, der als weitere Perspektive auf dieser Position angedacht sein dürfte. Er erhält einen Vertrag über fünf Jahre und wird rund 8 Mill € Ablöse kosten. Wir werden ihn wahrscheinlich zunächst in League Cup Spielen sehen aber sollten uns nicht wundern wenn Emery ihn zeitnah versucht an die erste Mannschaft heranzuführen. Auch bei diesem Transfer gilt das Motto Weitsicht.

Insgesamt immer noch sehr erfrischend wie wir derzeit agieren.

In diesem Sinne!

#WelcomeTorreira #WelcomeGuendouzi

Cheers

Chris