Wir leben noch !

Das NLD liegt hinter uns und der Rückstand auf den Tabellenführer ist weiter angewachsen. Acht Punkte sind es mittlerweile. Lassen wir das an dieser Stelle einfach mal so stehen denn wichtig ist mir in diesem Beitrag eine ganz andere Erkenntnis. Wir leben noch! Das Team hat noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Kampfgeist in sich. 

Die Reaktion auf den Rückstand und der Spirit bis hin zum Ausgleich und der Druckphase in den letzten zwanzig Minuten war sehr erfrischend anzusehen und hat mir gezeigt, dass die Mannschaft scheinbar doch Moral und Kampfgeist für sich wiederentdeckt zu haben scheint. Zu beweisen natürlich in den kommenden Partien, jedoch ein erster Schritt hin zu erfolgreicherem Abschneiden in den nächsten Wochen. 

Doch blicken wir nochmal genau auf die entscheidenden Details. Wenger reagierte in der Aufstellung mehr auf die derzeitige Lage und die Stärken Tottenhams als man es erwarten durfte. Er nahm Giroud heraus und stellte nicht nur Elneny in die Doppelsechs neben Coq sondern zog Ramsey zudem auf die Außenbahn. Zudem gab er Gibbs den Vorzug vor Nacho der leicht angeschlagen war, so zumindest die Meldungen. 

Der Start in die Partie stellte sich als ein wenig schwimmend dar. Die Spurs zogen ihr druckvolles und schnelles Spiel auf, welches sie schon die ganze Saison auszeichnet. Sie waren stets schneller und mit mehr Willen am Ball, was sich in ständigem Druck bemerkbar machte. So war es eigentlich überraschend, dass Arsenal durch eine wunderschönes Hackentor von Ramsey in Führung ging. Ein Tor gegen den Spielverlauf, was jedoch Arsenal auch nur zu oft wiederfahren war. 

Damit war die Ausrichtung der zweiten Halbzeit eigentlich klar. Gut stehen und auf Konter setzen. Doch dieser Plan wurde schnell durchkreuzt als Coq, bereits verwarnt, in ein unnötiges Tackling an der Seitenlinie ging. Sehr dumm und leichtsinnig und eine klarer zweite gelbe Karte die das Spiel auf den Kopf stellen sollte. Plötzlich bekam Tottenham Oberwasser und Arsenal war unsortiert. Erst schlecht gestaffelt im Strafraum und dann ein halbherziges verteidigen von Per führten zum Doppelschlag, von dem man sicher kein Comeback erwarten durfte.

Doch schien die Mannschaft gerade das zu wollen. Plötzlich lief es besser und man kam über Alexis zum Ausgleich der sich endlich damit mal belohnte. Zum Ende hätten auch die Spurs noch einen Platzverweis erhalten müssen und wir vielleicht durch Ramsey noch den Siegtreffer erzielen können. So ging ein heißes Derby mit einem Remis vorüber. 

Sicher hat sich die Tabellensituation weiter verschlechtert. Doch die Erkenntnis, dass wir den Kampf angenommen haben und Willen entwickeln konnten war für mich eine wichtige. Zudem gefällt mir Elneny in seiner ruhigen Spielweise sehr gut. Er scheint sich mit dem heutigen Spiel eine gute Ausgangslage geschaffen zu haben für die nächsten Wochen. Auch Ospina könnte mehr als überzeugen. Am Ende denke ich, dass uns der Platzverweis von mehr abgehalten hat. Bitter! 

Am Montag gibt’s einen Special Podcast mit Blick auf Hull und Rückblick auf das NLD. Da werden wir sicherlich nochmal näher darauf eingehen können. Nun heißt es jedoch den Fokus und Willen aus diesem Spiel mitzunehmen und in die restlichen Partien zu transportieren. Manchmal benötigt Arsenal derartiges um wieder zu sich selbst zu finden, vergleiche das Spiel bei Bayern vor ein paar Jahren.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris 

Spurs als Aufbaugegner?

Derzeit ist es sicherlich nicht gerade eine einfache Aufgabe einen Blogbeitrag zu einem anstehenden Arsenal Spiel zu verfassen. Man bewegt sich zwischen Zweckoptimismus und der im Hinterkopf massiv anklopfenden Sicherheit, dass es erneut eine derbe Enttäuschung geben wird. Sicher darf man sich fragen, wie die Mannschaft den Turnaround schaffen soll, wenn die Fans nicht einmal an einen Sieg gar eine gute Leistung glauben. Doch denke ich, dass die Fans derzeit nicht diejenigen sind, die die Mannschaft mitnehmen müssen sondern umgekehrt. Mit dem Spiel bei den Spurs kann man zumindest in diesem Segment die Sicherheit haben, dass kein einzelner Arsenal Supporter auch nur ein Schritt von seinem Team abweicht. Also eine gute Möglichkeit sich am eigenen Schopfe aus dem Dreck zu ziehen möchte man meinen.

Wenn man den Eingangs zitierten Zweckoptimismus anführen möchte, so wächst man bekanntlich an großen Aufgaben. „Klopf, Klopf…“! Oh ja wir spielen bei den Spurs, welche die beste Saison seit Vereinsgründung spielen und haben selbst null Selbstvertrauen, Spielwitz oder eine taktische Vorstellung davon, was wir tatsächlich auf dem Platz machen. Da waren sie wieder die beiden Gegensätze die im Kopf jedes Arsenal Fans von links nach rechts schwingen und bei jedem Anschlag den bitteren Beigeschmack einer weggeworfenen Spielzeit hochkommen lassen.

Mir ist bewusst, dass es derzeit sehr schwer ist, sich in eine positive und optimistische Grundstimmung zu bringen, wenn Arsenal aufläuft. Doch muss uns auch bewusst sein, dass wir gegen die Spurs spielen. Das sollte für Team und Fans Ehrgeiz genug sein, sich am Riemen zu reißen und eine Leistung auf Platz und Tribüne zu zaubern, die sich gewaschen hat. Fragt mich nicht, wie die Jungs auf dem Platz das machen sollen. Es scheint als hätten wir sämtliche Fähigkeiten verloren und gegen stümperhafte Torabschlüsse und Abwehrverhalten gepaart mit Unvermögen eingetauscht.

Doch bin ich der Meinung, dass es irgendwie funktionieren muss. Erzwingen ist ein schönes und in diesem Kontext sehr häufig fallendes Wort. Es hört sich martialisch an. Vielleicht ist es aber auch genau das, was zuerst wiederkommen muss. Der Wille über Einsatz zum Sieg zu kommen. Alexis Sanchez hat sich sehr vielsagend über die Mannschaft geäußert. Er hat ausgesprochen was alle denken. Sinngemäß, dass wir das Potential haben aber nicht den Biss die Meisterschaft zu holen. Und damit hat er unwidersprochen Recht. Sicherlich spielt auch er nicht in bester Verfassung. Aber wie Tim Stilmann im „Arsecast“ so schön formulierte fehlt ihm derzeit nur der Abschluss zu der ansonsten auch immer von Kampf und Mehreinsatz geprägten Spielweise. Eine interessante und meiner Ansicht nach zutreffende Einschätzung.

Womit wir an der Lane umgehen müssen ist der Fakt, dass Petr Cech uns dort keine unhaltbaren halten wird, da er gute vier Wochen pausieren muss. Alles nur, weil er mit dem Ziel den Ausgleich zu erzielen nach einer Ecke in das eigene Tor zurücksprintete und sich dabei eine Zerrung zuzog. Ich glaube sowas nennt man im allgemeinen Sprachgebrauch einen Treppenwitz, passt aber geschmeidig in unsere Saison. Zumindest ist Wenger nicht müde geworden unsere gute Statistik mit Ospina im Tor schon einmal vorsorgend hervorzuheben. Auch auf KOS müssen wir weiter verzichten, was wohl die Mertesacker/Gabriel Kombination weiter wüten lassen wird.

Was die restliche Aufstellung angeht hat Wenger keine wirkliche Option zu rotieren. Er muss seine beste Auswahl spielen lassen. Alles andere würde noch mehr auf ihn zurückfallen. Ich kann mir Welbeck in der Mitte mit Campbell auf der Außenbahn vorstellen als maximale Veränderung wenn man auf Giroud verzichten möchte. Für mich wäre die Alexis,Giroud und Welbeck Kombination jedoch die vorzugswürdige. Alles andere erscheint mir keinen Veränderungen zugänglich.

So dürfte es die folgende Aufstellung werden:

Ospina, Bellerin, Per, Gabriel, Nacho, Coq, Ramsey, Özil, Alexis, Welbeck, Giroud.

Wenn die mentale Verfassung des Teams nicht unterirdisch wäre, sicher eine Formation die auch bei den jetzigen Spurs bestehen kann. Hoffen wir also auf einen Ruck im Team und eine Spurs Mannschaft, welche Angst vor der eigenen Courage hat. Oder ein Harry Kane Eigentor in der Nachspielzeit, welches uns zum Sieg führt. Ich nehme alles was sich anbietet. Sky Deutschalnd zeigt das Spiel live im TV.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

Der absolute Zusammenbruch

Wer noch immer eines Beweises bedurfte, dass diese Mannschaft weder ein Titelkandidat ist noch mit Druck umgehen kann, der hat diesen gestern Abend zweifelsfrei auf dem goldenen Tablett serviert bekommen. Arsenal hat es erneut vollbracht innerhalb einer halben Woche die zweite sehr gute Chance wegzuschmeißen die Türen, die einem die übrigen Mannschaften öffneten, zu durchschreiten. Die restliche Liga möchte Wenger nur allzugern einen letzten Titel gönnen, nur weiß weder er noch die Spieler, wie man ihn sich greifen soll.

Die gestrigen 90 Minuten waren erneut ein sehr gutes Beispiel dafür, wie ein Mix aus „Hosenscheißermentalität“ und schlechten Entscheidungen von der Bank das Bild einer Mannschaft prägen können. Die Ausgangslage war mehr als deutlich. Leicester mit einem Remis, die Spurs und City mit einer Niederlage und wir selbst zu Hause gegen einen Abstiegskanditaten. Easy sollte man meinen. Doch Potential und Realität ist etwas,was bei Arsenal so weit auseinanderklafft wie Nord Korea und Demokratie.

Woran hat es gelegen? Natürlich kann man das altbekannte Glück ins Feld führen. Drei Lattentreffer und ein paar unglückliche Situationen. Doch ab einem gewissen Maß kann man nicht mehr von fehlendem Glück sprechen. Es handelt sich dann um Unvermögen und nichts anderes. Gepaart wurde dies erneut mit schlampigem Abwehrverhalten nach einer verdienten Führung und dominierenden Leistung. Es scheint fast so, als hätten wir einen Selbstzerstörungsknopf, den wir nach belieben auslösen können. Der weitere Weg war vorgezeichnet. Die Nervosität kam, wir bauten ab und hätten schon viel früher in Rückstand geraten können wenn es Swansea nicht selbst nochmal spannend gemacht hätte. Die absolute Krone setzte Wenger persönlich der ganzen Angelegenheit auf, indem er den Torschützen und besten Spieler auf dem Platz, Joe Campbell, zur 65. Minute auswechselte. Eine Entscheidung die nicht nur die Fans sondern auch der Spieler nicht nachvollziehen konnten. Das dürfte nicht gerade für ein gesundes Leistungsverständnis im Team sorgen.

Die Nation und die Welt lacht über uns und das nicht zu unrecht. Wir sind die „Bottlers“ als die wir beschrieben werden. Wir werden am Samstag so richitg auf den bekannten Arsc… bekommen und unseren Abstieg Richtung Platz vier oder noch schlechter antreten. Das ist keine negative apokalyptische Prognose sondern schlicht das was man dieser Mannschaft maximal zutrauen kann. Das Feuer ist raus, die Mentalität weg und von Siegeswillen und den oft beschworenen „Eiern“ nichts zu sehen. So lange wir es auf Instagram&Co. posten kann man zumindest darüber lesen, wenn es schon nicht vorhanden ist.

Passend dazu hat sich Cech bei seinem Sprint in den gegnerischen Strafraum auch noch eine Zerrung zugezogen, die ihn drei Wochen pausieren lassen wird. Wenn es eine Komödie wäre, könnte man kaum besser lachen.

Feststehen dürfte, dass nun auch alle optimistischen Taschenrechnerbediener endlich das Ding in die Ecke pfeffern sollten. Wie oft und viel habe ich es lesen müssen nach unserem Podcast am Montag oder meiner Vorschau zu diesem Spiel. Es ist schade und traurig, dass ich Recht behalten sollte. Ich hätte gerne darauf verzichtet. Aber die Wahrheit hat uns eingeholt und echt übel zugeschlagen.

Im Sommer muss, in welcher Art auch immer, ein Schnitt erfolgen. Personal auf allen Ebenen muss sich einer realistischen und harten Entscheidungsfindung stellen.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

Neustart

Nach der wirklichen Enttäuschung vom vergangenen Wochenende stehen zwei Dinge fest. Bekloppt wie ich bin ist der Flug nach London für April (Spiel gegen Palace) gebucht und zudem hat Leicester mal Punkte gelassen. Zwei Dinge die sicher keiner am letzten Sonntag so vorhergesagt hätte aber sie sind passiert.

So sehen wir uns heute Abend gegen Swansea nicht nur einer Chance gegenüber den Punkterückstand auf drei Punkte zu reduzieren sondern auch einen Neustart anzustreben. Wenn man ehrlich ist kann es auch nichts anderes sein. Das Spiel gegen United war von der Einstellung und Spielleistung schlicht so deprimierend, sodass ein guter Restart ohne Zweifel nötig ist. Kann das heutige Spiel unsere Meisterschaftschancen wieder aufleben lassen? Kann die Hoffnung zurückkehren? „Never say never“ heißt es ja so schön. Doch verbleibe ich zunächst bei meiner Einschätzung der letzten Tage und stehe weiterhin auf der skeptischen Seite des Arsenalimperiums. Das Leicester hier und da Punkte lassen wird hatten wir im Podcast ja bereits thematisiert. Entscheident ist jedoch, auch das war im Podcast deutlich gefallen, unsere eigene Leistung. Von daher halte ich es für nicht unklug zunächst auf sich selbst zu schauen und sich selbst zu fragen ob man am Limit spielt.

All dies sind Fragen die sich Spieler und Managment hoffentlich gestellt haben und zutreffend beantworten können wenn es heute Abend auf den Platz geht. Zumindest Social Media technisch tasten sich einige ja wieder in die Offensive hinein. Sicher ganz zur Freude von @medispolis a.k.a. Felix.

Arsene Wenger hat keine neuen Verletzungsprobleme, sodass jeder Spieler die theoretische Chance hat seine Leistung von Sonntag vergessen zu machen. Ich gehe jedoch davon aus, dass nicht jeder die Chance erhalten wird, was meiner Einschätzung nach auch angezeigt ist. Insbesondere angesprochen dürfen dabei Gabriel und Theo sein. Der Verteidiger wird ohne Frage für Mertesacker Platz machen müssen. Theo wird nach der Leistung von Sonntag und der letzten Wochen besser ganz tief auf der Bank versauern bevor wir auf ihn zurückgreifen. Stellt sich in der Aufstellung eigentlich nur die Frage, ob wir Welbeck ein weiteres Spiel zumuten können oder ihn dadurch nach seiner langen Verletzung nicht überfordern. Alternativ wäre Campbell einsetzbar, wenn man nichts riskieren möchte, was sicherlich verständlich wäre. Zudem kann man sich im Mittelfeld darüber unterhalten, ob man Elneny eine Chance von Beginn an gibt. Doch weder sehe ich Ramsey noch Coq auf der Bank, sodass der Ägypter weiter auf seinen Einsatz warten wird. In Ansehung des Spiels bei den Spurs am Samstag könnte ich mir auch eine „Schonung“ von Bellerin oder Nacho vorstellen. Gibbs wäre dort einer der ersten Namen für einen Einsatz. Chambers auf der Außenbahn halte ich für zu riskant.

Swansea hat uns in schon so manchen Spielen eine harte Aufgabe gestellt. Fabianski wird sich mehr als nur reinhauen und bei eigener Unsicherheit von Arsenal kann es eine Geduldsprobe geben. Vielleicht treffen wir aber auch in der ersten Minuten und cruisen zu sicheren drei Punkten. Bei Arsenal kann man sich derzeit nicht wirklich sicher sein welcher kleine Mann im Ohr den Spielern zuflüstert.

Diese XI sollten stark genug sein um es in jedem Fall zu richten:

Cech,Bellerin,KOS,Per,Gibbs,Coq,Ramsey,Özil,Welbeck,Alexis,Giroud

Lassen wir uns alle überraschen, was die XI auf dem Platz heute Abend produzieren. Es kann nur besser werden.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

 

GG Podcast, Episode 18, 29.02.16- Krisenpodcast

Der Frust sitzt noch immer tief nach des gestrigen Niederlage und vor allem Leistung der Mannschaft samt Kommentaren des Trainers. Alles etwas was wir uns im heutigen Podcast von der Seele reden möchten nachdem ich gestern ja bereits ein wenig harscher formuliert hatte.

Es wird und ist emotional. Einem Krisenpodcast würdig eben. Natürlich blicken wir auch auf die kommenden Spiele und das Thema „Meisterschaft“.

Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Itunes beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein. Viel Spaß!

Cheers

Chris