Big Point

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Es sind oftmals kleine Stellschrauben oder Ergebnisse die eine Mannschaft mehr und mehr zusammenwachsen lassen und die entscheidenden Weichen stellen. Das gestrige Spiel gegen Everton und der damit verbundene Abschluss einer sehr sehr erfolgreichen Woche könnte für Arsenal genau so ein Schlüsselmoment sein.

Nachdem Arsenal in die dritte Partie innerhalb einer Woche incl. einer Reise nach Griechenland ging, hatte Everton frische Beine und fünfzehn Tage keine Partie bestritten. So war es nicht verwunderlich, dass Arsenal gegen Ende der Partie zeigen musste, dass sie einem frischeren Everton team eine Menge Kampfgeist und Aufopferung entgegensetzen können. Genau das war es nämlich, was die drei wichtigen Punkte im Emirates behielt. Was ich noch in der Vorschau zum Spiel versucht hat zu skizzieren spiegelte sich in der Schlussphase wieder. Wille sich nicht den Lohn der harten Arbeit aus den Händen nehmen zu lassen und eine wiederum sehr starke Leistung von Bernd Leno.

Es war jedoch nicht das erste Mal in dieser Partie, dass Arsenal mit großem Willen überzeugen konnte. Nachdem man kurz mach Anpfiff der Partie in Rückstand geriet kämpfte ,an sich zurück und ging sogar in Führung nur um kurz vor der Halbzeit den Ausgleich zu kassieren. Etwas was mit dem oben beschriebenen Spielplan die Annahme hätte stärken könne, dass Everton in der zweiten Halbzeit die Zügel deutlich in der Hand halten wird. Doch es war Auba, der direkt zu, Start der zweiten Halbzeit die Führung wiederherstellte und dem Team die Aufgabe stellte diese Führung zu verteidigen. Genau dies tat das Team von Mikel Arteta auch und vollendete damit den zweiten Sieg in Folge in dieser Spielzeit. Etwas was es nur zu Beginn der Saison schonmal gegeben hatte.

Der starke Eindruck unter Arteta verfestigt sich nicht nur in der Außendarstellung sondern scheinbar auch mehr und mehr in der Mannschaft. Keine lässt ab und jeder bringt sich ein. Ob von der Bank oder aus dem Spiel heraus. Solche Ergebnisse dann damit ins Ziel zu bringen ist genau das was dich als Team enorm stärkt. Natürlich muss dies alles noch bestätigt und vor allem auf eine kontinuierliche Basis gestellt werden. Aber die angesprochenen Schlüsselmomente benötigt jede Mannschaft und jeder Trainer. Zudem nutzt Arteta den Kader derzeit sehr gut in seiner Breite. Nketiah ist mit seinem Tor ein sehr gutes Beispiel. Gleiches gilt für Ceballos.

Zum Schluss noch ein Wort zu Saka, der mal wieder, diesmal nach Einwechselung zeigte, warum man ihn zwingend langfristig halten muss. Er ist noch lange nicht das Endprodukt, was bei seinem Alter auch keiner erwarten darf, aber er hat eine Lernkurve die sich sehen lässt. Eine weitere Torvorlage kommt zudem in seine Statistik dieser Spielzeit hinzu.

Nun wartet Olympiacos im Rückspiel. Mehr dazu unter der Woche.

In diesem sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Everton Vorschau

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Zurück aus Griechenland mit einem wichtigem Auswärtssieg geht es an diesem Wochenende gleich in gleicher Intensität in der Liga weiter. Mit Everton trifft Arsenal auf den direkten Tabellennachbarn der nach der Verpflichtung von Trainer Ancelotti große Fortschritte im eigenen Spiel und dem damit direkt verbundenen Tabellenplatz.

Interessant macht diese Partie natürlich nicht nur das Wiedersehen von Mikel Arteta mit einem seiner Ex Vereine sondern insbesondere die enge Tabellensituation hinter den Champions League Plätzen. Chelsea und die Spurs treffen direkt aufeinander und mit der drohenden Sperre von Man City hat das Rennen um die begehrten Plätze nochmal eine ganz andere Wertung erhalten. Natürlich ist es noch immer ein sehr dickes Brett zu bohren. Dennoch scheint die Mannschaft von Mikel Arteta derzeit Momentum aufzunehmen und dieses auch endlich in Ergebnisse ummünzen zu können. Nicht nur wirkt man erheblich stabiler in der Defensive sondern man ist auch insgesamt viel schwerer zu bespielen wenn das in dieser Formulierung Sinn macht. Aber ich glaube ihr wisst was ich meine. Mikel Arteta hat in sehr kurzer Zeit eine enorme Einheit geformt die es zuvor so nicht gab. Dies muss man ihm hoch anrechnen auch wenn die kommenden Ergebnisse dies weiter unterstreichen müssen.

Soweit bisher bekannt kann Arteta auf einen unveränderten Kader zurückgreifen. In der Europa League haben wir kleine Veränderung gesehen, die aber durchaus typisch für die bisherige Rotation von Arteta waren. Es wird dennoch Spieler geben, die er weiter im Stamm hält, auch bei der hoher Einsatzzeit. Zu nennen ist dort sicherlich Auba,Saka,Xhaka oder Laca. Mit dem anstehenden Pokalspiel bei Pompey dürfte zudem mehr Möglichkeit bestehen zu rotieren. ich rechne mit folgender Formation.

Leno,Bellerin,Luiz,Mustafi,Saka,Xhaka,Torreira,Özil,Auba,

Pepe,Laca

So komisch es klingt aber Mustafi scheint derzeit gesetzt zu sein in der Innenverteidigung und dies irgendwie berechtigt. Einen Einsatz von Mari werden wir nach seinem Einsatz in der U23 sicherlich erstmals gegen Pompey sehen, sodass es wenig Veränderung geben wird. Ob im Mittelfeld Torreira wieder rechtzeitig fit ist wird abzuwarten sein jedoch wäre dies die optimal Besetzung, sodass sich nur die Frage der Offensive und ihrer Zusammensetzung stellt. Nachdem Laca wieder in die Spur gefunden zu haben scheint, auch wenn er gegen Olympiacos auch einige verballert hat, ist er meiner Meinung nach gesetzt. Gleiches gilt für Auba. Nachdem Pepe im letzten Heimspiel glänzen konnte und am Donnerstag eine Schonung erhielt spricht viel für dieses Dreigestirn. Aber Arteta könnte uns auch wieder völlig überraschen und Namen wie Ceballos in die Startelf berufen. Hat gegen Newcastle und Olympiacos ja auch nicht so schlecht funktioniert.

Am Ende ist und bliebt es wichtig den zweiten Heimsieg in Folge zu erringen. Wie man am Beispiel Lacazette gesehen hat ist nämlich Selbstvertrauen stets der Schlüssel, vielleicht auch für einen Saisonendspurt…

In diesem sknne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

1:0 in Piräus: Gute Ausgangslage für Einzug ins Achtelfinale

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Guten Morgen aus Berlin! Arsenal gewinnt alles in allem dann doch verdient mit 1:0 bei Olympiacos Piräus und schafft sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Donnerstag. Ein bisschen Arbeit wird noch zu erledigen sein, aber ein großer Schritt nach vorne ist erledigt.

Danach sah es allerdings in den ersten 10 bis 20 Minuten nicht wirklich aus. Je länger das Spiel dauerte, umso besser fanden wir in die Partie. Ein ehemals erfolgreicher Welttrainer hat ja mal gesagt, dass 1:0 das perfekte Ergebnis ist. Ich denke auch, dass wir vom Ergebnis sehr zufrieden sein können. Gegebenenfalls hätte es ja sogar noch höher ausfallen können. Und in Piräus zu spielen, ist definitiv eine größere Herausforderung. Von der Leistung her muss man sicherlich Positives wie Negatives berichten.

Arteta rotierte dann doch weniger als gedacht. Einzig Bellerin, Torreira, Özil und Pepe waren von den großen Namen nicht dabei, Ceballos zunächst auf der Bank. Dafür musste Sokratis rechts spielen, Mustafi und Luiz in der Innenverteidigung. Guendouzi spielte neben Xhaka defensiv. Martinelli kam über links, Willock zentral, Aubameyang über rechts und Lacazette in der zentralen Sturmspitze.

Die ersten 20 Minuten waren gruselig. Viele Fehler im Spiel nach vorne, Abstimmungsprobleme in der Defensive, insbesondere zwischen Sokratis, Mustafi und Luiz. Dazu machten die Griechen viel Druck über die Flügel. Leno bewahrte uns vor dem Rückstand. Danach kam Arsenal besser ins Spiel – oder sollten wir besser sagen: Die Griechen passten sich in ihrem Spiel nach vorne unseren Unzulänglichkeiten an. Aber mit zunehmendem Spielverlauf stand Arsenal besser in der Defensive. Richtig brenzlige Situationen gab es dann eigentlich nicht mehr bis auf einen Kopfball aus kurzer Distanz, den Leno wunderbar hielt. Unsere Defizite im Spiel nach vorne blieben aber. Zu wenig Tempo, keine gute Raumaufteilung zwischen Xhaka und Guendouzi, Aubameyang sichtlich unzufrieden mit seiner Rolle auf der rechten Seite. Und unsere wenigen Chancen vergaben wir. Lacazette ja gleich in den ersten Minuten, und auch sonst wirkte der Franzose gedanklich ein wenig neben der Spur, biss sich in der zweiten Halbzeit immer mehr rein ins Spiel und sehnte sich, wie sicherlich die meisten von uns in einer solchen Situation, nach einem kalten Ouzo und griechischen Vorspeisen.

Der Schlüssel zum Sieg war dann die Einwechselung von Pepe eine Viertelstunde vor Schluss. Als ich mich gedanklich schon mit einem 0:0 angefreundet hatte, kam dann der Schlussspurt. Plötzlich machte es Klick. Pepe über rechts, Aubameyang links. Es war alles wieder so, wie es sein sollte. Tempo im Spiel, gute Abstimmung auf den Flügeln. Und einen Flügellauf von Saka über links schloss dann Lacazette zum Siegtreffer ab. Wir hätten am Ende sogar noch höher gewinnen können, Sokratis köpfte an die Querlatte.

Überhaupt Saka: wieder ein richtig gutes Spiel. Ansonsten war es eher eine durchschnittliche Leistung, deren Ergebnis aber sicherlich Sicherheit und Selbstvertrauen geben sollte. Auswärts gewonnen, wieder zu null. Sonntag geht es gegen Everton, dann hoffentlich wieder mit Özil und Torreira. Denn deren Kreativität und Robustheit wurde gestern Abend schon ein wenig vermisst.

Christian versorgt euch aus dem Urlaub(!) dann mit der Berichterstattung rund um das Everton-Spiel. Ich verabschiede mich ins Büro und dann ins Karneval-Wochenende.

COYG

Felix

UEL 19-20 last 32 – Premiere für Arteta in Europa

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Grüße aus Berlin von mir, Felix. Christian weilt immer noch im Urlaub. Wenn Arsenal jetzt mal eine Serie startet, muss er wohl dort bleiben.

Nächste Gelegenheit, einen kleinen Mini-Lauf zu starten ist am Donnerstagabend in Griechenland. Europa League Zwischenrunde, das Hinspiel bei Olympiacos Piräus. Achtung! Ich musste es einfach einmal schreiben: das klingt wie Champions League!

Man kann über die Attraktivität und die Sexyness dieses Wettbewerbs wieder viele Absätze schreiben, aber Fakt bleibt nun mal, dass es die kleine Schwester der Champions League ist und man mit diesem Wettbewerb wenig Geld und Prestige generiert. Die Hoffnung aller Vereine beschränkt sich auf den Gewinn des Titels und das Spielen in der Champions League in der nächsten Saison. Ich will auch gar nicht groß diskutieren jetzt, ob wir eine gute Chance haben, diesen Wettbewerb zu gewinnen. Ja, möglicherweise, aber die Konkurrenz ist groß. Momentan sehe ich sogar bessere Chancen, in der Premier League noch Fünfter zu werden.

Der Reiz der Europa League ergibt sich für mich aus dreierlei Gründen. Zum einen: Wie geht Mikel Arteta in seinem ersten Spiel als Arsenal-Trainer auf internationaler Bühne diesen Wettbewerb an? Wie stark stellt er sein Team auf? Wie gibt sich Arteta nach außen auf der mittelgroßen europäischen Fußballbühne? Zum anderen: Schaffen wir es als Team uns stärker zu festigen, Mechanismen besser einzustudieren und gefestigter wichtige Hürden zu nehmen? Was drittens im Idealfall zu dem oben schon geäußerten Wunsch nach einer Serie, nach Aufbau von Momentum führen könnte.

Die Partie am Donnerstagabend (Anstoß um 21:00 Uhr, live auf DAZN) gibt also auch Aufschluss über das Standing einiger Spieler unter Arteta. Unter der Woche war viel über Matteo Guendouzi gesprochen und diskutiert worden, der aufgrund fehlender Einstellung und einer Meinungsverschiedenheit mit Arteta beim 4:0 gegen Newcastle nicht im Kader stand. In Griechenland wird er mit dabei sein, sicherlich auch weil Torreira krank ist. Noch ist unklar, ob Torreira nachfliegt, was aus meiner Sicht aber völlig überflüssig wäre. Ich würde Torreira nicht riskieren, zumal wir mit Guendouzi, Xhaka und auch Willock genug ausgeruhte Alternativen im defensiven Mittelfeld haben. Mesut Özil wird nicht dabei sein, weil seine Frau ein Kind erwartet. Verständlich. Hätte Özil sowieso nicht gespielt? Ich denke, er wäre für Sonntag gegen Everton „geschont“ worden. Ansonsten fehlt noch Neuzugang Soares und Calum Chambers natürlich. Dafür sind Holding und Mari nach 45 Minuten bei der U23 am Montag mit im Kader. Arteta sagte am Mittwochabend in Athen auf der Pressekonferenz, dass Mari sehr gute Fortschritte mache und seine Leistung und sein Einsatz Arteta beeindrucke. Das hört sich doch schon mal gut an.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass wir Mari sehen werden. Arteta hat so ein bisschen die Qual der Wahl. Ich denke, er wird wie folgt aufstellen.

Martinez – Maitland-Niles, Sokratis, Holding, Kolasniac – Xhaka, Guendouzi – Martinelli, Ceballos, Pepe – Lacazette

Subs: Leno, Mustafi, Luiz, Saka, Willock, Nelson, Aubameyang

Ich denke, dass Bellerin nicht im Kader stehen wird. Da könnte ich mir vorstellen, dass man noch konservativ die Belastung steuert. Zumal wir – mein angedachter Kader zeigt es ja – genug Alternativen haben. Luiz oder Holding? Decide yourself!

Über zwei Spiele sollten wir eigentlich in der Lage zu sein, Piräus zu schlagen. Aber es wird nicht einfach. Erinnert sei, dass Olympiacos in der Champions League Gruppenphase den Spurs ein 2:2 zuhause abtrotzte und gegen die Bayern nur knapp 2:3 verlor. Und insgesamt haben wir in den letzten Jahren nicht zwingend die besten Erfahrungen mit den Griechen gemacht. So oder so wird es ein Charaktertest, gerade auch für die jüngeren Spiele. Aber umso besser. Es ist notwendig, dass sie mit solchen Spielen konfrontiert werden.

Olympiacos hat nur eines der letzten 11 K.O.-Duelle im Europapokal gewonnen, 2016/2017 an gleicher Stelle in der Europa League gegen Osmanlispor. Arsenal wurde in den letzten 12 Duellen nur vor über einem Jahr gegen Atletico gestoppt. Hoffen wir, dass es dabei bleibt.

In diesem Sinne: COYG

Felix

4:0 gegen Newcastle: Ende der Torkrisen

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Fangen wir mal gleich mit dem Positiven an. Arsenal schlägt Newcastle verdient, aber in der Höhe sicherlich mit einem Tor zu viel. 4:0 im Emirates. Kein Gegentor. Özil trifft, Lacazette trifft. Tolle Performance von Saka als Linksverteidiger. Ceballos mit ansprechender Leistung im Mittelfeld. Und kein Fehler von Mustafi. Ein rundum gelungener Abend also. Das tut gut, auch wenn es wieder ein weiter Weg dorthin war.

Arteta wartete mit ein paar Überraschungen in der Startaufstellung auf. Nketiah bekam den Vorzug vor Lacazette, Aubameyang auf Linksaußen für Martinelli. Ceballos im Mittelfeld an der Seite von Xhaka. Guendouzi, Holding und Nelson standen alle nicht im Kader, obwohl fit. Wie wir am Mittwoch im Podcast schon diskutiert hatten: Der Kader ist aufgrund der wenigen Verletzungen derzeit so gestaltet, dass nicht immer jeder dabei sein kann.

Arsenal im 4-2-3-1 kam in den ersten 20 Minuten nicht wirklich ordentlich mit der Fünferkette von Newcastle zurecht. Wir hatten zwar zweitweise bis zu 70 Prozent Ballbesitz, aber der tat den Magpies nicht wirklich weh. Selbst waren wir mit so viel Ballbesitz maximal ungefährlich. Aubameyang nach 30 Minuten mit einer der wenigen Torannäherungen. Im Mittelfeld ging in der ersten halben Stunde gar nichts. Ceballos und Özil blass. Pepe nur bedingt bemüht. Xhaka mit zu wenig Risiko. Auf den Außenbahnen wirkten Bellerin und Saka häufig unkonzentriert. So gingen die ersten 30 Minuten gefühlt an die Gäste, die auch ein, zwei gute Torchancen hatten. Ceballos fast mit einem Eigentor, Leno zur Stelle. Vom Dubai-Schwung war bis auf das ein oder andere sonnengeküsste Gesicht nicht viel zu sehen.

Es wurde dann Schritt für Schritt etwas besser. Zwar ging es mit einem 0:0 in die Kabine, aber Arsenal konnte schon kurz vor dem Halbzeitpfiff das Spiel immer mehr in die Hälfte von Newcastle verlagern. Viele hatten auf die Formsteigerung gehofft. Sie war in der ersten Halbzeit nur bedingt vorhanden, dafür umso mehr in den zweiten 45 Minuten.

Ceballos wurde zum Strippenzieher, Pepe deutlich zielstrebiger, Saka auf links mutiger, alle einen Tick gedankenschneller – und schon war Newcastle durch einen Doppelschlag 0:2 im Rückstand. Zuvor gab es schon einen sehenswerten Angriff, den Nketiah mit einem Schuss an die Latte abschloss. Danach wurde Newcastle unsicherer und fehleranfälliger in der Defensive. Lange Flanke Pepe, Kopfball Aubameyang zum 1:0 in der 54. Minute. Drei Minuten später tolle Einzelleistung von Saka auf links inklusive Tunnel von Lazaro, Pepe in der Mitte mit gutem Laufweg und präzisem Abschluss zum 2:0. Yes! Auf der Siegerstraße.

Aber die ist bei Arsenal derzeit immer noch eine kurvige Serpentine. Im Endeffekt hatten wir das 2:0 eigentlich ganz gut im Griff, aber Newcastle bekam trotzdem wieder mehr Spielanteile. Und was wäre gewesen, wenn Saint-Maximin in der 75. Minute nicht den Innenpfosten trifft? Fairerweise muss man sagen, dass die Magpies aber auch kein Chancenfeuerwerk abfackelten. Und vielleicht am schönsten: Arsenal legte in den letzten Minuten noch mal eine Schippe drauf. Lacazette bediente Özil zum 3:0, erstes Tor in dieser Saison. Und Lacazette dann nach schönem Zuspiel von Özil und Pepe mit dem 4:0. Erstes Tor seit Dezember.

Es ist noch ein weiter, langer Weg nach vorne. Der Rückstand auf Platz 5 beträgt 6 Punkte. Aber genießen wir den Moment. 4:0 im Emirates. Arteta dürfte sehr zufrieden sein. Wir als Fans sollten es für den Augenblick auch. Christian und ich sprachen im Podcast am Mittwoch darüber, dass jetzt ein guter Zeitpunkt wäre, eine kleine Serie zu starten, Momentum zu bekommen. Der erste kleine Schritt dafür ist heute Abend gelegt worden.

Donnerstagabend im Hexenkessel (sorry!) Piräus folgt die nächste Bewährungsprobe. Das am Ende deutliche 4:0 gegen Newcastle sollte genug Schwung bringen – und das notwendige Selbstvertrauen für Spieler, die zumindest heute Abend ihre Torkrisen ein wenig kleiner gemacht haben. Es war nicht alles gut, aber vieles besser als zuletzt. Jetzt einmal über 90 Minuten das Spiel kontrollieren. Und wenn Saka, Ceballos und auch Xhaka diese Form halten können, wird es sehr interessant auf vielen Positionen im Team. Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft.

Bis die Tage zur Europa League! #COYG

Felix