GG Podcast, Episode 36, 02.11.16- Magic Mesut

Willkommen zurück mit der 36. Episode des Germangunners Podcast. Immer noch ganz fasziniert und seelisch tief berührt vom Wundertor von Mesut Özil blicken wir auf das 3:2 gestern Abend in der Champions League und fragen uns natürlich auch, warum wir erst 0.2 in Rückstand geraten mussten. Dazu ein Blick auf das 4:1 in Sunderland, die Chancen von Ainsley Maitland-Niles, die richtige Position von Aaron Ramsey und ganz viele überwiegend positive Erinnerungen an das North-London Derby. Und natürlich ein sportlicher Blick auf unsere Partie gegen die Spurs und den 11. Spieltag in der Premier League.

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Itunes beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein. Viel Spaß!

Cheers

Chris

Vertraue Deinem Team … oder Mesut

Was ein verdammt geniales, super, weltklasse hammer Tor!!!! Ich glaube es gibt heute keinen einzigen Arsenal Blogbeitrag auf dieser Welt, der nicht gleich mit dem Siegtreffer von Mesut Özil mit der Tür ins Haus fällt. Aber es war auch schlichtweg zu genial, um es nicht konträr zum Spielverlauf und dem Einschlag ins gegnerische Netz, an den Beginn dieses Beitrages zu stellen. Die Ausführung, die Ruhe am Ball, der erhobene Kopf. Dieses Tor hatte alles, was einen technisch brillianten Fußballer wie Mesut Özil ausmacht. Dies ist sicherlich ein Tor, das man gesehen haben muss. Es nur zu beschreiben wird ihm nicht gerecht. Zumal wir aus urheberrechtlichen Gründen an dieser Stelle keine Videos einbetten, nutzt trotzdem den Moment das Tor nochmals zu genießen. Von einem Spieler der nicht für den Bal´ O dor nominiert ist. Unfassbar!

Springen wir doch aber zunächst nochmal zurück an den Beginn der Partie. Das Rennen um den Gruppensieg zwischen Arsenal und PSG ist dicht an dicht. Patzer darf sich kein Team erlauben. Im Vorbericht war die Notwendigkeit der Rotation bereits angesprochen worden und Wenger vollzog diese auch. In der Abwehr brachte er Jenkinson und Gibbs auf den Außenbahnen. Im Mittelfeld rückten Xhaka und auch Ramsey (für mich unerwartet) hinein. Das Sturmzentrum bekleidete Giroud. Insgesamt machten die Wechsel deutlich, dass ein Qualitätsverlust, wie in den Jahren zuvor oft zu beobachten nicht wirklich zu erkennen war.

Umso überraschender war es, dass Arsenal sich nach nur fünfzehn Minuten mit zwei Toren im Rückstand befand. Wow! Da passte nicht viel zusammen. Die Abstimmung beim ersten Gegentreffer war miserabel. Das Stellungsspiel auf der Außenposition beim zweiten Treffer ungenügend. Ich war nichtmal sauer oder wütend, einfach nur perplex. Das man den Rückstand gegen eine Mannschaft die Ludogorets noch drehen kann, war mir klar. Nur hatte Arsenal an diesem Tag die Kraft dies Auswärts zu tun? Sie hatten es!! Nur kurze Zeit später legte Mesut Özil den Ball in den Rückraum der Abwehr und Xhaka schob überlegt unten rechts ein. Um das Comeback vor der Halbzeit am Leben zu halten war es Giroud der per Kopf seinen dritten Treffer seit seiner Rückkehr am letzten Samstag markierte.

So ging es in die zweite Hälfte mit der spannenden Frage, wann Arsenal das Spiel vollständig drehen könnte. So wirklich kam man aber nicht mehr in den Tritt. Es waren vielmehr zwei-drei sehr starke Paraden von Ospina notwendig, um die Mannschaft im Spiel zu halten. So dauerte es tatsächlich bis kurz vor Schluss bis die mitgereiste Arsenal Delegation jubeln konnte. Doch das Warten hatte sich gelohnt. Giroud erkämpfte den Ball im Mittelfeld, Elneny spielte nur Minuten nach seiner Einwechselung den Zuckerpass auf Özil und der Rest steht oben beschrieben.

Das Achtelfinale ist bereits jetzt gesichert und die Frage des Gruppensieges wird sich wahrscheinlich im nächsten Spiel im Emirates gegen PSG entscheiden. Denn mit deren last Minute Treffer in Basel hielten auch die Franzosen das Rennen offen.

Amgetan war ich vom Kampfgeist der Truppe gestern. Nach so frühem Rückstand das Spiel kurz vor Ende noch zu drehen war ein Zeichen des derzeitigen mentalen Zustands der Mannschaft. Zudem natürlich vor dem anstehenden NLD auch von nicht geringer Bedeutung. Nun heißt es Fokus auf die Spurs.

Mehr zum NLD und natürlich zum gestrigen Spiel und diesem Mesut Tor im heutigen Podcast mit Felix und mir. Wenn Ihr Fragen habt schickt und diese doch gerne  via Twitter an @medispolis oder @germangunners oder per Email an germangunners@googlemail.com.

Bis heute Abend!

Come on you Gunners

Cheers

Chris

 

Die Kunst der ausgewogenen Rotation

Wir sind im November angekommen, auch bekannt als der unbeliebteste Monat der Arsenal Fans. Wollen wir mal nicht so sein und geben auch der Nr. 11 des Jahres eine faire Chance in diesem Jahr. Arsenal muss heute in der Champions League bei Ludogorez antreten und somit in das unmittelbare Rückspiel zum 6:0 Sieg von vor zwei Wochen.

Selbstverständlich muss man nicht gesondert hervorheben, dass das Team von Arsene Wenger auch im Rückspiel in Bulgarien klarer Favorit sein wird. Vor allem ist es wichtig, dass man im Kampf um Platz 1 in der Gruppe gegenüber PSG keine Punkte liegen lässt mit Blick auf das noch folgende direkte Duell im Emirates mit den Franzosen. Gleichzeitig hat der Trainer natürlich die Thematik Rotation zu berücksichtigen. Bei der Masse an Spielen in den letzten und kommenden Wochen ist es ein Drahtseilakt zwischen schlagkräftiger Truppe und dosiertem Einsatz der Stammelf. Insbesondere mit dem NLD vor der Tür birgt dies zusätzliche Bewertungsnotwendigkeit.

Im Vergleich zu vergangenen Jahren ist das (der??) Stresslevel diesbezüglich jedoch nicht so ausgeprägt. Aus der Begegnung am Samstag bei Sunderland und auch gegen Reading unter der Woche haben wir gelernt, dass die Kadertiefe in der Qualität auf einem Level ist, welches wir bisher nicht zur Verfügung hatten. Dies macht die Auswahl in Punkto Startelf natürlich leichter als wenn die Hälfte des Teams mit Jugendspielern aufzufüllen ist. Helfen dürfte zudem, dass auch Granit Xhaka nach abgesessener Rotsperre wieder zur Verfügung steht, der ohne Zweifel zurück in die Startelf rücken wird. Auch die beiden Genesenen Ramsey und Giroud dürften ein deutliches Wort mitzureden haben in der Frage der „Starting XI“.  Cazorla, Nacho, Belllerin und Walcott werden nicht zum Einsatz kommen, da sie erst garnicht mitgereist sind. Die Option auf Sicherheit zu gehen scheint mir dort auch angezeigter. 

Für Arsenal wird es wichtig sein das Spiel gegen Ludogorez stringend und frühzeitig zu entscheiden. Dem Debütanten sollte keine Möglichkeit einer Überraschung durch lasche Herangehenssweise eröffnet werden. Gesehen habe ich dies bei Arsenal in dieser Spielzeit zwar noch nicht, jedoch schadet es sicherlich nicht, darauf nochmals kurz hinzuweisen. Die individuelle Klasse ist, selbst wenn man stark rotieren sollte, noch immer um vielfaches höher, sodass dies auch sichtbar sein muss.

So sollten sie auflaufen:

Ospina, Gibbs, KOS, Mustafi, Jenkinson, Elneny, Xhaka, Özil, OX, Iwobi, Giroud

Für einen Start von Ramsey halte ich es noch für zu früh. Ich gehe davon aus, dass Wenger ihn langsam heranführen möchte, insbesondere mit der Verletzungshistorie des Walisers. Giroud dürfte sicher in der Startelf stehen. Im Bereich der Viererkette könnte ich mir eine Rotation auch gut vorstellen mit Blick auf Gabriel oder Holding. Doch bin ich mir nicht sicher, ob Wenger dort mehr „Unruhe“ reinbringen möchte in einem Champions League Spiel, zumal Mustafi und auch KOS bereits unter der Woche gegen Reading vollständig ausgesetzt haben und die Außen beide rotiert werden. In jedem Fall wird Arsenal eine starke XI aufbieten, egal in welchem Umfang Arsene Wenger sich noch weiter entschließt zu rotieren.

Mehr zum Spiel und auch der neu gewonnen Kadertiefe gibt es selbstverständlich in der Nachbetrachtung des Spiels an gleicher Stelle aber auch in der nächsten Episode des #GGPodcast am morgigen Mitwoch Abend mit Felix und mir. Fragen und Themenvorschläge gerne schon jetzt an uns via Mail (germangunners@googlemail.com) oder Twitter ( @medispolis , germangunners )

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

 

Sieg für die Kadertiefe

Arsenal gewinnt 4:1 beim Tabellenletzten und setzt sich damit an der Spitze der Tabelle weiterhin zusammen mit City und Liverpool fest. Das Ergebnis war das gewünschte, der Weg dahin mit interessanten Erkenntnissen verbunden. 

Arsenal dominierte das Spiel. Zwar nicht mit der Quote an Ballbesitz wie man es oft gegen schwächere Gegner sieht jedoch recht komfortabel. Das Problem war lediglich, dass Sunderland immer mal wieder in die Nähe des Sechzehners kam, was natürlich immer Gefahr bringen kann. So war es beruhigend, dass Alexis Mitte der ersten Halbzeit die Führung per Kopf erzielen konnte. Stark war sicher nicht nur die taktische Bewegung zum Ball durch den Chilenen sonder vor allem auch die sehr gut getimte Flanke von OX. Arsenal gewann sodann noch mehr Kontrolle über das Spiel, hätte durch Özil die Führung noch erhöhen müssen. 

Mit der knappen Führung ging man auch in die zweite Hälfte die einen komischen Verlauf nehmen sollte. Das der Schiedsrichter nicht wirklich Herr der Lage war war nichts neues. Als es Alexis jedoch einen klaren Elfmeter verweigerte und im Gegenstoß Sunderland nach einem Stellungsfehler von Mustafi und anschließendem Foul von Cech einen bekam, setzte der Leistung die Krone auf. Defoe trat an, Ausgleich. Alles auf null. 

Normal hätte man erwarten können, dass Arsenal nun einbricht. Das Gegenteil war jedoch der Fall. Wenger brachte Giroud und auch Ramsey von der Bank und machte trotz der verletztem Walcott und Santi von der neuen Kadertiefe Gebrauch. Und Schwups mit 2 Kontakten innerhalb von fünf Minuten stellte Giroud auf 3:1. Klassische Tore des Franzosen die man lange schon gerne in der Hinterhand gehabt hätte.Was ein Comeback für den Stürmer. Als Alexis kurz danach noch auf 4:1 stellte war Sunderland kaputt. 

Neben dem wichtigen Sieg nach dem Punktverlust gegen Boro war es sehr schön zu sehen, dass wir von der Kadertiefe wirklich unmittelbar profitieren können wenn es nötig ist. Die Spieler sind heiß auf Einsätze und das merkt man. Auch Gibbs spielte wieder sehr stark für den angeschlagenen Nacho. Alles Faktoren die beruhigend zu wissen sind. Mit den Punktverlusten von United und den Spurs dazu noch weiter vergoldet. 

Nun geht es nach Bulgarien in der Champions League am Dienstag. Erneut Zeit zur Rotation?! Mehr dazu unter Woche.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Reise zum Tabellenletzten

Sprechen wir es doch gleich zu Beginn deutlich und unverblümt aus. Alles außer einem Sieg bei Sunderland wäre eine absolute Katastrophe. Das Team von David Moyes, der übrigens gespreert sein wird für dieses Spiel, spielt eine unterirdische Saison und kann und darf kein Hindernis für unsere Ambitionen in der Liga sein. Zwei Punkte und -10 Tore stehen bisher auf dem Habenkonto.

Nachdem ich mich gleich zu Beginn mal so richtig aus dem Fenster gelehnt habe hoffe ich, dass mich das Arsenal Team auch auffängt, sollte ich kippeln. In Richtung November ist dies ja aus Erfahrung der letzten Jahre nicht immer der Fall und der „Horrormonat“ rückt ja bekanntlich näher, auch wenn wohl keiner der Spieler eine der in Verruf gekommenen Clownsmasken tragen dürfte. Das der November vor der Tür steht kann man jedoch leicht an der Kadersituation absehen. Zwar stehen und Giroud und auch Ramsey nun wieder zur Verfügung, was duchweg als positiv zu bezeichnen ist. Jedoch kämpft Walcott bereits mit einem „minor hamstring alert“ was auch immer das heißen mag. Und auch Nacho hat einen „tight muscle“. Cazorla ist zudem weiter fraglich. Es häuft sich also schon wieder so einiges an, was man nicht gerne ließt. Zudem haben wir den ersten neuen Verletzten der Saison in Persona Lucas Perez. Der Spanier wird für sechs bis acht Wochen ausfallen. Sehr bitter, zumal er sich gerade erst an die Startelf herangearbeitet hat und gegen Reading eigentlich Spielpraxis bekommen sollte. Somit heißt die Sturmformel mithin „+Giroud-Lucas= alles beim Alten“

Die Mannschaft könnte also durchaus am heutigen Mittag ein leicht anderes Gesicht aufweisen, als in den Wochen zuvor, in denen man eigentlich stets deckungsgleich aufgelief. Wir haben uns stets eine Kaderdichte von Qualität gewünscht, nun können wir bereits leicht Gebrauch davon machen. Das bedeutet insbesondere im Mittelfled die Frage der Ausrichtung. Sollte Cazorla nicht fit sein, wovon auszugeangen werden muss, so kann man mit Elneny und Coq erneut in der zentralen Mittelfeldposition starten. Natürlich birgt dies stets die „Gefahr“, dass der Mannschaft ein kreatives Element aus der Tiefe des Mittelfelds schlicht fehlt. Gegen Boro am vergangenen Samstag war dies leider zu unseren Lasten sehr deutlich sichtbar. Man darf gespannt sein, ob Wenger dort reagiert und ggf. eine andere Kombination wählt. Für einen Start von Ramsey dürfte dieses Spiel sicher zu früh kommen, auch wenn er für die aufgeworfene  Fragestellung eine passende Antwort darstellen würde. Xhaka ist noch ein Spiel gesperrt, stellt mithin auch keine Option dar. Wenger könnte auch ganz mutig sein und das wiedergewonnene Selbstvertrauen von OX ausnutzen und ihn neben Coq oder Elneny stellen. Das wäre doch aber schon arg mutig vom Franzosen.

So sollten Sie (im Optimalfall ) auflaufen:

Cech,Bellerin,KOS,Mustafi,Nacho,Coq,Cazorla,Özil,Iwobi,Walcott,Alexis

Dem Team muss bewusst sein, dass Sunderland derzeit nicht wirklich vor Selbstvertrauen strotzt. Vielmehr herrscht Chaos. Das Spiel folglich gleich zu Beginn deutschlich und klar zu dominieren und möglichst mit Toren früh zu entscheiden, ist immens wichtig und eine große Option gegen Gegner in diesem „Zustand“.  Man sollte nicht den Fehler machen zu abwartend zu spielen und Sunderland damit Selbstvertrauen zu verschaffen. Bekommen wir das hin? Wir werden es sehen. Auch an diesem Spieltag stehen die Chancen gut sich auf Basis der anderen Begegnungen (Spurs v. Leicester/ Palace v. Pool/ Southh v. Chelsea) ggf. ein kleines Punktepolster zu verschaffen. Als ich dies jedoch in der letzten Woche ansprach wurde es glatt nichts, also streicht den Satz schnell wieder aus dem Kopf.

Das Spiel wird bei DAZN übertragen. Eine neue Siegesserie muss her!

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris