Episode 151, 27.11.2020 – Nach Molde ruft die Liga-Pflicht

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Diesmal nicht ausgebremst durch technische Probleme haben wir für Euch unseren gestrigen Sieg gegen Molde kritisch und mit dem passenden Lob analysiert. Natürlich darf dabei auch ein Blick auf den „Vorfall“ Pepe und die dazu passende Reaktion auf dem Platz nicht fehlen.

Wir blicken zudem voraus auf unsere Partie gegen die Wolves und die Frage, wann es mal wieder „Klick“ macht in der Offensive und ob dies ein gewisser Herr Lacazette noch herbeiführen kann oder doch so langsam seinen Zenit erreicht hat.

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Apple Podcasts beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein.

Cheers

Felix & Chris

Molde Vorschau

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Die Erwartung an die Spiele in der Europa League sind derzeit beinahe höher als die Erwartungen an die Premier League Auftritte von Arsenal. Wenn man auf den Faktor erzielte Tore schaut, so kann man diese derzeit nämlich beinahe nur im besagten Wettbewerb erwarten.

Zuletzt gab es ein 4:1 gegen Molde im heimischen Emirates und mit einem Sieg in NOrwegen kann man einen Haken an die Gruppenphase machen und den Fokus auf den Ligabetrieb und die dortigen Problemfelder legen.

Arsenal ist bereits früh angereist aufgrund der Corona Auflagen bei der Einreise nach Norwegen und dürfte sich ein wenig akklimatisiert haben, wenn dies in dieser Zeit von Quarantäne & Co. überhaupt möglich ist. Im Fokus der Medien stand aber ohnehin das Thema Pepe nach seiner roten Karte gegen Leeds am vergangenen Sonntag. Die Entschuldigung gegenüber Mannschaft und Fans kam prompt und die Sache dürfte damit eigentlich erledigt sein. Auch Coach Arteta stärk dem Ivorer den Rücken und wird ihn gleich heute wieder in den Sattel setzen. Ich bin gespannt, ob es eine spielerische Reaktion gibt und man endlich mal den Pepe sieht, den man sich so sehr erhofft und den seine Fähigkeiten hergeben.

Ansonsten dürfte es zwar einen Mix wie bisher bei der Startelf geben, doch sollte man wirklich schauen, dass man den Kader in dieser fordernden Zeit nicht zu sehr belastet. Es sind jedenfalls einige Youngster dabei die sich Hoffnung auf einen Einsatz machen dürfen. Das wichtigste Thema ist und bleibt für Arteta jedoch unabhängig vom Person ohnehin die offensive Flaute zu beenden und ein System zu finden, was mit den Spielern im Kader diesbezüglich klickt. Ob Molde dabei der richtige Gegner ist, um dies final bewerten zu können dürfte man bezweifeln jedoch vielleicht gerade eine Option etwas zu probieren. Dennoch bleibt die Qualifikation für die K.O. Phase die oberste Priorität.

Anstoß ist bereits um 18.55h. Ein weniger früher aus dem Büro oder Home Office an den TV ist also angesagt.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!
Cheers

Chris

Offensiver Stillstand und ein Bärendienst

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Beinahe die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl ohne Gegentor und damit einen Punkt erkämpft. Hört sich im ersten Moment eigentlich gut an und dürfte unter dem Strich auch das Maximum gewesen, was wir gestern Abend bei Leeds United rausholen konnten. Im Gesamtblick betrachtet jedoch erneut ein offensiver Stillstand sondergleiche.

Arteta veränderte das Set Up ein wenig und agierte mit Auba in der Spitze. Dazu sollten Willian und Pepe die Außenbahn besetzten und den Gabuner ordentlich füttern. So die Theorie. Doch die Praxis sah mal wieder ganz anders aus. Weder aus dem Mittelfeld noch von den Flügel kam auch nur ein Hauch Offensivdrang. Man verharrte erneut eher in Querpässen als in dynamischen Überprückungsspiel/Pässen. So kontrollierte man Leeds zwar über 2/3 der ersten Halbzeit. Wirkliche Gefahr strahlte man jedoch dabei nicht aus.

Die zweite Halbzeit ließ die Offensivbemühungen schnell im Keim ersticken. Pepe ließ sich provozieren und reagierte mit einem leichten Kopfstoß. Natürlich war die Reaktion des Leeds Spielers absolut überzogen und theatralisch jedoch das Verhalten von Pepe im gleichen Maße nicht nur unakzeptable sondern auch unprofessionell. Manchmal kann man einfach nicht nachvollziehen, was sich im Kopf mancher Spieler abspielt. Arteta fand jedenfalls deutliche Worte und Pepe dürfte diese Disziplinlosigkeit in den nächsten Wochen deutlich spüren.

Dies bedeutete natürlich den kontrollierten Rückzug für die Gunners und eine Schlacht um den eigenen Strafraum. Ein paar Aluminiumtreffer gepaart mit einer sehr guten defensiven Organisation retteten jedoch den Punkt über die Zeit. Mit ein wenig mehr Glück im Konterspiel und einer weniger verwirrenden Handspielregel wäre vielleicht auch der Lucky Punch drin gewesen.

Unter dem Strich kann man festhalten, dass die Moral stimmt und die defensive Struktur ebenfalls. Doch ist halt das Problem, dass man Fußballspiele mit Toren gewinnt und nicht zwingend nur mit dem Verhindern. Artetas Team tritt weiter auf der Stelle und muss sich schnell neu erfinden um nicht weiter im Mittelmaß der Liga zu verschwinden. Mit Willian weiter im Formtief, Pepe mit drei Spielen Sperre und auch Saka mit einer hoffentlich nicht so gravierenden Verletzung müssen dort nun alle eine Schüppe drauflegen und sich anbieten. Nelson dürfte ein Spieler sein, der dort nun gefordert ist.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

PL 2020/2021 EP9 Preview: Wiedergutmachung gefordert

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Moin aus Berlin. Felix hier. Eigentlich wollten wir euch die Vorschau auf unser erstes Spiel nach der Länderspielpause in Podcast-Form präsentieren, aber meine Technik streikte ein wenig. Deshalb also in schriftlicher Übermittlung.

Die Inhalte bleiben aber dieselben natürlich. Nach dieser unsäglichen Länderspielpause in Mitten einer globalen Pandemie jetzt wieder Ligaalltag. Es ist der Auftakt zu einem straffen Programm an Spielen in den nächsten sechs Wochen mit 14 bis 15 Partien bis Mitte Januar. Das einzige, was man dann nicht haben möchte, sind Ausfälle durch Corona, denn die Belastung ist nach der kurzen Vorbereitung schon hoch genug. Aber im Fußball-Business gibt es einfach nicht so viele intellektuelle Menschen, die solche Entscheidungen treffen könnten.

Wir sind leider auch betroffen gewesen: Elneny und Kolasniac sind positiv getestet worden und sind vorerst in sozialer Isolation, fallen natürlich am Sonntag aus (ich denke, wenn es blöd läuft, auch Donnerstag). Und dann wird es – Stichworte: Rotation und Belastungssteuerung – schon ein wenig, denn auch Thomas Partey wird uns mindestens bei Leeds United fehlen.

Aus vielen Gründen ist es richtungsweisendes Spiel. Machen wir uns nichts vor: Das 0:3 gegen Aston Villa (Christian schreibt mir gerade vor dem Hintergrund des Samstagnachmittagspiels mit folgender Nachricht: Man kann Aston Villa auch schlagen!) war ein herber Rückschlag. Ich fand die Analyse dieses Spiels eher zu kurz gekommen überall (vielleicht lag es an der Länderspielpause). Dass wir im Team strukturelle Probleme haben, ist bekannt. Die waren auch gegen Aston Villa sichtbar. Gegen Villa haben noch andere Zutaten gefehlt, die wir sonst immer zuverlässig in den Kochtopf geworfen hatten: Zweikampfstärke, Leidenschaft, aufopferungsvolles Kämpfen, Dynamik, Widerstand. Wenn das auch alles fehlt, wird es in der Premier League ungemein schwierig.

Von daher sind meine (also eigentlich unsere) Erwartungen vielmehr erstmal diese Attribute wieder auf den Platz zu bringen und einzusetzen. Die strukturellen Probleme werden wir nicht hundertprozentig lösen können, zumal kaum Zeit und Spieler in der Länderspielpause vorhanden waren. Aber es wird interessant zu sehen sein, ob Arteta die ein oder andere kleine Stellschraube schon verändert (er hatte es ja nicht ausgeschlossen). Viel wird in dieser Partie aber auch davon abhängen, wer gesund, fit und belastbar für 90 Minuten von der Länderspielreise zurückgekommen ist.

Diese Probleme hatte Leeds nicht, da weniger Nationalspieler. Aber der Aufsteiger hatte andere Sorgen zu verarbeiten. Acht Gegentore in den letzten zwei Spielen. Ich hoffe sehr, dass Arteta das 1:4 von Leeds zuhause gegen Leicester mehrmals angeschaut hat, um einen Plan zu entwickeln, wie wir Leeds knacken können. Denn der Aufsteiger hat mit 17 Gegentoren die schlechteste Defensive der Liga. Da geht also was. Wie gut, dass wir so gefährlich in der Offensive sind. Gilt weiter das Credo: Ein oder zwei Tore bekommen wir vielleicht erzielt. Dann muss es aber sonst wieder passen! Und Leeds ist offensiv gefährlich, ganz ähnlich von der Spielanlage wie Aston Villa. Breites Spiel, viele Kontakte, Dynamik, Tempo, klarer Plan, abschlussstark. Dazu große Laufbereitschaft und gut im Kombinationsspiel. Mit der Alibi-Einstellung wie gegen Aston Villa werden wir da kein Land sehen.

Arteta wird im Mittelfeld rotieren und wechseln müssen. Christian und ich hatten uns folgende Aufstellung zurechtgelegt:

Leno – Bellerin, Luiz, Holding, Tierney – Xhaka, Ceballos – Saka, Willock, Pepe – Aubameyang

Subs: Runarsson, Gabriel, Mustafi, Maitland-Niles, Willian, Lacazette, Nketiah

Natürlich könnte auch Gabriel an Stelle von Holding starten, oder Nelson für Saka, Willian für Pepe. Ich glaube aber und hoffe, dass Arteta auf Tempo setzt. Und das würde insgesamt besser passen. Lacazette muss dann halt erst einmal auf der Bank Platz nehmen.

Bei Leeds ist Kalvin Phillips nach Schulterverletzung wieder im Team und dürfte auch starten. Das ist ein ordentlicher Boost für Leeds, hat der englische Nationalspieler doch gerade bei den Niederlagen zuletzt sehr gefehlt. Ansonsten fehlen bei den Gastgebern weiterhin Llorente, Forshaw, Hernández und Shackleton verletzt.

Wiedergutmachung ist gefordert. Es gibt einfachere Aufgaben dafür. Aber bisher haben wir in dieser Saison die vermeintlich schwierigen Aufgaben ja besser gelöst. Anstoß ist um 17:30 Uhr. Sky überträgt natürlich live. Bielsa gegen Arteta – das klingt nach Spektakel 😉

#COYG

Felix

Lauter Fragezeichen

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Mal wieder eine unerklärliche Leistung des gesamten Teams am gestrigen Abend. Eigentlich könnte man an dieser Stelle diesen Beitrag schon beenden jedoch wäre dies sicherlich zu einfach. Vorab sei angemerkt, dass Villa ein sehr gutes Spiel abgeliefert hat und taktisch ebenfalls sehr gut eingestellt war. Dennoch kann dies nicht die alleinige Erklärung dafür sein, dass eine Mannschaft vor Wochenfrist bei Manchester United gewinnt, volle Erholung hatte und dann solch eine lustlose Leistung auf den Rasen bringt.

Mikel Arteta war offen und verärgert nach dem Spiel und hat mit seiner Meinung zur Leistung seiner Mannschaft nicht hinter dem Berg gehalten. Etwas was ich grundsätzlich begrüße, jedoch trotzdem die Frage aufwirft, warum zu viele Spieler stets meinen mit „halbem Arsch“ (sorry für den Ausdruck) auflaufen zu können. Weshalb meint man sich herausnehmen zu können nach dem Sieg bei United und zehn Instagram Storys später über allen anderen Teams erhaben zu sein? Warum meint man nicht an die Grenze gehen zu müssen und beginnt beinahe jede Partie mit rund 70% im Schongang, um es sich nur endlos schwer zu machen?

Natürlich müssen wir über Formationen nachdenken. Dennoch muss ich doch zunächst mein gesamtes Level abrufen, um sodann zu sehen, wie sich dieses in der optimalen Linie aufs Feld bringen lässt. Sicherlich kann man argumentieren, dass Villa unsere Schwächen im Spielaufbau gestern optimal ausgenutzt und erneut offengelegt hat. Aber wenn dies doch jedem offenkundig ist muss ich interne Lösungen finden, um dies zu überbrücken. Ceballos hat es nicht schlecht gemacht nach seiner Einwechselung aber ein statisches Spiel hilft auch einem Spieler in der Überbrückung des Mittelfeldes nichts.

Leider haben wir nun eine Länderspielpause. Für manche Spieler darüber hinaus vielleicht auch der Weg aus der Startelf. Denn Arteta wird die Zeit sehr intensiv nutzen, um sich vertiefte Gedanken zu machen. Namen wie Willian oder Lacazette stehen dort ohne Frage ganz oben auf der Liste der Spieler die man hinterfragen muss. Und vielleicht sollte ein Joe Willock endlich mal eine Chance bekommen die Lücke im Mittelfeld zu schließen. Mit dieser auszurechnenden Lethargie kann es jedoch in diesen Spielen nicht weitergehen.

In diesem Sinne

Cheers

Chris