Germangunners Arsenal Fantreffen 18.03.17 in Münster

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Der März rückt näher und damit auch das angedachten Germangunners Arsenal Fantreffen in Münster. Felix und ich wollen zeitnah in die Planung einsteigen bzgl. Location, potentielle West Brom Spiel schauen etc. 

Wenn ihr es noch nicht getan habt gebt uns doch bitte eine Rückmeldung (optimal per Email )  ob und wer nun verbindlich dabei ist. Dann gibts für die Teilnehmer zeitnah Details.

Wir freuen uns!

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Chris&Felix

Arsenal und Wenger anno 2017: There is a Good in Goodbye

Es gibt ein Argument, das ich immer wieder höre: Wenn Wenger weg ist, könnte es noch schlimmer werden. Mag sein. Ist aber auch nur eine bloße Vermutung der Pro-Wenger-Fraktion. Und was bringt es wirklich an zusätzlichem Risiko, wenn die Wohnung schon brennt und das Feuer vielleicht noch auf das letzte Zimmer übergreift? Das ist ein Schaden, über den ich hinwegschauen kann. Besser alles löschen und neu aufbauen!

Ich bin immer noch traurig. Nicht mehr ganz so traurig wie Mittwochabend. Aber immer noch traurig. Wahrscheinlich wäre es auch viel schlimmer gewesen, wenn ich nicht mit den liebsten Menschen am Mittwochabend in der Kneipe gesessen hätte, sondern zuhause alleine auf dem Sofa. Und es nicht so viele Aufmunterungs-Nachrichten gegeben hätte.

Seit über zwölf Jahren schütte ich mein Herz und meine Zeit an den Arsenal Football Club aus, habe nicht wirklich viele Spiele in dieser Zeit (bewusst) verpasst. Und ich habe natürlich auch unsere schlimmsten Niederlagen erlebt und verarbeitet. 2:8 bei Manchester United im August 2011, die Niederlage bei Bradford im Ligapokal, das North London Derby 2010, als wir schon 2:0 gegen die Spurs führten, und dann noch 2:3 verlierten. Das Ligapokalfinale 2011 mit der 1:2-Niederlage gegen Birmingham, oder das 1:5 beim FC Liverpool vor drei Jahren, als wir ganz schnell 0:4 zurücklagen. Und natürlich nicht zu vergessen das 0:6 beim FC Chelsea, als Wenger auf Mourinho losging. Und ich am liebsten auf Wenger. Die Liste ließe sich um etliche Spiele ergänzen, remember CL-Achtelfinale gegen Monaco oder die Niederlagen in der CL-Gruppenphase gegen Zagreb und Olympiakos. Und was steht demgegenüber? Ja, klar, immer die Qualifikation für die Champions League – und der zweimalige Gewinn des FA-Cup.

Aber diese Niederlage am Mittwochabend, das 1:5 beim FC Bayern, war besonders schlimm. Von allen Niederlagen und Setbacks seit dem Umzug ins Emirates Stadium 2006 war das aus meiner Sicht der schmerzlichste Abend in meiner Zeit als Arsenal-Fan. Warum möchte ich im Folgenden erklären und deutlich machen, dass es Zeit ist, dass Wenger geht und sich der Verein rundum neu aufstellen muss.

Es ist vollkommen richtig und muss als große, sehr große Anerkennung für Arsène Wenger herhalten, dass er den Verein in finanziell schwierigen Zeiten – das neue Stadion musste abbezahlt werden – sportlich immer unter die Top Vier der Tabelle geführt hat. Diese Leistung ist nicht hoch genug anzuerkennen, zumal in beständiger Regelmäßigkeit uns die wichtigsten Spieler abgekauft wurden und wir finanziell nicht mit den Topklubs mithalten konnten. Seit zwei, drei Jahren ist dieser Abschnitt aber vorbei. Der Verein ist finanziell kerngesund, hat keine kurzfristigen Verbindlichkeiten, macht Gewinne und hatte mal über 200 Millionen Pfund als Cashreserven auf dem Konto. Neuer Werbedeal mit Puma, mehr Einnahmen durch die TV-Rechte, die Verlängerung des Namensponsorings des Emirates Stadium etc. sorgen für sprudelnde Einnahmen. Wir waren und sind in der Lage, für neue Spieler viel Geld auszugeben. Alexis, Özil, Xhaka – um nur einige Beispiele zu nennen. Natürlich haben andere Vereine in der Premier League bessere finanzielle Möglichkeiten, gebe ich gerne zu. Man City, auch Man United und Chelsea können mehr Geld ausgeben. Zwischen 2013/2014 und 2015/2016 hat Arsenal 112 Millionen Pfund in den Kader investiert, also rund 40 Millionen Pfund pro Spielzeit. Die Klubs aus Manchester haben doppelt so viel ausgegeben. Nun ist die reine Quantität kein Maßstab, sondern auch die Qualität neuer Spieler, aber das ist nicht entscheidend: Wir können viel mehr investieren als noch 2010-2013. Gleichzeitig müssen wir eben nicht mehr, Spieler verkaufen, sondern können seit drei Jahren einen Nukleus an Beständigkeit und Eingespieltheit aufweisen. Eigentlich. Und jetzt kommt Wenger in das Spiel meiner Argumentation. Die Bedingungen bei Arsenal für Wenger haben sich seit 2013 substanziell verbessert, sportlich wie finanziell. Doch von den sportlichen Leistungen stagnieren wir. Taktik, Einstellung der Spieler – es ist ein unangenehmer Cocktail, der mich schon seit längerem mit dem Gedanken beschäftigt, dass ein Trainerwechsel notwendig ist. Seit Mittwochabend und dem 1:5 bei den Bayern ist er im Sommer zwingend erforderlich. Hier meine Begründungen:

1. Unsere taktischen Limitationen
Das Spiel beim FC Bayern hat es erneut gezeigt: Wir können nur ein Spielsystem, das 4-2-3-1/4-1-4-1, haben keinen Plan B und sind entsprechend von taktisch geschulten und flexiblen Gegnern ganz einfach zu knacken. Wir können taktisch während des Spiels nicht reagieren, auf den Gegner einstellen und mit ihm mithalten. Wengers Vernachlässigen von Taktiken und Spielsystemen seit vielen Jahren fliegt uns jetzt um die Ohren. Ohne Pressing, nur mit Wenger-Ball geht es nicht mehr. Andere Topteams in Europa wie auch die Konkurrenz in der Premier League haben dort einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Wie hat es Tobias Escher von spielverlagerung.de so prägnant formuliert: „Arsenals passive Defensive wirkt in Zeiten des Gegenpressings und der kollektiven Defensivarbeit antiquiert. Schlimmer noch: Sie lernen nicht aus ihren Fehlern.“ Wenger will nicht aus den Fehlern lernen. Wenger ist ein Trainer, der von seiner Vergangenheit lebt. Erlösen wir ihn aus der Gegenwart! Wenger hat immer noch nicht das universale Spielsystem für seine Stars gefunden, weil er ständig beim 4-2-3-1 bleibt. Und keiner kann mir sagen, dass es kein System gibt, indem Özil, Alexis und Giroud nicht zusammenspielen können?

2. Sportliche Stagnation
Unsere limitierte „Taktik“ führt zu sportlicher Stagnation. Wir haben den besten Kader seit vielen Jahren, schwimmen im Geld – sportlich stagnieren wir. Mag sein auf ordentlichem Niveau (Top Four, CL-Achtelfinale). Aber das kann und darf doch nicht der Anspruch von Arsenal sein. Wenn der Kader besser wird, die Rahmenbedingungen besser werden und ich keinerlei sportlichen Fortschritt sehe, gibt es nur eine Konsequenz: Es braucht einen Trainerwechsel. Natürlich muss ich als Gefahr und Risiko einpreisen, dass es dann für eine gewisse Zeit vielleicht erst einmal schlechter läuft, aber was kann schlechter als ein 1:5 bei den Bayern sein. Auf die Qualifikation für die Champions League kann ich dann als Fan gerne auch verzichten, wenn ich sowas miterleben muss. Und wie gesagt: Der Verein ist finanziell abgesichert, auch mal ein, zwei Jahre nicht in Europa zu spielen. Welch befreiende Wirkung das haben kann, zeigt gerade eindrucksvoll der FC Chelsea.

3. Außendarstellung
Die Niederlage am Mittwoch war peinlich und traurig für alle Fans. Arsenal verspielt durch solche Auftritte sein sehr gutes Image in Fußballeuropa. Soll das wirklich so weitergehen? Dazu die ständigen Ausreden von Wenger, man sei nicht mental vorbereitet gewesen oder wäre mental eingebrochen. Dazu die Sperre von Wenger nach der Schiri-Schelte, das Lamentieren über den Spielplan vor dem Spiel in Bournemouth. Es nervt! Wenger macht den Eindruck einer lahmen Ente. Warum sieht das eigentlich keiner? Ja, Wenger hat unglaubliches für Arsenal geleistet. Wenger ist Arsenal. Aber er ist auch amtsmüde.

4. Der Verein macht es sich zu einfach und bequem
Solche Niederlagen und Leistungen wie am Mittwoch gehen doch an keinem spurlos vorbei: Am Team nicht, am Verein nicht, schon gar nicht an den Fans. Und es ist ja nicht die erste Offenbarung in den letzten Jahren. Solange der Verein nicht in der Lage ist, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen, geht das immer so weiter. Das mag für das Arsenal Board ja vielleicht ganz lukrativ sein. Dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn wir Fans uns abwenden und die Sitzplätze im Stadion leer bleiben. Auch um eine weitere Spaltung der Fangruppen zu vermeiden und die Distanz zwischen Klub und Anhängerschaft nicht größer werden zu lassen, sollte Wenger im Sommer gehen. Es gibt nur ein Argument, das ich immer wieder höre: Wenn Wenger weg ist, könnte es noch schlimmer werden. Mag sein. Ist aber nur eine Vermutung. Und was bringt es wirklich mehr, wenn die Wohnung schon brennt und das Feuer vielleicht noch auf das letzte Zimmer übergreift, wenn Wenger nicht mehr da ist? Das ist ein Schaden, den ich einpreisen kann. Klar wird es ohne Wenger nicht einfach. Der Verein muss sich komplett neu aufstellen. Aber es wird Zeit, diesen Schritt zu gehen. Irgendwann wäre er sowieso zu erledigen. Es gibt nie den perfekten Zeitpunkt. Aber jetzt Wenger noch einmal einen neuen Vertrag für zwei Jahre zu geben, wäre die schlechteste Option von allen. Der Verein kann nicht länger immer alle Probleme aussitzen. Arsenal als Verein muss eben auch mal eine dramatische Aktion machen. Auf dem Platz gab es genug davon.

5. Wenger und die Haltung gegenüber seinen Spielern
Bei aller Kritik an Wenger dürfen die Spieler nicht außen vor bleiben. Dass Coquelin in seinen 77 Minuten Spielzeit am Mittwoch nicht ein Tackle gewonnen hat, ist nur schwierig Wenger direkt anzukreiden. Dass Özil seit Monaten wie ein unbeteiligter Spieler über den Rasen trabt, vielleicht auch nicht direkt. Aber zumindest indirekt. Denn Wenger steht für eine heile Welt. Der Kader ist von der Breite und Tiefe umfangreicher denn je, trotzdem traut es sich Wenger nicht, Spieler in Formtiefs einfach mal aus der Startelf zu nehmen. Er tut den Spielern wie sich selbst keinen Gefallen damit. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass dann in einem CL-Achtelfinale ausgerechnet Kieran Gibbs spielt. Nichts gegen Gibbs, aber es steht sinnbildlich dafür, dass Wenger die falschen Entscheidungen trifft. Und in seiner eigenen Welt taktischer Ignoranz gefangen ist, wenn er durch Verletzungen und Spieler sein Team umstellen muss. Wir brauchen einen Trainer, dem demn Team, wie den Spielern taktische Variationen einüben kann. Wir brauchen einen Trainer, der die Entwicklung des Fußballs anno 2017 adaptiert, nicht ignoriert und stur über sie hinwegschaut.

Das sind zumindest die fünf Argumetationspakete, die ich als Evidenz sehe, Wengers Vertrag nicht zu verlängern. Diese Argumente sind debattierbar. Aber wie gesagt: Von der Pro-Wenger-Fraktion sehe ich derzeit wenig Substanz, ändert das bitte gerne in den Kommentaren.

Ja, mit ist klar, dass Wenger eine große Lücke hinterlässt, ein Vakuum, von dem man auch ausgehen muss, dass die anderen Akteure im Verein es nicht füllen können, geschweige denn derzeit es überhaupt sehen. Stan Kroenke und Alisher Usmanov sind froh, wenn der Verein Gewinn macht. Unseren CEO Ivan Gazidis halte ich noch für fähig, Kroenke klarzumachen, dass eine Vertragsverlängerung keinen Sinn macht. Aber einen neuen Trainer finden und die sportliche Leitung des Vereins komplett neu aufstellen? Unser Chairman Sir Chips Keswick hat jetzt bisher auch noch nicht unter Beweis gestellt, dass er eine wahnsinnig große Ahnung von Fußball besitzt.

Das werden also schwierige Zeiten für Arsenal und seine Fans. Aber das kann aus meiner Sicht kein Argument sein, den nötigen Schritt jetzt zu machen – und vor allem zu verkünden. Wenger muss jetzt sagen, dass er im Sommer aufhört und dann gibt es noch die beiden Ziele der direkten CL-Qualifikation und der Gewinn des FA-Cup. Das wäre unter allen Umständen der bestmögliche Abschied. Und Wenger hat einen tollen Abschied verdient. Er soll auch jetzt noch einen respektablen Umgang erhalten. Kritik an Wenger ja, aber maßvoll und angemessen. Wenger macht nicht den Job des Geldes wegen. Er würde auch nicht verlängern, weil er Geldprobleme hat, sondern höchstens weil er den Verein liebt und dieser ihm so wichtig ist. Wenn das aber so ist, dann muss er auch erkennen, dass die beste Entscheidung wäre, im Sommer zu gehen, so hart und schwierig diese Entscheidung auch sein mag – und so schwierig die Zukunft für Arsenal erst einmal werden kann.

In diesem Sinne: #coyg

Felix

Die Kunst des Zusammenbrechens oder bye bye Alexis

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Ich habe einen schönen Tweet gelesen, welcher eigentlich alles auf den Punkt bringt. Sinngemäß lautet jener “ es sollte sich nicht langweilig anfühlen 5:1 gedemütigt zu werden. Man sollte verärgert sein jedoch  fühle ich einfach nur gelangweilt“.

Es ist so wahr wie es bitter klingt. Doch die 5:1 Niederlage bei den Münchner Bayern war weder überraschend dem Grunde noch der Höhe nach. Zwar hatte man kurz Hoffnung, dass man gegen ein top Team nicht wieder erneut mit vollen Hosen den Schwanz einzieht. Nur war diese Hoffnung allein in dem Ausgleich von Sanchez und der daraus resultierenden leichten Verunsicherung der Bayern begründet. Weder aus eigener spielerischer Klasse noch Dominanz. 

Arsenal schenkt erneut ein Spiel in einer Manier weg, wie es nur ein Team von Arsene Wenger derzeit hinbekommt. Lieb und nett mit dem Finger auf dem Implodierknopf in jeder Sekunde des Spiels. Es ist kein Wunder, dass jeder gegnerische Trainer Arsene so lobt. Ich würde es ebenfalls tun, zumal er mir mein Leben um 100% erleichtern würde. Wir müssen hier nicht mehr um einzelne Spieler oder die Klasse des Kaders sprechen. Der Kader war nie besser. Es ist die taktisch und mentale Einstellung welche der Mannschaft fehlt. Sicherlich kann und muss jeder Spieler mehr abliefern doch stinkt der Fisch von Kopf. Es verwundert nicht, dass Alexis keinen neuen Vertrag unterschreibt. Bei derartiger fehlender Siegermentalität und fehlender Veränderung auf absehbare Zeit  würde ich es wohl auch nicht tun. Sein Blick auf das 5:1 spricht insoweit sicher Bände und dürfte an der nahenden und verständlichen Entscheidung des Chilenen kaum Zweifel lassen. 

Wir müssen dieses Spiel nicht im Detail Tor für Tor, Szene für Szene analysieren. Es ist ein Abbild sämtlicher Partien gegen große Mannschaften oder solcher gegen kleine Mannschaften in welchen es um etwas geht. Ließ jene Analysen und du hast die passende zum heutigen Spiel. Man glaubt man können etwas reißen, muss jedoch schnell zur Erkenntnis kommen, dass es für ganz oben schlicht nicht reicht.  Die Saison war schon vorher gelaufen, nun ist sie es mit einem dicken Strick unter selbiger. Die Tage von Wenger sind gezählt. Einsehen muss es nun nur noch er selbst denn sonst hat keiner die Eier dies für ihn zu tun. Liebe zu einem Verein heißt manchmal auch zu wissen wann Schluss ist….

Angemerkt sei an dieser Stelle explizit, dass die Mannschaft den Support dieser Fans zudem in keinester Weise verdient. Was die rund 4000 Arsenal Fans erneut boten muss bei Blick auf die Leistung der Mannschaft für sämtliche Mitgereisten wie ein Schlag ins Gesicht sein. Aber wenigstens können wir uns auf prachtvolle Bilder auf sämtlichen Social Media Plattformen freuen. Das muss doch für vieles entschädigen oder ?!

In diesem Sinne

Cheers

Chris 

CL-Achtelfinale bei den Bayern: Sehnsucht nach guter Leistung

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Wir müssen mental gut vorbereitet sein. Wir müssen mental gut vorbereitet sein. Wir müssen mental gut vorbereitet sein. Wir müssen mental gut vorbereitet sein. Wir müssen mental gut vorbereitet sein. Wir müssen mental gut vorbereitet sein. Wir müssen mental gut vorbereitet sein.

Aber sind wir das? Die bisherige Saison gab einerseits schon Anlass für große Hoffnung, siehe unser 3:0 im Heimspiel gegen Chelsea. Aber – typsich für Arsenal – genau so viele Gelegenheiten, die uns treuen Fans zweifeln lassen. Zuletzt das 0:2 bei Chelsea oder das 1:2 gegen Watford. Oder seien es die mäßigen Leistungen in den zwei Auswärtsspielen in Manchester. Die bisherige Verteilung dieser Saison ist also extrem schief zu unseren Ungunsten. Statistisch, aber auch gefühlt, wenn man sich die Stimmung der Fans in den letzten Wochen vergegenwärtigt.

Jetzt also CL-Achtelfinale Hinspiel bei den Bayern. Ausnahmsweise also zuerst in München. Eine weitere Möglichkeit für die Mannschaft zu zeigen, dass sie in wichtigen Spielen – und das fällt heute in diese Kategorie – ihr volles Leistungspotenzial abrufen kann. Es wäre doch so schön, wenn es mal klappen würde. Das heißt nicht, dass damit automatisch ein Sieg folgt. Aber das Team und der Trainer müssen sich dann am Ende nicht wieder alles vorwerfen lassen, es wird nicht gleich wieder alles in Frage gestellt – was ja für alle Beteiligten insgesamt angenehmer ist.

In der Premier League dürften nur noch die größten Optimisten vom Titel träumen. Zehn Punkte Rückstand sind nicht mehr aufzuholen. Aber trotzdem geht es in der Liga noch um die Qualifikation für die Champions League, die für das Selbstverständnis des Vereins wie für die Attraktivität neuer Spieler ungemein wichtig ist. Dazu sind wir aussichtsreich im Achtelfinale des FA-Cup, nächsten Montag beim Fünfligisten Sutton United. Auch wenn es nicht mehr um den Ligatitel geht, steht viel auf dem Spiel, so viel, das sich darüber maßgeblich auch die Zukunft von Arsène Wenger entscheiden wird. Nun waren die Leistungen im Kalenderjahr 2017 bisher alles andere als zufriedenstellend. Mit dem 2:0 gegen Hull am letzten Samstag ist Arsenal immerhin auf die Siegerstraße zurückgekehrt, aber mir fällt anno 2017 mit Ausnahme des 4:0 bei Swansea kein Spiel ein, wo unsere erste Elf wirklich überzeugen konnte.

Das CL-Achtelfinale gegen Bayern also als Kickstart für das wichtige letzte Saisondrittel? Geschichte wiederholt sich ja gerne. Wir sind ja in kein K.O-Duell mit den Bayern in guter Verfassung reingegangen. Es ist das siebte Aufeinandertreffen in den letzten vier Jahren. In der Saison 2015/2016 gab es das Duell in der Gruppenphase, unter anderem mit dem 5:1 von Bayern vor eigenem Publikum. 2012/2013 und 2013/2014 trafen sich beide Teams im Achtelfinale. Arsenal schied jeweils nur knapp aus – und nahm den Schwung guter Leistungen mit in die Liga und den FA-Cup, wo die Leistungen erfolgreicher und konstanter wurden. Weiterkommen und davon Selbstvertrauen tanken wäre doch mal die ideale Lösung!

Der FC Bayern ist derzeit nun wahrlich auch kein Verein, der Fußballeuropa in Schrecken versetzt. Ein Kollege sagte mir gestern beim Mittagessen: „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt Bayern zu schlagen.“ Er mag Recht haben. Die Münchener tun sich in der Bundesliga schwer. Das mag nur bedingt an den Ergebnissen abzulesen sein. Viele kann Bayern immer noch erfolgreich gestalten. Aber unter den Fans herrscht schon eine gewisse Unzufriedenheit mit den Leistungen, die weit von der Dominanz und der Finesse der Guardiola-Ära entfernt sind. Aber: Wenn die Bayern die Bayern sind, dann weil sie in wichtigen Spielen es immer wieder geschafft haben – im Gegensatz zu Arsenal – ihre bestmögliche Leistung abzurufen, erinnert sei beispielsweise an die Leistung im Heimspiel gegen RB Leipzig kurz vor Weihnachten. Mit Robert Lewandowski, Thomas Müller, aber auch Arjen Robben oder Douglas Costa hat Bayern offensiv immer noch die Tiefe und Breite, die uns zumindest Respekt einflösen sollte. Ja, die Bayern scheinen vielleicht nicht übermächtig zu sein, aber Arsenal hat auf dem Platz wie im Umfeld auch genug Blei an den Füßen, dass unsere Chancen im Vergleich zu den Vorjahren vielleicht verbessert stehen, aber weit von optimal. Wenn wir doch nur einmal in einem großen, wichtigen Spiel unsere Top-Leistung auf den Platz bringen könnten! Das betrifft natürlich auch unsere Top-Spieler, hier vor allem Özil, der sich in den letzten Wochen, so zumindest mein Eindruck, sehr stark zurückgehalten hat. Wenger sagte ja selbst, dass Özils fehlendes Selbstvertrauen ein „Problem“ sei.

Wenger sagte am Dienstagabend auf der Pressekonferenz: „Ich glaube, dass wir die nötige Erfahrung haben. Wir spielen gegen ein Team, das jedes Jahr das Ziel hat, die Champions League zu gewinnen. Sie waren zuletzt immer unter den Top Vier. Es wird eine sehr große Herausforderung für uns, aber wir können damit umgehen. Wir haben diesmal den Vorteil, das Rückspiel in London auszutragen.“

Wie also die Partie angehen? Ich denke und hoffe, dass Arsenal zunächst einmal defensiv stabil stehen wird und wir dann unsere Präsenz im Mittelfeld und die Schnelligkeit über die Außenbahnen dafür nutzen, zu kontern und das Spiel auch phasenweise mal länger in die Hälfte der Bayern verlegen. Bloß kein frühes Gegentor – wie zuletzt auswärts so häufig. Von daher denke ich, dass Wenger, der wieder an der Seitenlinie versuchen darf, den Reißverschluss ordnungsgemäß zu schließen, wie folgt aufstellt:

Ospina – Bellerin, Mustafi, Koscielny, Monreal – Coquelin, Xhaka – Walcott, Iwobi, Özil – Alexis

Diese Speed-Variante bietet sich doch an. Mit Giroud und Welbeck auf der Bank hätten wir genug Power, um eventuell offensiv noch reagieren zu können. Ich denke auch, dass Iwobi die Chance bekommen darf, in einem so wichtigen Spiel einmal von Beginn an zu spielen. Xhaka dürfte ausgeruht und frisch sein nach seiner längeren Sperre. Und so viele Alternativen haben wir im defensiven Mittelfeld sowieso nicht. Das wäre die nötige Konsequenz seiner guten Entwicklung in den letzten Monaten. Ospina darf weiterhin im Tor spielen („Nothing to hide, it will be Ospina“). Das sorgt naturgemäß sofort für Schüttelfrost bei den Arsenal-Fans. Aber 1. hat Ospina in allen Pokalspielen diese Saison sehr überzeugt und 2. hat auch Petr Cech in den letzten Wochen den ein oder anderen Fehler beigesteuert. Und hinterher ist man ehe immer schlauer.

Bei Arsenal wird Lucas Perez mit leichten Oberschenkelproblemen nicht im Kader stehen. Dafür ist Per Mertesacker mit nach München gereist, wird aber wohl erst im FA-Cup am Montagabend bei Sutton United einen Einsatz bekommen. Bei Bayern ist Xabi Alonso rechtzeitig fit geworden, Ribery fehlt verletzt. Carlo Ancelotti wollte sich am Dienstagabend noch nicht entscheiden, ob Thiago oder Thomas Müller den Vorzug bekommt.

20:45 Uhr ist Anstoß. Das Spiel wird live auf Sky (Kommentar: Kai Dittmann) und dem ZDF (Kommentar: Oliver Schmidt) übertragen.

Sagen wir es mal so: Es wäre kein schlechter Zeitpunkt, dass wir in einem so wichtigen Spiel endlich mal wieder eine Top-Leistung zeigen würden und uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 7. März erspielen. Und vielleicht nach sechsmaligem Ausscheiden im Achtelfinale in Folge endlich mal das Viertelfinale erreichen.

In diesem Sinne: #coyg

Felix

Arbeitssieg mit nervösem Ende 

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Mit drei eingefahrenen Punkten nach dem Sieg gegen Hull stellt Arsenal punktgleich mit den Spurs und hält Schritt im Kampf um die Champions League Plätze. 

Dabei war es auch heute nicht das überzeugende Spiel von Arsenal, was jedoch auch nicht zu erwarten war. Insgesamt bespielte man Hull jedoch nicht schlecht und konnte durch die Führung von Alexis dies auch verdient versilbern. Doch war es leider die Tatsache, dass man nicht frühzeitig  das zweite Tor erzielen konnte, was die Begegnung am Ende nochmal knapp werden lies. Denn wie stets in solchen Partien wirft der Gast dann nochmals alles nach vorne und versucht einen Lucky Punch zu setzten. Beinahe wäre dies Hull auch geglückt, doch Arsenal hielt durch und pushte durch Alexis final nocheinmal und setzte nach dem verwandelten Elfmeter den Deckel drauf. 

Man konnte jedoch nicht leugnen, dass die Fans im Stadion in der Schlussphase leicht angespannt waren. Sicherlich nicht ungewöhnlich bei einer knappen Führung jedoch aber auch der Tatsache geschuldet, dass man der Mannschaft durchaus einen späten kassierten Ausgleich zugetraut hätte. 

Am Ende zählen jedoch allein die drei Punkte um die Champions League Plätze weiter auf Spur zu halten. Gleiches gilt für die anstehende Begegnung in der Champions League gegen die Bayern in der kommenden Woche. Ein Sieg war mit Blick auf notwendiges Selbstvertrauen bitter nötig und dürfte zumindest die Stimmung im Camp erheblich steigern. Zwar überzeugt Bayern derzeit auch nicht wirklich, haben sie jedoch den typischen Dusel oder Killerinstinkt. Wie und was wir gehen die Bayern beachten müssen gibts im Vorbericht unter der Woche. 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel ließ natürlich auch hinsichtlich der Personalie Wenger keine Ruhe. Ich hatte mich zu dieser Thematik ja bereits positioniert, wie ich finde sachlich genug. Trotzdem scheint dies nicht bei allen auf Zustimmung getroffen zu sein. Verstehen kann ich dies und respektiere es auch. Doch fände ich es angebracht dies auch gegenseitig zu tun. Das Thema wird in jedem Fall sicherlich nicht so schnell verschwinden. 

Wie dem auch sei. Das Team soll und muss unterstützt werden. Gegen die Bayern steht die nächste hohe Hürde an. 

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris