Quasi Derby gegen Reading im Ligapokal

Unter der Woche wird in diesem Stadium der Saison ja bekanntlich Pokal gespielt und auch an diesem Dienstag ist es nicht anders. Der Ligapokal ist diesmal der Wettbewerb und Arsenal bekommt es im heimischen Emirates mit Championship Team Reading zu tun. Was den Awasysupport angeht, so kann sich Reading auf hohen Zuspruch freuen, zumal wohl sämtliche Tickets an den Mann/die Frau gebracht worden sind, was das Away End angeht. Nicht verwunderlich wenn man die Paarung ja als quasi Derby bezeichnen kann aufgrund der geographischen Nähe zu London.

Zuletzt konnte man bei Rotherham mit 1:0 triumphieren, mit Blick auf die zuvor doch eher mageren Ergebnisse auch ein lebenswichtiger Dreier in der Championship. Mit 22 Punkten liegt man dort nämlich derzeit nur auf dem 8. Tabellenplatz mit schon ein wenig Abstand zu den Aufsteigs- und Playoffplätzen. Die bekannteste Persönlichkeit im Reading Kader dürfte sicherlich schon beinahe der Trainer selbst sein. Jap Stam, ehemaliger United Verteidiger, coached nun das Team aus Reading und blickt mir Zuversicht auf die Begegnung gegen Arsenal. Zwar habe man „den Wettbewerb bisher nicht so ernst genommen“ jedoch gegen einen Gegner wie Arsenal scheint so eine Perspektive immer schnell zu kippen. Immerhin steht ein Platz im Viertelfinale aus, den sich sicher auch Reading ganz gut auf die Fahne schreiben möchte. Ob Stam dabei auf die erste Wahl setzt oder den Fokus doch auf dem Ligabetrieb und einem möglichen Erreichen der Playoffplätze legt, wird sich heute Abend zeigen. Ich gehe davon aus, dass auch der Niederländer rotieren wird.

Was uns auch direkt zum Thema unseres Kaders bringt. Rotation wird das große Wort in aller Munde am heutigen Abend sein. Arsene Wenger hat es bereits angekündigt, wenn dies überhaupt ntwendig gewesen wäre. Sicher wissen wir, dass Gibbs die Kapitainsbinde tragen wird, wie auch bereits in der Runde zuvor. Zudem werden Gabriel und Holding das Duo in der Innenverteidigung geben und Jeff in der Offensive eine Chance erhalten genauso wie Lucas. Es tut sich also schon einiges in der Arsenal Startelf. Wichtig dabei erneut herauszustellen, dass dies allesamt auf hohem qualitativen Niveau erfolgt. Etwas, was uns in den letzten Jahren in dieser Dimension nicht zur Verfügung stand. Auch Olivier Giroud wird wieder zum Kader zählen heute Abend. Der Franzose hat seine hartnäckige Zehverletzung wohl nunmehr abschütteln können und steht wieder zur Verfügung. Mit einem Einsatz von Beginn an rechne ich jedoch nicht. Ein paar Minuten wird ihm Wenger jedoch sicher geben wollen, um ihn wieder heranzuführen an die erste Elf. Rotation ist mit Blick auf die anstehenden wichtigen Spiele in der Liga auch zwingend von Nöten , zumal das Team doch arg ideenlos und schwach wirkte am letzten Samstag gegen Boro. Zudem können die Spieler, die derzeit in der zweiten Reihe stehen ihren Anspruch auf einen Startplatz untermauern.

So sollten sie mithin auflaufen:

Ospina, Jenkinson, Holding, Gabriel, Gibbs, Elneny, Jeff,Iwobi, OX, Lucas, Giroud.

Wie Ihr seht habe ich mich umentschieden und Giroud doch den Platz in der Startelf gegeben. Irgendwie war es mir noch zu wenig offensive Power auf dem Feld, sodass ich mich habe hinreißen lassen. Schauen wir, ob Wenger dies auch tut. Sonst könnte man natürlich noch überlegen, ob man ggf. Bielik oder Coq zusätzlich im Mittelfeld auflaufen lässt. Oder einen jungen Maitland Niles oder Willock.  Es gibt noch einige Optionen etwas Jugend einzustreuen. Der Kader hat der jedoch das Potential auch Reading zu schlagen und die nächste Runde zu erreichen.

Das Spiel wird leider nicht bei DAZN übertragen, da dort Pool gegen die Spurs zu sehen ist. Aber Twitter ist ohnehin zwei Minuten vor dem DAZN Stream.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

 

Vergebene Chance 

Am Ende stand die Null auf beiden Seiten und man sah sich der Erkenntnis gegenüber, dass Arsenal eine große Chance vergeben hatte ein Punktepolster zu schaffen. Tottenham hatte Punkte gelassen, Liverpool gewonnen und City kann noch vorbeiziehen. Mehr als ärgerlich. Aber woran lag es? 

Arsenal begann eigentlich gut und zielstrebig. Man versuchte den Ball schnell durch die eigenen Reihen rotieren zu lassen. Doch schnell wurde klar, dass Boro sehr gut organisiert war und ein Durchkommen viel Geduld und Kreativität erforderte. Das wir im Mittelfeld dabei auf Cazorla verzichten mussten sollte sich bereits sehr schnell bemerkbar machen. Wer gedacht hatte Arsenal würde nun im Belagerungszustand auf das Boro Tor spielen sollte sich auch dort getäuscht sehen. Zwar hatten man Ballbesitz in unendlichem Ausmaß doch wurde der Gast immer gefährlicher und damit auch mutiger. So war es allein Cech zu verdanken, dass Arsenal zur Pause nicht mit zwei Toren im Rückstand lag. Es hatte viel von dem Pokalspiel gegen Watford in der letzten Saison, mit der Ausnahme, dass diesmal die Bälle nicht im Netz zappelten. Defensive Unsicherheiten wie auch schon gegen Swansea zu sehen waren wiederholten sich leider erneut. Etwas an dem umgehend gearbeitet werden muss. 

Arsenal kam zur zweiten Halbzeit zwar ernergischer aus der Kabine doch hatte man auch weiterhin das Gefühl, dass es schlichtweg maximal ein dreckiger 1:0 Sieg werden könnte. Die Defensive Kombination von Elneny und Coq konnte nicht die notwendige Kreativität entwicklen und bildete eher zwei Zerstörer als den nötigen genialen Moment. Und auch Özil fand nach seiner Gala vom Mittwoch nicht wirklich ins Spiel. Mit frühen wechseln versuchte Wenger gegenzusteuern. Doch auch diese halfen nicht den entscheidenden Schritt zu machen. Die Mannschaft puschte nicht energisch genug im letzten Drittel und brachte auch nicht diese brüsken Momente auf den Platz, die wir die letzten Spiele über so genossen haben.

Insgesamt sicher kein Beinbruch. Derzeit ist man sogar Tabellenführer, was sicher City noch ändern kann. Solche Spiele wird es in einer Saison immer geben. Ob es nun Müdigkeit vom Mittwochspiel war oder einfach ein Durchhängen bleibt zu analysieren. Wichtig ist, dass man immerhin den Punkt mitgenommen hat und nicht wie so oft schon gesehen noch blöd einen fängt. Nun bleibt eine Woche Zeit für die stammelf  frisch zu werden und bei Sunderland neu anzugreifen und eine neue Siegesserie zu starten. Zuvor kann der restliche Kader im Ligapokal zeigen warum er in die erste Elf gehört. Dazu unter der Woche mehr.

Bis dahin genießt trotz Punktverlust euren Sonntag. 

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris 

Boro Preview – Schöne Erinnerungen 

Eines meiner letzten Spiele in Highbury war gegen unseren heutigen Gegner aus Middlesborough. Am Ende hieß es 7:0 für Arsenal. Den Spielbericht aus dem sonntäglichen Mirror hatte ich noch Jahre später auf meinem Schreibtisch liegen. Einfach so ein Blick der dir gleich einen Motivationsschub gab, wenn der Lernstoff mal nicht in das Oberstübchen wollte. Lange ist es her aber ich erinnere mich noch heute immer gerne an dieses Spiel. Es hatte Magie, es war einfach perfekt. Nicht das man es erstmal schaffen muss einem 7:0 beizuwohnen. Wir hatten Plätze in den letzten Reihen des Untergangs. Die Plätze bei denen man teilweise aufstehen musste,wenn sich das Spiel in gewisse Lagen des Spielfedes verlagerte. Es war nicht schlimm, es war einfach oldschool. Klassisch wie man eben in England Fußball erlebte, ohne Schnickschnack. 

Dies liegt jedoch nun schon weit zurück und wir wollen nicht allzu lange in der Vergangenheit kramen, denn derzeit läuft es wirklich gut bei Arsenal. Also lasst uns in der Gegenwart leben und einen Blick auf das Spiel heute Nachmittag werfen. Die Tabellenlage ist, ähnlich wie am letzten Samstag, deutlich. Doch wie wir schon gestern im Podcast besprochen haben, sollte man sich davon nicht blenden lassen. Mit Spielern wie Negredo im Sturm hat Boro durchaus Qualität, auch wenn diese sich in dieser Spielzeit noch nicht in Punkten niedergeschlagen hat. Denn wirklich schlecht haben sie nicht gespielt. Wir haben bereits gegen Swansea gesehen, dass man den Fokus stets hochhalten muss, sonst wird man in der Premier League bestraft. Eine gute Devise, die das Team mit in diese Partie nehmen sollte, insbesondere in der Defensive. 

Der Kader ist dabei beinahe unverändert. Xhaka steht nach der roten Karte (die nach den neuen Regeln eine war, wie Felix mich gestern aufklärte) nicht zur Verfügung. Dort werden wir also in jedem Fall eine Umstellung sehen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit wie auch gegen Ludogorez in der Gestalt von Coq ausfallen wird. Gut das wir auf der DM Position endlich qualitative Auswahl haben. Zudem ist Cazorla noch fraglich. Er hatte einen leichten Schlag am Mittwoch einstecken müssen. Am Freitag hat er jedoch trainiert, sodass ich davon ausgehe, dass er zur Verfügung stehen und wohl auch auflaufen wird. Außer „der Muskel macht zu“, wie es so schön heißt. Weiter stehen Giroud uns Ramsey noch nicht zur Verfügung mangels Fitness/Trainingsrückstand. Giroud könnte im Liga Pokal wieder von der Partie sein.

Die Aufstellung dürfte mit Blick auf den sodann folgenden Ligapokal gegen Reading weiterhin an der bisherigen erfolgreichen Stammelf orientiert bleiben. Rotation erwarte ich mithin heute nicht. Das bedeutet folgende Startelf:

Cech,Bellerin,KOS,Mustafi,Nacho,Santi,Coq,Özil,Walcott,Iwobi,Alexis

Das Cech ins Tor zurückkehrt dürfte niemanden überraschen. Ich habe Santi in der Startelf gesetzt, zumal er selbst leicht angeschlagen unter der Woche eine Ruhepause bekommen kann. Die Frontreihe besteht aus den bisherigen Erfolgsgaranten, was auch bedeutet, dass Lucas auf seinen Einsatz in der Startelf noch ein paar Tage warten muss, was aber nicht bedeutet, dass er von der Bank nicht den Unterschied machen kann wenn nötig. Arsenal wird das Spiel zuerst im Kopf gewinnen. Ebenso wie gegen Ludogorez am Mittwoch muss sofort der Zug im Spiel sein, dann kommen die Tore und Boro wird die Unsicherheit der letzten Wochen behalten. 

Das Spiel wird bei DAZN übertragen, kommentiert von unserem Podcast Gast vom Donnerstag, Ralph Gunesch. Hoffen wir auf drei weitere Punkte. Mit erneut nicht uninteressanten Parallelpartien eine weiter gute Chance ein kleines Punktepolster zu schaffen für den bekanntlich unangenehmen November.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris 

GG Podcast, Episode 35, 20.10.16- Ralph Gunesch zu Gast

Nach der gestrigen Gala gibt es heute natürlich viel zu besprechen und vor allem zu würdigen. Dazu haben wir uns natürlich wieder einen namhaften Gast in den Podcast eingeladen. Wie Ihr der Überschrift entnehmen könnt haben wir Ex Profi und nun Kommentator Ralph Gunesch zu Gast. Wir sprechen über Vertragsverlängerungen und was wichtig ist für einen Spieler auf gewissem Gehaltsniveau. Ralph findet Ihr auf Twitter unter @felgenralle .

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Itunes beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein. Viel Spaß!

Cheers

Chris

 

 

(Mesut) Schützenfest

Was war das mal wieder für ein schönes Ergebnis für einen Mittwoch Abend in der Champions League. 6:0 erschien es am Ende auf der Anzeigetafel und Arsenal hatte in der Königsklasse einen unterklassigen Gegner mal wieder aus dem Stadion geschossen. Nicht nur ein Zeichen der Klasse des Kaders sondern insbesondere des derzeitigen Willens und Spilwitzes den die Mannschaft an den Tag legt.

Im Vorfeld war viel über die klare Überlegenheit Arsenals auf dem Papier geschrieben und gesprochen worden. Natürlich muss ein solches Spiel gewonnen werden. Doch besteht stets die Gefahr in eine schludrige Haltung zu geraten, aus der man nur schwer wieder in einen Rhytmus kommt. So war es natürlich sehr hilfreich, dass Alexis schon sehr früh die Weichen Richtung Sieg stellte. Und das zweite Tor kurz vor der Halbzeit von „on fire“ Walcott machte gedanklich schon den Deckel drauf.

Natürlich soll an dieser Stelle nicht unterschlagen werden, dass Ludogorez selbst eine starke Phase hatte, in welcher Ospina tat, was er tun muss um sich in den wenigen Spielen auszuzeichnen. Doch insgesamt war diese Arsenal Mannschaft auch nach dem 2:0 einfach zu hungrig über 90 Minuten. Die Vielzahl der Tore ist sicherlich teilweise auch der dann einsetzenden Unerfahrenheit des Gasts aus Bulgarien geschuldet. Doch man waren da geile Pässe dabei. Felix schwärmt heute Morgen noch immer von dem Santi Pass beim 4:0 und der darauf folgenden Annahme.

Ein deutliches Lob muss natürlich an den „Hattrick Mesut“ ausgesprochen werden. In kürzester Zeit sorgte er dafür, dass er den Spielball mit nach Hause in den heimischen Garten nehmen konnte und sein Mops wieder was zum spielen hat. Aber Scherz bei Seite. Technisch mal wieder überragend, was Mesut Özil anbot. Wie jemand so schön bei Twitter schrieb “ ahh…fuck it…give him the whole club..“. Sehr eigenwillig aber zutreffend formuliert. Einen weltklasse Spieler wie Mesut Özil hat man nicht selbstverständlich in seinen Reihen also sollte man alles tun ihn zu halten. Kritiker werden nun wieder sagen, dass Mesut sich nur in Spielen zeigt, die nicht von „Bedeutung“ sind. Argumentativ kann man natürlich alles klein reden. Doch wenn Ronaldo oder Messi gegen Gegner diesen Kalibers brillieren ist es immer gleich die Leistung des Jahrzehnts. Also bitte fair bleiben.

Natürlich verlief der Abend nicht ganz ohne Hindernisse. Felix und ich mussten eine Schlappe in der Kneipe unserer Wahl hinnehmen. Konferenz war da nicht. Mehr zu dem ungelaublichen „Pub Gate“ den die Welt bewegt heute Abend im Podcast. Dort werden wir auch sehr ausführlich nochmals auf das gestrige Match und die numherige Konstellation in der Gruppe eingehen.

Am Wochenende geht es gegen Boro im heimischen Emirates. Volle Konzentration ist darauf ab heute notwendig.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

 

Ps: Podcastfragen natürlich gerne an uns via mail an germangunners@googlemail.com oder Twitter @germangunners oder @medispolis