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Schlagwort-Archiv: Bukayo Saka

Felix‘ Talking Points für die Saison 2024/2025

14 Mittwoch Aug 2024

Posted by germangunners in Arsenal

≈ Ein Kommentar

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Bukayo Saka, Declan Rice, FC Arsenal, Gabriel Jesus, Premier League 2024-2025, Saisonvorschau, Season Preview

Es gilt das bekannte Schema: neue Saison, neues Glück. Wie zu Beginn jeder Saison kommen hier meine Talking Points für die neue Spielzeit. Wie immer ist es eine willkürliche Auswahl von Aspekten, von denen ich glaube, dass sie Themen, Entwicklungen und Beobachtungen sind, die unsere Saison prägen werden. Wie immer kein Anspruch auf Vollständigkeit und mit der ausdrücklichen Bitte um Ergänzungen, gerne in den Kommentaren oder per E-Mail.

Wir haben ja bereits am Montag ein wenig in der Podcast-Episode 263 auf die neue Saison geblickt.

Schauen wir kurz zurück auf meine Gedanken aus dem letzten Sommer für die Saison 2023/2024:

Wäre ein erneutes Erreichen der Champions League noch Fortschritt? Vor dieser Saison würde ich grundsätzlich sagen: Ja, das wäre es. In der Premier League mit der unfassbar großen Konkurrenz wäre das erneute Erreichen der Champions League auf alle Fälle Fortschritt, weil zuletzt eben nicht mehr dauerhaft in diesem Wettbewerb gespielt wurde. Konsolidierung ist Fortschritt für Arsenal. Ich würde aber noch zwei weitere Indikatoren hinzufügen: Anzahl der Punkte, Dominanz über 90 Minuten und insbesondere Punkteausbeute im letzten Saisondrittel. Die Punkte kann man objektiv leicht messen. Insbesondere mit dem sehr schwierigen Spielplan im April und Mai möchte ich sehen, dass wir auch in dieser Saisonphase anders als zuletzt dominant sind und die Punkte regelmäßig holen.

Der finale Schritt zum Titel? Meine Gedanken und Wünsche zur letzten Saison haben sich insofern komplett erfüllt. Was fehlt also noch? Natürlich ein Titel, aber es gilt für Arsenal, dass die Top Four erst einmal das Minimalziel sind. Doch zufrieden geben können wir uns damit nicht mehr. Sehr viel mehr als letzte Saison kann man aber auch nicht verlangen. Duplizieren wir die letzte Spielzeit, werden wir hoffentlich Meister, keine Frage. Und die Voraussetzungen mögen so gut wie lange nicht sein. Liverpool hat einen großen Umbruch auf der Trainerbank und einen kleineren im Kader, Manchester City ist halt City, aber irgendwann auch einmal satt und hoffentlich geschwächt. Arsenal kann aus meiner Sicht eigentlich nicht mehr machen als letzte Saison – höchstens halt noch bei City gewinnen (ungeschlagen gegen die Top Six sind wir geblieben) und vielleicht mehr Punkte gegen Fulham holen. Im Endeffekt hat aber auch Arsenal Fragezeichen vor dieser Saison. Zentrale Schlüsselspieler – Saka, Rice, Saliba, Raya – waren den gesamten Sommer unterwegs. Hinzu kommt auf einigen Schlüsselpositionen zwar mehr Auswahl, die aber durch Verletzungen schnell auch wieder reduziert werden kann. Niemand weiß, wie Jurien Timber beispielsweise auf ein Jahr ohne Ligafußball reagieren wird. Grundsätzlich sind die Voraussetzungen bei Arsenal aber besser denn je.

Arteta spricht oft über die kleinen, aber feinen Unterschiede, wenn es um den Gewinn von Titeln auf allerhöchstem Niveau geht. Können die Spieler, ja kann der gesamte Verein die „Enttäuschung“ der letzten Saison erneut als Motivation nutzen, besser als letzte Saison zu sein? Das ist für mich die übergeordnete Frage. Ein Ja wäre faktisch gleichbedeutend mit dem ersten Premier-League-Titel seit den Invincibles im Jahr 2004.

Was könnte der nächste taktische Kniff sein? Arteta hat bereits in der Pre-Season mehrfach darauf hingewiesen, dass das Ziel von Arsenal in der nächsten Saison sein muss, noch unberechenbarer zu sein. Insofern glaube ich nicht, dass wir große taktische Kniffe sehen werden, was die Spielformation angeht. Vielmehr wird es Spieler geben – Rice, Havertz, ggf. auch Jesus – die auf unterschiedlichen Positionen spielen werden müssen und somit dem Aufbauspiel von Arsenal eine je nach Gegner andere Dynamik geben werden. Havertz auf der 8 oder 9, Jesus auf der 9 oder dem Flügel, Rice auf der 6 und 8 sind die naheliegenen Variationen. Aber auch defensiv haben wir mehr Optionen durch die Verpflichtung von Calafiori. Beispielsweise könnte Zinchenko ins Mittelfeld rücken. Die Gegner müssen sich also auf unterschiedliche Systeme und Spielweisen vorbereiten. Allein diese Tatsache verursacht Stress bei den Gegnern. In der vergangenen Saison hat Arteta die Last schon auf mehrere Schultern verteilt. Jetzt wäre der nächste Schritt, stärker als bisher auch taktisch flexibel von den Spielern noch mehr taktische Kompetenz zu verlangen.

Gabriel Jesus: back to his best? Nur vier Ligatore bei 27 Einsätzen standen für Gabriel Jesus letzte Saison zu Buche. Selbst wenn er im System Arteta nicht der Goalscorer Nummer eins sein soll, sind fünf Torbeteiligungen ein weiteres Defizit. Ich denke, wir haben uns von Jesus alle mehr versprochen. Und vielleicht ist es das letzte Puzzleteil, was uns von Manchester City unterscheidet: einen Torjäger im Kader zu haben, der 20 Ligatore schießt. Kann es Jesus sein in der kommenden Saison? Zumindest scheinen die Voraussetzungen wieder besser zu sein. Von den Knieproblemen liest man gar nichts mehr, er hatte einen freien Sommer und soll in exzellenter Form in die Saisonvorbereitung eingestiegen sein. Nicht nur deswegen ist die Diskussion über einen neuen Stürmer eher verstummt (kann sich durch einen Verkauf von Nketiah wieder ändern und wenn der richtige Stürmer zum richtigen Preis denn da wäre, dann sowieso bitte Geldbörse öffnen), aber die gute Form von Jesus werden wir so oder so benötigen, um den Titel zu holen. Hoffentlich bleibt er verletzungsfrei.

Verlässlich verletzt: Verletzungsfrei ist ein gutes Stichwort. In der vergangenen Saison hatten wir leider zu viele Spieler, die zu lange verletzt waren. Partey, Tomiyasu, in gewisser Weise auch Gabriel Jesus waren nicht so verlässlich einsetzbar wie gewünscht. Jesus scheint einen Schritt nach vorne gemacht zu haben, bei Partey und Tomiyasu muss man eher skeptisch sein und bleiben. Beide gehören zum Kader und sollen insofern eine wichtige Rolle spielen. Der Japaner hat die Saisonvorbereitung wegen Knieproblemen quasi nicht mitmachen können. Das ist schon einmal richtig schlecht, zumal mit Timber jemand als Backup oder Ersatz agiert, der letzte Saison komplett gefehlt hat. Und bei Partey hat man ja eigentlich immer Hoffnung, dass er sein ganzes Potential einmal längere Zeit am Stück unter Beweis stellen kann. Bisher war er in jeder Saison längere Zeit verletzt. Wenn Arteta unberechenbarer spielen möchte, brauchen wir sowohl Tomiyasu und Partey über die meiste Zeit der Saison fit. I have my doubts.

Jurien Timber – like a new signing: Wenn ein Sportler eine so schwerwiegende Verletzung wie Jurien Timber zum Saisonauftakt 2023/2024 hat, wünscht man sich sehr – gerade wenn es ein Neuzugang war – dass er gut durch diese Verletzung kommt und sein Comeback vollends gelingt. Aber die Geschichte zeigt, dass viele Sportler nach solch schwerweigenden Knieverletzungen sehr lange bis zu bestmöglichen Fitness benötigen und auch anfälliger für andere weitere Verletzungen sind. Insofern ist sehr positiv, dass Timber bisher ohne richrige Setbacks agieren konnte und auch Arsenal erkannt hatte, dass man bloß nicht zu viel und zu schnell für das Comeback arbeitet. Im letzten Saisonspiel war er dann wieder auf dem Platz und er konnte auch große Teile der Saisonvorbereitung konnte er absolvieren, fehlte aber zuletzt mit einer kleineren Fußverletzung. Ich denke, wir werden Timber zunächst als Backup für White oder auch ggf. Zinchenko sehen, verbunden mit der Hoffnung, dass wenn die Wettbewerbe zahlreicher werden ab Oktober, wir eine gute Option haben zu rotieren. Bis dahin bekommt Timber hoffentlich genug Kurzeinsätze – und bleibt unverletzt!

Wer ist die Nummer 2 im Tor? David Raya haben wir fest von Brentford verpflichtet und er dürfte die unumstrittene Nummer 1 sein, solange er hoffentlich fit bleibt. Artetas Credo, es müsse auch auf der Torhüterposition Konkurrenzkampf geben und man jederzeit auch im Spiel die Torhüter ggf. wechseln müsste, war solange gültig, wie er Ramsdale und Raya für eine valide Nummer 1 hielt. Ramsdale ist es nicht mehr, selbst wenn er die Fähigkeit dazu hatte. Die Namen an Torhütern, die mit Arsenal in Verbindung gebracht wurden in diesem Sommer, zeigen, dass es offensichtlich wieder eine eindeutige Nummer 1 und 2 geben wird. Nur was passiert mit Ramsdale? Er verdient gut, Arsenal will viel Geld haben für einen englischen Nationaltorhüter (selbst ohne Einsätze letzte Saison). Wer hat am Ende weniger Nerven? Ramsdale, der auf Gehalt verzichten wird um regelmäßig zu spielen? Oder Arsenal, die mit der Ablösesumme runtergehen, um eine klare Nummer 1 und 2 nicht nur auf dem Papier zu haben?

Kai Havertz – the next step: Ich glaube, wir können insgesamt recht zufrieden sein mit der Debütsaison von Havertz im Arsenal-Shirt, insbesondere was die zweite Saisonhälfte angeht. Nicht zu vergessen ist aber auch, wie lange er benötigt hat, sich im Arsenal-Umfeld zurechtzufinden, wie kritisch die Fans ihm gegenüber waren. Ziehen wir diese Integrationsphase nun ab, steht Havertz vor seiner ersten „vollständigen“ Saison bei Arsenal – und davon erwarte ich mir einiges. Ob jetzt als Achter im Mittelfeld oder zentral in der Sturmspitze: in jeder Position gibt uns Havertz Qualitäten, die wir nur selten im Team derzeit finden. 13 Tore und sieben Torvorlagen waren es in seiner Premierensaison. Der nächste Schritt müssen aus meiner Sicht dann ungefähr 20 Tore und 10-15 Assists sein. Unabhängig davon, ob wir noch einen Mittelstürmer verpflichten. Havertz muss den nächsten Schritt in seiner Arsenal-Karriere machen. Potential dafür ist mehr als vorhanden.

Backup für Saka – again: Im letzten Sommer hatte ich Saliba als denjenigen Spieler ausgemacht, der unmöglich 50 plus X Einsätze in dieser Saison machen kann und wir für den Franzosen eigentlich ein Backup benötigen. Saliba hat dann jedes Ligaspiel absolviert, plus noch zehn Einsätze in der Champions League. Mit Timber, Califiori und einem hoffentlich fitteren Tomiyasu sind Backups in der Defensive (wieder) neu hinzugekommen. Bleibt die Frage, ob wir diese Optionen – am besten ohne Qualitätsverlust – auch für Bukayo Saka bereitstellen können. Saka ging letzte Saison schon mehrere Wochen auf dem Zahnfleisch, fehlte gegen Saisonende. Hinzu ist die Europameisterschaft gekommen. Kann Saka nochmal eine Saison mit 40 Pflichtspielen absolvieren? Ich denke nicht. Und unsere Alternativen auf der Rechtsaußen-Position waren immer mit einem Qualitätsverlust verbunden: Jesus auf Außen rechts ist eine Notlösung aus meiner Sicht, Nelson hat nicht die Konstanz und Qualität – bleibt die große Unbekannte Fabio Viera. Traut Arteta ihm die Backup-Rolle für Saka zu bzw. ist der Portugiese überhaupt für diese Position geeignet? Dass er in der Saisonvorbereitung häufiger dort eingesetzt wurde, sagt aus meiner Sicht eigentlich nur aus, dass Saka nicht anwesend war und Jesus und Nelson woanders gespielt haben. Was passiert also mit Viera nach einer letzten Saison, die vorsichtig formuliert sehr glanzlos war?

Declan Rice als 6er oder 8er? Meine Prognose ist, dass wir die Saison über häufiger zumindest die Position und die Rolle von Declan Rice im Arsenal-Mittelfeld analysieren. Gar nicht unbedingt als ein Problem, sondern vielmehr ggf. als einen Sachverhalt, weil Rice sicherlich einer der Spieler sein wird, von dem Arteta – Stichwort: Faktor der Unberechenbarkeit – noch mehr Flexibilität und Variation im Spiel verlangen wird. Die Diskussion darüber, auf welcher Position am liebsten spielen will, begleitete die letzte Saison schon. Rice tendiert eher zu der 6, Arteta hat sehr schnell – auch aufgrund der Verletzungen und dem fehlenden Stürmer vorne – erkannt, dass Rice auf die 8 passt und Havertz von der 8 in die Mittelstürmerposition geht. Mit einem jetzt wieder fitten Jesus auf der 9 stellt sich die Frage, ob Rice wieder ins defensivere Mittelfeld rückt und Havertz halblinks im Mittelfeld spielt. Gegen offensivstarke Gegner, die schnell umschalten können und gut kontern, finde ich Rice auf der 6 immer noch besser aufgehoben, zumal wir genug Spieler haben, die im Mittelfeld für Kreativität sorgen können. Die Qualität von Rice auf der 6 sehe ich aber nur bedingt doppelt vorhanden bei uns. Insofern ist es also kein oder, sondern vielmehr ein und. Rice wird beides spielen müssen – und im Idealfall wird das Gesamtkonstrukt Arsenal dadurch weniger ausrechenbar.

Brauchen wir noch Verstärkungen? In der Podcast-Episode am Montag haben wir eigentlich noch drei Bereiche identifiziert, in denen wir Verstärkungen willkommen heißen würden. Zum einen das defensive Mittelfeld, hier haben wir mit Merino zumindest einen Spieler auf der Liste, der gerne zu uns kommen würde. Eine Einigung mit Real Sociedad derzeit fraglich, aber ich denke, man wird aufgrund des Bedarfs, den wir haben, sich einigen. Weitere Position wäre wie schon erläutert das Backup für Saka. Weder Nelson, Viera noch Jesus sehe ich als valide dauerhafte Option diese Rolle zu erfüllen. Und ich denke, dass wir uns noch einen Stürmer holen, sofern es der Markt zulässt (also Preis, Verfügbarkeit, Alter). Viel wird von den Abgängen abhängen (siehe dazu nächster Punkt). Es gibt etwas, was Arsenal-Fans überhaupt nicht gut können: Geduld. Edu sagte, wir sollten sie haben. Es wird schon alles klappen. Ich denke, für eine abschließende Bewertung des Transferfensters wird man abwarten müssen, wie viele dieser drei Positionen wir neu besetzen können (und mit wem natürlich). Dass der Verein neue Impulse von außen noch weiter braucht, ist eindeutig. Allein um zu zeigen, dass wir es ernst meinen.

Der englische Kern geht: Smith Rowe zu Fulham, Eddie Nketiah sehr wahrscheinlich auch, selbst wenn der Wechsel nach Marseille nicht geklappt hat. Interessenten aus der Premier League soll es geben, der gesamte Umgang mit Eddie während der Saisonvorbereitung deutet daraufhin, dass sich Parteien auf einen Weggang geeinigt haben. Die Zukunft von Reiss Nelson ist ebenfalls mehr als unklar. Es könnte sein, dass ein wesentlicher Block aus englischen Spielern aus der eigenen Academy den Verein verlassen wird. Allesamt Spieler, die der schnell fortschreitenden Entwicklung unter Arteta nicht Schritt halten konnten oder durch Verletzungen (Smith Rowe) zurückgeworfen wurden. Im Prinzip stehen alle drei Spieler aber irgendwie gefühlt auch noch für die Ära von Arsene Wenger und dem kurzen Aufenthalt von Unai Emery. Mental und emotional ist diese Ära sowieso schon vorbei, aber auch sportlich und in der Kaderzusammenstellung werden die letzten Übrigbleibsel nach und nach entfernt. Daraus ergibt sich zwangsläufig die nächste Frage.

Chance für den Nachwuchs? Es ist eigentlich eine der meistgestellten Fragen vor jeder Saison. Welcher Nachwuchsspieler aus der eigenen Academy könnte es schaffen, sich langfristiger in den A-Kader zu spielen. Dabei will ich noch gar nicht davon schreiben, dass jemand der nächste Saka wird. Emotional würde das die eigene Fan-Basis natürlich gerne sehen. Und auch ökonomisch hätte es langfristig sicherlich Vorteile, wenn alle drei bis vier Jahre ein Superstar wie Saka aus der Academy erwächst. Problem nur: Es ist eine völlig überzogene Erwartung. Mit Ausnahme vielleicht vom FC Liverpool schafft es momentan ja sowieso keine Mannschaft regelmäßig eigene Jugendspieler in die erste Elf (zumindest Pokalwettbewerbe) zu integrieren. Für die Identifikation mit dem Verein ist es aber ein imminent wichtiger Schritt. Also, wer könnte es diese Saison werden? Myles Lewis-Skelly und vor allem Ethan Nwaneri sind die beiden Spieler, die am ehesten auf Einsatzzeiten hoffen können. Insbesondere Nwaneri vielleicht schon häufiger in der Premier League. Ich denke, dass man ihm eine Perspektive aufzeigen muss in dieser Saison, ob er zukünftig häufiger zum Einsatz mit der A-Elf kommt. Ayden Heaven und Josh Nichols sind ggf. weitere Kandidaten, wobei beide eigentlich auf Positionen zuhause sind, auf denen Arsenal selbst bei der ein oder anderen Verletzung gut besetzt ist. Die Saison wird insofern ein weiterer Fingerzeig, ob vielleicht ein Academy-Spieler mal wieder den Durchbruch schafft.

So viel erst einmal in aller „Kürze“. An dieser Stelle noch meine kompakte Prognose für die neue Saison (Stand am Mittwochabend, ggf. können Neuzugänge das natürlich noch verändern).

Die meisten Saisontore: Havertz

Die meisten Vorlagen: Saka

Zu null für David Raya in der Liga: 16

Saisontore für Arsenal insgesamt: 88

Gegentore für Arsenal insgesamt: 29

Punkte für Arsenal: 90

Also, gehen wir es an: Samstag 16:00 Uhr gegen die Wolves im Idealfall mit den ersten 3 Punkten der Saison. Wir begleiten die gesamte Saison natürlich mit Podcasts unsd Beiträgen an dieser Stelle. Schon vorab: Wie immer Danke fürs Lesen, Zuhören und Diskutieren!

Die ausführliche Vorschau zum Saisonauftakt folgt am Freitag.

#COYG

Felix

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Vor dem letzten Spiel in 2023: Wenn es überall ein wenig hakt

30 Samstag Dez 2023

Posted by germangunners in Arsenal

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Bukayo Saka, Fulham, Mikel Arteta, Premier League

Wenn man vor dem letzten Spiel im Jahr 2023 am Sonntagnachmittag um 15:00 Uhr beim FC Fulham die Zahlen sprechen lässt, ist die Lage wahrscheinlich sogar schlechter als die Stimmung: Arsenal hat im Dezember nur die Spiele gegen die Wolves, Luton und Brighton gewonnen. Vorerst stehen 10 von möglichen 18 Punkten in der Premier League im Dezember zu Buche. Mit diesem Punktedurchschnitt würde man mit Ach und Krach vielleicht in die Champions League kommen, mehr aber auch nicht.

10 von 18 sieht auf dem Papier überhaupt nicht gut aus, selbst wenn einige inbesondere der Auswärtsspiele schwierig waren. Und vielleichht hätte ein Sieg am Donnerstag gegen West Ham auch viel zur Beruhigung beigetragen (bei dann 13 von 18 Punkten). So ist die Lage aber derzeit doch so, dass wir momentan viel an Punkten liegenlassen. Dass die Stimmung derzeit irgendwie auch noch ganz gut ist, liegt primär daran, dass die Leistung eigentlich immer stimmt. Die notwendige und richtige Einstellung zum Spiel ist da, der Donnerstagabend hat gezeigt, dass wir auch gegen tiefstehende Gegner genug Chancen erarbeiten und in der Regel eigentlich wenige Chancen für den Gegner zulassen. Klingt auf dem Papier toll, ist es aber nicht, wenn das Spiel dann trotzdem verloren geht. Und es zieht sich wie ein Faden durch den Dezember. Wir spielen gut, haben etliche Chancen für Tore, lassen wenig zu – aber am Ende ist die Punkteausbeute zu gering. Und so verfestigt sich der Eindruck, dass an ganz vielen (eigentlich an zu vielen) Stellen die Bettdecke für Arsenal gerade etwas zu kurz ist.

Womit sich sofort die Frage stellt, wie die Defizite zu beheben sind. Und zu Jahresende fällt dann gleich wieder das böse Wort: Transferfenster. Und damit die Frage, wie beschriebene Probleme am besten in den nächsten vier Wochen gelöst werden. Viele Stimmen fordern dringend einen neuen (keinen weiteren) Stürmer. Und natürlich kann man das machen und es muss auf der To-Do-Liste eines Vereins stehen, der die Meisterschaft spätestens in den nächsten 2-3 Jahren gewinnen will. Ich darf aber daran erinnern, dass unsere defensive Stärke momentan am seidenden Faden hängt und noch nicht komplett zusammengebrochen ist, weil Ben White und Zinchenko fit sind und momentan jedes Spiel absolvieren müssen. Defensiv fehlen noch länger Timber und Tomiyasu. Ich sehe eher dringenden Bedarf für einen versierten Verteidiger. Weil am schlimmsten wäre, wenn durch eine weitere Verletzung unsere defensive Ordnung verloren geht. In der vollständigen Abwägung muss das vorhandene Potential offensiv lösen können in dieser Saison. Sie haben es in der letzten Spielzeit ja auch erledigt – und sicherlich haben sich die Teams besser auf uns eingestellt, schränken die Wirkungsgrade von Martinelli und Saka besser ein. Aber alle Akteure offensiv haben schon unter Beweis gestellt, dass sie Chancen in Tore umwandeln können. Wir werden einen anderen Stürmer-Typ benötigen für die neue Saison, momentan hoffe ich aber, dass die vorhandenen Spieler das Tor wieder treffen.

Nächste Gelegenheit dazu ist am Sonntag um 15:00 Uhr im Cravan Cottage (Sky überträgt). Da Liverpool erst an Neujahr abends gegen Newcastle spielt, könnten wir bei eigenem Sieg den Jahreswechsel zumindest als Tabellenführer feiern. Das sollte Ansporn genug sein, bevor wir dann in der Premier League drei Wochen spielfrei haben. Ich denke nicht, dass Arteta viel rotieren wird für die Startelf. Sicher sollte eigentlich nur die Hereinnahme von Havertz sein, was aber bedeuten könnte, dass Trossard ggf. links für Martinelli spielen könnte. Ich denke, eine Pause für den Brasilianer wäre nicht verkehrt. Weitere Option wäre ggf. Eddie für Jesus beginnen zu lassen. Der Rest stellt sich (leider) von alleine auf, der Kader dürfte ähnlich wie am Donnerstag sein.

Bei Fulham kehrt Raul Jimenez nach seiner Sperre zurück. Fulham hat die letzten drei Spiele verloren und könnte zum ersten Mal seit 1971 vier Ligaspiele ohne eigenen Torerfolg bestreiten. Das sollten wir doch möglich machen. Fulham ist also in keiner guten Form, auch im Vergleich zur Vorsaison stehen die Cottagers deutlich schlechter da. Insofern eigentlich ein dankbarer Gegner, wenn Arsenal nicht eine Reihe eigener Probleme hätte. Aber die Bilanz: Arsenal hat keines der letzten 11 Duelle mit Fulham verloren (8 Siege, 3 Remis). Bauen wir die Bilanz auf 12 Duelle und 9 Siege aus!

Von Christian und mir die besten Wünsche für euch (und uns als Arsenal-Community) für das neue Jahr 2024. Bleiben wir gesund und erfolgreich! Danke fürs Lesen, Hören und Mitdiskutieren in diesem Jahr.

Wir sind als Verein auf dem richtigen Weg!

#COYG

Felix & Christian

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Saison 2023/2024 Preview #8 – Beat Manchester City

07 Samstag Okt 2023

Posted by germangunners in Arsenal

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Bukayo Saka, FC Arsenal, Manchester City, Mikel Arteta

Ich habe mittlerweile das Zählen aufgehört, wie viele Spiele wir zuletzt in der Liga gegen Manchester City in Folge verloren haben. Gefühlt sind es mehr als zehn, tatsächlich vielleicht auch. Und im Endeffekt ist es auch egal, ob sehr deutlich, deutlich oder eher knapp.

Ja, wir mögen näher dran sein an Manchester City (gefühlt), das Spiel zum Saisonauftakt im Community Shield hat das deutlich gemacht. Aber im Endeffekt ist gefühlte Nähe und das vermeintliche Heranrobben an den Klassenprimus nur dann wirklich erfolgt, wenn Manchester City in der Liga besiegt wird.

Am Sonntag um 17:30 Uhr wäre ein guter Zeitpunkt damit zu starten. Declan Rice sagte nach der Niederlage in der Champions League beim RC Lens, dass Arsenal gerade erst einmal zehn Pflichtspiele in der Saison absolviert habe und man sich immer noch aufwärme. So wir wie in der zweiten Halbzeit in Lens gespielt haben, waren wir auch auf vom Aufwärmen weit entfernt. Überhaupt das Spiel am Dienstag. Es hat ein wenig den Flow und die Erfolgsserie der letzten Wochen gebremst. Nach den guten Leistungen auswärts kam die Niederlage eher zum falschen Zeitpunkt. Dazu die Verletzung von Saka, dessen Einsatz für Sonntag immer noch fraglich, wenn aber wahrscheinlicher als noch am Mittwoch ist. Will man nach der Niederlage in Lens jetzt Manchester City als Gegner am Sonntag haben? Ich finde es grundsätzlich besser jetzt gegen City zu spielen. Der recht frühe Zeitpunkt in der Saison nimmt das ganz große Drama, weil die Partie drei Punkte zu vergeben hat. Größere Auswirkungen auf die Saison zu diesem Zeitpunkt sehe ich aber sowieso nicht.

Für City noch weniger als für Arsenal. Für uns bleibt die schlechte Bilanz gegen City, die es umzukehren gilt. Für Arsenal steht also aus meiner Sicht mehr auf dem Spiel. Es ist auch ein Stück weit die Überprüfung, ob wir (in dieser Phase der Saison) mit City mithalten können. Und für das Gefühl, dass wir City über 90 Minuten schlagen können, wäre der Sonntag auch ein guter Zeitpunkt. Die Tabelle oben ist eng, mit einem guten Abschluss in die erneute Länderspielpause zu gehen wäre hervorragend.

Dafür ist eine andere Leistung als Dienstag und auch in den bisherigen Heimspielen notwendig. Ich denke, wir werden insgesamt etwas vorsichtiger agieren, ggf. City zunächst den Ball überlassen und dann nach und nach mehr Kontrolle zu bekommen. Vorsicht auch vor den ersten Minuten und potenzielle Gegentreffer. Du kannst über 90 Minuten City sowieso nicht vollständig eingrenzen, von daher ist es aus Sicht von Trainer und Team auch zu überlegen, wo man die Akzente setzen will: gleich volle Power zu Beginn oder eher etwas abwarten und über gute Aktionen Kontrolle finden?

Vom Personal denke ich werden wir kaum Veränderungen sehen. Ich tippe darauf, dass Saka spielen wird (ob man sich damit einen Gefallen tun, wird man sehen). Ansonsten würde ich mir wünschen und könnte es mir gut vorstellen, dass Jesus auf der 9 spielt, Trossard über links kommt und Havertz erstmal auf der Bank Platz nimmt. Andernfalls stellt sich die Elf von alleine auf. Ich glaube auch, dass ein Spiel gegen Manchester City nicht der Anlass und Raum für große Experimente sein sollte. Mit Havertz, Nketiah und ESR hätten wir genug Offensivpower von der Bank, auf der auch Partey wieder sitzen wird. Falls wir gegen City in der späten Phase Kontrolle und Stabilität statt Tore benötigen (was schön wäre). Martinelli wird fehlen.

Bei City ist Rodi ein letztes Mal gesperrt (sicherlich kein Nachteil für uns), Stones und De Bruyne fehlen weiter verletzt.

Sagen wir mal so: Ich hatte schon ein deutlich schlimmeres Gefühl vor Spielen gegen Manchester City. Klar bleibt aber auch, dass das beste Team der Welt morgen ins Emirates kommt. Aber es ist genauso klar, dass wir mit Selbstvertrauen und Zuversicht in die Partie gehen können. Spiele gegen Arsenal sind auch für City kein Selbstläufer mehr.

Zeit die Bilanz zu verbessern und Pep Guardiola zu zeigen, dass wir im Titelkamp dabei sind (sagt er ja selbst).

#COYG

Felix

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Felix‘ Talking Points für die Saison 2023/2024

11 Freitag Aug 2023

Posted by germangunners in Arsenal

≈ Ein Kommentar

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Arsenal Saisonvorschau, Bukayo Saka, Declan Rice, Kai Havertz, Mikel Arteta, Premier League, William Saliba

Neue Saison, neues Glück. Wie zu Beginn jeder Saison kommen hier meine Talking Points für die neue Spielzeit. Wie immer ist es eine willkürliche Auswahl von Aspekten, von denen ich glaube, dass es Themen, Entwicklungen und Beobachtungen sind, die unsere Saison prägen werden. Wie immer gilt: kein Anspruch auf Vollständigkeit und mit der ausdrücklichen Bitte um Ergänzungen, gerne in den Kommentaren oder per E-Mail.

Blicken wir noch ganz kurz zurück auf meine Prognose im August 2022. Damals schrieb ich: „Bin zuversichtlich, dass wir die Top Four erreichen. Wenn alles passt.“ Es hat alles gepasst. Wir sind zurück in der Champions League. Für diese Saison: Ich will Fortschritt sehen. Das kann ja eigentlich nur Titel heißen. Und Platz 1. Das wäre zwear etwas maßlos zu fordern. Ich glaube aber, dass wir eine sehr gute Chance haben. Wenn alles passt. Und damit wären wir auch bei meinem ersten und vielleicht wichtigsten Talking Point.

Mehr Verantwortung für mehr Schultern: Schaffen es Mikel Arteta und sein Trainerteam in der neuen Saison, mehr Spielern mehr Vertrauen und damit längere Einsatzzeiten zu geben? Eigentlich führt da naturgemäß sowieso kein Weg vorbei, weil mit der Champions League ein weiterer wichtiger Wettbewerb (sportlich wie vor allem finanziell) hinzukommt. Aber eine zentrale Erkenntnis der letzten Saison war ja, dass wir im letzten Saisondrittel mental und auch körperlich – die vielen Verletzungen sind aus meiner Sicht dann auch die logische Konsequenz – nicht mit Manchester City mithalten konnten. Die Belastung über eine gesamte Saison zu steuern, wird die große Aufgabe und Kunst für Arteta sein. Mehr Spieler einsetzen, nicht immer nur an der einen Elf festhalten, rotieren, Spielern Pausen geben – aber gleichzeitig erfolgreich sein und die Zufriedenheit im Kader hoch halten. Das wird aus meiner Sicht die größte Herausforderung. Und Arsenal wie Arteta haben dafür noch keine Blaupause. Der Kader hat nicht ein Spiel in der Champions League gemeinsam bestritten. Es bleibt nur die Erkenntnis aus der letzten Saison als Schlussfolgerung, das Kader-Management in 2023/2024 anders machen zu müssen.

Backup für Saka: Das trifft in besonderer Weise auch auf Bukayo Saka zu, der letzte Saison in der Premier League stets gefordert war. Ich denke, wir sind alle begeistert von den Neuzugängen und der neuen Tiefe im Kader. Festzuhalten bleibt aber auch, dass so ein richtiger Ersatz eins zu eins für Saka bisher nicht im Kader zu finden ist. Die Frage ist, ob er es zwingend sein muss. Ich denke schon. Das heißt ja auch nicht, dass wir gar keinen Spieler für Rechtsaußen hätten. Nelson kann dort spielen, Martinelli von links rübergeholt werden, selbst Havertz soll und kann ja überall spielen. Aber so groß das Angebot in der Mitte und auf der linken Seite sein mag, so dürftig fällt es auf dem rechten Flügel aus. So oder so: der Erfolg unserer Saison hängt auch maßgeblich von der Fitness von Bukako Saka ab, vielleicht von Saka mehr als von jedem anderen Spieler. Sind wir dafür ausreichend gerüstet?

Tore und ein Königreich für zwei unterschiedliche Stürmer: 2021/2022 standen nur 61 Tore am Ende der Saison auf der Habenliste, nicht mal zwei Treffer pro Spiel. Im letzten Jahr mussten wir uns über zu wenige Tore nicht beschweren. 88 Treffer waren es, verteilt auf viele Schultern, insbesondere das Mittelfeld (Odegaard, Xhaka, Saka, Martinelli) waren mit je 14 oder 15 Treffern maßgeblich dafür verantwortlich. Gabriel Jesus (11 Treffer) hatte lange gefehlt und fehlt jetzt schon wieder. Um Meister zu werden: benötigen wir nicht einen Stürmer, der auch 20 Tore pro Saison beisteuert? Theoretisch könnte es Jesus ja sogar sein, aber die Frage ist vielmehr: Wer ist es ggf. sonst? Das gliedert sich ein in die Diskussion um die „echte“ Nummer 9, die man im Kader haben sollte oder sogar muss. Wir haben eigentlich zu viele Stürmer, aber gefühlt auch zu wenige echte Top-Scorer. Was passiert mit Nektiah (Brentford mit Interesse) und/oder Balogun (Inter hatte mal Interesse, Monaco vielleicht noch)? Beide können wir nicht verkaufen, aber wer wäre geeigneter, Jesus zu ersetzen? Gefühlt Balogun, weil er ein etwas anderer Spielertyp ist, aber es fehlt der empirische Beweis, dass er es über eine gesamte Premier League Saison auch durchhält. Und streng genommen gilt dieser Satz auch für Nketiah. Beide Spieler wird der Verein nicht verkaufen, aber ich sehne mich nach einem echten Top-Stürmer, der neben Jesus noch 20-25 Tore schießt. Vielleicht im nächsten Transferfenster.

Tore aus dem Mittelfeld – von Havertz: Am besten Havertz trifft in den ersten Spielen regelmäßig. Das ist mein größter Wunsch, um diese unsäglichen Diskussionen zu beenden, die gerade schon wieder auftreten, nachdem Havertz im Community Shield zwei gute Chancen vergeben hat. Jeder Neuzugang muss sich erst das Vertrauen und die Zuneigung der Fans erspielen, keine Frage. Aber dann sollten wir ihm auch die Chance geben, in Ligaspielen über mehrere Wochen diese Chance zu ergreifen. Havertz wird genug Gelegenheiten bekommen. Ich denke, Arteta wird ihn schon eher in einer offensiveren Xhaka-Rolle einsetzen. Solange Jesus verletzt ist, spielt er ggf. sogar als hängende Sturmspitze. Ich weiß aber gar nicht, ob das so gut ist, weil damit dann gleich die Erwartung an Tore verknüpft ist. Arteta war begeistert von Havertz am letzten Sonntag, von seinem Pressing gegen den Ball, vom Erkennen freier Räume, vom Halten des Balles. Vielleicht erkennen bald auch mehr Fans, dass Havertz nicht nur an Tore und genutzten Chancen gemessen werden darf. Aber trotzdem besser für ihn, dass er zügig trifft.

8-5-2-1: Ist es jetzt DIE Saison? Wir haben unfassbaren Fortschritt in den letzten zwei Jahren gemacht. Wenn man die Prognosen und Vorhersagen der meisten Experten sich anschaut, tippen die wenigsten uns auf Platz 1, sondern irgendwo auf Position 2-4. Wäre ein erneutes Erreichen der Champions League noch Fortschritt? Vor dieser Saison würde ich grundsätzlich sagen: Ja, das wäre es. In der Premier League mit der unfassbar großen Konkurrenz wäre das erneute Erreichen der Champions League auf alle Fälle Fortschritt, weil zuletzt eben nicht mehr dauerhaft in diesem Wettbewerb gespielt wurde. Konsolidierung ist Fortschritt für Arsenal. Ich würde aber noch zwei weitere Indikatoren hinzufügen: Anzahl der Punkte, Dominanz über 90 Minuten und insbesondere Punkteausbeute im letzten Saisondrittel. Die Punkte kann man objektiv leicht messen. Insbesondere mit dem sehr schwierigen Spielplan im April und Mai möchte ich sehen, dass wir auch in dieser Saisonphase anders als zuletzt dominant sind und die Punkte regelmäßig holen. Und darüber hinaus wünsche ich mir, dass wir noch dominanter und sicherer mit einer Führung im Rücken spielen. Letzte Saison war schon ziemlich gut, aber Arteta und die Spieler haben gesagt, dass noch viel Luft nach oben ist. Das werden wir beobachten.

Endgegner Manchester City: Auf alle Fälle, was den Titelkampf betrifft. Aber Sieg im Community Shield hin oder her. Es muss jetzt singulär betrachtet ein Sieg gegen City in der Liga her, am besten gleich im Heimspiel im Oktober. Darüber hinaus: Sieg an der Anfield Road als weiterer Meilenstein.

The price is Rice: Es ist schon so viel über diesen Transfer geschrieben worden, über den Preis und die ganzen Verhandlungen. Ich möchte aber noch festhalten: 1. Es ist großartig, dass wir jetzt in der finanziellen Lage sind, solche Transfers zu tätigen. Ein Modizifieren der Gehaltsstruktur und das Verkaufen/Verleihen von Spielern, die astronomische Gehälter für sehr bodenständige Leistungen bekommen haben, war sehr richtig. 2. Es ist großartig, dass sich ein Spieler wie Declan Rice für Arsenal entscheidet und beispielsweise nicht zu Manchester City oder Liverpool geht. Die PowerPoint-Präsentationen von Mikel Arteta müssen ziemlich überzeugend sein. 3. Es wäre falsch, Rice jetzt in allen seinen Aktionen und Leistungen auf die Ablösesumme runterzubrechen. Rice wird so oder so der Schlüssel für den Erfolg Arsenals in den nächsten Jahren sein. Idealerweise wird er bereits diese Saison voll einschlagen. Wenn er von der Fitness jetzt erst bei 75-80 Prozent ist und schon solce Leistungen zeigt, können wir sehr zuversichtlich sein. Über die defensiven Qualitäten von Rice müssen wir nicht sprechen. Der für mich interessante Aspekt liegt eher darin, ob Rice sich auch als Torschütze etablieren kann. In seinen letzten vier Premier League Spielzeiten kommt er auf insgesamt acht Tore. Natürlich ist Toreverhindern seine primäre Aufgabe, aber bisher hat es Arteta geschafft, auch von Odegaard und Xhaka mehr Tore zu verlangen und zu bekommen. Ist das die neue Dimension, die wir von Rice noch bekommen werden?

Arsenals Abwehr fährt Rolls-Royce: Ein Knackpunkt in der vergangenen Spielzeit war sicherlich die Verletzung von Saliba. Kurzum: Der Erfolg in dieser Saison hängt insofern auch maßgeblich davon ab, wie fit Saliba wieder wird und bleibt. Die Auftritte in den Testspielen und im Community Shield haben die Erwartungen gleich wieder nach oben katapultiert. In der Kombination mit Gabriel sehe ich derzeit ligaweit wenige Innenverteidiger-Duos, die besser harmonieren als der Franzose und der Brasilianer. Ohne Saliba haben wir mehr Tore kassiert, wirkten behäbiger im Spielaufbau und waren vor allem anfälliger bei Kontern und schnellem Umschaltspiel des Gegners. Aber Saliba wird nicht 50 Pflichtspiele diese Saison machen können (Gabriel übrigens auch nicht). Wie sieht also unsere Verteidigung aus, wenn einer der beiden oder beide mal nicht spielen können? Wir haben Timber, Tomiyasu, Kiwior und auch White könnte dort spielen. Aber das wäre dann bestenfalls BMW oder Mercedes Luxusklasse, aber an den Rolls-Royce kommt keiner heran. Hoffen wir, dass Saliba verletzungsfrei durch die Saison kommt. Ihm und uns wäre es sehr zu wünschen.

Stimmung, Connection, Atmosphäre (again): Selbst wenn das letzte Saisondrittel 2022/2023 nicht so ideal lief, hat es der generellen Stimmung rund um den Verein keinen Abbruch getan und auch die Mannschaft schien zumindest nach außen jetzt nicht in einer monatelangen Depression verfangen. Warum auch? Die Pre-Season Tour in den USA hat schon wieder deutlich gemacht, welches Standing Arsenal in den letzten Jahren nicht nur in den USA wieder zurückgewonnen hat, und wie geschlossen und kohärent der Verein nach innen wie außen kommuniziert und auftritt. Die Nachfrage nach Tickets ist enorm. Bleibt die spannende Frage zu überprüfen, wie sich Stimmung und Atmosphäre verhalten, wenn es Saisonspiele gibt, die mal nicht so rund laufen. Im Idealfall gibt es die nicht, aber nicht nur im Team, sondern auch auf den Rängen sind die Erwartungen ja nicht geringer geworden. Wie damit umgehen, wenn sie mal enttäuscht werden?

Rückkehrer auf den Außenbahnen: Wir hatten in der letzten Saison zu viele Verletzungen. Solche Abwesenheiten sind Teil des Spiels und Sports. Über die gravierenden Auswirkungen des Fehlens von Saliba hatten wir mehrfach bei den Germangunners gesprochen. Erschwerend kam hinzu, dass mit Tomiyasu und Zinchenko zwei Spieler gefehlt haben, deren Präsenz dafür gesorgt hätte, dass beispielsweise White Saliba hätte vertreten können oder Gabriel auch mal eine Pause bekommen hätte. Jetzt muss Kiwior in seiner zweiten Premier League Saison unter Beweis stellen, dass er für diese Liga tauglich ist (Anzeichen sind positiv). Zudem haben wir mit Jurrien Timber einen Spieler verpflichtet, der mit seiner Variabilität und Flexibilität mögliche Ausfälle kompensieren soll. Wobei wenn man den Eindrücken der Pre-Season glauben darf, ist es eher Timber, der vielleicht mal ausfällt und ersetzt werden muss. Das wird auch sehr interessant zu beobachten sein, in welcher Position Timber wie häufig spielt und ob er den etablierten Akteuren wie White, Tomiyasu und Zinchenko den Stammplatz streitig macht. Konkurrenz belebt das Geschäft.

What next for ESR? Konkurrenz hat auch Emile Smith Rowe. Von den Hale End Eigengewächsen ist seine Rolle vielleicht die am schwierigsten zu beurteilende. Nelson wird zweite Geige spielen (müssen), Saka ist gesetzt und Nketiah versucht weiterhin in Abwesenheit von Jesus sich als echte Alternative zu präsentieren. Die will eigentlich auch Smith Rowe sein. Und was man so hört und liest, ist sein Standing im Verein und vor allem auch bei Arteta sehr hoch. Fragt sich halt nur, ob ESR wieder an die Leistungen von vor zwei Jahren herankommt. Denn in der neuen Saison sind die Vorzeichen andere als damals. Die Konkurrenz ist größer, ESR kann nicht mehr damit argumentieren, dass er vor zwei Jahren einmal Stammspieler war. Was muss passieren, damit er da ggf. wieder hinkommt? Er braucht Spielzeit (wird er sicherlich bekommen, aber Stand jetzt auch nicht en masse) und er muss seine Einsatzzeit bestmöglich nutzen. Es ist ihm zu wünschen. Nicht dass er endet mit dem Schicksal, dass er einfach zu falschen Zeit länger bzw. zu lange verletzt war. Das Potential und das Können sind hoffentlich noch vorhanden.

Zu viele unter einem Dach – wer verlässt den Verein noch? Ich denke, wir können mit dem bisherigen Transferfenster sehr zufrieden sein. Raya als Leihe ist exzellentes Business. Trotzdem ist der Kader zu groß. Um also ein abschließendes Urteil zu fällen, sollten folgende Spieler hoffentlich den Verein noch verlassen: Runarsson, Okonkwo, Cedric, Holding, Tavares, Lokonga, Pepe. Optional noch zu verkaufen: Tierney (was ich schade fände, gerade bei der Verletzungsanfälligkeit von Zinchenko) sowie entweder Balogun oder Nketiah. Die Frage ist: bekommen wir bis Ende August noch so viele Spieler von Bord?

Doppelbelastung – Dienstag Madrid, Samstag Burnley: Die Saison wird anstregender für die Spieler (und das heißt nicht, dass die letzte Saison nicht schon anstrengend genug war). Aber Champions League ist eben ein Wettbewerb, der nicht mit der zweiten Garde bestritten werden kann und in dem das Weiterkommen in jeder Runde das sehr wichtige Kleingeld bringt, das man zwingend mitnehmen sollte. Ein Überstehen der Gruppenphase sollte Anspruch sein. Die interessante Frage wird sein, wie der Kader mit der Belastung der englischen Wochen umgeht. Die Neuerung ist, dass wir nach Champions League am Mittwoch immerhin nicht gleich wieder Samstagmittag ran müssen. Aber so oder so bin ich sehr gespannt, wie der Kopf der Spieler das diese Saison mitmacht zwischen Madrid, Mailand, Bournemouth und Burnley hin und her zu switchen.

Ansonsten sei abschließend noch gesagt: Aaron Ramsdale, was für eine beeindruckende Persönlichkeit, was für ein großartiger Typ!

In diesem Sinne: Auf geht es in eine neue Saison, bei den Germangunners wie gewohnt in Schrift und gesprochenem Wort.

Come on Arsenal!

Felix

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Felix‘ Talking Points für die Saison 2022/2023

11 Donnerstag Aug 2022

Posted by germangunners in Arsenal

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Arsenal, Bukayo Saka, Martin Odegaard, Premier League, Premier League Saisonvorschau, Transfer

Mit einem Spieltag Verspätung kommen nun endlich meine Talking Points für die neue Saison 2022/2023. Auch wenn schon ein Spiel erfolgreich absolviert wurde, sollte diese Verzögerung aber bitte gestattet sein. Denn die Talking Points haben auch noch nichts an Relevanz und Aktualität verloren, so groß ist die Pfadabhängigkeit ja noch nicht.

Wie immer ist es eine willkürliche Auswahl von Aspekten, von denen ich glaube, dass es Themen, Entwicklungen und Beobachtungen werden, die unsere Saison prägen werden.

Uns allen eine erfolgreiche und spannende Saison. Vorweg, hier schon einmal meine Prognose: Bin zuversichtlich, dass wir die Top Four erreichen. Wenn alles passt. Daran muss der Verein halt arbeiten.

Mehr Tore: Nur 61 Tore standen am Ende der letzten Saison auf der Habenliste, nicht mal zwei Treffer pro Spiel. Es war ein ewiger Krampf mit der Ungefährlichkeit von Lacazette und den Eskapaden von Aubameyang. Nketiah musste uns dann gegen Saisonende retten. Der Schlüssel zu den Top Four geht nur über mehr Tore in dieser Saison. Die Spurs sind Vierter mit 69 Treffern geworden, auch nicht berauschend im Vergleich zu 76 von Chelsea und den über 90 Toren von Liverpool und Manchester City. Die Chelsea-Marke der letzten Saison sollte unsere Zielgröße sein. Wir brauchen also gut 15 Tore mehr mindestens. Es dürfte klar sein, wer dafür primär zuständig sein wird: Gabriel Jesus. Der Erfolg dieses Transfers wird auch daran gemessen. Testspiele sind nicht Ligaspiele. Aber ich bin sehr zuversichtlich.

Es muss geliefert werden: In einem seiner unzähligen Interviews vor der Saison hat Edu gesagt, dass der Verein gar nicht geplant hatte, in dieser Saison Champions League zu spielen. Dieses Ziel soll/muss erst in dieser Saison erreicht werden. Von daher ist die Richtung auch klar, wie die Saison am Ende zu bewerten ist: Natürlich kann man Erfolg auch daran messen, ob man mehr Tore geschossen und weniger Treffer kassiert hat. Oder mehr Punkte als in der Vorsaison geholt wurden. Am Ende des Tages (sic!) zählt dann aber nur der Tabellenplatz. Die positive Entwicklung des Vereins kann nicht ohne die Qualifikation für die Champions League fortgesetzt werden. Daran wird sich Edu messen lassen müssen.

Arteta (ruhig) ein wenig unter Druck: In einer der ersten Episoden von Arsenal: All or Nothing gibt es eine schöne Szene, wo Edu beim Tischgespräch, dass Arteta nach dem katastrophalen Saisonstart in der letzten Spielzeit und den Erfolgen anschließend ruhiger geworden ist. Da schien so ein bisschen durchzuscheinen, dass Edu das noch als letzte kleine Baustelle beim Trainer Arteta sieht. Taktisch sei Arteta, so Edu, nichts vorzumachen. Da könne er mit den allerbesten mithalten. Mein Eindruck ist, dass Arteta diese Saison und auch in der Vorbereitung deutlich ruhiger und gelassener rüberkommt, obwohl der Druck diese Saison auch für den Trainer eigentlich noch größer als zuletzt ist.

Dominanz in Führung: Neben dem Wunsch, mehr Tore zu erzielen, ist das aus meiner Sicht noch die größte Baustelle. Wie groß wird diesbezüglich der Fortschritt in dieser Saison sein? Dominant bei Führung sein, angefangen beim 1:0. In Dominanz und ggf. gegen einen schwächeren Gegner auch mal das Spiel frühzeitig entscheiden und den Sack zumachen. Nach einer Führung den Gegner nicht sofort wieder ins Spiel lassen. Der Freitagabend bei Crystal Palace hat gezeigt, dass wir da noch Luft nach oben haben.

Connection Verein und Fans: Ich finde, die Beziehung und das Verhältnis von Fans zum Verein und auch umgekehrt hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Auf einem absoluten Tief nach dem Rauswurf von Unai Emery und der Kritik an der Kroenke-Familie, dass sie alles teilnahmslos geschehen lassen – bis zu einem Hoch in der letzten Saison. Ich glaube aber, dass dieser Prozess nach oben noch nicht abgeschlossen ist. Aus meiner Sicht sind die Grundlagen für einen stabilen Bund zwischen Fans und Verein gelegt. Jetzt geht es eigentlich nur noch darum, erfolgreich zu sein auf dem Platz und dieses Verhältnis zu festigen. Wer kann sich mit diesem Team und der Entwicklung denn nicht positiv identifizieren?

Die Besitzer: Die Meinung gegenüber den Kroenkes war in den letzten Jahren definitiv nicht beste. Und man muss sie nicht mögen. Aber niemand kann über die Tatsache hinwegschauen, dass sie gewillt sind, den Verein auch mit massiven Investitionen wieder nach vorne zu bringen. Es gibt von Stan und noch mehr von Josh ein klares Bekenntnis zum Verein, zum Trainer und den Spielern. Es wird interessant zu sehen sein, ob man bspw. auch im Januar-Transferfenster noch einmal investiert – und wie weit dieser Prozess geht. Irgendwann wollen die Besitzer dann auch wieder Einnahmen sehen. Reicht dann Platz 4 und man macht dann Schluss oder will man Arsenal wirklich zu Titel investieren? Und damit meine ich Meisterschaft.

Die „Altlasten“ sind (fast) weg: Der Umbruch des Kaders ist ein gutes Stück vorangekommen. Die Abgänge von Lacazette und Aubameyang haben zahlreiche Mittel für Gehälter und Transfers freigemacht. Und gleichzeitig trennt man sich von Spielern, die nicht spielen und nur Geld bekommen. Das geht alles in die richtige Richtung. Ich weiß, vielen, mich eingeschlossen, nicht schnell genug und vielleicht auch nicht mit den erhofften finanziellen Benefits. Bellerin, Mari, Torreira, Leno, Guendouzi, Mavropanos wurden alle verkauft. Dazu haben wir jugendliches Potential mit Tavares und Balogun hoffentlich gewinnbringend für alle verliehen. Mit Pepe, Nelson und Maitland-Niles gäbe es genug Potential für weitere Abgänge. Ich denke, dass die meisten von uns hoffen, dass insbesondere Pepe noch etwas finanzielle Mittel generiert. Wir werden es sehen. Alle Mislintat-Transfers sind (bald) nicht mehr im Verein.

Innenverteidigung Saliba und Gabriel: Mehr Tore auf der einen Seite sind natürlich großartig, aber noch weniger Gegentore schaden ja auch nicht. 48 Gegentore in der letzten Spielzeit sind aus meiner Sicht 10 bis 15 Gegentreffer zu viel. Haben wir mit Saliba und Gabriel endlich wieder ein IV-Duo wie damals Mertesacker und Koscielny? Und was passiert mit Ben White, sollte Tomiyasu wieder fit werden und regelmäßig spielen?

Saka to shine again? Ein letztes Puzzleteil für einen erfolgreichen Weg von Arsenal ist definitiv eine Vertragsverlängerung von Bukayo Saka. Manchester City hatte ja schon mal seine Fühler ausgestreckt (und wird es auch wieder tun, die sind ja nicht blöd). Und die Aussagen von Edu, dass irgendwann (junges) Talent auch mal gewinnbringend verkauft wird, sagen ja auch, dass der Business-Plan das explizit vorsieht. Die größere Frage für mich ist eher die Form von Saka in dieser Saison. Er hatte eine anstrengende letzte Saison, wenig Pause im Sommer 2021, auch dieses Jahr definitiv nicht die längste Sommerpause. Und auf seiner Position ist er, meiner Einschätzung nach, immer noch ohne richtig gutes Backup. Pepe, nicht wirklich? Viera, da stellt sich die Frage, wo er eigentlich spielt (siehe weiter unten)? Und Nelson ist eher für den Verkauf vorgesehen. Dazu kommt im Winter die WM. Wie lange hält Saka das aus?

Ödegaard als Kapitän der letzte Push? Der Verein versucht an vielen Stellen mit mehr Klarheit als zuletzt zu überzeugen. Das betrifft auch die Rolle des Kapitäns. Vorbei die Zeiten, wo es eine Gruppe wechselnder Spielführer gab oder wie zuletzt bei Arteta diese Leadership-Group (gibt es wohl immer noch). Aber es ist jetzt ein klarer Kapitän benannt, von dem man auch das Zutrauen hat, dass er diese Position gut und länger ausführen kann. Denn nichts ist besser als Kontinuität in dieser Sache und nicht ständige Wechsel, je nachdem, wer da ist und die Binde gerade nicht durch Fehlverhalten losgeworden ist. Es muss ja jetzt nicht gleich die Ära von Tony Adams sein (Kapitän von 1988 bis 2002), aber Arteta (von 2012 bis 2014) weiß am besten selbst, dass Kontinuität auf dieser Position auch zur Stabilität im Verein insgesamt führt.

Die kleinen Sorgenkinder Tierney, Tomiyasu und Smith-Rowe: Mikel Arteta war ja sehr begeistert über den Fitnesszustand seines Teams. Das darf aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir mit Tierney und Tomiyasu (und ein wenig auch mit Smith Rowe) drei Stammspieler haben, die immer wieder mit Verletzungen fehlten. Die Begründung von Arteta auf der Pressekonferenz letzte Woche dazu war insofern bemerkenswert: „[…] the reason they got those persistent injuries are for different reasons, probably because the squad didn’t enable them to recover, and [we] don’t play them when it was necessary and it was too tired when they weren’t fully recovered so sometimes we had to rush them. It was a combination of things with those two players, they’re so pushy and willing to contribute with the team. We know that with those two fit and performing at their best, we are much stronger as a team.“ Man kann nur hoffen, dass solche Situationen nicht mehr passieren bzw. passieren können, weil man mit White/Cedric und Zinchenko jetzt genug sehr gute Alternativen hat.

Belastung: Über die Belastung habe ich schon im Rahmen von Saka gesprochen. Es wird eine komische Saison. Diese unsägliche WM im November und Dezember sorgt für noch mehr Belastung als sonst in dieser Zeit. Die UEFA-Vereinswettbewerbe werden innerhalb weniger Wochen im September und Oktober durch, dazu die nationalen Pokalspiele. Das ist zum Glück für alle Vereine Neuland. Ich hoffe, wir kommen da gut durch, auch vor dem Hintergrund, dass wir einige wichtige Spieler haben, die verletzungsanfälliger sind als andere.

Fabio Viera – der große Unbekannte: Der Transfer kam so überraschend wie die längere Verletzung von Fabio Viera. Die Erwartungen sind hoch, die Vorschusslorbeeren mehr als saftig. Wir sind alle gespannt auf den ehemaligen Spieler des FC Porto. Auch wenn es nur Zusammenschnitte auf YouTube sind, das sieht alles sehr vielversprechend aus. Die große Frage ist nur: auf welcher Position spielt er? Oder noch breiter formuliert: zu welchem Zweck ist Viera genau geholt worden (bestimmt nicht nur, um irgendwann mal ein vielversprechendes Talent teuer zu verkaufen)? Das dürfte die nächsten Wochen dann insbesondere in der Europa League sehr interessant zu beobachten sein, wobei dann zu klären wäre, ob seine Rolle in der Premier League dann eine ähnliche wäre.

#COYG

Felix

P.S.: Habt ihr noch Talking Points? Dann gerne in die Kommentare oder per Mail an Christian und mich (oder via Twitter).

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