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Kategorien-Archiv: Arsenal

Bayern got wengered: Cech der Rückhalt für den Sieg

21 Mittwoch Okt 2015

Posted by Felix in Arsenal

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Arsenal, Bayern, Champions League

Die Arsenal-Champions-League-Wundertüte sollte wieder geöffnet werden. Von einem knappen Sieg bis zu einer deftigen Klatsche konnte ich mir alles vorstellen, zumal wir Gunners unter Druck zu allem fähig sind (positiv wie negativ). Mehr positiv als negativ am Dienstagabend. 2:0 gegen den FCB, dank starker Defensive und etwas Glück bei der Chancenverwertung.

Wir hatten uns durch die beiden Niederlagen gegen Zagreb und Piräus ja selbst in die missliche Lage gebracht, gegen Bayern gewinnen zu müssen, um die Chance auf das Achtelfinale theoretisch aufrecht zu erhalten. Denn das sollte und muss bei aller Enttäuschung in der bisherigen Saison unser Anspruch sein. Jetzt gibt es für ein Fußballteam deutlich angenehmere Ausgangslagen, als gegen die vielleicht beste Mannschaft der Welt gewinnen zu müssen. Von daher war es erneut interessant zu sehen, wie das hin und wieder fragile Gebilde damit vor allem psychologisch umgeht. Da können die warmen Worte von Guardiola bezüglich der Stärke unserer Gunners fast schon ungehört weggewischt werden. Das Team sollte durch die Leistungen in der Premier League selbst wissen, dass es gut in Form ist. Womit wir wieder bei der Ausgangslage sind: Wie schrieb Raphael Honigstein in der Süddeutschen Zeitung so treffend: Arsenal hat das Potential, gegen jede Mannschaft gewinnen zu können – aber eben auch zu verlieren.

Arsenal musste auf David Ospina verzichten, der an einer Schulterverletzung laboriert. So kam Peter Cech zu seinem ersten Spiel im Arsenal-Trikot in der Champions League (hätte er auch gespielt, wenn Ospina fit gewesen wäre?). Arsène Wenger hatte bereits auf der Pressekonferenz am Montag verlautbaren lassen, er sehe keinen Grund, Özil und Sanchez zu schonen. Dementsprechend gab es konsequenterweise keine Veränderungen zur Startelf vom 3:0 bei Watford. Wenger nimmt die Champions League Ernst. Leider vielleicht zu spät. Bei den Bayern kehrte Douglas Costa in die Startelf zurück, Bernat bekam in der Defensive den Vorzug vor Javier Martinez (leichte Kniebeschwerden). Alaba rückte in die Innenverteidigung. Alonso auf der Doppelsechs, Bayern also im 4-3-3.

Kernaufgaben also: Gute Leistung zeigen, um das Selbstvertrauen für die Liga hoch zu halten. Und dann mal schauen, ob man die Bayern ärgern kann. Und nebenbei vielleicht Fußball-Europa zeigen, dass man mit dem besten Team mithalten kann.

Es war kein stürmischer Beginn von uns, im Gegenteil. Arsenal agierte eher abwartend, tief stehend. Bayern mit deutlich mehr Ballbesitz zu Beginn. In der 7. Minute erwachten wir zum ersten Mal. Konter über Alexis, Özil mit dem schwächeren rechten Fuß, Neuer hält super, der Nachschuss von Walcott wird geblockt. Dann wieder nur Bayern, teilweise über 70% Ballbesitz für den deutschen Rekordmeister. Aber Cech war gegen die Schüsse von Costa, Thiago und Vidal stets gut auf dem Posten. Bayern war unglaublich ballsicher und konnte die wenigen Kontersituationen von uns bereits im Keim ersticken, auch weil die Gunners zu schnell den Ball verloren haben. Bellerin hat reichlich zu tun mit dem noch schnelleren Costa, Özil war bei Thiago und Alonso bestens aufgehoben. Arsenal wurde bis auf Weiteres der Zahn sehr schnell gezogen.

Erst nach einer guten halben Stunde wurden wir stärker, bekamen mehr Ballbesitz und Spielanteile in der Hälfte der Bayern. Erst verzogen Walcott (Theo muss an seinem Abschluss arbeiten!) und Sanchez, bevor erneut Walcott in der 33. Minute die Riesenchance zur Führung hatte. Flanke Monreal, Kopfball Walcott, Weltklasse-Save von Neuer, den Nachschuss bringt Ramsey auch nicht auf das Tor. Auf so einem Niveau gegen so einen Gegner müssen solche Chancen dann auch einfach mal genutzt werden! Arsenal bestimmte die weitere Phase bis zum Halbzeitpfiff. Insgesamt eine sehr ordentliche erste Halbzeit von uns. Vielleicht etwas zu passiv in den ersten 15 Minuten, aber dann sehr engagiert und konzentriert. Es fehlte die effiziente Chancenverwertung, denn so viele Gelegenheiten wie der Kopfball von Walcott bekommt man gegen die Bayern nicht.

Keine Wechsel zur zweiten Hälfte. Der zweite Durchgang begann wie die erste Halbzeit. Costa verzog knapp, Cech lenkt einen Lewandowski-Schuss über die Latte. Von uns kam wenig. Walcott konnte die Bälle vorne nicht halten, Bayern konnte sich von unserem Pressing stets hervorragend befreien. Es bleib dabei: Insgesamt zu viele Ballverluste, aber wir waren im Spiel und setzten Einsatz und Leidenschaft gegen die spielerische Überlegenheit der Bayern. Über 600 Pässe der Bayern! Zu allem Überfluss zog sich Ramsey eine Oberschenkelzerrung zu. Das sieht nach längerer Pause aus, leider. The Ox kam nach gut einer Stunde, zunächst änderte sich wenig. In der 74. Minute hatte Wenger ein Einsehen und brachte Giroud für Walcott. Erst stand aber Cech wieder im Mittelpunkt, der in der 75. Minute großartig gegen Lewandowski hielt. Zwei Minuten später dann die Führung für uns. Freistoß in die Mitte, Neuer fliegt vorbei, Giroud ist da und der Ball kullert über die Linie. Glücklich, aber egal. Arsenal brachte die Führung mit viel Laufarbeit, Einsatz, Kampf und Hingabe bis in die Nachspielzeit, setzte Bayern sogar in deren Hälfte noch unter Druck. Bellerin schnappte sich den Ball, toller Lauf, präzise Flanke auf Özil für das 2:0. Neuer kann den Ball nur noch hinter der Linie retten. Schlusspfiff.

Insgesamt ein glücklicher Sieg, aber genau das, was wir brauchten. Hätte sicherlich auch anders ausgehen können, zumal Bayern natürlich spielerisch mehr vom Spiel hatte. Aber die besseren Chancen hatten die Gunners. Drei Punkte für das Selbstvertrauen in der Premier League und als Wiedergutmachung um Fußball-Europa zu zeigen, dass wir so schlecht gar nicht sind.

Wenn man halt mit der besten Elf spielt. Cech sowas von souverän, sicher und dominanter Rückhalt. Mit ihm ist die Defensive noch einmal eine Klasse besser. Özil und Sanchez wie Walcott hatten nicht ihren besten Tag, dafür aber erneut Coquelin und Monreal, die ich herausragend gut fand. Auch Bellerin steigerte sich nach den schwierigen ersten 15 Minuten enorm.

Was die Champions League angeht, ist natürlich noch nicht alles repariert. Hätten wir doch nur gegen Zagreb und Piräus so gespielt wie am Dienstagabend im Emirates. Wir sind weiter im Rennen um den zweiten Platz. So weit so gut. In zwei Wochen nochmal so eine Einstellung und Hingabe wie heute. Aber erstmal Everton am Samstagabend. Das wird die nächste große Hürde. Aber das Team scheint derzeit zumindest endlich den Lauf und Rhythmus gefunden zu haben, den wir uns alle schon Anfang September erhofft hatten. Vor allem was die defensive Stabilität angeht. Das sieht sehr gefestigt aus.

Kommt gut durch die Woche

Cheers
Felix

P.S.: Christian ist bald wieder aus dem Urlaub zurück, sodass es nächste Woche auch eine erneute Episode des Germangunners-Podcast geben wird. Bis spätestens dahin. Hoffe, ich war ein adäquater Ersatz. Wir lesen oder hören uns.

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Die letzte Chance gegen den Rekordmeister

20 Dienstag Okt 2015

Posted by germangunners in Arsenal

≈ 3 Kommentare

Der deutsche Rekordmeister hat sich mal wieder in London eingefunden. Diesmal für die Hinspielbegegnung in der Gruppenphase. Und unterschiedlicher könnten die Vorzeichen für beide Teams am heutigen Abend kaum sein. Nach der Auslosung hatte man sich dieses Spiel als den Kampf um Platz 1 in der Gruppe ausgemalt. Es sollte eine Begegnung mit zwei Teams und sechs Punkten aus den ersten Spielen werden. Was die Bayern angeht hat das auch sehr gut geklappt. Nur wir haben leider in der Champions League bisher nicht das umsetzen können, was unserer Anspruch ist und wir auch locker in der Lage sind zu spielen. 

So hat Arsenal heute gegen die Bayern wohl die letzte Chance in der Gruppe noch etwas zu bewirken und das Ruder vielleicht doch noch rumzureißen. Sicherlich ist die Champions League nach den ersten Auftritten nicht mehr für jeden Priorität. Wenn ich ehrlich bin gehöre ich zu denjenigen. Das hat jedoch nicht zur Folge, dass nicht das letzte versucht werden sollte doch noch die K.O. Phase zu erreichen. Denn auf Donnerstag Abend hat doch ehrlich gesagt keiner wirklich Lust oder?! Der Sendeplatz gehört ja schließlich den Spurs.

Der Schlüssel zum Erfolg scheint auf den ersten Blick doch ein ganz einfacher zu sein. Schlicht die Form aus der Liga auf die internationale Bühne transformieren. Etwas was eigentlich doch nicht so schwer sein kann dürfte man meinen. Wenn der Gegner nicht Bayern München lauten würde auch etwas, was ich sofort unterschreiben würde. Doch mit dem Rekordmeister kommt ein Gegner ins Emirates der den ständigen Anspruch hat diesen Wettbewerb zu gewinnen und dies auch zu Recht haben kann. 

Da sicher jeder der Blogleser über die Bayern mehr als nur Bescheid weiß möchte ich mir eine ausführliche Darstellung der Stärke sparen. Wir schauen alle Bundesliga und wissen, dass Bayern souverän an der Tabellenspitze trohnt wie es beinahe stets der Fall ist, dass Lewandowski in Traumform ist und der Bayerndusel im Zweifel hilft. Gehen wir also gleich besser zu den Spielern über die nicht mitzuwirken können. Das wären Robben,Götze,Benahtia,Ribéry und Bartstuber. Wieder fit sind dafür Coman,Lewandowski sowie Costa. Der Kader der Bayern ist,trotz ständigem Genörgel von Pep,einfach bärenstark. Vormachen muss man sich da nichts.

Das alles soll nicht heißen, dass wir in Demut ergehen sollen. Ganz im Gegenteil. Wir haben ebenfalls einen starken Kader der sich nicht verstecken muss. Entscheiden ist halt wie du mit deiner eigenen Stärke umgehst und wie du gegen die Bayern auftrittst. Sicher ist es nicht gerade anzuraten mit Mann und Maus zu stürmen. Aber Konstante und kontrollierte Offensive mit ständigen Rhythmuswechseln wäre da schon etwas, was die Bayern ins Schwimmen bringen  kann. Die erste Halbzeit der Wolfsburger in München vor ein paar Wochen hat dies deutlich gezeigt. Auch wenn es im weiteren Verlauf, gelinde gesagt, etwas den Bach runter ging. 

Mit Blick auf die Liga und unseren dortigen Lauf haben wir mehrfach in den letzten Wochen gezeigt, dass wir Spiele dominieren können und auch mal schnell mehrfach zuschlagen können. Effektivität ist etwas was dort gefragt ist, zumal gegen die Bayern nicht allzu viele Chancen kommen werden. Wird Wenger rotieren? Wird er Cech in der Champions League bringen? Ja das ist sicher da Ospina an einer Verletzung der Schulter leidet. Eine gute Wende für Wenger um dieses Thema der Torwartrotation stillschweigend zu beenden. Das Standing eines solchen Spiels hätte es ohnehin nicht erlaubt. Auch wenn ich glaube, dass Arsene dazu neigt ein wenig zu rotieren hat er meiner Meinung wenig Spielraum. Wenn er wirklich noch nicht die Hoffnung in der Champions League aufgegeben hat bleibt kein Raum für Experimente oder Umstellungen die vielleicht nicht der derzeit optimalen Form der einzelnen Spieler entsprechen. Und auch seine Kommentare in der Pressekonferenz lassen nicht auf Rotation schließen. 

So wird es bei der bekannten Aufstellung der letzten Spieltage bleiben. Maximale Änderung bei der Frage Per/Gabriel. 

Am Rande des Spiels wird die Fanabteilung der Bayern noch einen Protest gegen die hohen Ticketpreise starten. Etwas was man sicher nur unterstützen kann, auch wenn es etwas komisch erscheint, dass dies von den Fans der Bayern angestoßen wird. Macht es aber nicht weniger wichtig. Das ganze schließt ab mit einem verspäteten einrücken der Bayern Fans ins Stadion. 

Was bleibt also noch zu sagen? Am besten sind ja immer altbekannte Schlachtenrufe. Also in diesem Sinne „zieht den Bayern die Lederhosen aus“.

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

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Arsenal sticht bei den Hornissen eiskalt zu

18 Sonntag Okt 2015

Posted by Felix in Arsenal

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Watford

Es war kein einfaches Spiel. Es hat lang gedauert, bis wir in Fahrt kamen. Aber dann hat es Arsenal souverän und dominant beendet. 3:0 bei Watford. Weiter auf der Erfolgsspur in der Premier League.

Christian hatte es ja in seinem Vorbericht schon anklingen lassen. Die Rahmenbedingungen vor dem Spiel bei Watford waren eigentlich ideal. Unsere Ligaform stimmt seit geraumer Zeit, vier Siege in den letzten fünf Spielen, dazu auswärts diese Saison nur eine Niederlage bei drei Siegen. Unsere Nationalspieler haben sich bei ihren Teams Selbstvertrauen mit guten Leistungen geholt (Sanchez, Özil, Giroud, Walcott um nur einige zu nennen). Wenn das Selbstvertrauen bei Walcott und Sanchez nicht sowieso schon groß genug war: zusammen acht Tore in den letzten drei Spielen. Auf der anderen Seite Watford: The Hornets bisher erst mit einem Heimsieg in dieser Saison. Als Aufsteiger auf Platz 12 ist die Bilanz ganz okay. Auffällig: Watford ist das Team mit den wenigsten eigenen Toren, haben dafür aber auch die beste Defensive der Liga vor dem Aufeinandertreffen gehabt. Trotzdem gingen wir natürlich als Favorit in die Partie.

Arsenal wechselte nur einmal im Vergleich zum 3:0 gegen Manchester United. Koscielny war nach Oberschenkelproblemen wieder fit und ersetzte den erkrankten Gabriel (der laut Wenger eine Chance hat, Dienstag wieder im Kader zu sein). Sanchez startete trotz langer Länderspielreise von Beginn an. Bei Watford meldete sich Ikechi Anya wieder fit, sodass die Hornets mit derselben Elf wie in den letzten Wochen spielten. Gerade vor dem Stürmer Ighalo (fünf von sechs Toren für Watford erzielt) wurde immer wieder gewarnt im Vorfeld. Nur 13 Tore fielen in Spielen mit Beteiligung der Hornets. Es sollte ein Geduldsspiel werden.

Und das wurde es auch, was aber zu großen Teilen auch in unserer eigenen Leistung begründet war. Die erste Hälfte hat mir nicht sonderlich gefallen. Arsenal kam eigentlich ganz gut in die Partie, hatte nach 10 Minuten durch den Alexis-Schuss auch eine gute Gelegenheit, die Gomes gut parierte. Im Gegenzug hatte Deeney eine passable Chance, wo Cech aber sicher auf dem Posten war. Danach taten wir uns sehr lange schwer. Özil war gar nicht im Spiel, Watford verteidigte gut, war bei Kontern gefährlich, ging früh auf unseren ballführenden Spieler und machte zudem die Mitte zu. Alexis fiel auf links wenig ein und Bellerin hatte mit Deeney auf rechts genug in der Defensive zu tun. Hinzu kamen viele Ballverluste und ungenaue Zuspiele in die Spitze auf Walcott, der zwar bemüht war, aber viel zu häufig in die Abseitsfalle der Hornissen lief. Arsenal hatte zwar 65% Ballbesitz, aber richtig viel haben wir damit nicht angefangen. Es war eigentlich wie immer – bisschen Behäbigkeit, bisschen Handbrake. So lief das Spiel gemächlich vor sich hin, was Watford ganz entgegen kam. Zweimal wurde der Arsenal-Fan dann doch kurz aufgeschreckt. In der 29. Minute spielte Sanchez einen wunderbaren Chip-Pass auf Ramsey, der am langen Pfosten das Kunststück zustande brachte, den Ball noch über die Latte zu schieben (war aber auch nicht einfach zu nehmen). Zwei Minuten später verzog Koscielny nach Ecke von Özil nur knapp, zuvor wurde vor dem einschussbereiten Monreal gerade noch so geklärt. In der Defensive liefen sich Cech und Mertesacker kurz vor Halbzeitpfiff über den Haufen. Sonst war die Defensive nach kleinen anfänglichen Findungsschwierigkeiten solide wie zuletzt auch. Insgesamt aber eine erste Halbzeit mit Potential nach oben, von Sanchez und Özil insbesondere. Watford war unangenehm – aber nicht dafür verantwortlich, dass sich bei Arsenal im Mittelfeld nicht gut bewegt wurde und zu häufig Anspielstationen fehlten. Und Mertesacker hatte auch nicht seine beste Halbzeit. Aber das kommt nun auch mal vor. Und Koscielny war ja da zum Aushelfen.

Und es wurde ja auch besser. Zu dem Zeitpunkt, als es wirklich nötig war. Die zweite Halbzeit plätscherte wieder vor sich hin, als Arsenal nach gut einer Stunde plötzlich das Tempo erhöhte. Und endlich wurde mal mit Geschwindigkeit in Richtung Strafraum gespielt. Cazorla stoch zu Özil durch, der zwar gefoult wird, aber Sanchez muss nur noch einschieben, von daher kein Elfmeter, sonder direkt one nil to the Arsenal. Nach einer Stunde war der Bann endlich gebrochen. Und dann ging alles recht schnell. Wie wichtig doch so ein erstes Tor sein kann. Und wieder hat es Sanchez geschossen. Giroud kam für Walcott in die Partie. Wenige Minuten später legt Özil, der in der zweiten Halbzeit auch deutlich stärker spielte, zurück auf Giroud, der den Ball in die Maschen schoss. Da war endlich mal wieder das schnelle, direkte Kombinationsspiel. Watford war geschlagen und ergab sich sehr schnell seinem Schicksal. In der 74. Minute erhöhte Ramsey nach wunderbarer Vorarbeit von Bellerin auf 3:0. Stan Kroenke klatschte auf der Tribüne bedacht in seine Hände. Danach war es easy. Özil und Sanchez bekamen ihre Auswechselungen. Giroud hatte sogar noch das 4:0 auf dem Kopf, doch Gomes hielt wunderbar.

Das war insgesamt kein einfaches Spiel, insbesondere in der ersten Halbzeit. Und dass dann am Ende ein 3:0 zu Buche steht, ist vielleicht ein Tor zu hoch, zeigt aber auch, wie gefährlich und gut unsere Offensive ist, wenn sie einmal ins Rollen kommt. 11 Tore in den letzten drei Ligaspielen. Aber über 60 Minuten war es ein Spiel fast auf Augenhöhe, Credit to Watford dafür. Für Arsenal war es der 19. Ligasieg im Kalenderjahr 2015, kein Team hat mehr Siege geholt.

Bellerin heute mit dem ein oder anderen Wackler defensiv, aber insgesamt mit einer fantastischen Leistung, gleiches gilt auch für Koscielny und Cazorla. Özil und Sanchez hatten ihre tollen Momente, als es wirklich darauf ankam. Platz 2 in der Liga verteidigt, zwei Zähler hinter Man City. Der Sieg an der Vicarage Road war wichtig, weil auch die Konkurrenz gewonnen hatte. In der Liga geht es nächsten Samstagabend gegen Everton weiter.

Aber jetzt ist erstmal Champions League. Wie sagte Wenger so treffend auf der PK nach dem Spiel: Die beste Vorbereitung auf das Spiel gegen München war ein souveräner Sieg heute. In der Liga sind wir auf Kurs. Mal schauen, ob wir das auch noch in der Champions League schaffen. Es wird schwierig. Aber vielleicht haben wir ja weiterhin einen sehr guten Tag – und Bayern mal einen schwachen Tag. Und wir einen überragenden Peter Cech im Tor – denn endlich wird er mal in der Champions League spielen.

Also: drei Punkte in Watford und weiter dran an den Klubs aus Manchester, die nächtstes Wochenende direkt aufeinander treffen. Dann heißt es, den exzellenten Lauf fortzusetzen.

Aber Bayern next. Dann lesen wir uns auch wieder.

Cheers und schönes Wochenende noch

Felix

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Das Spiel danach 

17 Samstag Okt 2015

Posted by germangunners in Arsenal

≈ Ein Kommentar

Nach dem noch immer im Hinterkopf rumgeisternden fantastischen Sieg gegen United steht nun das berühmte Spiel danach an. Diesmal verschlägt es uns nicht weit. Watford ist das Ziel, was man, als alter Luton Flughafen Profi schon locker als Derby bezeichnen kann. 

Das Arsenal nicht nur mit Blick auf den Kader als Favorit in das Spiel geht dürfte jedem klar sein. Doch stehen für mich zwei Hauptgründe bei diesem Spiel im Fokus. Zum einen ist dies die Frage, wie man aus der Länderspielpause kommt. Hat man bzw. kann man es schaffen den Schwung den man sich gegen United selbst gegeben hat, mitnehmen oder hat die Pause dem Abbruch getan. Zudem wird man sich fragen müssen, ob das Spiel gegen die Bayern in der kommenden Woche, welches wir ohne Frage als die allerletzte Hoffnung oder gar nur einen Hoffnungsschimmer bezeichnen können, zu sehr im Hinterkopf  sitzt.

Zur ersten Frage kann ich mir nur vorstellen, dass die Pause dem Team nicht geschadet hat. Es gab keine Verletzungen und auch von den Ergebnissen sind alle Spieler mit guten Erfahrungen zurück nach London gekommen. Mesut hat entscheidende Vorlagen gegeben, Alexis war „on fire “ und auch Giroud und Ox konnten die geschundene Seele mit guten Leistungen und Toren ein wenig besänftigen. 

Viel entscheidender wird die zweite Frage sein. Für mich hängt dies allein von der Aufstellung ab, die wir aufbieten. Wenger muss und kann ausschließlich die erste Wahl aufbieten. Watford mag vom Papier her leicht sein, doch sind es immer diese Spiele, die du mit halber Kraft nicht stemmst. Mit der Spielerwahl fällt man dort also schon die direkte Leitlinie für das Team. Eine starke Aufstellung signalisiert die gleichzeitige Notwendigkeit des ans Limit gehens. Nachdem wir in der Tabelle den Griff etwas härter gefasst haben kann ich mir nicht vorstellen, dass wir mit Rotation und Spielerei dieses unnötig aufs Spiel setzen werden. Aber wer weiß. Derartiges käme ja nicht zum ersten Mal vor. Doch allein vor dem Hintergrund, dass die Champions League,zumindest für mich , kein wirkliches Thema mehr ist, sollte man die super Lage in der Liga im Fokus behalten. Etwas was wir auch mit Sicherheit intern bereits justiert haben.

Neben den mangelnden verletzten Spielern  sind auch vor der Länderspielpause angeschlagene Spieler wir Kos, Arteta oder Flamini zurück im Training. Die Vorzeichen basierend auf dem zur Verfügung stehenden Kader dürften also nicht schlecht liegen. Etwas was man von Arsenal überhaupt nicht gewohnt ist. Kos wird sich einem späten Fitnesstest stellen. Die anderen beiden stehen bereit. Was die Langzeitverletzten angeht, so dürfte für Jack und Welbz Januar als realistisch gelten. Sicher ist das jedoch ohnehin nie wirklich. 

Die Aufstellung meiner Wahl wäre die folgende:

Cech,Bellerin,Kos,Merte,Nacho,Coq,Santi,Ramsey,Mesut,Alexis,Theo

Ich muss zugeben, dass ich mich bei Merte und Gabriel in der Entscheidung schwer tue. Aber vielleicht stellt sich die Frage nicht wenn Kos nicht riskiert werden soll. 

Wäre zum Schluss natürlich noch ein Blick auf aktuelle Themen des Annual Meetings sowie des Karriereendes von Wenger zu werfen. Das Arsene Ende der 2016/2017 Saison ggf. nicht verlängert wäre nicht die große Überraschung zumal sein Vertrag dann ausläuft und er sich dahin schonmal tendenziell hin zu seinem letzten Vertrag geäußert hat. Doch das er es der Presse mit genauem Datum auf die Nase bindet, glaubt kein Mensch. Zumindest wäre es „Wenger unlike“. 

Bleibt also noch die 3 Mill £ „Beratungsgebühr“ rund um Kroenke&Co. Zugegeben bin ich da momentan zu weit weg, um mir ein wirklich klares und detailliertes  Bild zu mache, welches über ein paar gelesene Tweets und Kurzberichte hinausgeht. Aber das etwas nicht ganz so korrekt und gerechtfertigt ist dürfte wohl jedem klar sein, zumal das Thema ja bereits vor ein paar Woche hochgekocht ist. Ich denke überall fließen Gelder die nicht einer wirklich Gegenleistung entsprechen. Der Punkt ist nur, dass es Arsenal irgendwie immer öffentlich macht und damit auch so umzugehen scheint, ob gewollt oder ungewollt sei mal dahingestellt und andere Vereine viel vertuschen. Wie dem auch sei. Die finanzielle Lage des Vereins sollte nichts sein, was uns derzeit beunruhigen sollte. 

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris 

Ps: Mit dem Nachbericht zum Spiel wird euch Felix versorgen. Hoffen wir er hat gutes zu berichten. 

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Der Saisonstart 2015/2016: Zwischen Euphorie und Dr. Jekyll and Mr. Hyde

11 Sonntag Okt 2015

Posted by Felix in Arsenal

≈ 3 Kommentare

Hallo, Felix (@medispolis) hier. Christian macht wohlverdienten Blogurlaub, von daher werde ich demnächst hin und wieder mal einen Post beisteuern. Und was wäre passender in dieser doch irgendwie elendigen, fast schon langweiligen Länderspielpause, als auf unseren Saisonstart 2015/2016 zurückzublicken. Denn der bietet ja einigen Gesprächsstoff. Eure Eindrücke und Einschätzungen gerne in den Kommentaren.

Wo fangen wir an? Die letzten Wochen waren für uns Fans zwar abwechselungsreich, aber nicht gerade einfach. Die beiden Extreme bekamen wir in der vorletzten Woche zu spüren. Eine enttäuschende Leistung und verdiente Heimniederlage in der Champions League gegen Piräus – und fünf Tage später fast schon eine Gala und tolle wie geschlossene Teamleistung beim 3:0 gegen Manchester United. Genau zwischen diesen beiden Welten bewegt sich der Saisonstart unserer Gunners. Vieles lief gut, vieles lief schlecht. Entsprechend unterschiedlich fallen die Einschätzungen zum Saisonstart aus. Was fehlt: Konstanz in der Leistung – und zwar in der guten. Ich denke aber – und das versuche ich in diesem Beitrag zumindest deutlich zu machen – dass die positiven den negativen Aspekten überwiegen, wenngleich es einfach noch zu viele negative Begleiterscheinugen gibt.

Fakt ist aber auch: In der Premier League stehen wir gar nicht so schlecht da. 16 Punkte nach acht Spielen, nur zwei Zähler hinter Manchester City auf Platz 2. Im Kalenderjahr sind wir zusammen mit Crystal Palace das erfolgreichste Auswärtsteam der Liga. Die Auftaktniederlage gegen die Hammers vergessen wir mal recht schnell und haken sie unter Betriebsunfall ab. Seitdem haben die Leistungen in der Liga gestimmt. Bei Crystal Palace gewonnen, souverän beim bisher ungeschlagenen Leicester City. Und auch das Auswärtsspiel beim FC Chelsea sind wir in der ersten Hälfte sehr gut angegangen, bis Referee Mike Dean und der sympathische Diego Costa uns das Spiel – sagen wir, wie es ist – kaputt gemacht haben. Das Heimspiel gegen Liverpool hätten wir gewinnen können, wenn die Chancen konsequenter genutzt worden wären. So wie letzten Sonntag beim 3:0 gegen United. Was waren das für großartige erste 20 Minuten! Ich war dienstlich in München unterwegs und hatte im Pub mit einigen anderen Arsenal-Fans sehr viel Spaß. Die besten Leistungen sind immer die unerwarteten.

Also alles heile Welt und wunderbar? Mitnichten. In der Champions League fällt die Bilanz dürftig aus. Niederlagen bei Zagreb und zuhause gegen Olympiakos. Das war unwürdig und hat aus meiner Sicht viel an unserer Reputation in Fußball-Europa kaputt gemacht. Und das ist alleine eine Frage der Einstellung gewesen. Denn die Qualität haben wir ja, siehe Leicester, siehe die Partie gegen Man United. Und für die Einstellung ist natürlich in erster Linie das Team selbst verantwortlich, aber vor allem auch der Trainer. Wenger hat die Champions League auf die leichte Schulter genommen und steht jetzt zumindest in diesem Wettbewerb vor einem Scherbenhaufen, der zumindest gegen United gut zusammengekehrt wurde. Allerdings ist auch offensichtlich: Nur gute Leistungen in der Liga können die Schmach in der Champions League zukünftig aufwiegen. Zum ersten Mal in der Wenger-Ära nicht im Achtelfinale? Es scheint wahrscheinlich. Bei der Gruppe ist das natürlich eine Katastrophe. Wenger hat sich eine Grube gegraben, immer tiefer. Völlig unnötig, hätte man den Wettbewerb professionell begonnen. Eigentlich muss jetzt ein Sieg gegen den FC Bayern her, schon um noch die Restchance auf das Achtelfinale zu wahren, aber vor allem auch, um Fußball-Europa zu zeigen, dass Arsenal gegen die besten Teams des Kontinents immer noch guten und erfolgreichen Fußball spielen kann. Wir sind ja quasi schon begraben worden. Was in meinem Fanherz sehr schmerzt.

Bleiben wir kurz bei den negativen Begleiterscheinungen in dieser noch jungen Saison. Über die Rolle von Wenger habe ich mich schon ausgelassen. Seine Rotation in der Champions League, seine fast schon konfrontative Reaktion auf den CL-Pressekonferenzen zeigten einen angefressenen Trainer unter Druck. Der Sieg gegen United kam gerade sehr gelegen. Wenger ist auch unter Druck wegen des passiven Transferfensters. Da hat sich der Verein genauso unprofessionell angestellt wie in Zagreb und gegen Piräus. Wenger scheint immer noch zu häufig die Qualität und Konstanz unseres Kaders zu überschätzen. Wir sind eine Wohlfühloase mit wenig Konkurrenzkampf (diese Saison immerhin schon mehr als in den letzten Jahren) dank des dünnen Kaders. Was ist noch negativ aufgefallen? Wir haben wieder einige Verletzungen (Welbeck, Wilshere, jetzt auch Arteta, Koscielny und Flamini – und zu allem Überfluss auch noch Jeff, den ich sehr vermisse). Bei diesem eher dünnen Kader ist das Gift, eine komplette Saison auf mehreren Hochzeiten erfolgreich zu bestreiten. Im Winter muss nachgelegt werden. Geld ist da. Fuckin‘ spend it! Olivier Giroud ist aus meiner Sicht derzeit ein bisschen ein Sorgenkind. Seinen Stammplatz hat er an Walcott verloren, dazu der Platzverweis gegen Zagreb. Seine Torquote ist immer noch besser als letzte Saison, aber gefühlt ist es schon ein wenig ruhig um den Franzosen geworden. Gleiches gilt ein bisschen für David Ospina, der – höflich formuliert – einen bescheidenen Saisonstart hingelegt hat. Das Theater um seinen Einsatz beim FA-Cup-Finale im letzten Mai, dazu Gerüchte eines Wechsels im Sommer. Wenger scheint von Ospina sehr überzeugt zu sein. Um Vertrauen und Kredit bei den Fans wieder zu gewinnen, muss sich Ospina ziemlich anstrengen. Ähnlich fällt mein Zwischenfazit für Alex Oxlade-Chamberlain aus. Vor der Saison waren sich viele Fans und Experten einig: Das könnte seine Saison werden. Der Siegtreffer im Community Shield schien eine erste Bestätigung zu sein. Doch seitdem sind weitere positive Beweise selten geworden. Stammplatz verloren (auch weil Aaron Ramsey immer noch auf dem rechten Flügel besser spielt als The Ox) und sich bei seinen Einsätzen nicht unbedingt für einen solchen empfohlen. Wird interessant zu beobachten sein, wie die Saison von The Ox weiter verläuft.

Es ist also nicht alles Sonnenschein, aber eben vieles. Peter Cech ist die erhoffte Verstärkung auf der Torhüterposition. Saldieren wir mal den Fehler zum Auftakt gegen West Ham, hat Cech mit seinen Leistungen gegen Liverpool und Manchester United gezeigt, dass er die von John Terry prognostizierten 10 bis 15 Punkte für eine Mannschaft locker erfüllen kann. So ein Transfer müsste doch eigentlich auch Wenger die Gewissheit verschaffen, mehr Spieler zu verpflichten. Neben Cech bin ich vor allem von Hector Bellerin und Nacho Monreal begeistert. Seit langer Zeit besitzen wir zwei exzellente Außenverteidiger, die zudem auch noch offensiv gefährlich sind. Insbesondere Monreal hat in diesem Kalenderjahr nochmal einen riesen Qualitätssprung gemacht. Und Bellerin gehört sowieso die Zukunft. Gleiches gilt wohl auch für Theo Walcott auf der Position des Neuners. Christian und ich haben in einigen Podcasts häufiger unsere Skepsis bezüglich Walcott als Mittelstürmer geäußert. Meine Zweifel sind noch nicht komplett verflogen, aber die letzten Leistungen gegen Leicester und Man United sprechen für Walcott. Sieben Tore in den letzten neun Spielen für Arsenal und die Three Lions ist eine herausagende Bilanz. Dazu sehe ich von Walcott zum ersten Mal sowas wie abgesprochene und einstudierte Laufwege. Ziel von Walcott muss jetzt aber sein, diese Zahlen und Leistungen nachhaltig zu bringen. Gute Abschnitte in einer Spielzeit hatte Theo schon häufiger. Neben Walcott verdient auch Alexis Sanchez ein großes Lob. Holprig in die Saison gekommen, aber vom Einsatz soweit es körperlich eben ging immer bei 100 Prozent. Spielerisch dauerte es etwas, bis der Klick kam. Aber spätestens die Spiele bei Leicester und gegen United haben gezeigt, wie großartig und wertvoll Sanchez ist. Das 1:0 und 3:0. Hach! Hach! Hach!. Blicken wir noch kurz auf Mesut Özil, der sicherlich auch bedingt durch die Misserfolge in der Champions League in der deutschen Medienlandschaft wieder in der Kritik stand. Ja, Özil liefert nicht in jedem Spiel 90 Minuten Feuerwerk ab (was er, nebenbei bemerkt, auch noch nie gemacht hat). Aber er macht Arsenal besser – jederzeit. Vielleicht war das Tor gegen United der endgültige Knotenplatzer. Arsène Wenger hatte ja häufiger betont, wie sehr es Özil nervt, dass er nicht zu den Torschützen gehört. Ansonsten spielt er eine starke Saison. 31 Chancen hat Özil in dieser Saison bisher initiiert, zweibester Ligawert hinter Newcastles Payet. Und noch vor Santi, der auf 29 Chancen kommt. Auch Cazorla spielt wieder eine richtige gute Runde bisher. Und überhaupt: Kein Spieler in der Premier League hat seit August 2012 mehr Torvorlagen gegeben als Santi (insgesamt 32). Mit Coquelin bildet er eine stabile Doppelsechs.

Womit wir zum Schluss bei einem kleinen Ausblick sind, der natürlich auch davon abhängt, dass Coquelin fit und unverletzt bleibt. Gerade auf der defensiven Mittelfeldposition sind die Optionen dank der Anfälligkeit von Arteta und Flamini für kleine Wehwehchen sehr begrenzt. Viel vom weiteren Saisonverlauf hängt also davon ab. Das Konstrukt Arsenal 2015/2016 steht trotz der guten Ligaposition vor allem stimmungsmäßig immer noch auf eher wackeligen Beinen. Ziel von Mannschaft und Trainer muss es sein, jetzt Konstanz in die guten Leistungen hineinzubekommen. Watford und Everton sind die nächsten Aufgaben in der Premier League, dazwischen Champions League gegen den FC Bayern. Insbesondere gegen den FCB sollte man versuchen, sich wieder zu rehabilitieren. Das wird gegen die beste Mannschaft Europas nicht einfach. Aber solange die Chance auf das Achtelfinale besteht, muss man das Spiel so angehen, dass man sich zumindest selbst die Gelegenheit gibt zu gewinnen.

Es kann bei aller Euphorie und der positiven Bilanz in der Liga also wieder sehr schnell passieren, dass wir Fans uns vorkommen wie in einem Horrorfilm. Solche punktellen Ereignisse gab es die letzten Spielzeiten immer wieder. Es werden weniger, aber sie sind noch da. Große Qualität des Teams wie von Wenger war dann aus solchen Spielen die richtigen Schlüsse zu ziehen und einen Run von mehreren Siegen zu starten. Nach dem Spiel gegen Zagreb dachte man schon, dass ein Rückfall so schnell nicht kommt. Dann gab es den Horror gegen Piräus. Jetzt also der nächste Versuch.

Und wenn wir schneller als erhofft wieder in die Wenger-Grube fallen, schauen wir einfach den Flamini-Volley gegen Tottenham in Dauerschleife.

Cheers (wir lesen uns mit einer Analyse des Spiels gegen Watford wieder)

Felix

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