1:0 gegen Huddersfield: Geduld und die Magie von Torreira belohnen müde Gunners

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Fußball ist ja immer irgendwie auch Kopfsache. Nach den beiden Topspielen gegen Tottenham und Manchester United – die Kür, solche Spiele, auf die tagelang hingefiebert wird – muss dann aber eben auch die Pflicht erfolgen. Denn gerade gegen die kleineren Teams Punkte liegen zu lassen, kann in Summe die Qualifikation für die Champions League gefährden.

Insofern war das gestrige 1:0 gegen Huddersfield Town ein imminent wichtiger Sieg. Und selbst wenn es knapp war: Kompliment an Team und Trainer. Nicht aufgegeben, geduldig geblieben, gekämpft, in den Schlussminuten alles reingeworfen, obwohl der Tank nach den drei Spielen in sechs Tagen wirklich leer war. Mit dem Sieg halten wir Anschluss an Platz 3. Und jetzt ist für die meisten erst einmal eine Woche spielfrei.

Unai Emery war aufgrund der Verletzungen von Özil und Ramsey gezwungen, das Mittelfeld im Vergleich zum Spiel bei United etwas umzustellen. Er entschied sich für die etwas vorsichtigere Variante mit einem 3-5-2, Aubameyang und Lacazette als zentrale Spitzen. Damit kam Huddersfield insbesondere in den ersten 30 Minuten ziemlich gut zurecht. Die Gäste von David Wagner liefen Arsenal hoch an, spielten teilweise wirklich gutes Pressing und stellten insbesondere die Räume im Mittelfeld gut zu. Arsenal fehlte im 3-5-2 ein wenig die kreative offensive Komponente, sodass häufiger mit langen Bällen gearbeitet wurde – oder der Ball häufig wieder hinten rum gespielt wurde. Ganz selten konnten Bellerin und Kolasinac auf den Flügeln mal für etwas Gefahr sorgen. Chancen waren in der ersten Hälfte dann sofort vorhanden. Aubameyang oder Lacazette scheiterten aber entweder an ihren eigenen Nerven oder guter Bewachung der Defensive (wo ist das Lachgas, wenn man es mal braucht!). Zudem wurde Lacazette ein Tor wegen vermeintlichen Abseits nicht anerkannt. Mit viel Augenzudrücken geht das in Ordnung. Es reihte sich aber in eine Reihe von fürchterlichen Schiedsrichterentscheidungen gestern ein. Die Defensive stand okay. Lichtsteiner in der IV machte einen ordentlichen Job.

Never change a working idea! Emery brachte zur Halbzeit wieder zwei neue Spieler, Miki und Iwobi für Lacazette und Lichtsteiner. Der Wechsel auf das 4-3-3 tat Arsenal in den Anfangsminuten gut, mit viel Schwung wurde Huddersfield erstmals so richtig unter Druck gesetzt. Zählbares sprang leider nicht heraus. Die Uhr tickte herunter. Und wie immer in solchen Spielen wird dann ein besonderer Moment benötigt; individuelle Klasse, wie es so schön heißt. Und eigentlich konnte niemand anders als Lucas Torreira diesen beisteuern. Seit Wochen in exzellenter Form und auch gegen Huddersfield Taktgeber und Motor im Mittelfeld brachte ein wirklich sehenswerter Seitfaltzieher kurz vor Schluss die Entscheidung. Guendouzi spielte einen schönen Pass zu Aubameyang in den 16er. Der Gabuner brauchte ein paar Versuche für die Ballkontrolle. Aber der präzise Chipball auf Torreira war ebenso klasse und präzise wie der Abschluss des Uruguayers. Die Nachspielzeit ging mit Ausnahme eines etwas gröberen Einsteigens von Sokratis im eigenen Strafraum ohne größere Vorkommnisse vorüber. Glück für den Griechen, dass der wirklich kleinliche Schiedsrichter da nicht auf Elfmeter gezeigt hat.

Sieben Punkte aus dieser englischen Woche sind eine fantastische Zwischenbilanz. Mir gefällt derzeit nicht nur die spielerische Komponente, sondern auch Einstellung und Teamspirit. Da präsentiert sich endlich mal wieder eine Einheit auf dem Platz! Und das ist bisher neben der größeren taktischen Flexibilität ein ganz großer Verdienst von Emery. Apropos taktische Flexibilität: Die wird von Emery in den nächsten Tagen gefordert sein. Sokratis und Mustafi werden für das Auswärtsspiel am Sonntag in Southampton aufgrund der fünften Karte gesperrt sein (Mustafi musste sowieso gestern angeschlagen vom Platz). Für mich gibt es eigentlich nur eine Lösung. Viererkette mit Bellerin, Lichtsteiner, Monreal (kam gestern für Mustafi ins Spiel) und Kolasinac. Aber das sollte geübt werden. Offensiv fehlt uns in Abwesenheit von Özil und Ramsey Kreativität. Mikitharyan und Iwobi sind insgesamt zu unkonstant, insbesondere Erstgenannter. Wie gut dass wir uns auf das defensive zentrale Mittelfeld derzeit mit Xhaka, Guendouzi und Torreira wirklich verlassen können.

Donnerstag geht es mit der Europa League weiter. Zwischendurch ist dann sicherlich auch Zeit für einen Podcast. Bis dahin. Schönen Sonntag und guten Wochenstart!

#COYG

Felix

Huddersfield Vorschau

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Die Vorschau auf unsere nächste Premier League Partie am heutigen Samstag gegen Huddersfield beginnt leider mit den gestrigen schlechten Neuigkeiten über die Verletzung von Rob Holding. Der in bestechender Form spielende Innenverteidiger hat sich beim Spiel am Mittwoch Abend im Old Trafford leider einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen, was gleich bedeutend mit dem Saisonaus ist. Nicht nur sehr schade für Arsenal sondern auch für den Spieler selbst, der nach sehr guten Leistungen den Weg in die Startelf von Unai Emery gefunden hatte. Nun muss man schauen, wie man den Ausfall im Kader und mit möglichen Transfers im Januar kompensieren kann.

Nun aber zurück zum Tagesgeschäft und das lautet Mission „Unbeaten Run“ fortsetzen, im besten Fall mit einem Sieg. Arsenal kann eine bisher gute Woche noch besser machen, wenn man dem Sieg im NLD und dem Remis bei United weitere drei Punkte gegen Huddersfield folgen lässt. Es dürfte kein Geheimnis sein, dass Arsenal klarer Favorit in dieser Partie ist. Die Gäste rangieren mit derzeit zehn Punkten nur eine Punkt über den Abstiegsrängen. Die letzten Spiele waren von den Ergebnissen her durchwachsen bei zwei Siegen, einem Remis und zuletzt zwei Pleiten in Serie gegen Brighton und Bournemouth. Trotzdem hat der heutige Gast dabei aber nicht immer schlecht gespielt, sodass man nicht allein vom Tabellenplatz her argumentieren kann, wenn man über diese Partie spricht.

Für Arsenal wird es wichtig sein, dass man den Hype der letzten beiden Partien mitnimmt und sich nicht durch den nicht so klangvollen Namen Huddersfield einlullen lässt. Genau dies sind nämlich die Partien die später über die internationalen Plätze entscheiden. Dort konstant dreifach zu punkten ist die Kunst. Bisher hat Arsenal dies in sehr guter Manier getan und ich hoffe, dass Unai Emery auch diesmal die richtige Ansprache und vor allem Formation dafür gefunden hat. Ich gehe nicht davon aus, dass er großartig rotieren wird vor dem Hintergrund, dass er in der kommenden Woche im letzten Europa League Spiel gegen Quarabak beinahe die gesamt U23 auflaufen lassen und dem First Team somit eine wohlverdiente Pause geben kann.

Es ist lediglich fraglich, welche Spieler zur Verfügung stehen. Rob Holding ist, wie eingangs geschrieben, zu ersetzen. KOS könnte dies tun, ist jedoch nach seinen beiden Spielen mit der U23 eigentlich erst wieder für das Europa League Spiel am kommenden Donnerstag avisiert, was meiner Einschätzung nach auch auch richtig ist. Nacho könnte die Position bekleiden, ist jedoch auch weiter fraglich. Gleiches gilt für Özil und auch Ramsey. Dafür wird Xhaka nach Gelbsperre zurück ins Team kehren.

Vorausgesetzt die angeschlagenen Spieler können allesamt nicht spielen, wovon derzeit leider auszugehen ist, gehe ich von folgender Formation aus,

Leno,Bellerin,Mustafi,Sokratis,Kolasinac,Xhaka,Torreira,Miki,Iwobi,Auba,Laca

Iwobi und Miki müssten sich über die Aufteilung in der kreativen Mittelfeldrolle einig werden. Eine Rotation kann dort auch angezeigt sein, um ein wenig Bewegung in die defensiven Reihen von Huddersfield zu bekommen. In der Defensive scheint sich die Formation von allein zu finden, allein was die Personalauswahl angeht. Stellt sich nur die Frage, ob man bei der Dreierkette bleibt oder doch zurückschwenkt auf die Viererkette. Es bleibt bei Arsenal halt stets spannend. Und wenn die Presse mal meint, man können trotzdem nichts finden, dann kommen alte Geschichten auf den Tisch mit Ballons und Lachgas. Einfach nur zum Kichern.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

 

Starker Auftritt im Old Trafford

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Zwar gab es am gestrigen Abend trotz zweifacher Führung nicht die erhofften drei Punkte im Old Trafford, dennoch kann und muss man mit der Leistung und vor allem der Leistungsentwicklung Arsenals sehr zufrieden sein. Selbstverständlich hätte man vor Spielbeginn ein Remis eher unterschrieben als nach einer Begegnung in welcher man mehr Chancen herausarbeitetet und näher am Sieg war als der Gastgeber. Doch betrachtet man die Tatsache, dass wir nur kurze Zeit nach dem Kräfte raubenden Spiel gegen die Spurs am Sonntag erneut eine solche willensstarke Leistung auf den Platz bringen, so zollt mir dies hohen Respekt für die gesamte Mannschaft ab.

Ich habe es schon mehrfach geschrieben und werde nicht müde es weiter zu tun. Spiele wie das gestrige oder auch das gegen die Spurs am vergangenen Sonntag hätten wir nach unmittelbaren Rückschlägen wie einem schnellen Ausgleich oder Rückständen in der Vergangenheit ohne große Gegenwehr verloren. Doch diese Mannschaft hat wieder einen Plan eine Marschroute und eine Vorgabe für Situationen die nicht so auftreten wie zuvor erhofft. Es gibt nicht den Panikmodus sondern Ruhe am Ball in einem starken Kollektiv. Was Emery dort bisher geschaffen hat ist bewundernswert. Die daraus resultierende Tatsache, dass wir das gestrige Remis als zwei verlorene Punkte betrachten zeigt doch lediglich wie schnell und weit wir bereits auf unserem Weg der Neusortierung fortgeschritten sind.

Was den Spielverlauf selbst angeht, so war es ohne Frage sehr bitter, dass wir nach zweimaliger Führung diese sehr schnell und sehr leicht wieder hergeschenkt haben. Beim zweiten Tor von United scheitert es an klarer Kommunikation, beim ersten Tor muss man klar über Abseits und auch einen fragwürdigen Freistoß reden. Unai Emery hat es bezogen auf den „Fehler“ von Kolasinac deutlich gesagt. Sowas passiert und man hat trotzdem ein gutes Spiel abgeliefert. Stolz sein auf die Leistung und das man erneut einen weiteren Schritt gemacht hat.  Das muss der Tenor sein.

Wir müssen uns sicher in der Abwehr weiter verbessern. Das weiß auch Emery. Leider haben wir dabei gestern den derzeit stärksten Verteidiger in unseren Reihen, Rob Holding, verloren. Es sieht nach einer schweren Knieverletzung aus, die ihn wohl längerfristig ausfallen lässt. KOS kommt gerade erst zurück und es ist sicher geschönt wenn man sagt wir sind ein wenig knapp besetzt. Der Januar wird wichtig und interessant. Ein weiterer Rückkehrer in Gestalt von Nacho könnte auch für die Innenverteidigerposition im Rahmen einer Dreierkette erneut eine Option werden.

Was am Ende bleibt sind vier Punkte aus zwei sehr harten Partien gegen starke Gegner und nunmehr zwanzig ungeschlagene Spiele in Serie. Am Samstag kommt Huddersfield ins Emirates und dort müssen wir erneut mit der gleiche Intensität agieren. Die Mannschaft und Emery werden dies bereits im Kopf haben.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Man United Vorschau

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Eigentlich sagt man nach Siegen wie dem gegen die Spurs am vergangenen Sonntag ja stets, dass man solch eine Leistung bestätigen muss. Grundsätzlich ist dies sicherlich zutreffend, doch wenn die nächste Begegnung im Old Trafford bei Manchester United angesetzt ist, kann man dies mit einer Selbstverständlichkeit nicht so stehen lassen. Ohne Frage ist Manchester United derzeit nicht in einer optimalen Verfassung doch kann die Momentaufnahme nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass es noch immer eine Mannschaft mit sehr hoher Qualität ist.

Ungeachtet dessen bleibt für Arsenal dennoch ein wenig die Thematik des „bestätigen müssens“. In den zurückliegenden Jahren hat man gegen United nie wirklich gut ausgesehen. Der letzte Sieg in der Liga im Old Trafford liegt mittlerweile geschmeidige acht Jahre zurück und wird schon bald zur Fußballnostalgie. Zudem hat Arsenal gegen die Spurs gezeigt, dass man, wie auch schon gegen Liverpool, gegen die großen Mannschaft wieder auf ein Level herangerückt ist und nicht nur mithalten sondern eben auch dominieren kann. Eben dies ist es, was man auch am heutigen Abend in Old Trafford bestätigen muss ungeachtet vom Sieg gegen die Spurs.

Natürlich muss man hoffen, dass der Sieg im NLD nochmals weitere Energie bei der Mannschaft freigesetzt hat. Unai Emery wird ohne Frage genau gewusst haben, diesen Moment optimal auch psychologisch zu nutzen. Was den Coach angeht, so wird er auch heute Abend wieder überlegen müssen, wie er sein Team taktisch und personell auf die Aufgabe gegen Mourinhos Team einstellt. United ist derzeit eher für leicht passiven Fußball bekannt. Ob dies Arsenal entgegenkommt wird sich zeigen. In jedem Fall müssen im Mittelfeld auf Granit Xhaka verzichten, der wegen seiner fünften gelben Karte ausfällt. Sicher ein Rückschlag, sollte jedoch durch Guendouzi aufgefangen werden können. Alternativ kann man auch mit Ramsey auf der Position planen. Felix hatte es im Podcast am Montag bereits angesprochen. Fraglich ist dann halt nur, ob man den Defensivverbund dadurch zu sehr aufweicht. Mesut Özil scheint noch immer am Rücken verletzt zu sein, sodass maximal ein Bankplatz realistisch erscheint. Gleiches gilt für Nacho Monreal der zurück im vollen Training ist. Stellt sich abschließend nur noch die Frage ob Dreierkette oder Viererkette. Persönlich kann ich mir gut vorstellen, dass Emery bei der Dreierkette verbleibt. Dies hängt vielleicht aber auch ein wenig davon ab, ob Mustafi einsatzbereit ist und ob er United eher passiv oder aktiv erwartet. In jedem Fall wird es wichtig sein die Dominanz im Mittelfeld zu gewinnen, um dort unnötige Ballverluste und Pässe in die Schnittstellen gegen Martial oder Lukaku zu vermeiden. So könnten Sie spielen:

Leno,Bellerin,Holding,Sokratis,Mustafi,Kolasinac,Guendouzi,

Torreira,Iwobi,Auba,Laca

Es wird interessant zu sehen sein, ob Arsenal im Old Trafford mal wieder eine starke Leistung auf den Platz bringen kann. Dies nicht nur vom Ergebnis aus betrachtet sondern der Gesamtkonzeption.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

FA Cup 3. Runde Auslosung

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Es ist wieder an der Zeit in den FA Cup einzusteigen. Der älteste Pokalwettbewerb der Welt ist zurück und die Auslosung für die dritte Runde ist soeben über die Bühne. Dabei hat Unai Emery in seinem ersten Auftritt im Pokal zwar ein Auswärtsspiel beschert bekommen jedoch ein machbares. Es geht entweder zu Sollihul oder Blackpool. Solihull Moors FC dürfte nicht jedem bekannt sein. Das Team spielt in der National League. Wäre mal was anderes. Blackpool kennen wir ja schon.

Die Partie wird am ersten Januar Wochenende ausgetragen. Neben der Paarung der Wolves gegen Liverpool ist jedoch in dieser Runde eher wenig Würze drin. Aber der Pokal hat immer Up Set Potential.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris