Der nächste Schlag 

Nun haben sich auch die Befürchtungen des Wochenendes hinsichtlich der Verletzung von Santi Cazorla zum schlechtesten bewahrheitet. Wie nun bekannt wurde wird der Spanier für rund drei Monate ausfallen. Mit dem Ausfall von Coq hat es nun für die gleiche Zeit auch sein “Partner in crime ” im zentralen Mittelfeld getroffen. Interessant dabei ist, dass die Verletzung bereits um die fünfzigste Minute auftrat nach dem Zusammenstoß für alle sichtbar. Verfügbar waren noch zwei Auswechselspieler wenn ich mich richtig erinnere. Eine erneut nich besonders kluge/gute Entscheidung des Trainerstabs.

Nun steht der Kader noch dünner dar wie zuvor schon. Der Januar ist nun nicht nur ein „wir kaufen vielleicht“ sondern ein „es muss auf jeden Fall was passieren“ Januar. Das bedeutet nicht nur ein Mittelfeldspieler sondern gleich mehrere. Es kann ggf. eine zukunftsweisende Phase werden, wenn man die Abgänge im Sommer mit  Arteta und Flamini einbezieht.

Entscheidend wird sein, dass jedoch gleich zu Beginn des Januars agiert wird. Man kann sich nicht leisten bis zum Ende zu warten oder vielmehr zu hoffen dass der Preis passt. Es muss direkt passieren. Ansonsten ist in der Zeit wertvolles an Punkten in der Liga weggeworfen. Denn die Teams um uns herum werden nicht so schwankend bleiben. Und unser Kader wird dafür nicht schneller wieder breiter.

Warten wir ab was passiert und hoffen wir kommen gut bis in den Januar. Der Kader wird bis an seine Grenzen gehen müssen. Wenn das überhaupt noch mehr möglich ist.

Cheers

Chris

Täglich grüßt das Murmeltier 

Als ob wir die Zeit eine Woche zurückgedreht hätten steht Arsenal erneut mit Punktverlust und erheblichen Verletzungen am Ende eines wieder einmal frustrierenden Spieltages dar. Zwar waren es gestern in Norwich nicht alle drei Punkte die wir liegen ließen, sondern nur zwei. Dennoch kann man erneut nicht besonders erfreut sein über das, was uns das Team im November darbietet. 

Dies vor allem deshalb nicht, weil die Teams um uns herum Punkte liegen lassen und wir erneut nicht in der Lage waren daraus Kapital zu schlagen. Hinzu kommt, dass wir mit Norwich einen Gegner vor der Brust hatten der, mit allem Respekt, kein Gegner sein sollte, der uns zurückhält. Doch auch am gestrigen Nachmittag waren es zwar 82% Ballbesitzquote, aber kein zwingender Zug zum Tor, gar eine effektive Angriffsführung. Handballmäßig um den Strafraum , keine guten Flanken, kein Drive, kein Tempo und hinzukommend der Rückwärtsgang nach einer verdienten Führung gepaart mit Unkonzentriertheit in der Defensive.

Zu alldem haben wir uns wieder einmal Verletzungen eingehandelt. Eine war schon vor dem Spiel aufgetreten in Gestalt von Gibbs. Dann dauerte es nicht lange bis KOS das Spielfeld nach einem Schlag auf die Hüfte verlassen musste. Und zu guter letzt hat es dann auch Alexis erwischt. Endlich möchte man leider beinahe sagen. Der gute alte Hamstring ist es geworden und wird ihn wahrscheinlich etwas länger an der Seitenlinie belassen. Dabei hatte man doch so sehr gewarnt, dass er eine Pause benötigte. Sogar Wenger hat eingeräumt, dass er ein kleines Problem mit dem Hamstring hatte. Doch man habe ihn getestet und er, also Alexis, habe gesagt, dass er spielen könne. Man darf sich mit Verlaub die Frage stellen, wer Entscheidungen trifft und wie sie kommuniziert werden.

Wenger reagierte sehr gereizt auf Nachfragen der Journalisten am gestrigen Abend, betreffend der Alexis Situation. Für mich unverständlich. Klar ist es zutreffend, dass mangelnde Optionen seinen Einsatz wahrscheinlich nötig machten. Doch wessen Schuld ist das? Wohl die desjenigen, der den Kader zusammengestellt hat, Stürmer ausgeliehen hat und nicht genügend verpflichtet hat. Und sich dahingehe zu äußern, das Spieler da sind um zu spielen, scheint mir doch mehr als dünnhäutig und nicht gerade problembewusst. Gute Trainer zeichnen sich dadurch aus, dass sie nach Fehlern erkennen wo diese gelegen haben und es in der nächsten Saison anpassen. Diese Eigenschaft scheint Wenger nicht zu haben, wenn es um die Einschätzung von Verletzungen und der damit zusammenhängenden Zusammenstellung des Kaders auf den einzelnen Positionen geht. Eeine Tatsache, die uns Jahr um Jahr den Chancen auf den Titelgewinn beraubt.

Die Verletzungen sind sicherlich die Hauptursache dafür, dass wir immens an Form eingebüßt haben. Doch die Spieler können nicht alle Spiele spielen und wenn sie es tun kann man nicht erwarten, dass keine Verletzungen auftauchen. Diesen Teufelskreis zu erkennen ist der Job des Managements und des Trainerstabs. Einen guten Job hat dort nicht wirklich jemand gemacht, was dieses Department angeht.  Die erste Elf ist herausragend, ohne Frage. Nur kann sie eben nicht dauerhaft auf dem Feld stehen und alles abrufen. Rotation auf hohem Level ist schon lange das Zauberwort für Titelgewinne. Ein Blick auf Mannschaften wie Bayern oder ähnliche reicht, um das zu erkennen.

Zu den bereits vorhandenen Verletzungen wird sich mit Pech auch noch Santi gesellen. Das würde uns dann endlich auf der absoluten Felge laufen lassen. Zu Recht äußern sich viele dahingehen, dass wir noch immer nur zwei Punkte von der Tabellenspitze entfernt sind. Mathematisch ist das absolut korrekt und leicht zu erkennen. Doch ist dies nicht das Resultat einer guten Leistung unsererseits sondern einfach nur das Ergebnis der mangelnden Konstanz der anderen Mannschaften. Zudem hat man durch die unnötigen Punktverluste gegen schlicht einfache Gegner den Rest der Tabelle nahe ranrücken lassen. Man hat zudem die Chance versäumt klar mit Abstand vorne zu stehen bzw. mit gutem Abstand zum Rest der Liga. So bleibt der Druck weiter hoch. Hoch auf einen Kader der verletzungsbedingt kaum weiß wie er atmen soll.

Eine Woche Pause steht nun an bevor es gegen den nächsten „leichten“ Gegner geht. Schauen wir, wer uns dann überhaupt noch zur Verfügung steht für die erste Elf. Viele bleiben nicht über. Leider….

Cheers

Chris

Kurzer Flug zu den Cannaries

Zunächst einen schönen ersten Advent an alle Gooner auf diesem Wege. Nach einem angemessenen Start in die Adventszeit mit der ersten Glühwein Session am gestrigen Abend auf dem Münsteraner Weihnachtsmarkt, bin ich nun voll und ganz gerüstet für unseren Auftritt bei Norwich City am heutigen Nachmittag.

Nach den gestrigen Ergebnissen ist die Ausgangslage für die Mission Tabellenführung mathematisch einfach. Ein Sieg mit fünf Toren Differenz und der Spitzenplatz wäre unser. Easy! Naja mal im Ernst. Im Fokus müssen die drei Punkte gegen die Cannaries stehen. Ob mit einem 1:0 oder 5:0 ist dabei derzeit unerheblich. Durch das Unentscheiden von Leicester und United wären wir an diesen beiden mit einem Sieg dann auch knapp vorbeigezogen. Voraussetzung dafür ist jedoch nunmal ein Sieg bei einem Gegner, der vom Papier her zu schlagen ist bzw. werden muss. Gleiches hatten wir jedoch auch am letzten Wochenende vor dem Spiel bei West Brom gesagt und wo es uns hingeführt hat ist ja leider bekannt.

Dabei hatten wir es im Podcast am Freitag auch schon angesprochen, dass Norwich zwar tabellarisch nicht optimal steht, jedoch gegen die großen Teams stets nur knapp verloren hat. Das trifft auf Spiele gegen City oder auch Chelsea zu. Ein einfacher Ausritt wird das am heutigen Nachmittag also keinesfalls. Wichtig wird es sein das erste Tor zu schießen. Das hört sich nach einer Binsenweißheit an, ist aber in Spielen dieser Gestalt von außerordentlicher Bedeutung. Denn mit einer eigenen Führung würde sich Norwich sicher noch mehr zurückziehen, als sie es von Beginn an sicher ohnehin schon tun werden. Sollte man dieses Etappenziel erreichen, wäre es dann natürlich schön, wenn man es nicht gleich wieder leichtfertig aus der Hand gibt, wie am letzten Wochenende.

Die Hauptfrage an diesem Nachmittag wird aber wohl sein, wie wir uns im Mittelfeld aufstellen. Wir wieder die Kombination Flamini/Cazorla auflaufen,wie auch schon gegen Zagreb? Wird Wenger versuchen Ramsey wieder in die Mannschaft einzubauen? Wird er dies auf Kosten von Campbell tun? Wird er ihn neben Santi stellen? Wer übernimmt dann den defensiveren Part? Fragen über Fragen, die Wenger hoffentlich heute Nacht gut im Schlaf überdacht hat. Denn bis zum Januar und einem potentiell möglichen Transfer werden noch viele Spiele ins Land ziehen, bei denen wir eine gefestigte Struktur benötigen.

Ich bin mir selbst nicht wirklich schlüssig darüber, wie man optimal agieren sollte. Vorziehen würde ich die Variante mit Ramsey auf der Außenbahn an Stelle von Campbell, was für ein Auswärtsspiel auch nicht so verkehrt wäre. In der Mitte lässt man dann zunächst Flamini und Santi.

Am Ende müssen wir mit jeder Formation die drei Punkte einfahren und vom Ergebnis her schauen. Das ist, was am Ende zählt. Das Spiel wir nicht auf Sky übertragen aus den üblichen kloppschen Beweggründen.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

GG Podcast Episode 9, 27.11.15 –Showdown in Piräus

Wir sind zurück mit einer neuen Podcastausgabe. Wie angekündigt mit einem neuen Feature in Gestalt eines Gastredners. Da steigt die Spannung doch gleich mal so richtig an oder!?  Das ist natürlich nicht alles. Wir besprechen die Niederlage bei West Brom, das Spiel gegen Zagreb und natürlich die Frage, wie wir den Ausfall des Coq verkraften.

Hört rein und startet genüsslich ins Wochenende. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden oder per Itunes beziehen, wenn ihr ihn noch nicht längst aboniert habt. Natürlich steht euch auch der RSS Feed zur Verfügung!

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Christian Reichert. In unseren Augen ein sehr würdiger und kompetenter erster Gesprächspartner. Wie im Podcast bereits angekündigt hier der Link zu ArsenalGermany. Bei Twitter über @ArsenalGermany1 zu finden. Zudem könnt ihr Christian auf Twitter unter @RheinhessenAFC folgen.

Cheers

Chris

Minimalziel erreicht

Das ist die Quintessenz,welche unter dem gestrigen Abend steht. Arsenal hat sein Finale um die K.O. Phase bekommen. In zwei Wochen geht es in Griechenland gegen Olympiacos um „alles“. Eine vorgezogene K.O. Phase wenn man möchte. Auch keine schlechte Übung.

Der Weg dorthin war in der Champions League jedoch erstmals, außer dem Sieg gegen die Bayern, ein überzeugender. Arsenal gab vom Start weg den Takt und die Taktung vor. Der Mannschaft aus Zagreb wurde keine Möglichkeit gegeben den eigenen Spielaufbau zu betreiben. Eigentlich etwas, was man auch im Hinspiel hätte erwarten können. Aber lassen wir das Thema.

Nachdem der Druck immer größer wurde war es nur noch eine Frage der Zeit bis Arsenal in Führung gehen musste. Das es jedoch durch ein Flugkopfballtor von Mesut Özil der Fall sein sollte, hätten wahrscheinlich nichtmals die mutigsten Zocker gedacht. Doch nach einer schönen Flanke von Alexis tauchte Özil ab und köpfte ein. Nun waren auch die letzten Handbremsen im Kombinationsverlauf gelöst und der Ball rollte. Kurze Zeit später war es dann Alexis selbst, der die Führung ausbaute. Ein Tor, was dem Chilenen sichtlich gut tat nachdem er sich in den letzten Spielen eher viel aufrieb, ohne das Endprodukt abliefern zu können.

In der zweiten Halbzeit hätte Arsenal noch mehr Tore erzielen können. Es blieb jedoch bei dem einzig dritten, ebenfalls durch Alexis, der den Deckel drauf setzte. Am Ende ein sehr überzeugender Sieg, mit einer Leistung die Mut machen sollte auch in Griechenland mit zwei Toren Unterschied gewinnen zu können.

Neben dem Ergebnis ist positiv zu vermerken, dass wir keine Verletzten zu verzeichnen hatten. Ramsey feierte zudem sein Comeback mit einem 20 Minuten Einsatz und konnte gleich alte Qualität zurückbringen. Insgesamt war es eine sehr starke und geschlossene Mannschaftsleistung, was jedoch nicht davon ablenken soll, dass zwei Spieler wieder einmal besonders herausragten. Mit Mesut Özil zum einen und Alexis zum anderen hatte das Spiel zwei Man of the match. Özil war nicht nur durch sein Tor sondern seine schlichte Präsenz und Übersicht im Mittelfeld der Spielgestalter des modernen Fußballs. Und Alexis?! Nun ja er ist eben einfach eine Manschine. Er rackert und rackert. Und wenn er dann noch seine Torgefährlichkeit auspackt ist es um den Gegner geschehen. Nicht zu unterschlagen ist jedoch ein Lob an Joe Campbell. Trotz der vielen Kritik, auch von mir, hat er gestern Abend ein starkes Spiel, wenn nicht sogar sein bestes für den Verein, gemacht. Der Pass auf Alexis zum 3:0 war zauberhaft.

Die Lücke von Coq konnte durch Flamini gestern Abend gut und seriös gefüllt werden. Ob das auch für Spiele gegen stärkere Gegner gilt wird sich zeigen. Die späte Hereinnahme von Chambers auf dieser Position lässt sicher noch keine so großen Aufschlüsse über seine Fähigkiet auf der DM Position zu. Sicher sah es jedoch nicht wirklich aus.

Nun heißt es in zwei Wochen mit zwei Toren Unterschied gewinnen. Aber erstmal zurück in die Spur in der Liga. Sonntag gehts nach Norwich.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris