Die große Unbekannte

Gestern Abend startete bereits der dritte Spieltag der Champions League Gruppenphase. Nachdem ich in völliger Irritation bis kurz vor Anstoß gedacht hatte, dass das ZDF übertragen würde, musste ich mich derbe enttäuscht auf den Ticker zurückziehen. Abendplanung im Eimer. Zumal Arsenal erst heute Abend spielt konnte man es so gerade noch verkraften. Und für heute ist zudem vorgesorgt, da ich mich mit Felix a.k.a @medispolis für einen gepflegten Kneipenabend verabredet habe. Müssen wir uns nur noch bzgl. eines Screens mit der Konferenzforderung durchsetzen, sonst sehe ich mit meinem Arsenal Trikot ein wenig verloren aus.

Wie dem auch sei. Wichtig ist ohnehin auf dem Platz wie es so schön heißt. Und genau auf selbigem erwartet uns heute eine große Unbekannte. Mit Ludogorez kommt nun wirklich ein absoluter Neuling ins Emirates. Bis zur Podcastaufnahme vor ein paar Wochen und der geographischen Aufklärung von Felix, war mir nicht mal bewusst, dass es sich um eine Mannschaft aus Bulgarien handelt, um prezise zu sein aus dem Nordosten von Bulgarien, aus der Stadt Rasgrad, die erst seit 2011 überhaupt in der dortigen höchsten Spielklasse anzufinden sind. Da soll nochmal jemand behaupten in einem Fußballblog kann man nicht auch etwas für das Leben lernen.

Um ehrlich zu sein habe ich keinen blassen Schimmer, was uns heute Abend fußballerisch erwarten wird. Weder habe ich je ein Spiel von Ludogorez gesehen noch habe ich ihre bisherigen Champions League Auftritte verfolgt. Beim FC. Basel haben sie jedoch ein 1:1 erringen könne und gegen Paris gab es auch „nur“ eine 1:3 Niederlage vor heimischem Publikum. So ganz schlecht kann die Truppe also nicht sein. Und wenn ich einen Blick auf die letzten Wochen im Ligabetrieb werfe, so haben sie entweder 3:1 oder 5:1 gewonnen. An Spielfluß scheint es jedenfalls nicht zu mangeln. Das ergibt Platz 2 bei 9 absolvierten Spielen und 25 zu 9 erzielten Toren in der heimischen Parva Liga.

Trotz dieser doch sehr ansprechenden Zahlen sollten wir uns darüber im klaren sein, dass alles außer einem deutlichen Sieg für Arsenal heute Abend eine herbe Überraschung darstellen würde. Der aktuelle Marktwert von Ludogorez von rund 45 Millionen € entspricht nichtmal dem eines Mesut Özil oder Alexis Sanchez. Natürlich ist dies im Fußball nicht immer maßgeblich, wie die Engländer bsp. gege die Isländer bei der EM schmerzhaft erfahren mussten. Jedoch kann man mit absoluter Gewissheit sagen, dass bei einer konzentrierten Leistung ein deutlicher Sieg herausspringen sollte.

Arsene Wenger steht dabei der unveränderte Kader im Vergleich zum Spiel gegen Swansea vom letzten Samstag zur Verfügung. Dies ebinhaltet auch Granit Xhaka, da seine Rotsperre nicht für die Königsklasse gilt. Dies wirft auch gleich die Frage auf, wie Wenger auf dieser Position aufstellen wird. Möglich ist es Xhaka in der Champions League spielen zu lassen, zmal er danach eine unfreiwillige Pause bekommen wird. Andererseits benötigen Coq und auch Elneny Spielpraxis für die kommenden Partien. Eine schwierige Entscheidung für den Trainer, da es auch an anderen Positionen sicherlich Bedarf zur Rotation geben wird und man aufpassen muss, dass man nicht das ganze Team auseinanderreist und dadurch den gewonnen Spielfluß und Rhytmus unterbricht. Wo wir in jedem Fall einen Wechsel erwarten können dürfte auf der Position in der Sturmmitte sein. Lucas Perez hat einen Einsatz verdient und sollte diesen nicht erst im Ligapokal erhalten. Dabei kann ich mir gut vorstellen, dass Wenger Alexis eine Pause gönnt, allein weil er ihn am Samstag nach den Reisestrapazen von Beginn an gebracht hat. Zudem könnte auch Santi eine kleine Pause gegönnt werden. Dies wäre dann wieder eine Position wo Elneny oder auch OX ins Team stoßen könnten. In der Defensive könnte zudem Gibbs eine Chance erhalten und Monreal die nötige Pause gewähren.

Insgesamt ist es wie schon angedeutet der Seiltanz zwischen Rotation und beizubehaltenem Rhytmus. Wir wissen alle, dass wir nicht alle Spiele mit der identischen Mannschaft auflaufen können. Dafür haben wir nunmehr einen guten Kader in der Breite. Auf diesen müssen wir dann auch vertrauen. Giroud und Ramsey werden noch nicht wieder mit von der Partie sein. Sie sind beide jedoch wieder im vollen Training und benötgen noch die notwendige Frische nach den Verletzungen.

So würde ich heute Abend aufstellen:

Ospina, Bellerin, Mustafi, KOS, Gibbs, Elneny, Xhaka, Özil, Walcott, OX, Lucas

Nichtg gesondert zu erwähnen war für mich zuvor, dass Ospina im Tor stehen wird. Diese Pokalregelung scheint sich nunmehr etabliert zu haben. Ansonsten habe ich mich für einen Verbleib von Xhaka aber in Kombi mit Elneny für Santi entschieden. Gibbs erhält die nötige Chance auch mit Blick auf den Ligapokal und Lucas rückt zusammen mit OX in der Offensive ins Team. Was hätten wir für eine Auswahl wenn wir noch Giroud und Welbeck fit hätten. Mensch, Mensch, Mensch….

Diese Startin XI sollten es gegen Ludogorez richten können. Das Spiel könnt ihr wie gewohnt via Sky verfolgen. Für Nichtabbonenten wie mich und Felix geht es in die passende Kneipe mit erhoffter Konferenz. Ein paar Livetweets von dort wird es sicherlich von uns geben.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

Der rote Schweizer und der sechste Sieg in Folge 

Guten Morgen/Mittag und sorry erstmal für den etwas verspäteten Spielbericht. Aber Mesut’s Geburtstagsparty ist gestern etwas aus dem Ruder gelaufen nachdem Flamini unbedingt noch „Tottenham Hotspur it happened again…“ anstimmen musste und dazu Pinchen reichte. Ihr wisst ja wie sowas dann seinen eigenen Lauf nimmt. Wie dem auch sei bin ich nun vollkommenes einsatzbereit und wir können uns auf das gestrige Spiel und dessen Analyse stürzen. 

Gestern war mal wieder ein fabelhaftes Beispiel warum kein Mensch langweilige Länderspiele benötigt. Die Spannung und die Leidenschaft von 90 Minuten Premier Legaue Vereinsfussball wird einem keine EM keine WM und was sich sonst die Herren von der FIFA noch so in den nächsten Jahren ausdenken mögen, geben. Wir hatten aber auch wirklich mal wieder alles aus dem Hut gezaubert was man sich vorstellen kann. Von einem absoluten Traumtor über eine rote (sehr diskutable) Karte bis hin zu einer sicher geglaubten Führung und dennoch nötigem Kampf bis zum Schlusspfiff. Gehen wir das ganze doch systematisch an.

Swansea kam als klarer Außenseiter und nicht nur neuem Trainer sondern auch schlechter bisheriger Punktebilanz ins Emirates. Den Unterschied im Kader merkten man von Beginn an. Arsenal spielte zielstrebig, wollte dort ansetzen, wo man vor der Länderspielpause mit 5 Siegen in der Liga aufgehört hatte. Dabei setzte Wenger auf eine unveränderte Aufstellung, was auch Alexis trotz Reisestrapatzen in der Startelf sah. So dauerte es auch nicht lange bis Arsenal am Tor von Fabianski anklopfte. Es benötigte ein paar versuche doch dann war es Theo Walcott, der die Führung für die Gunners markierte. Erneut war es eine Situation, die für ihn in der Vergangenheit mehr als untypisch war, nun jedoch scheinbar neu in seinem Köcher zu sein scheint. Er ging in der Sturmmitte versucht per Kopf zum Ball, was zwar nicht direkt aber kurz danach via Fuß zur Führung führte. Ein erneutes Zeichen eines neuen Theo? Scheinbar ist Walcott derzeit einfach on fire. Denn er sollte auch das zweite Tor für Arsenal erzielen nachdem er nach erfolgter Ecke völlig ungedeckt den Ball aus der Drehung aus kurzer Distanz einschob. Er scheint hungrig zu sein. Gegen Ende des Spiels, als sich Konter für Arsenal auftaten war er es, der noch hätte ohne Probleme auf fünf Tore stellen können. Einmal Billiardpfosten und zweimal leichtfertig vergeben. Zumindest dürfte es ihm den Hunger nach Toren bewahren, was auch seine Körpersprache deutlich zeigte. Lob an der Stelle auch an OX der diese Konter super herausspielte.

Ein anderer Held des Spiels war Geburtstagskind Mesut Özil. Mit einem wunderschönen Volley ins obere linke Eck zeigte er allen, die es bisher vielleicht verpasst hatten, was ein genialer Techniker er ist. Nicht weniger erwähnenswert war aber auch das Zuspiel von Alexis. Man sieht den unmittelbaren Kontakt der beiden Spieler durch einfache Blickaufnahme. In der Sekunde danach weiß bereits jeder von beiden was zu tun ist. Özil macht den Weg an den Ausspfosten und Alexis spielt butterweich ein. Das Verständnis zweier Weltstars! 

Etwas unglücklich agierte Xhaka an diesem Nachmittag. Eigentlich waren sein Spiel und seine Pässe erneut sehr gut. Jedoch verhagelt nicht nur sein Fehler vor dem ersten Anschlusstreffer sonder auch die rote Karte den Eindruck doch im Nachgang sehr. Der Platzverweis war eines der meist diskutierten Themen unter die Arsenal Fans nach dem Spiel. War es eine berechtigter Platzverweis oder war es nur eine gelbe Karte ? Für mich war es eine gelbe Karte, gemessen an englischen Parametern. Sicherlich kommt er von schräg hinten jedoch tritt er nicht zu sondern hakt ein. Rot nach meiner Einschätzung überzogen. Gerne könnt ihr die Kommentare nutzen, um eure Einschätzung dazu zu geben. Fakt ist am Ende jedoch, dass er uns sicher zwei Spiele fehlen wird. Mit dem Ligapokal dazwischen nicht ganz so schmerzhaft. Zudem zeigt es, wie wichtig es ist gute Alternativen auf dieser Position zu haben. Coq und Elneny können unmittelbar reinrotiert werden.

Wichtig aus dem Spiel mitzunehmen ist sicherlich die Tatsache, dass wir in der Abwehr wieder konzentrierter spielen müssen. Beide Gegentore entsandten aus schlichter Nachlässigkeit und können einfach unterbunden werden. Ansonsten kann man sich in Anbetracht der anderen Ergebnisse über einen gelungenen Spieltag freuen. Punktgleich mit City hat man nun die Zügel gut in der Hand und kann weiter an der Siegesserie schrauben. Nun kommt Ludogorets in der Champions League. Ein Gegner der machbar sein muss auf dem Weg zum Ziel Gruppensieg. Spanend wird sein, ob Wenger dort Spielern wie bsp. Perez einen Einsatz von Beginn an gibt. Warten wir es ab. Mehr dazu am Mittwoch in der Spielvorschau.

Genießt den sonnigen Sonntag!

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Die unbesiegbaren Schwäne

Bin es nur ich oder hat sich für Euch diese Länderspielpause auch irgendwie länger angefühlt als sonst? Manchmal ist es scheinbar aber nur die Wahrnehmung ohne die „Droge“ Arsenal nach einem last minute Finish wie wir es kurz vor der Länderspielpause erlebt haben. 

Heute Nachmittag ist Arsenal zurück im Emirates zum Auftakt eines Oktobers, der gespickt ist von Heimspielen. Allesamt auf dem Papier zu gewinnende Heimspiele. Wie wir ja aus Erfahrung wissen muss jedoch jedes Spiel erst einmal gespielt werden, sodass wir heute den Anfang gegen Swansea machen. Die Gäste aus Wales kommen mit einer nicht wirklich guten Bilanz der bisherigen Spielzeit und daraus resultierend auch gleich mit einem neuen Trainer. Nur vier Punkte als bisherige Ausbeute ist nicht gerade etwas zum vorzeigen doch sollte man Swansea mit dem nötigen Respekt begegnen. Respekt der ohne Zweifel aus den letzten Spielzeiten herrührt. Aus den letzten fünf Spielen gab es nur einen Sieg für Arsenal bei sogar drei Niederlagen gegen die Swans. Zudem sind die Waliser in ihren letzten vier Besuchen im Emirates unbesiegt geblieben. Ein Walkover dürfte es also nicht wirklich werden, auch wenn der Kadervergleich der beiden Teams dies vermuten lassen könnte. 

Bei Swansea sind Stürmer Llorente und Montero fraglich, Dyer fehlt sicher. Arsenal hat den Kader betreffend keine Sorgen die Wenger plagen. Lediglich Ramsey und Giroud sind noch nicht wieder rechtzeitig fit. Dafür kann Coq wieder in den Kader rutschen nachdem die erlittene Verletzung doch nicht so gravierend war wie zunächst befürchtet. Was Ramsey angeht, so ist Wenger vorsichtig und möchte ihm eine Art tatsächliche Pre Season geben. Etwas komisch aber vielleicht mit Blick auf den stets negativ verlaufenden November kein schlechtes Ass im Ärmel. Giroud hingegen leidet noch immer an der mysteriösen Zehverletzung. Schon komisch wenn ihr mich fragt aber wohl derzeit Stand der Dinge den man so schlucken muss. 

Was die Nationalspieler betrifft so sind alle wohlbehalten wieder in London eingetroffen. Auch Mesut Özil, der zur Halbzeit im Spiel gegen die Nordiren ausgewechselt worden war hat sich für uneingeschränkt fit erklärt. Ein Grund für eine schonung besteht laut Wenger nicht, zumal der Deutsche Regisseur nur eine Halbzeit gespielt habe. Das hört man gerne. Eine schonung könnte jedoch ggf. Für Alexis anstehen, da er von der Länderspielreise mit Chile wie gewohnt erst später zurückkehrte als der Rest der Truppe. Eine Chance für Lucas Perez könnte sich andeuten. Der Spanier ist wieder zurück im Training und einsatzbereit. Ohnehin haben sich einige Spieler in der Länderspielpause regenerieren können. Ich erwarte daher, dass Wenger aus allen Rohren feuern wird um den Schwung und das Momentum der letzten Spiele in den Oktober zu tragen. Denn sicher wird auch ihm bewusst sein, dass man sich mit einer machbaren und ausbaubaren Siegesserie noch mehr Selbstvertrauen aneignen kann. Zudem gibt es entscheidende Partien der unmittelbaren Rivalen, die ein Punktevorsprung ermöglichen könnten bei eigener uneingeschränkter Punkteausbeute.

Ich erwarte die Mannschaft wie folgt.

Cech, Bellerin, KOS, Mustafi, Nacho, Santi, Xhaka, Özil, Walcott, Iwobi, Perez.

Für Perez habe ich mich entschieden, da ich mir gut vorstellen kann, dass Alexis mit Blick auf die weiteren Spiele einen kurzen Durchatmer von Wenger spendier bekommt aufgrund der Reisestrapazen. Die Partnerschaft Xhaka und Santi wird nicht aufgebrochen werden, was das Mittelfeld mit Özil komplett macht. Iwobi hat lediglich ein Länderspiel absolviert ebenso wie Monreal und Mustafi nur ein paar Minuten. An Fitness dürfte es also nicht mangeln und mit einer beherzten Einstellung wie auch in den letzten Spielen muss auch Swansea im Emirates zu knacken sein.

Blicken wir am Ende noch kurz auf Transfers bzw. Vertragsverlängerungen. Wenger hat unter Woche da Schema Bellerin angesprochen, welches ein wenig hochgekocht war. Schön, dass er neben dem noch drei Jahre anhaltenden Vertrag des Spaniers klar die Absicht und Bemühungen einer weiteren Verlängerung des Kontrakts angesprochen und unterstrichen hat. So soll und muss Arsenal die Zukunft seiner Topspieler und Säulen im Team angehen. Von oben diktierend eben.

Das war es nun von mir an dieser Stelle. DAZN zeigt diesmal nicht live. Die Nachbetrachtung ist aber wie immer möglich.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris


GG Podcast, Episode 34, 06.10.16- Good to be back & Trikotverlosung

Zurück aus dem Urlaub stürze ich mich mit Felix zusammen in die nächste Ausgabe des #GGPodcast. Wir haben nach den Siegen der letzten Wochen viel zu besprechen. Wir beleuchten die Gründe und blicken auf die anstehenden Länderspiele.

Und natürlich haben wir die Verlosung der Trikots live in der Ausgabe vorgenommen. Man war das spannend. Die Gewinner Marius Dauke und Sascha M. haben wir per Mail benachrichtigt. American Gooner Kirk aus Atlanta wird sein Glück via Twitter erfahren.

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Itunes beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein. Viel Spaß!

Cheers

Chris

 

Ps: Hier das angekündigte  Bild des Verlosungsprozederes.

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1:0 im Turf Moor: The Hand of Kos

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Nach der Niederlage von Manchester City bei den Spurs konnte Arsenal den Rückstand auf die Tabellenspitze auf zwei Punkte verkürzen. Es hat geklappt – und es hätte nicht später passieren können. Schon nach Ablauf der Nachspielzeit stolperte Koscielny den Ball über die Linie. Glücklich. Aber wer solche Spiele gewinnt…

Im Vergleich zum 3:0 gegen Chelsea änderte Wenger zwangsläufig die Startelf auf einer Position. Xhaka spielte für Coquelin. Perez fehlte mit Knieverletzung (aber wohl nur eine Vorsichtsmaßnahme), also gab es eine offensive Option weniger auf der Bank. Gabriel und Holding nahmen draußen Platz. Burnley spielte unverändert im Vergleich zum 2:0 über Watford im Monday Night Game.

Es war ein schöner, sonniger Herbstabend im Turf Moor. Die Gunners hatten die erste Chance in der fünften Minute durch Alexis, sein Schuss wurde aber noch abgefälscht, ging knapp am Tor vorbei. Aber auch Burnley versteckte sich nicht, stand aber weitestgehend sehr tief, nur um dann schnell und kompakt nach vorne zu spielen. Das fünfer-Mittelfeld mit der einigen Spitze Vokes war gar nicht so einfach zu überwinden. Richtig gefährliche Aktionen vor den Toren gab es in der Anfangsviertelstunde demnach nicht. Arsenal spielte es zurückhaltend, hatte vor dem gegnerischen Strafraum wenig Platz für Kombinationen, immer war ein Gegner sofort beim ballführenden Spieler. Auch Burnley wollte nicht mehr Risiko als nötig eingehen. Arsenal spielte die wenigen Konter nicht gut aus, häufig gelang Iwobi der wichtige Pass nicht genau genug. Die Angst vor einem Rückstand dominierte die erste Halbzeit zunächst. Die wohl beste Chance hatte sogar Burnley durch den Kopfball von Vokes in der 38. Minute (kläglich vergeben). Mit einem 0:0 ging es in die Kabine. Arsenal spielte zu wenig über die Flügel, die letzten Pässe (Walcott, Bellerin, Iwobi, auch Alexis) waren stets eine Katastrophe. Auch sonst dominierten viele Ballverluste. Defensiv standen beide Teams aber hervorragend.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die ersten 45 Minuten. Wieder eine Chance von Alexis aus kurzer Distanz, doch Heaton hält großartig, ist schnell unten. Arsenal kam danach etwas besser ins Spiel, drückte Burnley etwas weiter nach hinten, ohne aber wirklich gefährlich zu sein. Aber der Druck wurde größer. Just in dieser Phase musste Cech seine ganze Klasse aufbieten und kann den Kopfball von Gudmundsson gerade so um den Pfosten lenken. Das Spiel wurde aber nicht wirklich offener und unterhaltsamer. Perez und Giroud wurden schmerzlichst vermisst. Nach 70 Minuten kamen Elneny und The Ox für Xhaka und Iwobi. Nach einer Ecke trifft Alexis nur den Außenpfosten (73. Minute). Aluminium kann Burnley aber auch. Keane köpft eine Minute später an die Querlatte. Man war für etwas Aufregung ja sogar richtig dankbar. Aber die Highlights kamen nur punktuell und dann meist gleich im Doppelpack.

Arsenal erhöhte in den letzten Minuten noch mal spürbar den Druck. Walcott schoss in der 85. Minute nach tollem Einsatz von Sanchez knapp drüber. Burnley konnte sich nicht mehr spielerisch und dauerhaft befreien. Arsenal drückte und erspielte sich nochmal einige Schussgelegeneiten, aber ein Fuß oder Spieler war immer dazwischen. Zwei Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt. Es gab noch mal eine allerletzte Ecke für die Gunners. Die Zeit war eigentlich schon abgelaufen. Flanke Alexis, Kopfball Walcott, am langen Pfosten ist Koscielny da, schießt sich die Ball an die eigene Hand – und war noch knapp im Abseits. One Nil to the Arsenal! Abpfiff!

In der allerletzten Sekunde gewann Arsenal das Spiel. Dreckiger kann ein Arbeitssieg nicht sein. Was können wir aus dem Spiel mitnehmen? Nicht so viel. Arsenal war müde und behäbig (solche Tage gibt es einfach mal). Etliche Spieler waren nicht gut, wenig gelang (Özil). Burnley war taktisch gut eingestellt und verteidigte mit zehn Mann im eigenen 16er. Arsenals Optionen in der Offensive waren limitiert. So blieb nur das schnelle Spiel. Alexis lief sich zudem noch sehr tief fallen. Darauf hatte sich Burnley bestens vorbereitet. Dass es am Ende dann doch drei Punkte wurden, war viel Glück – aber das braucht man ja auch mal. Und es war ein wenig der Lohn für die letzten engagierten fünf Minuten, Stichwort Sieger-Mentalität. Wenn es läuft, dann läuft es. Kann auch Hector Bellerin behaupten. Angeblich ist Arsenal bereit, dem Spanier einen neuen 5-Jahres-Vertrag vorzulegen.

Jetzt ist erstmal Länderspielpause. Und Christian und ich melden uns Ende der Woche mit einem neuen #GGpodcast und der Trikot-Verlosung. Bis dahin noch einen guten Ausklang des langen Wochenendes. Danke fürs Lesen.

#coyg

Felix