Keine Entschuldigungen

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Nach letztem Dienstag ist viel gesprochen worden. In der Presse, in Blogbeiträgen und Podcasts. Ja selbst Arsenal selbst in Gestalt einer Pressemitteilung des Boards hat sich hinreißen lassen sich zu äußern. Wie wir alle gelesen haben nicht wirklich hilfreich und wie zu erwarten absolut kontraproduktiv aber immerhin hat sich mal jemand gerührt, was ich in dieser Kommunikationslage bereits als Erfolg werten würde.

Nun steht jedoch wieder Fußball an und das in Form des FA Cup. Arsenal hat die große Möglichkeit erneut einen Trip nach Wembley und damit den Halbfinaleinzug zum dritten Mal in vier Jahren zu erreichen. Es dürfte völlig unbestritten sein, dass das Team von Arsene Wenger gegen den non-league Tabellenführer Lincoln City als absoluter Favorit ins Spiel geht. Für alle die mit „non league“ noch immer etwas unsicher sind, es entspricht in deutscher Rechnung einem Fünftligisten. Damit sollte alles geklärt sein, was die Rollen der beiden Teams in dieser Begegnung angeht. Nachdem man sich ja bereits in der Runde zuvor ebenfalls mit einem Fünftligisten auseinandergesetzt hat, kann man durchaus von ein wenig Übung im Umgang mit derartiger Situation sprechen. Mit dem kleinen Unterschied, dass man diesmal im heimischen Emirates Stadium spielt. Dafür kam man auch vor rund drei Wochen mit einer 1:5 Klatsche gegen die Bayern in die Begegnung. Schon ein komischer Zufall…oder auch nicht.

Felix und ich haben uns bereits im Podcast am Mittwoch die Frage gestellt wie wir aufstellen würden und was realistisch zu erwarten ist. Optimal und angebracht wäre sicherlich die altbekannte volle Kapelle. Ob es diese jedoch wird oder vielmehr ein leichte Rotation erfährt wird man sehen. Letzteres scheint mir wahrscheinlicher auch wenn man ohne Frage gut argumentieren kann, dass der Druck auf Wenger so groß ist, dass er schlicht die bestmögliche Aufstellung wählen muss. Klar ist aber auch, dass sich diese wohl allein an Namen orientieren könnte, zumal die wirklich beste Aufstellung noch immer nicht gefunden scheint. Dafür könnte ebenfalls sprechen, dass der angeschlagene Trainer sich allein durch die vermeintliche Aufstellung der „stärksten Mannschaft“ aus der eigenen Schusslinie nehmen könnte. Ein Verhaltensmuster, welches ich überall vermuten und als normal erachten würde, außer bei Wenger. Er tickt einfach anders als andere Trainer, in guter wie in schlechter Hinsicht.

Womit sollten wir also rechnen. Ich werfe einmal folgende Aufstellung in den Ring:

Ospina, Bellerin,KOS,Holding,Nacho,Xhaka,OX,Özil,Perez,Welbeck,Alexis

Aufgestellt habe ich ehrlich gesagt nach meinem persönlichen Gusto. Das beginnt in der Abwehr, wo ich allein Mustafi eine Pause geben möchte, zumal er ein wenig von der Rolle zu sein scheint. Bellerin und Nacho scheinen mir jedoch auch durchaus gegen Gabriel und Gibbs austauschbar zu sein, wozu der Trainer wohl neigen wird.In der Offensive dürften Welbeck und auch Özil sehr fraglich sein. Beide knabbern noch an Erkältungen der letzten Wochen. Sollte die Aufstellung dennoch so realisierbar sein, optional mit Walcott für Welbeck, so könnte man in erhöhtem Maße rotieren und die Lincoln Abwehr sicherlich vor sehr viele Probleme stellen. Alexis, Perez sowie auch Welbeck (Walcott) können allesamt in der Zentralen spielen oder auf den Flügel ausweichen. Eine taktische Waffe, die man sich gönnen sollte. So oder so sollte jedoch jegliches Spielerpersonal von Arsenal in der Lage sein Lincoln zu bezwingen. Auch wenn man seitens Lincoln mit Burnley schon einen Premier League Teilnehmer eliminiert hat.

Das Spiel wird auf Eurosport übertragen. Hoffen wir, dass es keine Überraschung am Samstag Abend gibt.

In diesem Sinne

She wore a yellow ribbon!

Cheers

Chris

 

GG Podcast, Episode 46, 08.03.2017- Schwierig gerade die Audio Version

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Wir strotzen der gestrigen erneuten Blamage und stellen uns Euren Fragen und dem drohenden bzw. bereits beginnenden freien Fall Arsenals. Schiedrichterentscheidungen, ein immer wieder zu beobachtendes Einbrechen der Mannschaft und die Gelähmtheit des Boards haben uns intensiv beschäftigt.

Zudem sprechen wir über Eiertrenner und den FA Cup gegen Lincoln City. Es kann keiner behaupten in dieser Ausgabe wäre nicht alles drin.

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Itunes beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein. Viel Spaß!

Cheers

Chris

Ganz schwer derzeit

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Es ist schwer derzeit Worte zu finden, die umschreiben wie es sich anfühlt Arsenal derart im freien Fall sehen zu müssen. Vielleicht ist es leichter wenn Felix und ich heute Abend im Podcast darüber ausführlich sprechen. Aber gerade vor den Tasten meines Notebooks sitzend gestaltet es sich doch arg mühsam.

Gestern Abend sollte es um die Ehre gehen. Darum sich aus der Champions League mit Anstand zu verabschieden und dadurch vielleicht ein wenig positiven Schwung in den „Endspurt“ in der Liga und den Kampf um die internationalen Plätze und den FA Cup mitzunehmen. Am Ende wurde es eine erneute Blamage und Demütigung gegen die Bayern. Nach der ersten Halbzeit war dies zur angenehmen Überraschung vieler nicht zu erwarten gewesen. Arsenal spielte so wie man sie gerne in den letzten Monaten viel öfter gesehen hätte. Man zeigte Leidenschaft, nahm die Zweikämpfe an und hätte mehr Tore als das sicherlich sehr sehenswerte von Theo Walcott, erzielen können. An eine Sensation zu hoffen war zwar auch zu diesem Zeitpunkt sicherlich utopisch, doch bot man Bayern München sehr beachtlich die Stirn.

Doch scheint es derzeit relativ wenig zu bedürfen, um dieses fragile und verunsicherte Gebilde Arsenal zum totalen Einsturz zu bringen. Im Hinspiel war es die Verletzung von KOS, diesmal seine rote Karte. Sicherlich diskutabel, insbesondere in der Gesamtbewertung der Schiedsrichterentscheidungen auf beide Teams betrachtet, jedoch noch lange kein Grund derartig auseinander zu brechen. Nachdem der Ausgleich per Elfmeter viel, gingen bei allen Spielern die Klappen runter. Es gab weder Gegenwehr noch zeigte man irgendein Interesse an der Begegnung oder dem Ausgang jener. Arsenal ergab sich wie eine Kreisliga-A Mannschaft und verteidigte auch ebenso.

Sicherlich hatte man mit Bayern wohl einen der ungünstigsten Gegner in der derzeitigen Verfassung vor der Brust. Doch war das gestrige Spiel das perfekte Abbild dessen, was bei Arsenal in die absolut falsche Richtung geht. Fanproteste und deren „Art“ hin oder her. Die Stimmung im und um den Verein herum ist gereizt. Keiner kann mir weiß machen, dass das Team geschlossen ist. Es gibt Gräben, die vielleicht bedingt durch das Management oder die letzten Ergebnisse, immer größer zu werden scheinen. Und die Fans? Als Fan ist es derzeit sicherlich nicht einfach und man sollte das Recht haben dies auch kundzutun. Mit „Kroenke raus“ rufen richtet sicher dabei der Frust endlich auch einmal gegen das Board, was lange, zumindest in der Öffentlichkeit, überfällig war.

Felix und ich werden den heutigen Podcast ausführlich dazu nutzen uns der Situation anzunehmen. Von Wenger, den Zeitpunkt einer Verkündung über seine Zukunft, das Board und die derzeitige Stimmung im Fanlager wird alles dabei sein. Gute Stimmung dürfte da wohl kaum aufkommen.

Eure Fragen an uns könnt ihr gerne wie immer an uns schicken. Wir gehen wie immer darauf ein und versuchen sie so gut wie möglich einfließen zu lassen. Wir hören uns heute Abend.

In diesem Sinne

Cheers

Chris

Gedankenspiele lassen Bayern Spiel in Vergessenheit geraten 

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Heute Abend steht das Rückspiel gegen die Bayern in der Champions League an und es wäre mir beinahe entgangen. Nicht weil mich der Verein über die derzeit harte Phase nicht mehr interessiert sonder aus dem absoluten Gegenteil heraus. Seit dem Wochenende und der Niederlage gegen Liverpool dreht sich vieles in meinem Oberstübchen um die verfahrene Situation in der wir, ja ich sage wir, uns befinden. Sicherlich habe ich und ihr bestimmt auch ohne Frage private Angelegenheiten die Aufmerksamkeit bedürfen und auch bekommen sollen und zwingend müssen. Aber Arsenal ist nun einmal ein derart großer und wichtiger Teil meines und bestimmt auch eures Lebens, dass man nicht ohne weiteres die Situation und Diskussion um den Verein und seine zukünftige Ausrichtung beiseite drängen kann. 

Man liest Blogs der englischen Counterparts, hört sich diverse Podcast (sehr stark der #arsecastextra vom Montag ) zum Thema an und grübelt über den besten Weg für alle Beteiligten, insbesondere Wenger himself, hinaus aus dieser Saison und rein in die Zukunftsplanung. Ich denke darüber kann man schon einmal vergessen, dass wir in ein Rückspiel gegen die Bayern müssen, in welchem wir bereits mit 5:1 im Rückstand sind und sicherlich bei allem Optimismus nicht die nächste Runde des Wettbewerbs erreichen werden. Zudem kommt die Alexis Sanchez Story und der Wirbel rund um den angeblichen Ärger auf dem Trainingsplatz um Einsatz und Kampfgeist, ja sogar Siegermentalität. Einen Vorfall den es ja angeblich nicht gegeben haben soll laut Wenger. Ja ne ist klar.

Die Champions League ist für mich bereits seit zwei Wochen abgeschrieben, sodass ich an dieser Stelle nur kurz die Fakten abarbeiten werde. Wie bereits gesagt beträgt der Rückstand 5:1 nach dem Hinspiel. Mesut Özil wird noch immer wegen der zurückliegenden Erkältung fehlen, zumal er noch nicht ganz „physical fit“ ist. Zumindest für Samstag gegen Lincoln sollte es für einen Einsatz reichen. Was die Personalie Alexis angeht, so ist noch nicht entschieden, ob er von Beginn an auflaufen wird.  Ansonsten kann Wenger seiner Phantasie freien Lauf lassen.

Wie ich bereits nach dem Bayern Spiel mehrfach betont habe geht es in dem heutigen Spiel darum sich mit Anstand aus der Champions League zu verabschieden und nicht erneut auseinanderzubrechen wie in München. Die galt vor zwei Wochen und nun mehr denn je. Das Team befindet sich spielerisch und intern auf einem Schlinderkurs. Wenn man noch irgendwie etwas in der Saison retten, ggf.Wenger einen angemessenen Abschied bereiten möchte, muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen. Und da ist es vielleicht nicht ganz so verkehrt sich an einem Spieler wie Alexis zu orientieren. 

Ich jedenfalls betrachte die Partie allein unter dem vorgenannten Gesichtspunkt und werde meine Schlüsse für die weiteren Wochen hoffentlich ein wenig positiver als derzeit ziehen können und damit auch die zukünftige Ausrichtung des Vereins klarer sehen können. Die Begegnung wird auf Sky übertragen. Wer also ein Abo hat ist versorgt. Alle anderen ab in die nächste Kneipe oder welche Bezugswege ihr auch immer bevorzugt.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris 

Es macht mich nur noch traurig 

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Es macht einfach keinen Spaß mehr Arsenal in diesem Zustand zu sehen. Spaß nicht in der Form, dass es nur schön ist wenn man gewinnt und Pokale sammelt. Vielmehr in der Gestalt, dass es weh tut und tief im inneren so sehr schmerzt wenn sich der Verein samt einer absoluten Trainerlegende derart der Lächerlichkeit preis gibt.

Wir müssen sicherlich nicht darüber diskutieren, dass wir erneut keine Leistung abgerufen haben, insbesondere in der ersten Halbzeit. Es ist nicht bestritten, dass wir erneut einfach überspielt wurden und „billige“ Tore kassierten. Neu war das alles nicht. Eine neue Qualität kam dadurch hinzu, dass Arsene Wenger diesmal versuchte ganz schlau zu sein. Oft haben wir darüber gesprochen, dass man mal etwas riskieren muss, dass man neue Akzente setzen muss. Auch ich habe für mehr Mut in meinem Vorbericht geworben. Eine solche Idee durch ein Herausnehmen von Alexis realisieren zu wollen scheint dabei jedoch als eine absolute Farce und beinahe schon als ein Hilferuf des Trainers. Die Entscheidung war ein Abbild der leider eingetretenen Limitiertheit eines Trainers, der einmal seiner Zeit voraus war, nun doch leider von selbiger eingeholt worden, gar überholt worden ist.

Es geht schon lange nicht mehr um den sportlichen Erfolg oder nennen wir es besser den Ausgang der Saison. Es geht um die Zukunft dieses Vereins und um die Errungenschaft Wengers selbst. Wir sind uns alle einig, dass Arsene Wenger Arsenal in den letzten Jahrzehnten zu dem gemacht hat, was man nun ist. Etwas was jeder Arsenal Fan und auch die gesammelte Journalie übereinstimmend feststellt. Fakt ist aber auch, dass man einen solchen Status durch stoisches Verhalten schnell aufs Spiel setzen kann. Was den Verein angeht so bleibt die Unsicherheit wie es weiter geht. Wie kann man planen? Womit kann man mit Spielern verhandeln wenn es um die Trainerfrage geht? Alles begründet dadurch, dass unser Board handlungsunfähig ist durch umfangreiche „Machtkonzentration“ auf eine Position. 

Natürlich soll an dieser Stelle auch nicht geschönt werden, dass die Spieler erneut absolut unter ihrem Niveau geblieben sind und es erneut vorbildlich geschafft haben eine absolut im der Krise befindliche Mannschaft scheinen zu lassen. Vielleicht stehen auch deshalb so viele Spieler hinter Wenger, weil sie wissen, dass sie unter einem anderen Trainer sicher mehr als die Bank nicht sehen würden. Vielleicht provokant aber wenn man genauer darüber nachdenkt vielleicht nicht so daneben.

In diesem Sinne

Arsenal til I die ! 

Cheers

Chris