GG Podcast Episode 9, 27.11.15 –Showdown in Piräus

Wir sind zurück mit einer neuen Podcastausgabe. Wie angekündigt mit einem neuen Feature in Gestalt eines Gastredners. Da steigt die Spannung doch gleich mal so richtig an oder!?  Das ist natürlich nicht alles. Wir besprechen die Niederlage bei West Brom, das Spiel gegen Zagreb und natürlich die Frage, wie wir den Ausfall des Coq verkraften.

Hört rein und startet genüsslich ins Wochenende. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden oder per Itunes beziehen, wenn ihr ihn noch nicht längst aboniert habt. Natürlich steht euch auch der RSS Feed zur Verfügung!

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Christian Reichert. In unseren Augen ein sehr würdiger und kompetenter erster Gesprächspartner. Wie im Podcast bereits angekündigt hier der Link zu ArsenalGermany. Bei Twitter über @ArsenalGermany1 zu finden. Zudem könnt ihr Christian auf Twitter unter @RheinhessenAFC folgen.

Cheers

Chris

Minimalziel erreicht

Das ist die Quintessenz,welche unter dem gestrigen Abend steht. Arsenal hat sein Finale um die K.O. Phase bekommen. In zwei Wochen geht es in Griechenland gegen Olympiacos um „alles“. Eine vorgezogene K.O. Phase wenn man möchte. Auch keine schlechte Übung.

Der Weg dorthin war in der Champions League jedoch erstmals, außer dem Sieg gegen die Bayern, ein überzeugender. Arsenal gab vom Start weg den Takt und die Taktung vor. Der Mannschaft aus Zagreb wurde keine Möglichkeit gegeben den eigenen Spielaufbau zu betreiben. Eigentlich etwas, was man auch im Hinspiel hätte erwarten können. Aber lassen wir das Thema.

Nachdem der Druck immer größer wurde war es nur noch eine Frage der Zeit bis Arsenal in Führung gehen musste. Das es jedoch durch ein Flugkopfballtor von Mesut Özil der Fall sein sollte, hätten wahrscheinlich nichtmals die mutigsten Zocker gedacht. Doch nach einer schönen Flanke von Alexis tauchte Özil ab und köpfte ein. Nun waren auch die letzten Handbremsen im Kombinationsverlauf gelöst und der Ball rollte. Kurze Zeit später war es dann Alexis selbst, der die Führung ausbaute. Ein Tor, was dem Chilenen sichtlich gut tat nachdem er sich in den letzten Spielen eher viel aufrieb, ohne das Endprodukt abliefern zu können.

In der zweiten Halbzeit hätte Arsenal noch mehr Tore erzielen können. Es blieb jedoch bei dem einzig dritten, ebenfalls durch Alexis, der den Deckel drauf setzte. Am Ende ein sehr überzeugender Sieg, mit einer Leistung die Mut machen sollte auch in Griechenland mit zwei Toren Unterschied gewinnen zu können.

Neben dem Ergebnis ist positiv zu vermerken, dass wir keine Verletzten zu verzeichnen hatten. Ramsey feierte zudem sein Comeback mit einem 20 Minuten Einsatz und konnte gleich alte Qualität zurückbringen. Insgesamt war es eine sehr starke und geschlossene Mannschaftsleistung, was jedoch nicht davon ablenken soll, dass zwei Spieler wieder einmal besonders herausragten. Mit Mesut Özil zum einen und Alexis zum anderen hatte das Spiel zwei Man of the match. Özil war nicht nur durch sein Tor sondern seine schlichte Präsenz und Übersicht im Mittelfeld der Spielgestalter des modernen Fußballs. Und Alexis?! Nun ja er ist eben einfach eine Manschine. Er rackert und rackert. Und wenn er dann noch seine Torgefährlichkeit auspackt ist es um den Gegner geschehen. Nicht zu unterschlagen ist jedoch ein Lob an Joe Campbell. Trotz der vielen Kritik, auch von mir, hat er gestern Abend ein starkes Spiel, wenn nicht sogar sein bestes für den Verein, gemacht. Der Pass auf Alexis zum 3:0 war zauberhaft.

Die Lücke von Coq konnte durch Flamini gestern Abend gut und seriös gefüllt werden. Ob das auch für Spiele gegen stärkere Gegner gilt wird sich zeigen. Die späte Hereinnahme von Chambers auf dieser Position lässt sicher noch keine so großen Aufschlüsse über seine Fähigkiet auf der DM Position zu. Sicher sah es jedoch nicht wirklich aus.

Nun heißt es in zwei Wochen mit zwei Toren Unterschied gewinnen. Aber erstmal zurück in die Spur in der Liga. Sonntag gehts nach Norwich.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

 

Auf dem Weg zum CL-Endspiel?

Nach der Niederlage gegen West Brom am vergangenen Samstag wurde viel geschrieben und diskutiert. Noch mehr wurden die Gazetten von der Verletzung von Coq bestimmt, der den Gunners mindestens zwei Monate fehlen wird. Das Spiel gegen Zagreb am heutigen Abend rückte dabei in einer komischen Art irgendwie in den Hintergrund.

Überraschen mag einen das nicht. So ist die Champions League doch in dieser Saison etwas, wo wir uns nicht gerade mit Ruhm bekleckern. Ganz im Gegenteil. Man muss lange suchen, um eine noch schlechtere Arsenalbilanz in der Champions League zu finden. Es ist interessant, dass wir theoretisch überhaupt noch im Spiel sind. So stellt sich gegen Zagreb heute nicht die Frage, was reicht um locker in die K.O. Phase zu gelangen. Es ist nur ein Sieg bei gleichzeitigem Hoffen auf einen Sieg der Bayern gegen Olympiacos ausreichend, um uns ein wahres Endspiel bei den Griechen in zwei Wochen überhaupt zu ermöglichen.

Noch immer ist es schmerzhaft darüber nachzudenken oder gar zu schreiben. In einer solchen Gruppe eine solche Angewiesenheit und Zugzwang zu haben ist einfach unwürdig. Aber das haben wir ja umfangreich und bis zum erbrechen diskutiert.

Die Mannschaft muss heute Abend halt auch in der Champions League ihr wahres Gesicht zeigen. Und damit meine ich nicht das West Brom sondern das United Gesicht. Den Gegner schlicht auch mal überrollen. Respekt an Zagreb aber das muss und sollte  mehr als möglich sein.

Durch die bereits angesprochene weitere Dezimierung des Kaders stehen nicht wirklich viele Optionen zur Rotation offen. Um ehrlich zu sein keine. Der einzige Rückkehrer ist Ramsey, der, so wie die Lage sich darstellt, womöglich gleich ins kalte Wasser zurück geworfen wird. Etwas was ich nicht befürworten würde mit der bekannten Tendenz der sogleich wieder aufbrechenden Verletzungen. So wird man sich die Frage stellen, wie Wenger die Lücke, die Coq im Mittelfeld hinterlässt, füllen wird. Adäquat wird dies ohnehin nicht möglich sein, sodass nur Chambers oder Flamini verbleiben. Die Rolle des DM bedarf vielfältiger Fähigkeiten. Man muss agil sein, sich schnell auf neue Situationen einrichten und einen sicheren Ball auch in hektischen Situationen spielen können. Etwas was ich beiden Spielern nicht in Perfektion zutraue. Wenn ich die Wahl hätte würde ich mich jedoch für Flamin entscheiden, zumal Chambers für mich nicht der Spieler auf dieser Position ist. Die Erinnerung an das Spiel bei Southampton, wo er dort erst-und einmalig gespielt hat sind nicht gerade die besten. Das ist jedoch ein Dilemma, in welches sich Wenger selbst gebracht hat und von dem ihm jeder Fußballkenner leicht hätte abhelfen können.

Ansonsten wird man sehen, ob wir erneut mit dem Experiment Gibbs an Stelle von Campbell starten. Dies vorausgesetzt, dass Ramsey durch Wenger nicht sofort in die Startelf beordert wird. Alles Dinge, die echt in der Seele schmerzen, wenn man sich solche Fragen zur Aufstellung stellen muss.

Für mich wird es diese erste XI werden:

Cech, Bellerin,KOS,Merte,Nacho,Flamini,Gibbs,Santi,Özil,Alexis,Giroud

Ich habe mich dafür entscheiden Ramsey nicht gleich wieder an einem kühlen Dienstag Abend zu verheizen auf Kosten eines Wettbewerbs, den wir ohnehin schon mehr als verbockt haben. Dann fällt die Entscheidung auf Gibbs. Denn Campbell scheint einfach nicht das Niveau zu haben, was wir bei Arsenal und in der Champions League benötigen. Klingt hart, ist jedoch nach meinem Dafürhalten die einzig realistische Einschätzung.Vielleicht erzielt er jedoch auch den Felix im Podcast so oft schon angekündigten Hattrick am heutigen Abend. You never Know.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

Coquelin fällt lange aus

„Mindestens zwei Monate“. Genau die Aussage, die sich seit Samstag Nachmittag angekündigt hat und leider heute durch Arsene Wenger selbst bestätigt wurde. Nun haben wir also genau die Situation, vor der alle Experten, alle Fans, ja vielleicht sogar jeder nur ansatzweise Mensch mit einem Fußballinteresse im Sommer gewarnt hat.

Ende November stehen wir nun ohne den aggressiven Motor im Mittelfeld dar. Ohne eine wirklich gute Alternative. Selbst wenn man Arteta als eine gesehen hätte, so ist dieser seit Samstag auch mal wieder verletzt. Es verbleibt Flamini, der bis auf sein Tor gegen die Spurs, nicht mehr so die wirklich erste Wahl ist. Und schönreden sollte und kann man sich die Auswahl sicher auch nicht wirklich.

Natürlich kommen wir nun wieder in die Verlegenheit nach Alternativen zu suchen. Nach Möglichkeiten wer wie und wie lange auf der DM Position spielen kann. Flamini ist da sicher die erste Option. Chambers könnte es ggf. übernehmen. So wirklich gut fände ich das jedoch nicht. Ramsey ist zurück und steht zur Verfügung. Er kann es spielen, sollte jedoch nicht wieder zurückgepusht werden, denn dort standen wir schon zu oft.

Es steht außer Frage, dass Wenger im Januar und das bedeutet sofort in der ersten Woche reagieren muss. Kontakte müssen umgehend aufgenommen werden und ein DM eingestielt werden. So professionell und schnell sollte man sein auf diesem Level. Der Fehler des Sommers muss so gut wie möglich ausgebügelt werden. Wenn das noch möglich ist. Vielleicht mache ich mir da aber auch nur utopische Hoffnungen .

Im Podcast am Freitag selbstverständlich mehr zu diesem Thema. Morgen gibts die Vorschau auf das Zagreb spiel. Bis dann.

Cheers

Chris 

Die bittere Pille des dünnen Kaders und der fehlende letzte Fokus 

Der Fußball und die damit verbundenen Leiden hat uns wieder. Nach der deutlichen Niederlage von City schmerzt die Niederlage bei West Brom um so mehr. Das kuriose dabei ist, dass wir das Spiel, auch nach Rückstand, noch locker hätten gewinnen können. Santi vergibt einen Elfmeter und Campbell…da möchte ich besser nicht drüber sprechen. Zudem ging man in Führung doch schaffte es nicht konzentriert zu bleiben und gab die gute Ausgangslage leichtfertig her.

Woran liegst? Nach meiner Einschätzung bekommt Arsenal die ganz harte Pranke des dünnen Kaders nun mitten ins Gesicht. Das war schon gegen die Spurs so und wiederholt sich nun wohl leider Spieltag für Spieltag.  Sicher ist das schon oft thematisiert worden und man scheint sich in jedem Jahr wieder neu zu wiederholen. Doch für mich ist es eben genau dieser Punkt der uns in dem sogenannten Marathon Premier League die Luft von selbst ausgehen lässt.

Mit der Verletzung von Coq war die erste Elf, soweit sie noch Bestand hatte nach den schon vielen Verletzungen, an einer sehr entscheidenden Stelle geschwächt. Hinein kam Arteta der sich mit einem Eigentor humpelnd in die Halbzeit verabschiedete und wohl mehr als deutlich gemacht hat, dass er niemand ist, auf den man noch bauen kann. Ich hatte schon oft hier oder auch im Podcast fallen lassen, dass er nach zwei bis drei spielen eine Pause benötigt. Nunmehr kann er nicht mal mehr eines absolvieren. Eben etwas an dem man vor Beginn der Saison hätte arbeiten müssen bzw dies hätte mit Leichtigkeit erkennen hätte könne. So liegt der Druck nun wieder auf dem restlichen Kader, der von den üblichen Verletzungen gebeutelt ist und hoffen muss, dass Wenger und die Vereinsführungen es schaffen den Kader im Januar zu stärken.

Doch auch dies einmal weggedacht war ich mehr als nur enttäuscht, dass wir es nicht schaffen mit dem Fokus zurück aus der Länderspielpause zu kommen. Im Vorbericht hatte ich geschrieben , dass es diese Spiele sind, die Meisterschaften am Ende entscheiden. Da muss man auch nicht mit dem Argument “die Liga ist ein Marathon kein Spurt” kommen. Punkte sind verloren und hätten einen ein wenig Boden gut machen können. Nur wie gesagt hatten wir ja die Chancen noch den Sieg einzufahren und das alles noch in den letzten  zehn Minuten. Kilerinstink nennt man das. Wenn ich so das Buch von Amy Lawerence in Erinnerung habe, dass die Invincibles beschreibt , so weiß ich nicht, ob wir diesen Instinkt, wie es das damalige Team hatte, entwicklen können. Sicher war dieses Team etwas so besonders, dass man es nicht mit anderen Teams vergleichen kann. Aber ihr wisst sicher was ich meine, diesen unbedingten Willen das Spiel zu gewinnen, auch wenn es erst kurz vor Ende ist. Dann macht man eben so einen Ball wie ihn Campbell auf dem Fuß hatte,rein.

Im Endeffekt kann man froh sein, dass man kaum Boden verloren hat. Doch das kann und dar nicht der Denkansatz und Anspruch sein. Denn so wird es nicht immer sein. Jetzt hilft nur Mund abputzen und weiter machten. Wenn man die richtigen Lehren zieht und sofort umsetzt kann es was Gutes haben. Doch man sollte seinen Blick nicht nur auf  die Sichtweise „zwei Punkte von der Spitze im November“ beschränken. Am Dienstag geht’s bereits gegen Zagreb, wo wir uns in der Champions League noch einmal mit vollem Willem aufbäumen müssen. Danach , mit den Spielern die noch zur Verfügung stehen, gegen Norwich. Vielleicht dann mit ein paar Rückkehrern. 

Come on Arsenal

Cheers

Chris