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GermanGunners

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Schlagwort-Archiv: Declan Rice

Episode 304, 13.08.2025 – Saisonvorschau (Teil I): Erwartungen

13 Mittwoch Aug 2025

Posted by germangunners in Arsenal, Podcast

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Declan Rice, FC Arsenal, Premier League 2025/2026, Premier League Saisonvorschau

In dieser Episode blicken wir in einem ersten Teil auf die neue Premier League Saison 2025/2026 und sprechen über die Erwartungen an die neue Saison des FC Arsenal. Vielmehr ihr sprecht – wir haben die Community gebeten, eure Erwartungen, Hoffnungen und Ziele für die neue Saison zu formulieren. Darüber hinaus gibt Felix seine 10 Talking Points für die neue Saison raus, die im zweiten Teil der Saisonvorschau genauer besprochen werden.

Wir freuen uns wie immer über Lob, Kritik, Fragen und Anregungen, gerne direkt hier unter diesem Beitrag oder gerne auch per E-Mail.

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Apple Podcasts beziehen oder hier per RSS Feed. Wir sind auch bei Spotify vertreten. Klassisch hört ihr einfach über die Website rein.

Vielen Dank an alle, die sich für diese Episode bei uns gemeldet haben!

#COYG

Felix&Chris

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Felix‘ Talking Points für die Saison 2024/2025

14 Mittwoch Aug 2024

Posted by germangunners in Arsenal

≈ Ein Kommentar

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Bukayo Saka, Declan Rice, FC Arsenal, Gabriel Jesus, Premier League 2024-2025, Saisonvorschau, Season Preview

Es gilt das bekannte Schema: neue Saison, neues Glück. Wie zu Beginn jeder Saison kommen hier meine Talking Points für die neue Spielzeit. Wie immer ist es eine willkürliche Auswahl von Aspekten, von denen ich glaube, dass sie Themen, Entwicklungen und Beobachtungen sind, die unsere Saison prägen werden. Wie immer kein Anspruch auf Vollständigkeit und mit der ausdrücklichen Bitte um Ergänzungen, gerne in den Kommentaren oder per E-Mail.

Wir haben ja bereits am Montag ein wenig in der Podcast-Episode 263 auf die neue Saison geblickt.

Schauen wir kurz zurück auf meine Gedanken aus dem letzten Sommer für die Saison 2023/2024:

Wäre ein erneutes Erreichen der Champions League noch Fortschritt? Vor dieser Saison würde ich grundsätzlich sagen: Ja, das wäre es. In der Premier League mit der unfassbar großen Konkurrenz wäre das erneute Erreichen der Champions League auf alle Fälle Fortschritt, weil zuletzt eben nicht mehr dauerhaft in diesem Wettbewerb gespielt wurde. Konsolidierung ist Fortschritt für Arsenal. Ich würde aber noch zwei weitere Indikatoren hinzufügen: Anzahl der Punkte, Dominanz über 90 Minuten und insbesondere Punkteausbeute im letzten Saisondrittel. Die Punkte kann man objektiv leicht messen. Insbesondere mit dem sehr schwierigen Spielplan im April und Mai möchte ich sehen, dass wir auch in dieser Saisonphase anders als zuletzt dominant sind und die Punkte regelmäßig holen.

Der finale Schritt zum Titel? Meine Gedanken und Wünsche zur letzten Saison haben sich insofern komplett erfüllt. Was fehlt also noch? Natürlich ein Titel, aber es gilt für Arsenal, dass die Top Four erst einmal das Minimalziel sind. Doch zufrieden geben können wir uns damit nicht mehr. Sehr viel mehr als letzte Saison kann man aber auch nicht verlangen. Duplizieren wir die letzte Spielzeit, werden wir hoffentlich Meister, keine Frage. Und die Voraussetzungen mögen so gut wie lange nicht sein. Liverpool hat einen großen Umbruch auf der Trainerbank und einen kleineren im Kader, Manchester City ist halt City, aber irgendwann auch einmal satt und hoffentlich geschwächt. Arsenal kann aus meiner Sicht eigentlich nicht mehr machen als letzte Saison – höchstens halt noch bei City gewinnen (ungeschlagen gegen die Top Six sind wir geblieben) und vielleicht mehr Punkte gegen Fulham holen. Im Endeffekt hat aber auch Arsenal Fragezeichen vor dieser Saison. Zentrale Schlüsselspieler – Saka, Rice, Saliba, Raya – waren den gesamten Sommer unterwegs. Hinzu kommt auf einigen Schlüsselpositionen zwar mehr Auswahl, die aber durch Verletzungen schnell auch wieder reduziert werden kann. Niemand weiß, wie Jurien Timber beispielsweise auf ein Jahr ohne Ligafußball reagieren wird. Grundsätzlich sind die Voraussetzungen bei Arsenal aber besser denn je.

Arteta spricht oft über die kleinen, aber feinen Unterschiede, wenn es um den Gewinn von Titeln auf allerhöchstem Niveau geht. Können die Spieler, ja kann der gesamte Verein die „Enttäuschung“ der letzten Saison erneut als Motivation nutzen, besser als letzte Saison zu sein? Das ist für mich die übergeordnete Frage. Ein Ja wäre faktisch gleichbedeutend mit dem ersten Premier-League-Titel seit den Invincibles im Jahr 2004.

Was könnte der nächste taktische Kniff sein? Arteta hat bereits in der Pre-Season mehrfach darauf hingewiesen, dass das Ziel von Arsenal in der nächsten Saison sein muss, noch unberechenbarer zu sein. Insofern glaube ich nicht, dass wir große taktische Kniffe sehen werden, was die Spielformation angeht. Vielmehr wird es Spieler geben – Rice, Havertz, ggf. auch Jesus – die auf unterschiedlichen Positionen spielen werden müssen und somit dem Aufbauspiel von Arsenal eine je nach Gegner andere Dynamik geben werden. Havertz auf der 8 oder 9, Jesus auf der 9 oder dem Flügel, Rice auf der 6 und 8 sind die naheliegenen Variationen. Aber auch defensiv haben wir mehr Optionen durch die Verpflichtung von Calafiori. Beispielsweise könnte Zinchenko ins Mittelfeld rücken. Die Gegner müssen sich also auf unterschiedliche Systeme und Spielweisen vorbereiten. Allein diese Tatsache verursacht Stress bei den Gegnern. In der vergangenen Saison hat Arteta die Last schon auf mehrere Schultern verteilt. Jetzt wäre der nächste Schritt, stärker als bisher auch taktisch flexibel von den Spielern noch mehr taktische Kompetenz zu verlangen.

Gabriel Jesus: back to his best? Nur vier Ligatore bei 27 Einsätzen standen für Gabriel Jesus letzte Saison zu Buche. Selbst wenn er im System Arteta nicht der Goalscorer Nummer eins sein soll, sind fünf Torbeteiligungen ein weiteres Defizit. Ich denke, wir haben uns von Jesus alle mehr versprochen. Und vielleicht ist es das letzte Puzzleteil, was uns von Manchester City unterscheidet: einen Torjäger im Kader zu haben, der 20 Ligatore schießt. Kann es Jesus sein in der kommenden Saison? Zumindest scheinen die Voraussetzungen wieder besser zu sein. Von den Knieproblemen liest man gar nichts mehr, er hatte einen freien Sommer und soll in exzellenter Form in die Saisonvorbereitung eingestiegen sein. Nicht nur deswegen ist die Diskussion über einen neuen Stürmer eher verstummt (kann sich durch einen Verkauf von Nketiah wieder ändern und wenn der richtige Stürmer zum richtigen Preis denn da wäre, dann sowieso bitte Geldbörse öffnen), aber die gute Form von Jesus werden wir so oder so benötigen, um den Titel zu holen. Hoffentlich bleibt er verletzungsfrei.

Verlässlich verletzt: Verletzungsfrei ist ein gutes Stichwort. In der vergangenen Saison hatten wir leider zu viele Spieler, die zu lange verletzt waren. Partey, Tomiyasu, in gewisser Weise auch Gabriel Jesus waren nicht so verlässlich einsetzbar wie gewünscht. Jesus scheint einen Schritt nach vorne gemacht zu haben, bei Partey und Tomiyasu muss man eher skeptisch sein und bleiben. Beide gehören zum Kader und sollen insofern eine wichtige Rolle spielen. Der Japaner hat die Saisonvorbereitung wegen Knieproblemen quasi nicht mitmachen können. Das ist schon einmal richtig schlecht, zumal mit Timber jemand als Backup oder Ersatz agiert, der letzte Saison komplett gefehlt hat. Und bei Partey hat man ja eigentlich immer Hoffnung, dass er sein ganzes Potential einmal längere Zeit am Stück unter Beweis stellen kann. Bisher war er in jeder Saison längere Zeit verletzt. Wenn Arteta unberechenbarer spielen möchte, brauchen wir sowohl Tomiyasu und Partey über die meiste Zeit der Saison fit. I have my doubts.

Jurien Timber – like a new signing: Wenn ein Sportler eine so schwerwiegende Verletzung wie Jurien Timber zum Saisonauftakt 2023/2024 hat, wünscht man sich sehr – gerade wenn es ein Neuzugang war – dass er gut durch diese Verletzung kommt und sein Comeback vollends gelingt. Aber die Geschichte zeigt, dass viele Sportler nach solch schwerweigenden Knieverletzungen sehr lange bis zu bestmöglichen Fitness benötigen und auch anfälliger für andere weitere Verletzungen sind. Insofern ist sehr positiv, dass Timber bisher ohne richrige Setbacks agieren konnte und auch Arsenal erkannt hatte, dass man bloß nicht zu viel und zu schnell für das Comeback arbeitet. Im letzten Saisonspiel war er dann wieder auf dem Platz und er konnte auch große Teile der Saisonvorbereitung konnte er absolvieren, fehlte aber zuletzt mit einer kleineren Fußverletzung. Ich denke, wir werden Timber zunächst als Backup für White oder auch ggf. Zinchenko sehen, verbunden mit der Hoffnung, dass wenn die Wettbewerbe zahlreicher werden ab Oktober, wir eine gute Option haben zu rotieren. Bis dahin bekommt Timber hoffentlich genug Kurzeinsätze – und bleibt unverletzt!

Wer ist die Nummer 2 im Tor? David Raya haben wir fest von Brentford verpflichtet und er dürfte die unumstrittene Nummer 1 sein, solange er hoffentlich fit bleibt. Artetas Credo, es müsse auch auf der Torhüterposition Konkurrenzkampf geben und man jederzeit auch im Spiel die Torhüter ggf. wechseln müsste, war solange gültig, wie er Ramsdale und Raya für eine valide Nummer 1 hielt. Ramsdale ist es nicht mehr, selbst wenn er die Fähigkeit dazu hatte. Die Namen an Torhütern, die mit Arsenal in Verbindung gebracht wurden in diesem Sommer, zeigen, dass es offensichtlich wieder eine eindeutige Nummer 1 und 2 geben wird. Nur was passiert mit Ramsdale? Er verdient gut, Arsenal will viel Geld haben für einen englischen Nationaltorhüter (selbst ohne Einsätze letzte Saison). Wer hat am Ende weniger Nerven? Ramsdale, der auf Gehalt verzichten wird um regelmäßig zu spielen? Oder Arsenal, die mit der Ablösesumme runtergehen, um eine klare Nummer 1 und 2 nicht nur auf dem Papier zu haben?

Kai Havertz – the next step: Ich glaube, wir können insgesamt recht zufrieden sein mit der Debütsaison von Havertz im Arsenal-Shirt, insbesondere was die zweite Saisonhälfte angeht. Nicht zu vergessen ist aber auch, wie lange er benötigt hat, sich im Arsenal-Umfeld zurechtzufinden, wie kritisch die Fans ihm gegenüber waren. Ziehen wir diese Integrationsphase nun ab, steht Havertz vor seiner ersten „vollständigen“ Saison bei Arsenal – und davon erwarte ich mir einiges. Ob jetzt als Achter im Mittelfeld oder zentral in der Sturmspitze: in jeder Position gibt uns Havertz Qualitäten, die wir nur selten im Team derzeit finden. 13 Tore und sieben Torvorlagen waren es in seiner Premierensaison. Der nächste Schritt müssen aus meiner Sicht dann ungefähr 20 Tore und 10-15 Assists sein. Unabhängig davon, ob wir noch einen Mittelstürmer verpflichten. Havertz muss den nächsten Schritt in seiner Arsenal-Karriere machen. Potential dafür ist mehr als vorhanden.

Backup für Saka – again: Im letzten Sommer hatte ich Saliba als denjenigen Spieler ausgemacht, der unmöglich 50 plus X Einsätze in dieser Saison machen kann und wir für den Franzosen eigentlich ein Backup benötigen. Saliba hat dann jedes Ligaspiel absolviert, plus noch zehn Einsätze in der Champions League. Mit Timber, Califiori und einem hoffentlich fitteren Tomiyasu sind Backups in der Defensive (wieder) neu hinzugekommen. Bleibt die Frage, ob wir diese Optionen – am besten ohne Qualitätsverlust – auch für Bukayo Saka bereitstellen können. Saka ging letzte Saison schon mehrere Wochen auf dem Zahnfleisch, fehlte gegen Saisonende. Hinzu ist die Europameisterschaft gekommen. Kann Saka nochmal eine Saison mit 40 Pflichtspielen absolvieren? Ich denke nicht. Und unsere Alternativen auf der Rechtsaußen-Position waren immer mit einem Qualitätsverlust verbunden: Jesus auf Außen rechts ist eine Notlösung aus meiner Sicht, Nelson hat nicht die Konstanz und Qualität – bleibt die große Unbekannte Fabio Viera. Traut Arteta ihm die Backup-Rolle für Saka zu bzw. ist der Portugiese überhaupt für diese Position geeignet? Dass er in der Saisonvorbereitung häufiger dort eingesetzt wurde, sagt aus meiner Sicht eigentlich nur aus, dass Saka nicht anwesend war und Jesus und Nelson woanders gespielt haben. Was passiert also mit Viera nach einer letzten Saison, die vorsichtig formuliert sehr glanzlos war?

Declan Rice als 6er oder 8er? Meine Prognose ist, dass wir die Saison über häufiger zumindest die Position und die Rolle von Declan Rice im Arsenal-Mittelfeld analysieren. Gar nicht unbedingt als ein Problem, sondern vielmehr ggf. als einen Sachverhalt, weil Rice sicherlich einer der Spieler sein wird, von dem Arteta – Stichwort: Faktor der Unberechenbarkeit – noch mehr Flexibilität und Variation im Spiel verlangen wird. Die Diskussion darüber, auf welcher Position am liebsten spielen will, begleitete die letzte Saison schon. Rice tendiert eher zu der 6, Arteta hat sehr schnell – auch aufgrund der Verletzungen und dem fehlenden Stürmer vorne – erkannt, dass Rice auf die 8 passt und Havertz von der 8 in die Mittelstürmerposition geht. Mit einem jetzt wieder fitten Jesus auf der 9 stellt sich die Frage, ob Rice wieder ins defensivere Mittelfeld rückt und Havertz halblinks im Mittelfeld spielt. Gegen offensivstarke Gegner, die schnell umschalten können und gut kontern, finde ich Rice auf der 6 immer noch besser aufgehoben, zumal wir genug Spieler haben, die im Mittelfeld für Kreativität sorgen können. Die Qualität von Rice auf der 6 sehe ich aber nur bedingt doppelt vorhanden bei uns. Insofern ist es also kein oder, sondern vielmehr ein und. Rice wird beides spielen müssen – und im Idealfall wird das Gesamtkonstrukt Arsenal dadurch weniger ausrechenbar.

Brauchen wir noch Verstärkungen? In der Podcast-Episode am Montag haben wir eigentlich noch drei Bereiche identifiziert, in denen wir Verstärkungen willkommen heißen würden. Zum einen das defensive Mittelfeld, hier haben wir mit Merino zumindest einen Spieler auf der Liste, der gerne zu uns kommen würde. Eine Einigung mit Real Sociedad derzeit fraglich, aber ich denke, man wird aufgrund des Bedarfs, den wir haben, sich einigen. Weitere Position wäre wie schon erläutert das Backup für Saka. Weder Nelson, Viera noch Jesus sehe ich als valide dauerhafte Option diese Rolle zu erfüllen. Und ich denke, dass wir uns noch einen Stürmer holen, sofern es der Markt zulässt (also Preis, Verfügbarkeit, Alter). Viel wird von den Abgängen abhängen (siehe dazu nächster Punkt). Es gibt etwas, was Arsenal-Fans überhaupt nicht gut können: Geduld. Edu sagte, wir sollten sie haben. Es wird schon alles klappen. Ich denke, für eine abschließende Bewertung des Transferfensters wird man abwarten müssen, wie viele dieser drei Positionen wir neu besetzen können (und mit wem natürlich). Dass der Verein neue Impulse von außen noch weiter braucht, ist eindeutig. Allein um zu zeigen, dass wir es ernst meinen.

Der englische Kern geht: Smith Rowe zu Fulham, Eddie Nketiah sehr wahrscheinlich auch, selbst wenn der Wechsel nach Marseille nicht geklappt hat. Interessenten aus der Premier League soll es geben, der gesamte Umgang mit Eddie während der Saisonvorbereitung deutet daraufhin, dass sich Parteien auf einen Weggang geeinigt haben. Die Zukunft von Reiss Nelson ist ebenfalls mehr als unklar. Es könnte sein, dass ein wesentlicher Block aus englischen Spielern aus der eigenen Academy den Verein verlassen wird. Allesamt Spieler, die der schnell fortschreitenden Entwicklung unter Arteta nicht Schritt halten konnten oder durch Verletzungen (Smith Rowe) zurückgeworfen wurden. Im Prinzip stehen alle drei Spieler aber irgendwie gefühlt auch noch für die Ära von Arsene Wenger und dem kurzen Aufenthalt von Unai Emery. Mental und emotional ist diese Ära sowieso schon vorbei, aber auch sportlich und in der Kaderzusammenstellung werden die letzten Übrigbleibsel nach und nach entfernt. Daraus ergibt sich zwangsläufig die nächste Frage.

Chance für den Nachwuchs? Es ist eigentlich eine der meistgestellten Fragen vor jeder Saison. Welcher Nachwuchsspieler aus der eigenen Academy könnte es schaffen, sich langfristiger in den A-Kader zu spielen. Dabei will ich noch gar nicht davon schreiben, dass jemand der nächste Saka wird. Emotional würde das die eigene Fan-Basis natürlich gerne sehen. Und auch ökonomisch hätte es langfristig sicherlich Vorteile, wenn alle drei bis vier Jahre ein Superstar wie Saka aus der Academy erwächst. Problem nur: Es ist eine völlig überzogene Erwartung. Mit Ausnahme vielleicht vom FC Liverpool schafft es momentan ja sowieso keine Mannschaft regelmäßig eigene Jugendspieler in die erste Elf (zumindest Pokalwettbewerbe) zu integrieren. Für die Identifikation mit dem Verein ist es aber ein imminent wichtiger Schritt. Also, wer könnte es diese Saison werden? Myles Lewis-Skelly und vor allem Ethan Nwaneri sind die beiden Spieler, die am ehesten auf Einsatzzeiten hoffen können. Insbesondere Nwaneri vielleicht schon häufiger in der Premier League. Ich denke, dass man ihm eine Perspektive aufzeigen muss in dieser Saison, ob er zukünftig häufiger zum Einsatz mit der A-Elf kommt. Ayden Heaven und Josh Nichols sind ggf. weitere Kandidaten, wobei beide eigentlich auf Positionen zuhause sind, auf denen Arsenal selbst bei der ein oder anderen Verletzung gut besetzt ist. Die Saison wird insofern ein weiterer Fingerzeig, ob vielleicht ein Academy-Spieler mal wieder den Durchbruch schafft.

So viel erst einmal in aller „Kürze“. An dieser Stelle noch meine kompakte Prognose für die neue Saison (Stand am Mittwochabend, ggf. können Neuzugänge das natürlich noch verändern).

Die meisten Saisontore: Havertz

Die meisten Vorlagen: Saka

Zu null für David Raya in der Liga: 16

Saisontore für Arsenal insgesamt: 88

Gegentore für Arsenal insgesamt: 29

Punkte für Arsenal: 90

Also, gehen wir es an: Samstag 16:00 Uhr gegen die Wolves im Idealfall mit den ersten 3 Punkten der Saison. Wir begleiten die gesamte Saison natürlich mit Podcasts unsd Beiträgen an dieser Stelle. Schon vorab: Wie immer Danke fürs Lesen, Zuhören und Diskutieren!

Die ausführliche Vorschau zum Saisonauftakt folgt am Freitag.

#COYG

Felix

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Das 2:1 in Sevilla zeigt: Wir sind auf einem sehr richtigen Weg

26 Donnerstag Okt 2023

Posted by germangunners in Arsenal

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Champions League, Declan Rice, FC Sevilla, Gabiel Jesus

Mit etwas Verspätung – oder nennen wir es lieber: Zeit zur Reflexion – kommt nun unsere Nachbetrachtung zum wichtigen 2:1 in der Champions League beim FC Sevilla am Dienstagabend. Mit dem Sieg übernehmen wir wieder die Tabellenführung in der Gruppe B und mit nun zwei Heimspielen gegen die Spanier und Lens sind wir in einer sehr guten Position, die K.O.-Phase zu erreichen.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nicht so richtig zunversichtlich in die Partie gegangen bin. Dabei waren unsere Leistungen auswärts in dieser Saison eigentlich durchweg erfolgreich. Vielleicht habe ich mich da auch zu sehr von dem 2:2 gegen Chelsea blenden lassen. Aus meiner Sicht waren die ersten 45 Minuten ein Rückfall in alte Zeiten. Klar, im besten Fall ist es ein Ausrutscher gewesen, aber ich hatte befürchtet, dass wir mit der Erfahrung an der Stamford Bridge erst einmal schwierige Minuten in Sevilla überstehen müssen. Aber ich wurde insgesamt eines Besseren belehrt. Ich glaube, dass das 2:1 noch einmal deutlich gemacht haben, dass wir als Verein und als Mannschaft auf einem sehr richtigen Weg sind:

Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle – und wenig zulassen: Ein wesentliches Ziel von Arteta in dieser Saison ist es, nicht nur erfolgreich zu spielen, sondern über die 90 Minuten hinweg Gegner zu kontrolieren, dessen Stärken zu eliminieren und möglichst wenig zuzulassen. Wir sind auf einem guten Weg dorthin, aber es ist ein Prozess. Das Spiel bei Chelsea hat es wieder eingerissen, die ersten Heimspiele in dieser Saison waren auch nicht die optimale Blaupause. Dafür fand ich die 90 Minuten in Sevilla aber schon wesentlich näher am Ideal. Sevilla mit einem xG von 0,8. Wir hatten es geschafft, Sevilla zu wenigen Chancen zu mühen, für die sie aber auch ordentlich arbeiten mussten. Das Gegentor fiel nach einem Standard und wenn es mal gefährlich wurde, waren wir meist selbst schuld (Schludrigkeiten von Raya, falsches Stellungsspiel von White). Und viel wichtiger: so eine richtig große Schlussoffensive von Sevilla haben wir nicht zugelassen. Samstag gegen Sheffield zuhause der nächste Versuch.

Declan Rice – jeden Cent wert: Ich hätte nicht gedacht, dass sich Rice so smooth und geräuschlos in das System von Arsenal einfügt. Seine Leistungen in den großen Spielen gegen Manchester United und Manchester City haben seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Aber der Dienstagabend war noch einmal eine neue Dimension. Mit einem formschwächelnden Odegaard an seiner Seite und Jorginho, der aus meiner Sicht nie ganz über 90 Minuten sein hohes Niveau halten kann, war es Rice, der in der Schlussphase Löcher zulief und für Entlastung und schlauen Ballbesitz sorgte.

Wir haben Alternativen in der Startelf – und eine fast perfekte Bank: Über verletzte und formschwache Spieler geht es gleich noch ausführlicher. Der Abend in Sevilla hat aber auch eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zur Vorsaison gezeigt: Wir können rotieren ohne Qualitätsverlust auf zentralen Positionen. Tomiyasu für Zinchenko, Jorginho für Partey, Trossard für Martinelli, Havertz für Odegaard. Der Kader ist in Breite und Tiefe besser aufgestellt. Und dass momentan für Spieler wie Reiss Nelson, Fabio Viera und Mo Elneny keinerlei Platz ist, mag schade für die Akteure sein, ist aber insgesamt ein gutes Zeichen.

Gabriel Jesus back to his best: Mein Eindruck der bisherigen Saison ist gewesen, dass Jesus nach seiner Verletzung durchaus gute Leistungen gezeigt hat, es fehlte aber so das zündende Spiel, um zu zeigen: Hey, hier bin ich. Ich bin weltklasse und kann Spiele durch meine Qualität ganz alleine entscheiden. Wie clever von Jesus, sich dann gleich die Champions League als Bühne zu nehmen. Wir brauchen die Tore von Jesus in allen Wettbewerben, auch angesichts eines Eddie Nketiah, der seine Form sucht.

Womit wir abschließend noch bei den paar Punkten sind, die irgendwie in die Analyse auch berücksichtigt werden sollten. Zunächst positiv formuliert: Formschwäche von einzelnen Spielern reißt keine Lücke. Feststeht aber auch, dass Odegaard derzeit weit von der Bestform entfernt ist. Er wirkt überraschend blass und unauffällig. Ich hoffe, es ist nichts Gravierenderes. Vielleicht ist etwas Schonung von Nöten. Wieso nicht am Samstag gegen Sheffield? Darüber hinaus ist Thomas Partey mal wieder verletzt. Aus meiner Sicht hilft nur, dass Partey ein Verbot für die Länderspiele bekommt. Sobald er zweimal unter Woche spielen muss, ist er sofort verletzt. Das kann eigentlich nicht angehen. Gerade in der jetzigen Phase mit den vielen Spielen würde er gut gebraucht werden.

Zum Abschluss noch ein kurzer Gedanke zu Eddie Nketiah. Ich hatte es in der letzten Podcast-Episode schon kurz angedeutet: Momentan bin ich von seiner Leistung eher enttäuscht. Quasi null impact von der Bank, aber eben auch nicht wirklich Engagement sichtbar, Räume zu schließen und Gegner unter Druck zu setzen. Wenn Rice nach 90 Minuten frischer und dynamischer wirkt als Eddie 10 Minuten nach Einwechselung, hat Nketiah entweder ein körperliches Problem (nicht gut) oder fehlende Motivation (überhaupt nicht gut). Momentan spielt Eddie so, als wüsste er, dass er ab Januar im Stürmer-Ranking noch einmal einen Platz nach hinten rückt.

In der Champions League sind wir also auf Kurs, hoffentlich auch in der Liga weiterhin. Das wird die Partie am Samstag ab 16 Uhr gegen Schlusslicht Sheffield zeigen. Nach der Kür folgt immer die Pflicht.

#COYG

Felix

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Felix‘ Talking Points für die Saison 2023/2024

11 Freitag Aug 2023

Posted by germangunners in Arsenal

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Arsenal Saisonvorschau, Bukayo Saka, Declan Rice, Kai Havertz, Mikel Arteta, Premier League, William Saliba

Neue Saison, neues Glück. Wie zu Beginn jeder Saison kommen hier meine Talking Points für die neue Spielzeit. Wie immer ist es eine willkürliche Auswahl von Aspekten, von denen ich glaube, dass es Themen, Entwicklungen und Beobachtungen sind, die unsere Saison prägen werden. Wie immer gilt: kein Anspruch auf Vollständigkeit und mit der ausdrücklichen Bitte um Ergänzungen, gerne in den Kommentaren oder per E-Mail.

Blicken wir noch ganz kurz zurück auf meine Prognose im August 2022. Damals schrieb ich: „Bin zuversichtlich, dass wir die Top Four erreichen. Wenn alles passt.“ Es hat alles gepasst. Wir sind zurück in der Champions League. Für diese Saison: Ich will Fortschritt sehen. Das kann ja eigentlich nur Titel heißen. Und Platz 1. Das wäre zwear etwas maßlos zu fordern. Ich glaube aber, dass wir eine sehr gute Chance haben. Wenn alles passt. Und damit wären wir auch bei meinem ersten und vielleicht wichtigsten Talking Point.

Mehr Verantwortung für mehr Schultern: Schaffen es Mikel Arteta und sein Trainerteam in der neuen Saison, mehr Spielern mehr Vertrauen und damit längere Einsatzzeiten zu geben? Eigentlich führt da naturgemäß sowieso kein Weg vorbei, weil mit der Champions League ein weiterer wichtiger Wettbewerb (sportlich wie vor allem finanziell) hinzukommt. Aber eine zentrale Erkenntnis der letzten Saison war ja, dass wir im letzten Saisondrittel mental und auch körperlich – die vielen Verletzungen sind aus meiner Sicht dann auch die logische Konsequenz – nicht mit Manchester City mithalten konnten. Die Belastung über eine gesamte Saison zu steuern, wird die große Aufgabe und Kunst für Arteta sein. Mehr Spieler einsetzen, nicht immer nur an der einen Elf festhalten, rotieren, Spielern Pausen geben – aber gleichzeitig erfolgreich sein und die Zufriedenheit im Kader hoch halten. Das wird aus meiner Sicht die größte Herausforderung. Und Arsenal wie Arteta haben dafür noch keine Blaupause. Der Kader hat nicht ein Spiel in der Champions League gemeinsam bestritten. Es bleibt nur die Erkenntnis aus der letzten Saison als Schlussfolgerung, das Kader-Management in 2023/2024 anders machen zu müssen.

Backup für Saka: Das trifft in besonderer Weise auch auf Bukayo Saka zu, der letzte Saison in der Premier League stets gefordert war. Ich denke, wir sind alle begeistert von den Neuzugängen und der neuen Tiefe im Kader. Festzuhalten bleibt aber auch, dass so ein richtiger Ersatz eins zu eins für Saka bisher nicht im Kader zu finden ist. Die Frage ist, ob er es zwingend sein muss. Ich denke schon. Das heißt ja auch nicht, dass wir gar keinen Spieler für Rechtsaußen hätten. Nelson kann dort spielen, Martinelli von links rübergeholt werden, selbst Havertz soll und kann ja überall spielen. Aber so groß das Angebot in der Mitte und auf der linken Seite sein mag, so dürftig fällt es auf dem rechten Flügel aus. So oder so: der Erfolg unserer Saison hängt auch maßgeblich von der Fitness von Bukako Saka ab, vielleicht von Saka mehr als von jedem anderen Spieler. Sind wir dafür ausreichend gerüstet?

Tore und ein Königreich für zwei unterschiedliche Stürmer: 2021/2022 standen nur 61 Tore am Ende der Saison auf der Habenliste, nicht mal zwei Treffer pro Spiel. Im letzten Jahr mussten wir uns über zu wenige Tore nicht beschweren. 88 Treffer waren es, verteilt auf viele Schultern, insbesondere das Mittelfeld (Odegaard, Xhaka, Saka, Martinelli) waren mit je 14 oder 15 Treffern maßgeblich dafür verantwortlich. Gabriel Jesus (11 Treffer) hatte lange gefehlt und fehlt jetzt schon wieder. Um Meister zu werden: benötigen wir nicht einen Stürmer, der auch 20 Tore pro Saison beisteuert? Theoretisch könnte es Jesus ja sogar sein, aber die Frage ist vielmehr: Wer ist es ggf. sonst? Das gliedert sich ein in die Diskussion um die „echte“ Nummer 9, die man im Kader haben sollte oder sogar muss. Wir haben eigentlich zu viele Stürmer, aber gefühlt auch zu wenige echte Top-Scorer. Was passiert mit Nektiah (Brentford mit Interesse) und/oder Balogun (Inter hatte mal Interesse, Monaco vielleicht noch)? Beide können wir nicht verkaufen, aber wer wäre geeigneter, Jesus zu ersetzen? Gefühlt Balogun, weil er ein etwas anderer Spielertyp ist, aber es fehlt der empirische Beweis, dass er es über eine gesamte Premier League Saison auch durchhält. Und streng genommen gilt dieser Satz auch für Nketiah. Beide Spieler wird der Verein nicht verkaufen, aber ich sehne mich nach einem echten Top-Stürmer, der neben Jesus noch 20-25 Tore schießt. Vielleicht im nächsten Transferfenster.

Tore aus dem Mittelfeld – von Havertz: Am besten Havertz trifft in den ersten Spielen regelmäßig. Das ist mein größter Wunsch, um diese unsäglichen Diskussionen zu beenden, die gerade schon wieder auftreten, nachdem Havertz im Community Shield zwei gute Chancen vergeben hat. Jeder Neuzugang muss sich erst das Vertrauen und die Zuneigung der Fans erspielen, keine Frage. Aber dann sollten wir ihm auch die Chance geben, in Ligaspielen über mehrere Wochen diese Chance zu ergreifen. Havertz wird genug Gelegenheiten bekommen. Ich denke, Arteta wird ihn schon eher in einer offensiveren Xhaka-Rolle einsetzen. Solange Jesus verletzt ist, spielt er ggf. sogar als hängende Sturmspitze. Ich weiß aber gar nicht, ob das so gut ist, weil damit dann gleich die Erwartung an Tore verknüpft ist. Arteta war begeistert von Havertz am letzten Sonntag, von seinem Pressing gegen den Ball, vom Erkennen freier Räume, vom Halten des Balles. Vielleicht erkennen bald auch mehr Fans, dass Havertz nicht nur an Tore und genutzten Chancen gemessen werden darf. Aber trotzdem besser für ihn, dass er zügig trifft.

8-5-2-1: Ist es jetzt DIE Saison? Wir haben unfassbaren Fortschritt in den letzten zwei Jahren gemacht. Wenn man die Prognosen und Vorhersagen der meisten Experten sich anschaut, tippen die wenigsten uns auf Platz 1, sondern irgendwo auf Position 2-4. Wäre ein erneutes Erreichen der Champions League noch Fortschritt? Vor dieser Saison würde ich grundsätzlich sagen: Ja, das wäre es. In der Premier League mit der unfassbar großen Konkurrenz wäre das erneute Erreichen der Champions League auf alle Fälle Fortschritt, weil zuletzt eben nicht mehr dauerhaft in diesem Wettbewerb gespielt wurde. Konsolidierung ist Fortschritt für Arsenal. Ich würde aber noch zwei weitere Indikatoren hinzufügen: Anzahl der Punkte, Dominanz über 90 Minuten und insbesondere Punkteausbeute im letzten Saisondrittel. Die Punkte kann man objektiv leicht messen. Insbesondere mit dem sehr schwierigen Spielplan im April und Mai möchte ich sehen, dass wir auch in dieser Saisonphase anders als zuletzt dominant sind und die Punkte regelmäßig holen. Und darüber hinaus wünsche ich mir, dass wir noch dominanter und sicherer mit einer Führung im Rücken spielen. Letzte Saison war schon ziemlich gut, aber Arteta und die Spieler haben gesagt, dass noch viel Luft nach oben ist. Das werden wir beobachten.

Endgegner Manchester City: Auf alle Fälle, was den Titelkampf betrifft. Aber Sieg im Community Shield hin oder her. Es muss jetzt singulär betrachtet ein Sieg gegen City in der Liga her, am besten gleich im Heimspiel im Oktober. Darüber hinaus: Sieg an der Anfield Road als weiterer Meilenstein.

The price is Rice: Es ist schon so viel über diesen Transfer geschrieben worden, über den Preis und die ganzen Verhandlungen. Ich möchte aber noch festhalten: 1. Es ist großartig, dass wir jetzt in der finanziellen Lage sind, solche Transfers zu tätigen. Ein Modizifieren der Gehaltsstruktur und das Verkaufen/Verleihen von Spielern, die astronomische Gehälter für sehr bodenständige Leistungen bekommen haben, war sehr richtig. 2. Es ist großartig, dass sich ein Spieler wie Declan Rice für Arsenal entscheidet und beispielsweise nicht zu Manchester City oder Liverpool geht. Die PowerPoint-Präsentationen von Mikel Arteta müssen ziemlich überzeugend sein. 3. Es wäre falsch, Rice jetzt in allen seinen Aktionen und Leistungen auf die Ablösesumme runterzubrechen. Rice wird so oder so der Schlüssel für den Erfolg Arsenals in den nächsten Jahren sein. Idealerweise wird er bereits diese Saison voll einschlagen. Wenn er von der Fitness jetzt erst bei 75-80 Prozent ist und schon solce Leistungen zeigt, können wir sehr zuversichtlich sein. Über die defensiven Qualitäten von Rice müssen wir nicht sprechen. Der für mich interessante Aspekt liegt eher darin, ob Rice sich auch als Torschütze etablieren kann. In seinen letzten vier Premier League Spielzeiten kommt er auf insgesamt acht Tore. Natürlich ist Toreverhindern seine primäre Aufgabe, aber bisher hat es Arteta geschafft, auch von Odegaard und Xhaka mehr Tore zu verlangen und zu bekommen. Ist das die neue Dimension, die wir von Rice noch bekommen werden?

Arsenals Abwehr fährt Rolls-Royce: Ein Knackpunkt in der vergangenen Spielzeit war sicherlich die Verletzung von Saliba. Kurzum: Der Erfolg in dieser Saison hängt insofern auch maßgeblich davon ab, wie fit Saliba wieder wird und bleibt. Die Auftritte in den Testspielen und im Community Shield haben die Erwartungen gleich wieder nach oben katapultiert. In der Kombination mit Gabriel sehe ich derzeit ligaweit wenige Innenverteidiger-Duos, die besser harmonieren als der Franzose und der Brasilianer. Ohne Saliba haben wir mehr Tore kassiert, wirkten behäbiger im Spielaufbau und waren vor allem anfälliger bei Kontern und schnellem Umschaltspiel des Gegners. Aber Saliba wird nicht 50 Pflichtspiele diese Saison machen können (Gabriel übrigens auch nicht). Wie sieht also unsere Verteidigung aus, wenn einer der beiden oder beide mal nicht spielen können? Wir haben Timber, Tomiyasu, Kiwior und auch White könnte dort spielen. Aber das wäre dann bestenfalls BMW oder Mercedes Luxusklasse, aber an den Rolls-Royce kommt keiner heran. Hoffen wir, dass Saliba verletzungsfrei durch die Saison kommt. Ihm und uns wäre es sehr zu wünschen.

Stimmung, Connection, Atmosphäre (again): Selbst wenn das letzte Saisondrittel 2022/2023 nicht so ideal lief, hat es der generellen Stimmung rund um den Verein keinen Abbruch getan und auch die Mannschaft schien zumindest nach außen jetzt nicht in einer monatelangen Depression verfangen. Warum auch? Die Pre-Season Tour in den USA hat schon wieder deutlich gemacht, welches Standing Arsenal in den letzten Jahren nicht nur in den USA wieder zurückgewonnen hat, und wie geschlossen und kohärent der Verein nach innen wie außen kommuniziert und auftritt. Die Nachfrage nach Tickets ist enorm. Bleibt die spannende Frage zu überprüfen, wie sich Stimmung und Atmosphäre verhalten, wenn es Saisonspiele gibt, die mal nicht so rund laufen. Im Idealfall gibt es die nicht, aber nicht nur im Team, sondern auch auf den Rängen sind die Erwartungen ja nicht geringer geworden. Wie damit umgehen, wenn sie mal enttäuscht werden?

Rückkehrer auf den Außenbahnen: Wir hatten in der letzten Saison zu viele Verletzungen. Solche Abwesenheiten sind Teil des Spiels und Sports. Über die gravierenden Auswirkungen des Fehlens von Saliba hatten wir mehrfach bei den Germangunners gesprochen. Erschwerend kam hinzu, dass mit Tomiyasu und Zinchenko zwei Spieler gefehlt haben, deren Präsenz dafür gesorgt hätte, dass beispielsweise White Saliba hätte vertreten können oder Gabriel auch mal eine Pause bekommen hätte. Jetzt muss Kiwior in seiner zweiten Premier League Saison unter Beweis stellen, dass er für diese Liga tauglich ist (Anzeichen sind positiv). Zudem haben wir mit Jurrien Timber einen Spieler verpflichtet, der mit seiner Variabilität und Flexibilität mögliche Ausfälle kompensieren soll. Wobei wenn man den Eindrücken der Pre-Season glauben darf, ist es eher Timber, der vielleicht mal ausfällt und ersetzt werden muss. Das wird auch sehr interessant zu beobachten sein, in welcher Position Timber wie häufig spielt und ob er den etablierten Akteuren wie White, Tomiyasu und Zinchenko den Stammplatz streitig macht. Konkurrenz belebt das Geschäft.

What next for ESR? Konkurrenz hat auch Emile Smith Rowe. Von den Hale End Eigengewächsen ist seine Rolle vielleicht die am schwierigsten zu beurteilende. Nelson wird zweite Geige spielen (müssen), Saka ist gesetzt und Nketiah versucht weiterhin in Abwesenheit von Jesus sich als echte Alternative zu präsentieren. Die will eigentlich auch Smith Rowe sein. Und was man so hört und liest, ist sein Standing im Verein und vor allem auch bei Arteta sehr hoch. Fragt sich halt nur, ob ESR wieder an die Leistungen von vor zwei Jahren herankommt. Denn in der neuen Saison sind die Vorzeichen andere als damals. Die Konkurrenz ist größer, ESR kann nicht mehr damit argumentieren, dass er vor zwei Jahren einmal Stammspieler war. Was muss passieren, damit er da ggf. wieder hinkommt? Er braucht Spielzeit (wird er sicherlich bekommen, aber Stand jetzt auch nicht en masse) und er muss seine Einsatzzeit bestmöglich nutzen. Es ist ihm zu wünschen. Nicht dass er endet mit dem Schicksal, dass er einfach zu falschen Zeit länger bzw. zu lange verletzt war. Das Potential und das Können sind hoffentlich noch vorhanden.

Zu viele unter einem Dach – wer verlässt den Verein noch? Ich denke, wir können mit dem bisherigen Transferfenster sehr zufrieden sein. Raya als Leihe ist exzellentes Business. Trotzdem ist der Kader zu groß. Um also ein abschließendes Urteil zu fällen, sollten folgende Spieler hoffentlich den Verein noch verlassen: Runarsson, Okonkwo, Cedric, Holding, Tavares, Lokonga, Pepe. Optional noch zu verkaufen: Tierney (was ich schade fände, gerade bei der Verletzungsanfälligkeit von Zinchenko) sowie entweder Balogun oder Nketiah. Die Frage ist: bekommen wir bis Ende August noch so viele Spieler von Bord?

Doppelbelastung – Dienstag Madrid, Samstag Burnley: Die Saison wird anstregender für die Spieler (und das heißt nicht, dass die letzte Saison nicht schon anstrengend genug war). Aber Champions League ist eben ein Wettbewerb, der nicht mit der zweiten Garde bestritten werden kann und in dem das Weiterkommen in jeder Runde das sehr wichtige Kleingeld bringt, das man zwingend mitnehmen sollte. Ein Überstehen der Gruppenphase sollte Anspruch sein. Die interessante Frage wird sein, wie der Kader mit der Belastung der englischen Wochen umgeht. Die Neuerung ist, dass wir nach Champions League am Mittwoch immerhin nicht gleich wieder Samstagmittag ran müssen. Aber so oder so bin ich sehr gespannt, wie der Kopf der Spieler das diese Saison mitmacht zwischen Madrid, Mailand, Bournemouth und Burnley hin und her zu switchen.

Ansonsten sei abschließend noch gesagt: Aaron Ramsdale, was für eine beeindruckende Persönlichkeit, was für ein großartiger Typ!

In diesem Sinne: Auf geht es in eine neue Saison, bei den Germangunners wie gewohnt in Schrift und gesprochenem Wort.

Come on Arsenal!

Felix

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Es gibt Rice

15 Samstag Jul 2023

Posted by germangunners in Arsenal

≈ 2 Kommentare

Schlagwörter

Arsenal, Declan Rice, Premier League, Transfer

Ja ok die Überschrift ist ein wenig billig. Dafür der Transfer dahinter keineswegs. Arsenal macht den Rekordtransfer von West Ham Captain Declan Rice nunmehr offiziell und hat somit ein absolutes Statement gesetzt was die zukünftige Ausrichtung angeht.

Rice stößt zudem, wie auch gestern Timber, passend zur pre Season tour in die USA zur Mannschaft. Ich denke über Declan Rice wurde schon viel geschrieben. Dennoch werden Felix und ich uns mit dem Thema wie angekündigt zu Beginn der Woche nochmals im GGPodcast beschäftigen. Denn diesen verkündeten Rekordtransfer einfach so durchgleiten tu lassen wäre sicher nicht angezeigt.

Wir hören uns also zu Beginn der neuen Woche mit Einschätzungen dazu sowie der pre Season Tour.

#WelcomeRice

Cheers

Chris

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