Khedira, Schneiderlin & Hirngespinnste

Zumal wir uns ja bekanntlich in einer Woche ohne Clubfußball befinden und uns mit den sensationellen Auftritten in diversen Freundschafts- und Qualifikationsspielen beglücken müssen (was eine Freude) können wir ja mit Blick auf den Sommer und das dort anstehende Transferfenster ja mal ein wenig rumspinnen.

Auf den Gedanken brachte mich die Besätigung von Sami Khedira in der heutigen Ausgabe des Kicker dahingehend, dass er Real Madrid im Sommer verlassen werde. Generell keine große Überraschung jedoch stößt dies erneut die Tür hin zu einem möglichen Transfer des deutschen Weltmeisters zu Arsenal auf. Nun auch offiziel. Doch benötigen wir Khedira noch oder hat Coq die Notwendigkeit schwinden lassen? Wäre er der richtige Mann?

Khedira selbst wird dahingehend zitiert, dass er eine neue Herausforderung möchte. Verständlich wenn ich nur noch die Bank oder Tribüne drücke. Zu den Spekulationen um einen Wechsel zu Schalke sei noch keine Vereinbarung mit irgendwem gar eine Tendenz vorhanden. Ein Fakt den ich ihm sogar abnehme, wenn man bedenkt, dass Schalke wohl die Champions League Quali verpassen wird und die neue Herausforderung wohl kaum ein Schritt von Madrid zu einem nicht in der Champions League vertretenen Schalke sein kann (die Königsblauen dabei in allen Ehren).

Doch zurück zu den Ausgangsfragen. Benötigen wir einen DM im Sommer? Bis zum Januar hätte jeder gesagt „aber sicher, keine Frage“. Nun gibt es Stimmen, die es anders sehen. Folgen kann ich dem jedoch nicht. Sicher hat Coq bisher eine wahnsinns Rückrunde gespielt und seie Vertragsverlängerung absolut verdient und gerechtfertigt. Aber mit ihm und einem alternden, verletzungsanfälligen Arteta (Happy Birthday zum 33. übrigens von dieser Stelle) in eine neue Saison zu gehen, wo man endlich auch mal in der Meisterschaft ersnthaft angreifen möchte? Wohl kaum! So stelt sich sicher nicht die Frage ob sondern wen man verpflichtet, um ihn mit oder im Wechsel mit Coq auflaufen zu lassen.

Im Gespräch dürften auch nach den jüngsten Äußerungen von Morgan Schneiderlin zu seinem Wunsch Champions League zu spielen, sicher er und Khedira sein. Der Deutsche hätte den charmanten Vorteil, dass er ablösefrei im Sommer zu haben wäre. Ein Fakt, der in Planungen von Arsene Wenger ja nicht immer gaz unwichtig zu sein scheint. Zudem bringt er die Erfahrung eines Weltmeisters, Champions League Siegers und des Erfolgdrucks von Real Madrid mit. Das einzige, was mich abschrecken würde ist seine Verletzungsanfälligkeit. Er fängt sich immer wieder hier und da etwas ein. Geht man ein solches Risiko? In die Arsenal Verletztenstatistik würde er sich in jedem Fall gut einreihen.

Auch teile ich nicht die Meinung einiger, die Khedira als nicht mehr leistungsfähig oder zu alt ansehen. Er hat in den letzten Wochen und Monaten in Madrid nicht gerade häufig gespielt, sodass dies wohl kaum ein Gradmesser sein kann. Bei der WM haben wir aber gesehen, dass er es sehr wohl noch auf höchstem Niveau abliefern kann. Er ist ein Spieler, der über Einsätze zu seiner Form kommt. Auch im gestrigen Länderspiel, zumindest in der ersten Halbzeit, hat er mir sehr gut gefallen. Er hat den Biss und den Willen nach Erfolg. Alles Parameter, die für ihn sprechen. Zudem dürfte ein gewisser Mesut Özil in einer Entscheidung für Arsenal nicht ganz unwichtig sein. Die beiden sind immerhin sehr gut befreundet. Andererseits ist Khedira vielleicht auch mehr ein „Box to Box“ Spieler, den wir in Ramsey schon habe und eben nicht der klassische DM.

Doch ist am Ende nicht vielleicht Scheiderlin oder ein ganz anderer Spieler, den wir jetzt noch überhaupt nicht auf de Schirm haben, die bessere Wahl? Für den Franzosen würde in jedem Fall sprechen, dass er Erfahrung in der Premier League hat und noch jung ist. Im Vergleich zu Khedira wäre er die perspektivische Wahl, zumal auch drei Jahre jünger. Ablöse müsste man jedoch für ihn zahlen, die sich sicher im Bereich von 25 Millionen bewegen dürfte.

Eine nicht so einfache Entscheidung also. Aber lasst uns erstmal diese Saison erfolgreich, am besten mit dem FA Cup, abschließen bevor man über die Kaderplanung im Detail nachdenkt.

Was meint ihr zur Vakanz des DM im Sommer?

Cheers

Chris

Ein Sieg gegen die schweren Beine 

Ein 2:1 Sieg in Newcastle stand am späten Nachmittag zu Buche. Bald schon etwas wie das Lieblingsergebnis von Arsenal in Auswärtsspielen dieser Tage.  Doch die zweite Halbzeit war mal wieder aus der Kategorie „Cardiologie für Fortgeschrittene“ . Arsenal hat es erneut geschafft eine sichere Führung und eine Dominanz durch ein Gegentor ins absolute Gegenteil umzukehren. Eine Tatsache, die mich sicher ein paar Jahre meines Lebens kosten  wird, wenn ich das ganze über die Saison einmal hochrechne. 

Die Frage vor dem Spiel war überall die gleiche. Kann Arsenal das ausscheiden gegen Monaco, was doch im Endeffekt sehr unglücklich war, wegstecken oder holen die schweren Beine und die vielen Spiele der letzten Wochen das Team ein.  Betrachtet man die erste Halbzeit, so müsste man sagen Arsenal machte weiter wo sie aufgehört hatten. Sehr starkes Kombinationsspiel, gute Laufwege und erneut zwei Tore durch Giroud. Es konnte nicht besser laufen. Man dominierte die Heimmannschaft nach Belieben und konnte sicher mit der Führung in die Halbzeit gehen. 

Doch als man zurückkam aus der Kabine hatte man entweder einen extra großen Pausentee getrunken oder war irgendwo anders mit den Gedanken. Eine schlechte Situation in der Abwehr und es stand nur noch 1:2. und dann begann der Effekt der schweren Beine so langsam nicht nur in den selbigen sondern auch im Kopf anzukommen. Viele hatten sicher das 4:4 von vor ein paar Jahren im Kopf und ich gebe zu, dass ich auch ständig mit dem Ausgleich gerechnet hatte. Doch Arsenal in diesen Tagen scheint anders zu sein. Sie bringen sich zwar immer in diese Situationen doch können Sie es zumeist schaffen sodann einen Kampfgeist und eine Geschlossenheit aufzubauen, welche die Verteidigung des Vorsprungs bis zum bitteren Ende zulässt. Selbstverständlich muss man dabei sagen, dass auch sehr starke Paraden von Ospina dazu beigetragen haben und an der einen oder anderen Stelle ein wenig Glück. Doch ist es nicht genau das, was wir immer bei Mannschaften wie United & Co. „bewundert“ haben. Dieses Mentalität den Sieg dennoch zu holen. Am Ende zählen in dieser Phase und den noch anstehenden spielen nur Siege. Und den hat Arsenal mit großem Kampf errungen.

Es gibt aber auch weiteres was wir aus dem Spiel mitnehmen können. Der krankheitsbedingt Ausfall von Özil hat gezeigt, wie er das Spiel beruhigen kann und lenkt. In hektische Phasen haben wir gestern den Ball zu schnell und zu oft verloren. Dinge, die er in den letzten Wochen nicht zugelassen hat. Chambers ist zudem schlicht kein Außenverteidiger, was er auch nicht sein möchte. Und Theo kann nicht mal in einem Spiel, in welchem man mit einem schnellen Stürmer die offenen Räume hätte perfekt nutzen können, einen Einsatz bekommen. Da sind die Fronten in den Verhandlungen sicher schon sehr verhärtet und man sollte sich überlegen, ob man den hohen Forderungen wirklich nachgeben möchte.

Jetzt geht es erstmal in die doch immer sehr gehasste Länderspielpause. Hoffen wir, dass wir dort keine Verletzungen kassieren. Und heute Nachmittag können wir entspannt auf Pool gegen United blicken. Wir sind ohnehin Gewinner. Ein Remis wäre sicher das beste Resultat. Lassen wir uns überraschen.

Genieß den Sonntag. Ich gehe jetzt zum Sport und mache mit fit für die Länderspielpause.

Cheers

Chris

Gelingt der direkte Anschluss?

Nach dem Ausscheiden in der Champions League gilt es am heutigen Nachmittag deshalb nicht in Selbstmitleid zu verfallen sondern auf der Siegeswelle der letzten Wochen weiter zu reiten. Da trifft es sich natürlich nicht so gut, dass man Auswärts antreten muss aber den Spielplan kann man sich ja schließlich nicht immer aussuchen, wie die WM Terminierung in Katar beeindruckend zeigt. Mit Newcastle steht zusätzlich noch die weiteste Reise im Ligakalender an.

„An die Magpies haben wir gute Erinnerungen“ sagte Arsene Wenger in der Pressekonferenz am Donnerstag Morgen. Recht hat er. Wenn ich an das Spiel vor ein paar Jahren zurückdenke, so erfüllt mich das berühmte „1:1 in Newcastle“ noch immer mit einem Lächeln. Doch wird es am heutigen Nachmittag wohl ein sehr schwerer Gang werden. Nicht zwingend weil Newcastle in einer guten Verfassung ist. Ganz im Gegenteil. Aus den letzten sechs Spielen holten sie nur einen Sieg bei gleichzeitigen drei Niederlagen. Auch der Verlauf seit dem guten Saisonstar und dem Abgang von Pardew ist nicht gerade optimal verlaufen. Doch sehe ich die Schwierigkeit dieses Spiels in der Frage wie wir das Spiel in Monaco physisch wie auch psychisch weggesteckt haben.

Die Physis ist sicherlich ein großer Faktor. Mit einem Spiel in der Champions League in den Knochen samt Reisestrapazen läuft es sich immer ein wenig langsam an. Sicher kann man jetzt leicht argumentieren, dass wir den Kader zum rotieren haben und Profis das wegstecken müssen. Doch glaube ich, dass es immer ein erheblicher Faktor ist, den man erst mal raus laufen muss bzw. aus dem Kopf verbannen muss. Wo wir auch gleich beim zweiten Thema wären. Viel ist darüber gesprochen worden wie knapp wir ausgeschieden sind, wie unglücklich, dass mehr drin war, dass die Auswärtstorregel nicht zeitgemäß ist etc. etc.. Doch all das wird heute Nachmittag von keiner Bedeutung sein. Newcastle wird sich akribisch vorbereitet haben und auf alle drei Punkte spielen um den Druck von Unten zu lindern. Die Frage ist, ob wir die hohe Schlagzahl der letzten Wochen direkt aufnehmen könne und in eine „es gibt noch viel um was zu spielen ist“ Mentalität kommen können. Denn wirft man einen Blick auf unsere Saison, so ist sie alles andere als vorüber. Wir haben die Chance den FA Cup zu verteidigen und auch in der Liga realistisch um Platz zwei mitzuspielen. Sicher ist es nicht die Meisterschaft. Doch Platz zwei und den FA Cup würde mir hier und jetzt doch sicher jeder unterschreiben. Da pfeife ich ganz ehrlich auch auf ein Viertelfinale der Champions League für sollte man die vorbenannten Erfolge erzielen können.

Nur genau dazu ist es wichtig in Newcastle keine Punkte liegen zu lassen. Ich bin mir bewusst, dass Arsenal in den letzten Wochen Auswärts sehr stark war und wirklich alles mitgenommen hat was ging. Nur genau gleiches müssen wir heute Nachmittag erneut vollbringen. Mit Blick auf den Klassiker zwischen Pool und United und dem darauf folgenden Heimspiel gegen Pool schlicht und ergreifend entscheidende Punkte.

Was bietet uns der Kader an? Neue Verletzte gibt es nicht. Zum Kader stoßen wird wahrscheinlich jedoch nur Rosicky. Wilshere, Debuchy und Arteta sind noch zwei bis drei Wochen entfernt. So langsam wird es für Wilshere echt knapp mit seiner Arsenal Karriere. Aber das ist ein an anderer Stelle zu diskutierendes Thema. Wenger wird allein aufgrund der bereits angesprochenen schweren Beine zur Rotation greifen. Ich denke, dass Alexis heute eine Pause bekommt. Das wird er nicht wollen, doch man sieht ihm an, dass er ein wenig an Konzentration verloren hat, was allein mit seiner aufopfernden Spielweise zusammenhängen dürfte. So könnte sich die Tür für eine erneute Chance für Walcott öffnen. Sollte sie sich öffnen, hoffe ich, dass er diesmal auch durchgeht. Die Frage wird jedoch sein, ob Wenger sich wie gegen Monaco mit drei Stürmern in den Ring wagt, was Welbeck,Theo und Giroud bedeuten könnte. Oder ob er eher defensiver agieren wird, was für eine Welbeck/Giroud Kombination sprechen dürfte. Letzteres scheint mir realistischer. Im Mittelfeld sehe ich maximal eine Rotation in Gestalt von Rosicky für Santi wenn Wenger den Tschechen als fit genug ansieht. Ramsey wird ins Team rücken und hoffentlich sein starkes Comeback fortsetzen. In der Abwehr liegt ein Einsatz von Gabriel in der Luft, wahrscheinlich für Mertesacker.

Ich würde mich für folgende Aufstellung entscheiden:

Ospina,Bellerin,Gabriel,KOS,Nacho,Coq,Ramsey,Santi,Özil,Welbeck,Giroud

Ein paar letzte Worte an dieser Stelle jedoch noch zur Kolumne von Raphael Honigstein vom gestrigen Tage auf Sport1. Dort vertritt er die Meinung, dass City und auch Arsenal mit besseren Trainern wohl die nächste Runde der Champions League erreicht hätten. Ich schätze Raphael Honigstein sehr doch kann ich dies nicht ganz nachvollziehen. Weder Pellegrini noch Wenger sind für mich die Ursache für das Scheitern im Achtelfinale gewesen. Im Fall von City war Barcelona einfach zu stark. Bei Arsenal hat man sich durch das geistige Chaoskommando nach dem 1:2 im Hinspiel alle Chancen verbaut. Beides Dinge, die sicher nicht mit der Qualität der Trainer zusammenhängen. Andernfalls müsste der hoch gelobte Portugiese aus Chelsea ja auch in der nächsten Runde stehen, dachte man die Theorie stringent fort.

Nun aber genug philosophiert. Drei Punkte müssen es heute erneut sein.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

Nichts vorzuwerfen

Es gibt Tage im Leben und Spiele im Fußball an denen du denkst du hättest nichts besser machen können, nicht mehr geben können und trotzdem stehst du am Ende mit leeren Händen dar. So einen Tag haben wir gestern erlebt.

Arsenal war mit einer hohen Hürde nach Monaco gereist und sollte etwas schaffen, was noch keine Mannschaft in der Champions League geschafft hatte, nämlich einen drei Tore Vorsprung auf fremden Platz aufzuholen. Leider fehlte am Ende genau das eine Tor zum Weiterkommen. Doch enttäuscht sollte und durfte man über die gestrige Leistung nicht sein. Es wurde bereits oft gesagt und geschrieben. Das Spiel haben wir nicht gestern sondern vor drei Wochen verloren und das eben durch ein dummes drittes Tor, welches mit etwas mehr Ruhe und Coolnes zu vermeiden gewesen wäre.

Doch für mich ging es gestern nicht zwingend um die Frage des Weiterkommens. Es ging darum sich als Arsenal in Europa so zu präsentieren, dass nicht das klägliche 1:3 in Erinnerung bleibt. Sicher sind wir alle enttäuscht, dass wir gegen Monaco nicht in die nächste Runde gekommen sind, doch gestern war unsere Leistung sehr stark. Wir hatten nicht nur eine Dominanz im Spiel sondern haben auch vor dem Tor diesmal die klaren Chancen genutzt. Jeder einzelne Spieler hat sich reingehauen und sich sicher nichts vorzuwerfen.

Nach dem Hinspiel hatte Arsenal bereits wieder jeder abgeschrieben. Wir waren die Deppen der Nation. Doch das Team hat von dort an gezeigt, dass in ihm mehr steckt. Mit starken Leistungen und wichtigen Siegen und Siegesserien. Und genau das ist es, was wir aus dem Hinspiel und auch dem Rückspiel mitnehmen müssen. Das Momentum haben wir aufrecht erhalten, die Siegesserie gehalten. Mit dem und nur dem Gedanken kann es weiter gehen gegen Newcastle am Samstag.

Über Taktische Ausrichtung oder den Spielverlauf müssen wir denke ich an dieser Stelle nicht weiter großartig Worte verlieren. Das Entscheidende steht in den vorherigen Zeilen. Doch darf und möchte ich mir einen Kommentar zum gestrigen Sky Kommentar nicht verkneifen. Dieser immer stetige negative mitschwingende Vibe geht einem so langsam echt auf den Zeiger. Das Özil immer wieder kritisiert wird ist ja schon beinahe alltäglich. Aber dieses Dummgeschwätz von Handbremse, Biss und mangelnder Zielstrebigkeit ist schlichtweg unqualifiziert und basiert auf schlechter Kenntnis der englischen Liga und der involvierten Spieler (bsp. KOS ein fehleranfälliger Spieler???). Was hätte Arsenal denn bitte vom Anpfiff an tun sollen? Direkt mit 11 Mann aufs gegnerische Tor stürmen? Sicher eine super Idee. Dann hätte der Kommentator gleich die nächste Möglichkeit zur Kritik gehabt wenn wir ausgekontert worden wären. Alles in allem fragt man sich, warum man für solch einen Mist auch noch bezahlen muss. Aber was beschwere ich mich. In England muss man mit Paul Scholes vorlieb nehmen. Und der ist ja bekanntlich völlig verblendet.

Ab jetzt heißt es den Cup verteidigen und die CL Plätze sichern. Und ich sag euch eins. Wenn wir den Cup in North London behalten, dann kann mir Monaco mal geschmeidig den Allerwertesten runterrutschen. Newcastle next.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

Volle Kanone

Fußballwunder gibt es ja immer wieder mal. Doch ein Sieg mit drei Toren in einem Rückspiel der Champions League auf fremden Platz hat es soweit ich weiß noch nicht gegeben. Man könnte und dürfte also wahrlich von einem Fußballwunder sprechen, sollte Arsenal es wirklich heute Abend schaffen den Spieß doch noch umdrehen zu können.

Die Mannschaft ist in einer sehr guten Verfassung, keine Frage. Doch reicht es gegen Monaco, die im gesamten Wettbewerb bisher nur vier Tore kassiert haben? Ich erwarte nicht, dass Monaco versuchen wird das Spiel zu machen. Sie werden, wie auch im Hinspiel, in einer gesicherten Defensive verharren und auf Konter bzw. unsere Fehler warten. Bedeutet in der Konsequenz, dass wir a) keine Fehler machen dürfen und b) die Abwehr dieses mal ein wenig mehr fordern sollten. Hilfreich wäre in jedem Fall, wenn wir schlicht unsere Chancen nutzen. Dann wäre der Mission nächste Runde schon sehr geholfen.

Wir sollten uns doch sicherlich alle nichts vormachen und Illusionen hingeben. Das bedeutet sicherlich nicht, dass wir nicht daran glauben sollten und das Team nicht daran glauben sollte. Doch realistisch ist ein Weiterkommen nun mal nicht und es sollte nach dem Spiel, sollte es nicht zum Wunder reichen, keiner enttäuscht sein. Wichtig ist auf Sicht für den Rest der Saison gesehen, dass Arsenal sich heute stark präsentiert. Dass sie Europa zeigen, dass die klägliche Vorstellung von vor drei Wochen nicht das Arsenal ist, das für dieses Jahr in Erinnerung bleiben soll. Zudem befinden wir uns in einem guten Lauf in Liga und Pokal. Dieses Momentum könnte man zudem, auch wenn es nicht zum Weiterkommen reichen sollte, mit einer starken Vorstellung am heutigen Abend weiter pflegen.

Jetzt haben wir solange über das Fußballwunder gesprochen. Doch wie kann es geschehen. Von der Leistung Monacos aus dem Hinspiel ist sicher hervorzuheben, dass sie defensiv sehr gut organisiert sind. Dem ist nur mit starkem und sicheren Passspiel zu begegnen, was dabei aber auch ruhig mal den Risikopass enthalten darf. Dafür haben wir Spieler wie Özil und Santi, die diese Pässe in sich haben. Aber auch Einzelaktionen dieser Spieler können da die nötigen Räume schaffen. Einen solchen Abwehrverbund muss man zudem in Bewegung halten, was sicher häufiges Rochieren der Außenspieler mit Unterstützung der Außenverteidiger verlangt. Die Schnelligkeit von Bellerin kann dort sicher hilfreich sein, um den Abwehrverbund zu überlaufen. Alles Themen, die Arsenal ja in der Spielanlage nicht neu sind. Man möge ihnen folglich schlicht zurufen „Spielt Wenger Ball“.

In der Aufstellung im Vergleich zum Spiel gegen West Ham werden wir sicher Santi wieder in der Startelf sehen. Gleiches gilt für Bellerin. Walcott wird, trotz der Tatsache, dass er mit seiner Geschwindigkeit sicher Lücken reißen könnte, seine Chance auf einen Startplatz erst mal verspielt haben. Für mich stellt sich noch die Frage, ob Wenger von Beginn an volles Risiko geht und mit Welbeck einen weiteren Stürmer hinzunimmt und dafür Ramsey opfert. Es wäre eine Alternative, wenn er Santi ein wenig tiefer spielen lässt. Im Endeffekt denke ich jedoch, dass Wenger sich diese Option sicher erst für einen nötigen Endspurt aufheben wird, soweit noch möglich bzw. notwendig. So verbleibt es wohl bei folgender Aufstellung:

Ospina, Bellerin, Merte, KOS, Monreal, Coq, Ramsey, Santi, Özil, Alexis, Giroud

Lassen wir uns heute Abend also allesamt überraschen, was die Gunners aus dem Hut zaubern können. Wichtig ist für mich die Einstellung und das Auftreten der Mannschaft. Wenn dann noch das Ergebnis passt um so besser.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

Ps: Was die verletzten angeht so sind Arteta,Gabriel und Debuchy wieder zurück im Training. Gabriel ist sogar mitgereist und verfügbar für das Spiel gegen Monaco.