Vereint gegen United

Das Spiel gegen Piräus liegt erst ein paar Tage zurück, der Podcast wirkte ein wenig wie eine Befreiung von alldem, was sich vor einem Fernseher an einem Dienstag Abend so anstauen kann. Doch trotzdem scheint es ein wenig schwierig den Blick auf das United Spiel am heutigen Nachmittag zu richten, weil man nicht so wirklich weiß, welches Arsenal Team uns erwartet und wie wir mit der Situation erneut etwas gutzumachen zu haben, umgehen. Beim letzten Mal gegen Chelsea war es bis zur roten Karte nicht schlecht. Nur diesmal muss am Ende ein Dreier stehen.

Das Spiel gegen United ist nicht nur vor dem Hintergrund der angestauten Negativität der Champions League immens wichtig sondern auch mit Blick auf die Liga von mehr als nur entscheidender Bedeutung. Ein Sieg bringt uns zum Punktegleichstand mit United dem Tabellenführer vor diese Spieltag.  Mit Blick auf die anderen Teams und Ergebnisse müssen wir einfach oben dran bleiben. Auch die nachfolgende Länderspielpause sollte mit einem Sieg begonnen werden. Denn sein wir ehrlich. Wenn man die zwei Wochen ohne einen Arsenal Sieg im Hinterkopf angehen muss, ist es einfach nur dieser immer wiederkehrende Moment, wenn das Resultat zurück in das Kurzzeitgedächnis schlägt. Meistens nach ein oder zwei Bier.

Wenn man einen Blick auf United in dieser Saison wirft, so scheint die Chance auf einen Sieg gegen das Team von LVG nicht besonders unwahrscheinlich. Überzeugen konnten sie bisher nicht. Das Spiel von United hat zwar viele knappe Sieg hervorgebracht aber scheint nicht das dominante zu sein, welches es noch unter Ferguson war. Es wirkt statisch und langsam. Wolfsburg hat dies sehr gut herausgearbeitet am letzten Mittwoch. Das erste Tor gab exakt die statische Spielweise preis. Zudem bringen allein Depay und Martial Geschwindigkeit in das Offensivspiel. Genau das wird der Faktor sein, den wir verhindern müssen. Wie bereits gestern im Podcast kurz angeklungen scheint Martial wirklich eine sofortige Verstärkung zu sein und wirkt sehr gefährlich mit seiner Geschwindigkeit und kurzen Drehungen. Konteralarm dürfte also stets herrschen.

Aus dieser Beschreibung heraus wollen wir nun jedoch nicht behaupten es wird ein „walk in the park“ gegen United. Denn das wird es nie sein.Im letzten Jahr haben wir das Spiel dominiert und trotzdem nichts zählbares mitnehmen können. Dann schon eher das Spiel im FACup zum Vorbild nehmen, in welchem wir mit starkem Pressing unser Spiel durchgedrückt haben. Das beinhaltet im Mittelfeld eine Dominanz von Coq und Santi. Zudem sollte Alexis die Außenbahn gegenüber dem potentiellen Gegenspieler Valencia optimal ausnutzen. Ein nicht gelernter Verteidiger gegen die Qualität von Alexis kann und muss ein Vorteil sein. Man muss sich natürlich die Frage stellen, ob man nicht Walcott auf die Außenbahn verschiebt und Giroud zurück in die Mitte holt. Würde natürlich voraussetzen, dass man Ramsey gegenfalls auf der Bank belässt. Viele „ob’s“und „wenn’s“ zugegeben. Doch etwas worüber man zumindest nachdenken sollte. 

Wie wir nach der Pressekonferenz von Wenger aber nun wissen ist es nicht immer so einfach die Aufstellung herauszuarbeiten und nicht immer basiert sie auf den Informationen, die wir als Fans zur Verfügung haben. Zugegeben eine etwas vage Erklärung der ganzen Rotationsthematik und Cech/Ospina Debatte. Fest steht, dass auch Wenger den Druck mehr zu spüren scheint und etwas dünnhäutiger wird. Wer es noch nicht hören konnte hat hier nochmal die Option ein einen kurzen Ausschnitt reinzuhören.

https://audioboom.com/boos/3644849-wenger-threatens-to-end-press-conference/embed/v4?abm=zap

Damit dürfte feststehen, dass das United Spiel erneut mehr ist als nur ein Spiel in der noch nicht mehr so frühen Phase der Saison ist.So sollte diesmal das beste Team auflaufen, was wir derzeit aufbieten können.Mithin also:

Cech,Nacho,Merte,Gabriel,Bellerin,Coq,Santi,Özil,Alexis,Theo,Giroud

Wie ihr seht habe ich mich für die Variante mit Giroud entschieden. Einfach weil ich denke, dass wir auch in solchen Spielen einmal was wagen müssen. Ferguson hat es oft getan, indem er auch einmal unkonventionelle Aufstellungen wählte. Bekommen hat er uns damit immer. Vielleicht ist es Zeit, wenn man schon Entscheidungen treffen möchte, solche zu treffen, die taktisch etwas ändern könnten. Vielleicht ist es aber auch nur ein Hirngespinst und sollte sofort verworfen werden. Wenn wir es nicht probieren werden wir es nicht rausfinden.

Lassen wir uns überraschen. In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

GG Podcast Episode 5, 1.10.15 – Arsenal, we have a problem

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Ganz gut in der Liga und im Ligapokal, ziemlich schlecht in der Champions League. Ups and downs derzeit bei uns. Darüber haben wir natürlich gesprochen in der 5. Episode des Germangunners Podcast. Wir blicken ausführlich auf die Niederlage gegen Piräus zurück, fragen, warum Wenger nicht offensiver mit der möglichen Cech-Verletzung umgeht und wieso uns derzeit die Führungsspieler fehlen.

Dazu natürlich auch viel Positives: Tore und tolle Vorlagen beim 5:2 in Leicester und eine längst überfällige Lobpreisung für den Flamini-Volley. Dazu: Debuchy, Gibbs, und ein Ausblick auf die Partie am Sonntag gegen Manchester United. Wiedergutmachung wird erwartet.

Hört rein und macht euch selbt ein Bild. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden oder per Itunes beziehen, wenn ihr ihn noch nicht längst aboniert habt. Natürlich steht euch auch der RSS Feed zur Verfügung!

Cheers

Chris

P.S.: Hier, wie im Podcast angekündigt, der Hinweis auf die Analyse der Finanzzahlen von Arsenal beim Blog Swiss Ramble.

Die frühe Ausfahrt genommen

Gestern Abend hat sich Arsenal erneut in der Champions League blamiert. Es mag hart klingen aber ein anderes Fazit mag man kaum ziehen können. Mit welcher Leichtigkeit man im Emirates mittlerweile Tore erzielen kann ist eine wahre Wonne. Im Vorbericht hatte ich noch festgehalten, dass wir im Fall einer Niederlage in der Champions League nichts verloren hätten. Geschrieben in dem festen Glauben ,dass wir gegen eine Mannschaft der Qualität von Piräus gewinnen würden, muss man nunmehr zu dem Fazit gelangen, dass wir die Qualität scheinbar tatsächlich auf dem Niveau Champions League nicht zu haben scheinen bzw. diese nicht auf den Platz bekommen können oder zumindest nur partiell. Gegentore in der Art und zu diesen Zeitpunkten zu kassieren ist schlicht unterklassig und auf dem Niveau einer Schulmannschaft. Die letzt direkte Ecke hat meiner Erinnerung Mario Basler verwandelt und das war schon ein Wunder. Sich las Torwart vom Ball hinter die Linie drücken zu lassen hat aber auch enorme Komik.

Das Ausscheiden in der Gruppenphase der Königsklasse ist, auch wenn nun viele wieder aufschreien werden, bei realistischer Betrachtung gestern Abend besiegelt worden. Mit nunmehr zwei aufeinander folgenden Spielen gegen die Bayern ist ein Weiterkommen für mich bereits in das Reich der Fabeln verbannt. Sicher kann man stets sagen jedes Spiel ist neu zu spielen und rechnerisch ist noch alles drin. Eine zutreffende und auch sicher beneidenswerte Denkweise. Doch wenn man sich anschaut, was die Bayern derzeit fabrizieren, so kann ich mich dieser Einschätzung nur schwer bis gar nicht  anschließen.

In der Vorberichterstattung der gestrigen Champions League Spiele gab es einen schönen Satz von Pep Guardiola. Er sagte sinngemäß man müsse das Niveau immer konstant sehr hoch halten und das immer wieder aufs neue beweisen. Genau das ist es, was wir nicht können. Wir können schlicht nicht auf hohem Niveau durchgehend spielen. Oder wir haben einfach die Einstellung solche Begegnungen, entschuldigt den Ausdruck,  „mit halbem Arsch“ spielen zu wollen. Denn genau diesen Eindruck muss man gewinnen wenn man sich die Leistungen gegen Zagreb und auch gegen Piräus anschaut. Es hat nichts mit dem Kader oder einer etwaigen Rotation zu tun. Sicher kann man sich die erste Frage stellen, warum Cech nicht gespielt hat. Doch wenn es zutrifft, dass er leicht angeschlagen war, ist es die richtige Entscheidung gewesen.

Doch auch mit der Mannschaft auf dem Platz muss man gegen Piräus locker gewinnen. Wirft man einen erneuten Blick nach München so hat man dort nach einer halben Stunde schon 4:0 geführt. Die Sache erst nehmen und kurzen Prozess machen. Eben etwas was man bei Arsenal nicht kann.

Zudem fehlt mir ein Leader auf dem Platz. Es mag abgedroschen klingen aber genau das ist es was im Endeffekt immer wieder an die Oberfläche kocht. Der einzige Spieler der es wirklich in jeder Sekunde des Spiels wissen will ist Alexis Sanchez. Sein Wille und seine Einsatzbereitschaft geht den meisten anderen in jeder Sekunde ab. Ein Chamberlain läuft und läuft bis er es endlich geschafft hat entweder in vier Gegenspieler reinzulaufen oder das Spielfeld an der Seitenfahne sein Ende nimmt. Santi und Mesut eiern rum wenn es darum geht die Mannschaft zu führen. Und wichtige Stützen wie Kos holen sich mal eben die so berühmte Hamstring Verletzung.

Dazu kommt die Alternative die man zur Rettung des ganzen Dilemmas auf den Platz wirft, Joe Campbell. Der Junge tut mir irgendwie schon leid, zumal er das Sinnbild einer verfehlten Einkaufs- und Kaderpolitik geworden ist. Und mal ehrlich was soll er auch in 15 Minuten bewirken?

Es ist im Endeffekt nun wie es ist und wir müssen die Situation annehmen und versuchen das Beste daraus zu machen. Doch sehe ich es eher so, dass wir ab 2016 wohl am Donnerstag vor dem Fernseher sitzen dürfen, wenn überhaupt….

In diesem Sinne.

Come on you Gunners.

Cheers

Chris

Ps: Morgen ist wieder Podcastzeit und wir haben sicher eine ganze Menge zu besprechen. Schickt uns eure Frage gerne ab jetzt per Mail, Facebook oder Twitter an @germangunners oder @medispolis

Die Champions League in die Spur bringen

Nachdem wir in der Liga mit ein paar Toren wieder einiges mit Blick auf die Tabelle und Statistik gerade gerückt haben steht nun die Champions League als das nächste Sorgenkind an, welches dringend ein wenig Zuwendung bedarf. Im ersten Spiel bei Zagreb haben wir es, gelinde gesagt, doch etwas sehr schleifen lassen und dem Wettbewerb meiner Ansicht nach weder von der Aufstellung noch von der Einstellung her genügend bzw. den Respekt gezollt, welchen er verdient. Dies sollte am heutigen Abend sicher anders sein, wenn wir im heimischen Emirates auf die Mannschaft aus Piräus treffen.

Durch die Niederlage in Zagreb sind wir in der Gruppe schon im frühest möglichen Stadium in leichte Bedrängnis geraten. Ein Sieg ist Pflicht und auch die Tordifferenz sollte ein wenig aufpoliert werden. Ich bin kein Fan davon über Gegner schlecht zu sprechen oder ihre Qualitäten minder zu bewerten. Erst recht nicht, wenn es um Begegnungen in der Champions League geht. Doch gegen die Griechen kann nichts anderes als ein Sieg zählen. Das mit allem nötigen Respekt vor ihnen und dem Wettbewerb. Wir können einfach nicht gegen Gegner wie vom Kaliber Piräus Punkte lassen. Simple as that! Und sollten wir es tun, wovon ich nicht ausgehe, dann ist es ein Wettbewerb, in welchem wir nicht wirklich was verloren hätten.

Ich gehe jedoch sehr stark davon aus, dass Arsenal die shooting boots auch heute Abend wieder anziehen wird. Manchmal sind es halt diese paar Minuten eines Spiels die die Wende in einer Thematik bringen, die dich zuvor die bisherige Saison durchgehend beschäftigt hat. Alexis mit seinem Hattrick oder Theo mit nunmehr anscheinend konstanter Leistung in der Sturmmitte haben den Flow in der Offensive zurückgebracht. Und genau daran gilt es anzuknüpfen. Deshalb dürfte es auch in der Offensive keine großen Veränderungen geben. OX wäre maximal ein Kandidat der reinrücken könnte. Doch auch wenn er die Pressekonferenz am Montag gegeben hat wüsste ich nicht, warum und wo er zunächst in die Mannschaft rücken sollte. Dies vor allem, da in der Mittelfeldregion mit Coq wieder die Stammkraft zur Verfügung steht, die damit Santi neben ihm und Ramsey auf dem Flügel zum Resultat haben wird. Negativ ist zu vermerken, dass neben der Verletzung von Flamini nun auch Arteta mit muskulären Problemen kämpft und nicht einsatzbereit ist. Das nach 1.5 spielen ist schon beachtlich aber eben genau der Schwachpunkt seiner Fitness, den wir schon so lange prophezeit und vor selbigem mahnend gepredigt haben. Für heute sollte es reichen aber für die kommenden Wochen muss man drei Kreuze machen, wenn Coq heile vom Platz geht.

Es sollte sich mithin folgnde Aufstellung ergeben:

Cech,Bellerin,Kos,Merte,Nacho,Coq,Santi,Ramsey,Özil,Alexis,Theo

Viele hatten angedacht, ob Gabriel zurück in die Viererkette rücken sollte. Dies vor dem Hintergrund, dass wir in Leicester etwas wackelig rund um Mertesacker standen, zumindest zu Beginn. Ich denke nicht, dass es Wenger tun wird und auch nicht, dass es erforderlich ist. Mertesacker ist jemand der dem Team Sicherheit und gewisse Leaderqualitäten gibt. Und genau diese sind es, die Arsenal durchgängig benötigt. Der Deutsche also für mich die Wahl in der Innenverteidigung.

Zm Schluss noch ein paar kleine Statistiken von sporticos . Wie man sieht haben es beide Teams bisher nicht so mit dem Sinn und Zweck des Spiels gehabt.😄

  
In diesem Sinne.

Come on you Gunners! 

Cheers

Chris

Shooting Boots

Die Tore sind zurück. 5:2 bei Leicester und drei Punkte auf den Tabellenführer bei direktem Vergleich am nächsten Spieltag. Das sind die Fakten, die den heutigen Sonntag durchaus angenehme gestalten. Dabei sah es erst nicht so aus, als könnten wir aus dem Patzer von City gegen die Spurs Profit schlagen. Mit einer wackeligen Abwehr kassierten wir den Rückstand gegen die bisher sehr starke Mannschaft von Leicester. Dabei hatten wir noch vor Vardy gewarnt. 

Doch es sollte nicht lange dauern, da schlug Arsenal zurück. Der Ausgleich von Theo nach wunderschönem Zuspiel in die Spitze. Irgendwie scheint er sich auf das erzielen von Toren aus seiner neuen so geliebten Position eingestellt zu haben. Zumindest wird es für den Betrachter immer sicherer, was nur positiv sein kann. Das bedeutete natürlich auch, dass Giroud erneut die Bank drückte. Doch auch das derzeitige Problemkind konnte zum Schluss des Spiels durch ein Tor die geschundene Seele ein wenig streicheln.  So soll es im optimalen Fall laufen.

Wo wir bei optimal sind ist noch einer zu erwähnen, der gestern mal eben seine Torbilanz aufpolierte und die Kritiker verstummen lies. Natürlich ist die Rede von Alexis der einen geschmeidigen Hattrick in der zweiten Halbzeit vollendete. Genau die Thematik ihm die Spiele zu geben um sich selbst aus der sogenannten Krise zu spielen. In Alexis Manier schaffte er es durch Einsatz gepaart mit genialen Momenten wie dem Willen zum Kopfball oder dem Distanzschuss der Erinnerungen an das FA Cup Finale aufkommen lies. Das sind die Spieler weshalb Leute ins Stadion gehen. Nicht solche wie Costa. Dies nur  zur Erinnerung an und für Herrn Mourinho. Das Thema mit dem geplatzten bzw. zu platzendem Knoten dürfte sich damit erledigt haben.

Speziell sollte und muss aber auch Mesut Özil Erwähnung finden. Er hat erneute gezeigt, was ein starker Vorbereitet er ist. Sicher hätte er auch einen selbst machen können. Aber das wird über die Saison sicher auch noch kommen. Wenn er Tore vorbereitet reicht mir das schon. Leider haben wir den Helden vom Mittwoch, Flamini, schon früh mit eine Hamstring Verletzung  verloren. Irgendwie nicht verwunderlich nach dem Volleyschuss.

Wie eingangs gesagt sind es nun nur drei Punkte auf United und der nächste Gegner im Emirates ist genau die Mannschaft von Van Gaal. Mehr dazu in dieser Woche in der neuen Ausgabe des Podcast von mir und Felix. Nun ist aber erstmal Champions League angesagt. Dort müssen wir die Verhältnisse gerade rücken. Das sollte uns mit einer guten Leistung gelingen.

Bis dahin erstmal ein schönes Restwochenende.

Come on you Gunners

Cheers

Chris