Gerecht geteilt 

Ein alter VW Bulli umgebaut zu einer Leinwand, ein paar Tankfässer als Tische und fertig war mein Venue für das große Spiel. Nun das war aber leider auch schon das einzg kreative was man über die nächsten 90 Minuten bewundern durfte. 0:0 hieß es am Ende im Emirates gegen Chelsea, wo man doch so sehr den ersten Sieg seit langem einfahren wollte.

Vielleicht war es dieser kleine Tick an zu großem Respekt oder schlicht die taktische Staarheit beider Teams, die eine torloses Unentschieden quasi vom Anpfiff an auf der Stirn geschrieben hatte. Arsenal war sehr bedacht defensiv gut zu stehen, um nicht das Gegentor zu bekommen, was sie gehen Chelsea schon so oft gegangen hatten. Und Chelsea verteidigte sehr hoch und gut, wie sie es die ganze Saison über schon getan haben. So kam Arsenal nicht wirklich in gebogene Schwung, um die Abwehr so richtig ins Schwanken zu bringen. 

Diskutable Szenen gab es trotzdem. Ein Elfmeter für uns nach dem Handspiel von Cahill? Ein Elfer für Chelsea nach dem Einsatz von Ospina? Beides sicherlich pfeifbar, am Ende ausgeglichen beides nicht gegeben. 

Was nehmen wir aus dem Spiel mit? Zum einen, dass wir auch gehen Chelsea in dieser Saison sicher Fortschritte gemacht haben. Nicht mehr dieses überhastete Vorgehen. Mehr Kontrolle und Ballbesitz. Natürlich aber auch, dass wir in diesen Situationen noch dominanter sein müssen/könnten. Betrachtet man jedoch die Jubelszenen von Terry & Co. am Ende de Soiels, so sieht man den Respekt, den Arsenal sich mit der bisherigen Saison auch dort wieder erarbeitet hat, auch wenn Mourinho es nicht sagen würde.

Bleibt zu sagen aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Voller Fokus auf die letzten Spiele und der Sicherung von Platz zwei. Mit einem Spiel in der Hand sehen die Chancen da nicht schlecht aus. Uniteds Niederlage war das sicher hilfreich. 

In diesem Sinne Grüße aus Fernost.

Come on you Gunners

Cheers 

Chris 

Der portugiesische Dämon

Nach dem Einzug in ein weiteres FA Cup Finale am letzten Samstag könnte man meinen, es gäbe bis auf selbiges in dieser Saison keine wirklichen Highlights mehr. Weit gefehlt! Ungeachtet der Tatsache, dass der Kampf um Platz zwei noch immer in vollem Gange ist, ist das Spiel gegen den designierten Meister aus Chelsea eines der Schlüsselspiele dieser Saison.

Angeschnitten wurde das Thema schon in diversen Diskussionen weit vor diesem Wochenende. Es geht nicht singulär um das Spiel am Sonntag und die dortig zu vergebenden drei Punkte. Es geht um die Frage von Weiterentwicklung und Fortschritt der Mannschaft. Sicher kann man sagen, dass der Gewinn eines weiteren FA Cups eine solche Weiterentwicklung ohne jede Frage darstellt. Zumindest ist das eine Einschätzung, welche ich mit vielen Goonern teilen dürfte. Doch geht es über dies hinaus auch um den Blick auf die nächste Spielzeit und die Frage, wie wir uns gegen die sogenannten „großen Teams“ schlagen. Bisher war genau dieses Thema stets ein virales für uns. „Arsenal kann nicht gegen die Großen gewinnen“ hieß es nur zu oft in den Schlagzeilen der Gazetten. Doch in diesem Jahr haben wir gegenteiliges mehrfach bewiesen. Siege bei United und City haben gezeigt, dass in diesem Team eine Veränderung stattgefunden hat, eine mentale Barriere gefallen zu sein scheint.

Es verbleit eben nur noch ein Dämon und der trägt den Namen Chelsea und mit ihm ganz eng verwoben Jose Mourinho. In den zurückliegenden Spielzeiten war es immer das Spiel, in welchem wir nicht wirklich punkten konnten. Aber es ist auch stets diese Rivalität mit dem Portugiesen an der Außenlinie. Das genau er insbesondere für Wenger eine absolute Reizfigur ist würde der Franzose zwar zu keinem Zeitpunkt öffentlich einräumen, doch emotionale Ausbrüche wie jener im Hinspiel an der Seitenlinie zeigen genau, wie sich das Innere doch oft nach außen kehren kann. Ein Sieg gegen genau diese Mannschaft, gegen genau diesen Trainer wäre ein weiterer großer Schritt mit Blick af kommenden Spielzeiten und dort angestrebte Meistertitel.

Was erwartet uns also gegen den wahrscheinlichen Titelträger. Zunächst sollte man sich nun wirkich von der Idee verabschieden, dass es sich um eine Möglichkeit handelt, dass Titelrennen nochmal spannend zu machen. Das ist nicht nur unrealistisch sondern auch unter den größten Träumern nun die Zeit aufzuwachen. Chelsea wird trotz alledem sicher nicht die hemmungslose Offensive suchen, sondern eher die gute alte „park the bus“ Taktik fahren mit dem Blick auf gefährliche Konter. Spieler wie Costa und Drogab sind fraglich, werden jedoch, so wie ich Mourinho kenne, mit Sicherheit zur Verfügung stehen. Der herrausragende Spieler dürfte derzeit jedoch ohnehin Hazard sein. Der Belgier gibt den Blues den gewissen Funken im Offensivspiel. Es wird sehr interessant sind, wie Coq sich gegen ihn schlägt. Und natürlich ist da noch Cesc. Der alte Liebling der Massen, der nach seinem Wechsel doch arg komische Charakterzüge angenommen haben zu scheint. Angepasst an die Chelseamentalität eben. Genau dort sollte man doch den Fokus weg von ihm und der früheren Verbindung legen und allein auf den zu vergebenden Sieg schauen. Was in der Vergangenheit liegt, liegt in der Vergangenheit und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Nicht mit Pfiffen oder andersartig. Die Energie ist besser auf den Support des eigenen Teams zu legen, obwohl mir durchaus bewusst ist, dass es nicht ohne die typischen Amositäten geht. Aber wenn wir ehrlich sind, ist es doch auch gerade das, was den Fußball so schön macht.

Was unseren Kader angeht, so steht er bis auf OX und Arteta erneut in vollem Umfang zur Verfügung. Per Mertesacker ist nach seiner Auswechselung im Pokalspiel noch immer fraglich und steht laut Wenger bei 50/50. Unter Berücksichtigung, dass er die gesamte Woche nicht traininert hat, halte ich einen Start nicht nur für unwahrscheinlich sondern auch nicht sinnvoll. Mit Gabriel haben wir dort einen sehr guten Ersatz. In der Abwehr werden wir ohnehin wieder zurückkehren zu alt bewertem. Das bedeutet für mich Ospina im Tor und Nacho auf der Außenbahn. In Punkto Bellerin und Debuchy bin ich mir wirklich nicht sicher, wie sich Wenger entscheiden wird. Wie Arseblog unter der Woche zur Recht andeutete, war der Einsatz von Debuchy gegen Reading wohl alleining dazu gedacht ihm Matchpraxis für die restlichen Spiele zu verschaffen. Ein durchaus stichhaltiges und nachvollziehbares Argument. Wenn es nach meiner Vorstellung ginge, so würde Bellerin seinen Platz behalten. Er hat sehr stark aufgespielt und ist für mich momentan der stärkere Spieler auf dieser Position und genau wie Coq hat auch er eine sich bietende Chance fest mit beiden Händen ergriffen. Etwas was für mich belohnt werden sollte. Nicht unwahrscheinlich scheint jedoch die Wahl Wengers für Routine, was bedeuten würde Debuchy. So oder so sollten wir stark besetzt sein.

Im Mittelfeld und Angriff werden wir zu der Stammelf der letzten Wochen zurückkehren, was bedeutet, dass Giroud wieder in die Startelf zurückkehren wird. Wie man gegen Reading gesehen hat ist seine Präsenz in der Sturmmitte für das Team auch unverzichtbar. Entscheidende Duelle werden für mich Coq/Hazard, Giroud/Terry, Sanchez/Azpilicueta sowie Özil&Santi/Matic sein. Alles sicher sehr enge Duelle in denen an den entscheidenden Stellen auf dem Platz der Tacken mehr investiert werden muss. Fest steht, dass der Abwehrverbund von Chelsea schwer zu knacken sein wird. Es gilt mithin stark zu rochieren, um Bewegung reinzubringen. Gepaart mit der Magie von individueller Klasse führt der Weg zum Erfolg. Natürlich kann man sich gegen Chelsea in der Defensive keinen Lapsus erlauben. Aktionen wie der Sololauf von Pogrebnyak am letzten Wochenende werden Hazard&Co. sicher verwandeln.

Meine ersten XI stellen sich so auf:

Ospina, Nacho, KOS, Gabriel, Bellerin, Coq, Ramsey, Santi, Özil, Alexis, Giroud.

Stellen wir uns also dem Dämon und seinen portugiesischen Ausprägungen an der Seitenlinie und räumen auch diesen phsychologischen Stein aus dem Weg. Sky Deutschland zeigt das Spiel live. Ich werde schauen, dass ich mit dem Hindernis eines Zeitzonenvorspungs ebenfalls up to date bleibe.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

Gelb im Finale

Kurzer Einwurf im Nachgang zu den gestrig bereits geposteten Meldungen zur Kleiderwahl im FA Cup Finale.

Laut Infos der Faninitiative RedAction spielen wir im Finale gegen Villa in unseren gelben Auswärtstrikots.

Dürfte ja zum Thema „She wore a yellow ribbon passen“

Cheers

Chris

Villa im Finale 

Arsenal trifft im Finale des FA Cups auf Aston Villa. Das Team von Tim Sherwood setze sich überraschend gehen Liverpool mit 2:1 und einer starken Leistung durch.

Vom Namen sicher der angenehmere Gegner. Aber wir wissen ja wie sowas sich entwickeln kann. Eine gute Vorbereitung auf das Spiel wird aber wichtig sein. 

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Keep the cup in north London.

Cheers

Chris 

Mit Sanchez und etwas Glück zurück ins Finale 

Guten Morgen an alle Gooners mit einem lauten „Wembleyyyyyy Wembleyyyy“! Wir sind zurück im Finale. Nach dem Sieg gegen Reading am gestrigen Abend haben wir die Chance unseren Titel zu verteidigen. Gegner ist entweder Villa oder, was wahrscheinlicher ist, Liverpool. 

Aber nun zum gestrigen Spiel und erneuten Stunden meines Lebens die ich nie wieder bekommen werde. Zum Start folgendes. Cup Spiele sind stets nicht so wie man sie erwartet und dies vor allem nicht gegen unterklassige Gegner. Zumindest dann nicht, wenn man soweit im Wettbewerb fortgeschritten ist. Auch gegen Reading hat sich das gestern gezeigt. Doch im Pokal zählt am Ende nur das Ergebnis und das hat Gott sei dank gestimmt und wir sind zurück im Finale. Und das mit unserem momentanem Lieblingsergebnis von 2:1.

Wenger hatte der Rotation natürlich nicht widerstehen können und sich für Welbeck an Stelle von Giroud entscheiden sowie für Debuchy und Gibbs für Bellerin und Nacho. Wie bereits vor dem Spiel angekündigt für meinen Geschmack etwas zuviel Rotation, vor allem in der Abwehr. Betrachtet man das Spiel im Ganzen, so war Gibbs auch nicht wirklich überzeugend und man hat klar gesehen, warum Nacho derzeit weit vor ihm anzusiedeln ist. Auch Debuchy merkte man in manchen Szenen die fehlende Spielpraxis an. Im Großen und Ganzen zeigte er jedoch eine solide Partie. 

Doch was hat uns erneut so zittern lassen bis in die Verlängerung? Eigentlich war es eine typische Arsenal Vorstellung in Spielen dieser Art. Wie bereits im letzten Jahr gegen Wigan sahen wir uns einem gut organisierten und kämpferisch starken Team gegenüber. Und anstatt unsere technische Überlegenheit und Klasse im Kombinationsspiel zum Vorteil zu nutzen ließen wir uns das Spiel von Reading aufdrücken. Es führte zu leichter Statik und wenig Bewegung. Erst gegen Mitte der ersten Halbzeit bekamen wir den Schwung in die Partie, den wir doch alle so sehr vom Beginn an erhofft hatten. So war es dann auch erneut Mesut Özil, der mit einem genialen Zuspiel auf Alexis die Lücke im Strafraum öffnete. Und der Chilene war eiskalt, ließ den Abwehrspieler ins Leere laufen und schob zur Führung knapp vor der Halbzeit ein.

Wer nun erwartet hatte, dass Arsenal das Spiel in der zweiten Halbzeit von Beginn an mit dem Schwung der Führung im Rücken domieren würde, der sah sich getäuscht. Es war Reading, die das Kommando Übernahmen und Arsenal stark zurückdrängten.So war es kein Wunder, dass es zum Ausgleich von Reading kam. Verwunderlich war nur, dass SZE den Ball nicht halten konnte und stattdessen ein wenig wie die gute alte Bahnschranke fiel. Es spiegelte so ein wenig den Eindruck wieder, den man von SZE im ganzen Spiel hatte. Er ließ einen irgendwie immer ein wenig unruhig werden, wenn der Ball in die Nähe des Strafraums kam, auch wenn er ansonsten keinen Fehler machte. Ich glaube aber ihr wisst , was ich meine.

Ab dem Ausgleich kam Arsenal erstmal nicht mehr in Gang. Es brauchte seine Zeit, bis man erneut zu Chancen kam, insbesondere in Person von Ramsey, der nur den Pfosten traf. Auch Gabriel, der für Merte verlegzungsbedingt ins Spiel kam, hätte zwei Kopfbälle versenken müssen. Doch so kommt es wie es kommen muss und es geht in die Verlängerung. Mit dem Blick des Grauens eines erneuten Elfmeterschießen vor Augen wurde ich so langsam sehr unruhig. Arsenal kam jedoch wieder besser ins Spiel und das Tor zum Sieg sollte fallen. Erneut war es Sanchez der den Ball im Strafraum führte und an zwei Spielern vorbei auf das kurze Ecke zielte. Der bis dahin sehr sehr stark haltende Keeper Federici machte jedoch den einzigen Fehler am heutigen Tage und lies den Ball durch die Hosenträger rutschen. Die Erlösung für Arsenal, die den Sieg über die Zeit retteten und eine bittere Stunde für den Reading Kepper. Aber wie gesagt es zählen Resultate und wir haben diese Situationen schon zu oft erlebt. Ich erinnere nur an das Carling Cup Finale gegen Birmingham.

Am Ende war es mal wieder ein hart erkämpfter Sieg in typischem Arsenal Stil. Neben dem Einzug ins Finale können wir jedoch viel Erkenntnisse mitnehmen. Zum einen ist Özil schlicht Weltklasse und mit Sanchez hat er einen kongenialen Partner gefunden der den Sieg in jeder Minute des Spiels herbeiführen kann. Weiterhin ist Giroud einfach eine Präsenz im Sturmzentrum, die dem Team viel gibt, was nach seiner Einwechselung sofort deutlich wurde. In der Abwehr haben wir zwar gute Alternativen auf den Aussenbahnen aber die momentane Stammelf scheint mir dort die richtige Wahl. Theo bekam am Ende noch seinen Einsatz und war durchaus ein belebendes Element. Etwas was man nicht in Abrede oder den Hintergrund stellen sollte.

Nun stehen wir im Finale. Man ist das erneut ein schönes Gefühl. Die Mission Titelverteidigung lebt. Unglaublich! Nun heißt es jedoch erstmal wieder Liga und dort den zweiten Platz sichern. Nachdem Chelsea heute gegen United parallel gewonnen hat ist der Zug Meisterschaft , wenn ihn manche noch fahren wollten, sicher abgefahren. Mit einem Spiel in der Hand könnte man mit dem einem Sieg Gegen Chelsea am nächsten Wochenende Boden gut machen. Zudem einen Dämon besiegen in Gestalt von Mourinho. Dazu dann später aber mehr.

Nun erstmal den Einzug ins Finale genießen. In diesem Sinne

We’re the famous Arsenal and we are going to Wembley Wembleyyy Wembleyy!!!

Cheers

Chris