GG Podcast, Episode 20, 17.03.16- Quo Vadis Arsenal

Nach dem Ausscheiden im FA Cup und der Champions League liegt der Fokus der neusten Ausgabe des #GGPodcast auf der Frage, wohin Arsenal taumelt. Ist Wenger noch der richtige Mann, was kann das Ziel in den verbleibenden Spielen sein?

Alles sicher keine leichte Kost aber Felix a.k.a @medispolis und ich haben uns euren Fragen und Diskussionen im Netz angenommen und versucht mal ein wenig Grundlage hineinzubekommen.

Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Itunes beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein. Viel Spaß!

Cheers

Chris

Eine erfrischende Leistung 

Am Ende verrät der Blick auf das Endergebnis sicher nicht ganz den Spielverlauf denn Arsenal war besser als die 3:1 Niederlage vermuten lässt. Eine erfrischende Erkenntnis, wenn man sich doch zuvor Gedanken darüber machen musste in welcher Art wir demontiert werden würden. Doch die Offensive Leistung der Truppe allen voran von Iwobi und Welbeck war sehr schön anzuschauen und brachte Barca sehr oft in wirkliche Schwierigkeiten.

Natürlich war es das Manko der letzten Wochen, was uns auch gestern als Hemmschuh diente. Wir sind einfach vor dem Tor nicht  mehr wach genug. Der kleine Tick, um den Treffer zu machen fehlt uns, vielleicht auch das nötige Glück. Auf der anderen Seite hat man sodann Spieler wie Neymar oder Messi, die sich darüber keine Gedanken machen. Sicher ist das 1:0 schlecht verteidigt und natürlich stehen wir beim 2:1 meilenweit weg. Aber das ist ein Grundsatzproblem jedes Gegners von Barca und macht sie neben der individuellen Klasse so gefährlich. Jeder hält zu viel Abstand, weil er Angst hat sich zu blamieren. Vielleicht etwas, was die Trainer dieser Welt mal als Gedanken aufnehmen sollten. Hört sich simpel an. Aber doch plausibel.

Für Arsenal war es wichtig sich gut zu präsentieren, was sie haben und was auch in der Kommentierung allesamt so gesehen worden ist. Wichtig ist, was wir nun daraus mitnehmen können für unser Spiel gegen Everton am Samstag. Arsene Wenger hat bei der Aufstellung durchaus diskutabel agiert, weil man entweder „all in“ oder volle Schonung erwartet hätte. Jedoch spielten Alexis wie auch Özil durch. Am Ende ging es sich aus, was auch für Samstag mit Iwobi eine Richtung vorgeben könnte.

Während des Spiels habe ich oft gedacht, dass wir es irgendwie schaffen müssen einen Turnaround zu vollziehen. Spieler wie Özil müssen auch in den kommenden Jahren für uns auflaufen und den Anreiz dazu haben. Das muss der Verein ihnen bieten, egal um welchen Preis.

Zumal mich eine schöne aggressive Grippe erwischt hat lasse ich die restliche Diskussion für den heutigen Podcast und schone mich ein wenig, damit ihr wie gewohnt heute Abend oder morgen früh auf dem Weg zur Arbeit was auf die Ohren bekommt.. Ich leg mich hin! Gute Heimreise an alle Gooners. Der Support war mal wieder phänomenal.

In diesem Sinne

Cheers

Chris

Ein wenig tiefgreifender

Arsene Wenger sprach in der gestrigen Pressekonferenz davon das Unmögliche möglich zu machen. Mit Verlaub eine Kampfansage, die nicht wirklich eine ist. Sicherlich darf und sollte man sich als Arsenal Football Club nicht geschlagen geben bevor man nicht auch die letzte Schlacht mit allem was einem zur Verfügung steht geschlagen hat. Doch mit einem realistischem Blick auf die Dinge dürfte es mehr als nur eine hohe Hürde werden, welche die Mannschaft heute zu überspringen hat.

Für mich ist dieses Spiel auch nicht eine Frage dessen, ob man sich einen letzten Strohhalm noch greifen kann. Es geht für mich um den Verein und die Liebe und Leidenschaft die man jenem 365 Tage/24h im Jahr entgegenbringt. Wenn ich die Bilder der Armada an Arsenal Fans sehe, die sich nach Barcelona aufgemacht haben, die unser Team Woche für Woche unterstützen, dann scheint mir in dieser schwierigen Zeit des Umbruchs und der Unsicherheit dies eine Konstante zu sein, derer wir uns bewusst und auf welche wir stolz sein sollten. Man muss nicht weit schauen. Ich selbst habe Tickets für das Spiel gegen Palace gebucht. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr als ein lauer bedeutungsloser Kick an einem hoffentlich sonnigen April Wochenende. Aber es geht um mehr. Es geht darum Arsenal zu repräsentieren. Da zu sein, wenn der Verein einen braucht.

Viele mögen jetzt wahrscheinlich sagen, man könnte es auch als naiv oder ähnliches bezeichnen. Doch glaube ich, dass Fußball und die Leidenschaft für einen Verein nicht so funktioniert. Die Mechanismen ticken anders. Sie sind nicht rational nachzuvollziehen.

Wie ihr seht ist dies alles auf den ersten Blick weit weg von den 90 Minuten des heutigen Abends im Camp Nou. Doch glaube ich, dass es vielleicht näher dran ist, als der erste Blick vermuten lässt. Der Sommer wird einer mit vielleicht großer Veränderungen im Personal oder der Führungsart des Vereins sein. Doch all diejenigen, die auf den Tribünen mit der Kanone auf der Brust stehen, werden stets eine konstante Basis dieses Vereins bilden. Heute Abend gegen Messi&Co. und auch an einem regnerischen Sonntag in Stoke. Und erst Recht wenn Leicester nächste Saison absteigt;-)

Und nun lege ich mein Philisophie für Anfänger Buch wieder in die Schublade und schreie es von vollem Herzen raus:

COME ON YOU GUNNERS!!!!!!!

In diesem Sinne

Cheers

Chris

Ein Sinnbild der Saison

Da steht sie nun, die Mannschaft die noch vor ein paar Wochen hätte alles erreichen können. Ohne Titel, mit wieder einem peinlichen Auftritt mehr und einem Trainer, der nicht nur die Spieler verloren zu haben scheint sondern auch in der Fanbasis so gut wie keinen Rückhalt mehr verspüren dürfte.

Zur Halbzeit wurde ich auf Twitter noch dafür angegangen, dass ich unsere Leistung als sehr schwach bezeichnet hatte. Zu dem Zeitpunkt für mich schon kaum verständlich, zumal wir, neben den zwei Chancen, die wir hätten einschieben müssen, schlicht unbeweglich waren, ohne Kreativität, ohne Beweglichkeit abseits vom Ball ohne den nötigen Schwung um eine solche Abwehrformation ins Schwanken zu versetzen. Wenn man darüber noch streiten mag, so hat die zweite Halbzeit doch alles wiedergespiegelt, was uns seit Beginn des Jahres auszeichnet. Eine schlechte und schlampige Verteidigung, ein Aufwachen wenn die Messe schon gelesen ist und ein Trainer der bei Zeitspiel des Gegners kurz vor Abpfiff die Arme fragend in die Höhe hebt, als ob diese Sekunden die Versäumnisse der letzten 90 Minuten bestimmen würden.

Mal wieder haben wir gegen eine, mit allem Respekt für Watford, um Meilen schlechter besetzte Mannschaft verloren. Doch dieses Team schafft es immer wieder auch schwache Teams in ihren Stärken zu bestärken. Die Führung von Watford kurz nach der Halbzeit war erneut eine Offenbarung für stümperhafte Abwehrarbeit. Man fragt sich, wie langsam sich ein Stürmer noch drehen muss, damit ein Arsenal Abwehrspieler ihm den Ball wegspitzeln kann. Gleiches beim zweiten Treffer von Watford. Ich habe leider nicht gestoppt wie lange der gute Herr gewunken hat um den Ball zu bekommen. Winken im Fußball ist meist ein Zeichen dafür, dass man völlig unerwartet ungedeckt ist und auf sich aufmerksam machen muss, zumal es die Mitspieler ansonsten nicht erwarten würden jemanden derart ungedeckt anspielen zu können. Natürlich sodann ein Hammer von Schuss. Aber das ist nicht entscheident, außer vielleicht für die, die eine Ausrede suchen.

Was dann folgte, war typisch Arsenal der letzten Monate. Hektische Angriffe mit der fehlenden Präzision, mit einem Treffer, der nochmal kurz Hoffnung aufkommen lässt, nur um sodann die absolut 100%ige Chance liegen zu lassen.

Im Ergebnis können nun zumindest alle, mich eingeschlossen, ihre noch vorhanden Träume auf ein Happy End im FA Cup begraben. Wir können uns dem Rest der Saison hingeben und um Platz vier bangen. Manchmal ist es doch schön, wenn man bekannte Mechanismen wieder aufleben lassen kann. Neuerungen sind ohnehin überschätzt.

Was den Trainer angeht, so war das gestrige Spiel, zumindest von der Fanbasis betrachtet, der Sargnagel. Ob der Vorstand in seiner unfähigen Art auch nur ansatzweise reagiert mag bezweifelt werden, doch die Fans haben ohne Frage die berühmte Schnautze voll. Sicherlich ist eine solche Frage nicht einfach zu beantworten wenn man über Arsene Wenger spricht, aber es gibt Momente, in denen muss ein Schnitt gemacht werden ohne dabei auf die gloreiche Vergangenheit zu blicken. Werden wir ihn erleben? Wie wird er aussehen? Vieles was nicht nur Felix und ich diese Woche im Podcast diskutieren werden, sondern sicher jeder Arsenal Fan in jedem Büro an diesem Morgen.

Immerhin haben wir Glück und spielen am Mittwoch in Barcelona. Dort erwartet jeder, dass wir mindestens vier fangen, sodass wir ein wenig Puffer haben. Aber wir „kämpfen bis zum Ende“ um die stereotypen Aussagen des Trainers zum Ende nochmals zu zitieren.

Ich wünsche euch trotzdem eine schöne Woche. Mehr von mir am Mittwoch vor unserem Spiel gegen Messi und dann am Donnerstag in einer neuen Ausgabe des #GGPodcast. Wem jetzt schon Fragen auf der Seele brennen hat, kann uns diese natürlich auch schon schicken. Je mehr desto besser.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

Tür zum Halbfinale

Zum zweiten Mal in dieser Woche heißt es FA Cup für Arsenal. Nach dem Schritt ins Viertelfinale gegen Hull am Dienstag steht heute Mittag ein Heimspiel an. Mit Watford nun auch wieder ligaintern und quasi ein „Derby“. Mit Everton und Palace stehen schon zwei Halbfinalisten fest und für uns ist es daran in den Lostopf für Montag Abend zu gelangen. Zudem kann es auch der dritte Halbfinaleinzug in drei Jahren werden mit der in der Konsequenz weiter bestehenden Möglichkeit das „FA Cup Triple“ zu holen. Das dürfte Ansporn genug sein und wenn man die Reaktion der Fans auf die kurzfristig zum Verkauf stehenden Tickets betrachtet, so haben auch die Arsenal Fans den Pokal als letzte realistische Titelchance ausgemacht. Alles nicht unwichtig nach den Diskussionen um die „Opt out“ Klausel einiger Dauerkarteninhaber. Wer dazu mehr wissen und hören möchte sollte nochmal in den Arsecast von Freitag reinhören mit einem sehr guten und kritischen Blick auf die Thematik.

Aber blicken wir auf das Spiel gegen Watford. Mit Platz 14 steht man gesichert im Mittelfeld und ist sicher froh über den bisherigen Verlauf der Saison. Herausragend ist sicherlich Ighalo mit 14 Toren zu nennen. Insgesamt fällt bei Watford in dieser Spielzeit auf, dass sie sich auch strukturell und taktisch stark verbessert hat. Ohne dies überzubewerten ist jedoch Arsenal in diesem Spiel Favorit. Nicht nur das anstehende Heimspiel sondern auch der Lauf im FA Cup sprechen für die Gunners. Auch der seit dem Spiel gegen die Spurs wiedergefunden Kampfgeist und Einsatz in der Truppe dürfte dazu beitragen. Ob es an dem bekannt gewordenen Teammeeting oder den wiederkehrenden Toren liegt soll mir dabei egal sein. Das Gefühl wieder auf dem richtigen Weg zu sein, ist beruhigend.

Das bedeutet aber auch, dass man das gewonnene kleine Momentum in das heutige Spiel mitnehmen muss. Dazu stehen nach dem Verletzungsschock vom Dienstag doch mehr Spieler zur Verfügung als zunächst gedacht. Mertesacker und Gabriel sind einsatzfähig. Nur Ramsey hat es mal wieder erwischt. Von vier Wochen ist die Rede, was mehr als bitter ist, zumal er schon vorher leicht angeschlagen gewesen sein soll. Zudem dürften Alexis und auch Özil sich gut erholt haben. Auch Bellerin und Welbeck hatten Zeit die Akkus zu laden. Insgesamt hat Wenger nach der guten Leistung von Campbell und den Toren von Giroud und Walcott im Sturm eine Aufgabe zu lösen. Für mich dürfte es gerne das Trio aus Alexis,Giroud und Welbeck sein. Für das Mittelfeld dürfte sich die Thematik von allein lösen. Coq steht wieder zur Verfügung und Elneny wird die Rolle von Ramsey übernehmen, womit ich nicht wirklich ein Problem habe, wenn ich mir die letzten Spiele des Ägypters so ansehe. Wo und ob wir Chambers nach seinem starken Spiel unter der Woche unterbringen wird sich zeigen, wenn es um die Fitness der Abwehrreihe geht. Kos wird nicht riskiert werden und auch Nacho und Gabriel könnten dieser Entscheidung zum „Opfer fallen“.

Ich würde wie folgt aufstellen wenn es optimal liefe:

Ospina,Nacho,Per,Chambers,Bellerin,Coq,Elneny,Özil,Welbeck,Alexis,Giroud

Für Chambers habe ich mich in der Aufstellung bewusst entschieden, zumal ich den Eindruck hatte, dass er mit ein wenig mehr Spielpraxis noch besser in den Rhythmus kommen kann, als in den letzten Spielen, wobei er schon stark auflief. Zudem scheint mir die Kombination von Per und Gabriel nicht wirklich zu klicken. Ich denke ihr wisst was ich meine. So oder so wird es auch heute vor und nach dem Spiel viel zu diskutieren geben. So lange wir dabei am Ende im Halbfinale stehen, ist das ok. Derzeit geht es um die bekannte Philosophie „Spiel für Spiel“. Und mit Blick auf die Begegnung  gegen Barcelona sollte man den Blick noch stärker auf den FA Cup richten.

Das Spiel wird wie gewohnt auf Eurosport übertragen. Der Weg zurück nach Wembley steht an, wir müssen ihn nur noch beschreiten. Gehen wir es an!

In diesem Sinne,

Come on you Gunners!

#3inarow #magicofthecup

Cheers

Chris