Schaulaufen für die Aussortierung

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Gestern Abend erinnerte mich ein wenig an meine Schulzeit. Dort gab es immer gelegentliche Fußballturniere zwischen den lokalen Schulen und die Sportlehrer versuchten händeringend eine gute Mannschaft zusammenzustellen. Es scheiterte dort sehr oft daran, dass die meisten aus unserem Jahrgang eher Handball oder Tennis spielten und man somit mit einer Truppe aus handballerischen Tennisspielern zu einem Fußballturnier auflief. Das Ergebnis hatte dann zumeist etwas lustig anmutendes. Ein Torwart der den Ball nicht fangen kann oder ganz ohne Körperspannung der Ball an sich abprallend ins Tor lenkte. Es soll kein Geheimnis bleiben, dass auch ich manchmal dieser Torwart war.

Ähnliches konnten wir auch gestern Abend wieder auf Profilevel bewundern. Erneut beteiligt eine Mannschaft Namens Arsenal. Der Torwart war in diesem Fall Runnarsson und zusammen mit dem bisher ovn ihm gezeigten muss man festhalten, dass er das Niveau, welches man erwarten muss schlicht nicht hat. Wer dies in ihm gesehen hat, muss entweder einen anderen Spieler gesehen haben oder der Isländer sich gut verstellen können. Aber wessen Fehler ist das? Sicher nicht der von Runnarsson sondern erneut des Stabs, die ihn als adäquate Nr.2 auserkoren haben.

Dazu eine Abwehr aus Spielern die beinahe allesamt aus dem Kader und Verein zu streichen sind und die Kombination wird schnell tödlich. Warum ein Saliba nicht die Chance bekommt wird immer rätselhafter und macht viele sehr unglaubwürdig. Ebenso die Entscheidung Martinelli für die zweite Halbzeit nochmals auflaufen zu lassen. Der Druck auf den Trainerstab scheint jedoch so groß zu sein, dass man keine rationalen Entscheidungen mehr trifft in solchen Situationen, vgl. Luiz oder Partey vor ein paar Wochen.

Natürlich ist es „nur“ der League Cup gewesen. Jedoch macht man es sich nicht leichter diesen Trend zu stoppen. Und wie er zu stoppen ist, erscheint mir derzeit ein Buch mit sieben Siegeln zu sein.

Ich hoffe ihr könnt Eure Weihnachtsfeiertage ohne Ärger über Arsenal genießen und nehmt den Boxing Day nicht so ernst. Denn dies dürfte die einzige Option sein dies durchzustehen.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Ein Kader in der Bringschuld

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In unseren Gefilden sagt man ja bekanntlich „der Baum brennt“. Kommt da der League Cup gerade recht? Grundsätzlich war Arsenal in einem Pokalwettbewerb in den letzten Monaten stärker als im Ligabetrieb. Aber war der League Cup schon immer einer von wenig Priorität kann man ihn in der derzeitigen Verfassung nicht wirklich greifen.

Mikel Arteta steht weiterhin vor dem Problem die Balance des Kaders zu finden und vor allem in die Erfolgsspur zurückzukehren. Zumindest im League Cup wird dich die Frage der Startelf allein am Prinzip Rotation orientieren, sodass wir sicherlich heute nicht beantworten könne, ob Arteta zurückkehren wird zum Leistungsprinzip bei der Auswahl seiner Startelf.

Xhaka,Partey und Auba stehen verletzungsbedingt bzw. einer Sperre nicht zur Verfügung. Erwarten kann man sicherlich, dass Martinelli weitere Spielzeit bekommen wird. Insgesamt wird die Formation wohl an der Europa League orientiert sein. Ob es gegen City den gleichen Erfolg bringen wird bleibt abzuwarten.

Ob man den Wettbewerb auf Sicht ernsthaft betrachtet oder nicht spielt meiner Einschätzung heute keine Rolle. Es geht derzeit um mehr als nur die „nächste Runde“. Es geht darum, ob der Kader Arteta folgt und ob das Gros der Spieler bereit ist sich wieder qualitativ auf ein dem Arsenal Football Club angemessenes Level zu heben. Natürlich kann und muss man die Vereinsführung und viele Entscheidungen der jüngsten Vergangenheit in Frage stellen. Doch am Ende ist noch immer genügend fußballerische Qualität im Kader hinter der sich jeder einzelnen nicht länger verstecken kann ohne für sich selbst nicht den absoluten fußballerischen Offenbarungseid zu leisten.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Episode 153, 20.12.2020 – Mehr Punkte, weniger Willian

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Viel hat sich nicht verbessert seit der letzten Ausgabe. Man möchte beinahe sagen, es hat sich sogar weiter verschlechtert. Natürlich wollen und müssen wir an dieser Stelle ausführlich darüber sprechen und insbesondere die Frage beleuchten, ob Arteta der noch richtige Trainer für diese zerfahrene Situation ist.

Welche Rolle spielt die interne Struktur bei Arsenal und das fehlende Leistungsprinzip im Kader? Worin ist die stetige Underperformance so vieler Spieler begründet? Es sind keine schönen Themen und es macht derzeit auch nicht wirklich Spaß, Arsenal zu verfolgen. Doch wir sind an dieser Stelle nicht nur dazu da Titelgewinne zu kommentieren, sondern müssen uns auch der harten Wahrheit stellen die derzeit leider vorherrscht.

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Apple Podcasts beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein.

Cheers

Felix & Chris

Everton Vorschau

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Arsenal an einem Samstag. Oh happy days! Kreuzen wir alle Finger, dass es uns mehr Glück bringt als die elendigen Partien an einem Sonntag Abend. Dennoch kann und sollte dies natürlich nicht der einzige Anker sein, welchen wir mit Blick auf die Partie gegen Everton werfen.

Die letzten Tage und die dazugehörige Berichterstattung haben erneut verdeutlich, dass es im Kader stark rumort. Luiz und Willian sollen angebliche Quertreiber gegen Arteta sein, Leno prangert ein fehlende Haltung seiner Mitspieler an. Alles in allem nicht die Verfassung, in welcher man sich befinden sollte wenn man bei einem Team gastiert, welches in dieser Saison bisher vieles richtig gemacht hat.

Unser Remis gegen Southampton gibt zwar ein wenig Hoffnung im tiefsten Inneren doch muss es mehr sein als nur ein Schritt in die richtige Richtung. Natürlich wird man nicht plötzlich vor Selbstvertrauen strotzen doch kann man vielleicht in der guten alten FA Cup Manier der letzten Spielzeit aus einer gesicherten Defensive über gutes Konterspiel zurückfinden in die Siegesspur. Zumindest Aubameyang hat seinen Torfluch ja brechen könne, sodass auch dort Hoffung besteht.

Mit der Sperre von Gabriel müssen wir in der Abwehr umbauen. Dafür ist Bellerin wieder verfügbar, sodass man wohl auf Luiz zurückgreifen wird zusammen mit Holding. Martinez hat gestern Abend nicht bei der U23 gespielt , sodass die Vermutung gerechtfertigt seine dürfte, dass er mit im Kader steht gegen die Toffies. Vor allem mit dem großen Feature über ihn in der Vorbereitung auf das Spiel. Eine Option die man sicherlich mehr als froh sein könnte zu haben. Auch erhoffe ich mir in einem Spiel mit einigen Kontersituationen mehr von Pepe. Er arbeitet hart muss jedoch mehr Output produzieren. Schnelle Konter könnten ihm in die Karten spielen.

Zu erwarten dürfte sein, dass Everton kaum abwarten wird. Sie haben unter Ancelotti eine neue Selbstverständlichkeit gefunden und wissen zudem, dass wir sie derzeit nicht haben. In einer Situation mit fehlendem Kreativspiel vielleicht nicht so verkehrt. Schlussendlich muss man aber auch wenig Glück haben und ein Kopfball wie der von Holding gegen die Saints muss halt einfach mal im Winkel einschlagen. Disziplin wäre dazu auch anzuraten. Keine Platzverweise, die es beinahe unmöglich machen eine Partie noch mit drei Punkten zu beenden.

Bei seinem alten Verein und gut ein Jahr nach seinem Antritt bei Arsenal erwarte ich folgende Startformation von Arteta;

Leno,Bellerin,Holding,Luiz,Tierney,Elneny,Willock,Ceballos,Saka,Auba,Pepe

Gefühlt wollte ich auch Maitland Niles unterbringen aber so richtig passte es nicht. Natürlich könnte man ihn anstelle von Willock aufbieten aber ist Willock nicht kreativer und bietet mehr Flexibilität im Spiel von Vorne? Wenn es eng wurde hat Arteta jedoch auf auf AMN zurückgegriffen, vgl. FA Cup letzte Saison. Smith Rowe dürfte den Vorzug von Beginn nicht bekommen auch wenn er vielleicht der Schlüssel für die Steckpässe sein könnte. Optionen gibt es verschiedene doch maßgeblich wird zunächst einmal harte Arbeit des Teams und ein effektiver Abschluss sein. Dann muss der Rest irgendwann von allein kommen…hoffe ich.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Arsenal, was soll das denn derzeit eigentlich alles?

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Hallo aus Berlin von Felix zur Nachbetrachtung des Spiel gegen Southampton. 1:1 nach 90 Minuten und kollektiv herrscht heute schon Erleichterung, dass dieses Spiel – es wäre das fünfte Heimspiel in Folge gewesen – nicht verloren wurde. Soweit ist es schon gekommen.

Es wunderte sich bestimmt auch jede/r in der zweiten Halbzeit, als wir auf einmal einen gescheiten Angriff spielten. Saka – bester Akteur bei Arsenal mal wieder – tankte sich von der linken Seite in die Mitte, spielte zu Nketiah, der Aubemeyang mustergültig bediente. Keine Probleme beim Einschieben zum 1:1. Was war das denn? Ein Tor! Aus dem Spiel heraus! Von Aubameyang! Man musste sich auf dem heimischen Sofa kurz daran zurückerinnern, dass sowas der elementare Bestandteil von Fußball ist. Länger nicht gesehen von Arsenal.

Plötzlich waren wir dann zumindest auch vorübergehend spielbestimmend und Southampton überlegen. Die Saints hatten eine gute erste Hälfte gespielt – und Arsenal eine katastrophale. Southampton musste sich noch nicht einmal richtig strecken in den ersten 45 Minuten.

Diese erste Halbzeit passte in das Bild von Arsenal der vergangenen Wochen. Was ist da eigentlich los in diesem Verein? Ständig stehen irgendwelche Interna in der Presse. Spieler unzufrieden mit x, y, und über z. Pepe, was sollte diese dusslige rote Karte? Xhaka, was sollte diese dusselige rote Karte? Willian, warum spielst du überhaupt noch? Willian, warum wirst du überhaupt noch aufgestellt? Mikel, wieso stellst du Willian immer noch auf? Wieso ist Willian überhaupt im Verein? Was machen Edu und Vinai außer beruhigende Sprüche? Wo ist eigentlich der gute alte Teamspirit von Arsenal hin? Stattdessen Neid, Eifersucht und Missgunst. Arsenal – Verbotene Liebe und Marienhof zu Pandemiezeiten im Winter 2020!

Ach, was solls. Die Liste der Probleme und Fragen, die sich viele Fans derzeit stellen (müssen), sind noch unendlich viel länger. Und auch das Spiel gegen Southampton ließ mehr Fragen offen, als es Antworten gab. Diese erste Halbzeit war so richtig schlecht und uninspiriert. Auf Twitter ließ ich mich schon zu dem Urteil hinreißen, dass die Mannschaft einfach keinen Bock mehr auf die Methode Arteta und vielleicht den Trainer in persona hat. Kein Einsatz, keine Leidenschaft, keine energischen Zweikämpfe. Wie will man mit dieser Einstellung ein Spiel in der Premier League gewinnen? Und das sind jetzt Zutaten, die völlig unabhängig von System, Taktik, Aufstellung, kippender 38 oder zurückgezogener 16 stattfinden. Klar kann man natürlich auch immer argumentieren, dass es Arteta momentan nicht schafft, das Team auf den Punkt für die 90 Minuten einzustellen. Aber ein bisschen Eigenanteil sollte man von den Spielern schon verlangen. Aber was kann man derzeit schon von Arsenal verlangen?

Gabriel flog nach zwei vermeintlich gelbwürdigen Fouls in der Summe etwas zu hart (für meinen Geschmack) mit gelb-rot vom Platz. Nicht mal 11 Spieler über 90 Minuten beisammen zu halten, schafft Arsenal derzeit. Aber Gabriel ist nicht das Problem. Er, Tierney, Saka und gestern auch Willock nach seiner Einwechselung waren die Lichtblicke. Ansonsten hat eigentlich niemand sich nachdrücklich für mehr Einsätze empfohlen, AMN vielleicht noch. Denn die Alternative hieße Cedric. An diesem Punkt stellen sich schon wieder jede Menge Fragen.

Gestern gegen Southampton nicht verloren. Ist das jetzt schon die Trendwende? Mitnichten, aber nen Fleißkärtchen vergebe ich gerne dafür, zu zehnt mal gekämpft zu haben. Ob es was bringt? Everton am Samstagabend wird es zeigen. Gabriel ist gesperrt, sodass Luiz zu seinem völligen Entsetzen vielleicht mal mit Arteta sprechen muss. Nun ja. Vielleicht gelingt ja die Wende, Aubameyang findet wieder das Tor. Es macht einfach Klick. Das ist ja das Schöne am Fußball: Es könnte jederzeit passieren.

Bis dahin sollte der Verein an seiner Außendarstellung arbeiten. Ich weiß gar nicht, was momentan frustrierender für die Fans ist: die Leistung auf dem Platz oder das Bild, das der Verein außerhalb des Platzes abgibt. Man verlangt uns Fans vieles ab derzeit. Die Geduld wird langsam aber sicher weniger. Es helfen nur gute Leistungen. 11 Freunde sollt ihr sein – bis zum Schlusspfiff.

We deserve more!

#COYG

Felix