Sporting Lissabon Vorschau

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Die Taktung der Spiele bleibt weiter eng und heute Abend wartet eine neuerliche schwere Aufgabe auf die Mannschaft von Unai Emery. Nachdem man in der Europa League mit zwei Siegen optimal gestartet ist trifft Arsenal in Lissabon auf den unbestritten stärksten Gegner in dieser Gruppe.  Trotz viel Unruhe im Sommer verbunden mit namhaften Abgängen konnte der Traditionsverein aus Portugal dies im bisherigen Saisonverlauf relativ gut verkraften. In der Europa League punktete man souverän und in der Liga steht man mit vier Punkten Rückstand auf den Tabellenführer derzeit auf Platz fünf bei vier Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen. Es dürfte mithin kein einfacher Gang werden für die Gunners.

Für Arsenal gibt es jedoch keine Veranlassung nicht mit vollem Selbstbewusstsein in dieser Begegnung zu gehen. Mit einem Sieg würde man die Erfolgsserie auf elf Siege in Folge ausbauen können. Die Mannschaft ist hungrig und das sieht man in allen Fasern. Unai Emery macht auch kein Geheimnis daraus, dass er weiter auf hohem Niveau spielen und vor allem gewinnen möchte. Bis auf die weiterhin verletzten Kolasinac, Cech und Nacho hat der Coach beinahe seine Topformation mit ins sonnige Portugal genommen. Das bedeutet, dass Spieler wie Özil, Lacazette, Aubameyang, Ramsey oder auch Xhaka alle mitgereist sind. Es dürfte also klar sein, dass man, auch wenn nötig von der Bank, für den nötigen Einfluss sorgen möchte.

Natürlich muss man davon ausgehen, dass die Rotation Einzug halten wird. Dies gebietet allein der dichte Spielplan der Gunners. Jedoch haben wir auch bereits in den vorherigen Partien gesehen, dass Emery nicht auf eine unerfahrene Aufstellung setzt und zu sehr den Jugendstil einziehen lässt. Dafür hat er auch überhaupt nicht die Spieler mitgenommen und scheint dies zudem auch nicht als Option anzusehen. Er weiß wie man in diesem Wettbewerb agieren muss um erfolgreich zu sein und dies scheint er auch bei Arsenal nicht ändern zu wollen. Meine Prognose für die Startaufstellung fällt wie folgt aus:

Leno,Lichtsteiner,Sokratis,Holding,Bellerin,Elneny,Guendouzi,Ramsey,

Smith-Rowe,Welbeck,Aubameyang

Ramsey und Aubameyang sind für mich selbstredend, zumal sie am letzten MOntag nicht viel Einsatzzeit bekommen haben, was im Fall von Aubameyang ja nicht gerade geschadet hat. Sokratis ist mitgereist und dürfte sicher in Schlagdistanz sein für einen Startplatz. Die Option ihn erst ranzuführen mit ein paar Minuten je nach Spielverlauf halte ich jedoch auch nicht für ausgeschlossen. Elneny ist eigentlich mal wieder gesetzt für einen Einsatz und wenn man nicht auf den League Cup warten möchte dürfte heute Abend die Zeit sein. Wie bereits gesagt stehen Emery genügend Optionen von der Bank zur Verfügung und er ist ja bekanntlich nicht scheu diese zu ziehen.

DAZN überträgt die Begegnung heute Abend. Anstoß ist bereits um 18.55h. Ein Sieg in Portugal würde den Einzug in die K.O. Phase so gut wie sichern.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Magic Mesut

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Die Überschrift lässt es bereits vermuten. Mesut Özil war gestern Abend nicht nur Kapitän der Mannschaft sondern lieferte auch eine dementsprechend würdige Leistung ab. Mit einem wunderbaren Tor und einem Assist ließ er die Siegesserie Arsenals auf nunmehr zehn Spiele in Folge (in allen Wettbewerben) ansteigen. Doch war es nicht der Deutsche allein der Leicester am Ende alt aussehen ließ. Es war erneut eine geschlossene, konzentrierte und niemals in Panik verfallende Mannschaftsleistung der Männer um Unai Emery.

Dabei fing der Abend nicht wirklich optimal an. Leicester begann taktisch sehr gut eingestellt mit zwei defensiven Blöcken und den schnellen Stoßstürmern Vardy und Ianacho. Etwas was der Arsenal Defensive bekanntlich nicht so sehr schmeckt. So kam es im ersten Viertel der ersten Halbzeit auch zu einem deutlichen Übergewicht der Gäste. Arsenal bekam keinen wirklich dominanten Zugriff und die Führung Leicesters war lediglich eine Frage der Zeit. Nachdem Leno gegen Maguire aus kurzer Distanz noch Weltklasse parierte musste er sich nach einem abgefälschten Ball von Bellerin Mitte der ersten Halbzeit geschlagen geben. Die verdiente Führung der Gäste war gefallen.

Interessant war nun jedoch, dass man erneut deutlich sah, dass Arsenal sich a) nicht aus der Ruhe bringen ließ und b) deutlich einen Gang höher schalten konnte. Die Mannschaft hat für derartige Situationen einen Matchplan, welchen sie in den vergangen Jahren meist nicht hatte. Man ließ sich nicht aus dem eigenen Konzept bringen und war sich der eigenen Stärke bewusst. Dies führte folgerichtig auch dazu, dass mehr Schwung in das eigenen Spiel kam und Leicester selbst immer mehr unter Druck geriet. Am Ende dessen stand kurz vor dem Halbzeitpfiff der dann verdiente Ausgleich durch Mesut Özil. Ein selbst eingeleitete Angriff des Spielmachers, welcher gestern auf der geliebten Zehn spielen dufte, abgerundet durch einen magischen Touch ins linke Eck. Einfach schön anzuschauen von Anfang bis Ende.

Arsenal kam sodann mit Schwung aus der Kabine und drängte auf die Führung. Nach ein paar guten Chancen zu Beginn der zweiten Halbzeit verfiel das Spiel jedoch mehr und mehr in einen Belagerungszustand vor dem Leicester Strafraum. Die Foxes verschoben sehr gut und bildeten zwei Abwehrblöcke, welche Arsenal die Findung nach der einen Lücke erschwerten. Emery reagierte früh und brachte Aubameyang und Geundouzi in einem Doppelwechsel. Noch immer faszinierend sowas zu schreiben. Nur zwei Minuten später erzielte Aubameyang die Führung und weitere zwei Minuten später einen weiteren Treffer. Leicester war k.o. und Emery hatte erneut bärenstark gewechselt. Nicht allein die Tatsache, dass die Wechsel punktgenau passten sondern dass wir die Spieler haben, die diesen Impact machen können und auch wollen ist derzeit entscheidend. Jeder in der Mannschaft weiß, dass er wichtig ist und das sieht man. Natürlich waren die beiden Tore in ihrer Entstehung einfach nur Wahnsinn anzuschauen. Viel wichtiger ist jedoch, dass die Chemie in der Truppe augenscheinlich so gut passt wie lange nicht mehr. Und der Trainer? Emery freute sich mindestens genau so intensiv wie seine Spieler auf dem Feld. Ein schönes Bild. Natürlich erscheint es nicht angebracht einzelnen Spieler hervorzuheben doch ist neben Mesut Özil auch die Leistung von Alex Iwobi lobend zu erwähnen. Er hat unter Emery sowas an Schwung gewonnen, dass er, auch in meinen Augen, derzeit einen sehr starken Einfluss auf die Offensivleistung der Gunners hat.

Am Donnerstag geht es gleich weiter in der Europa League bei Sporting. Dort wird wieder eine kluge Rotation gefragt sein. Ramsey bekam gestern nur ein paar Minuten, was ihn sicherlich setzen dürfte im Mittelfeld. Dazu im Laufe der Woche mehr. Nun erstmal das Mesut Özil Tor in Dauerschleife anschauen.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Leicester Vorschau

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Heute Abend ist auch für Arsenal die langweilige Länderspielpause endlich Geschichte und wir können wieder in den Kampf um die Top4 eingreifen. Nach den Ergebnissen vom Wochenende bleibt es an der Spitze weiter sehr eng und wir müssen nach den Siegen der Spurs und von Liverpool nachlegen. Je nach Tordifferenz wäre sogar Platz drei drin, in jedem Fall aber Platz vier und die Verkürzung auf den Tabellenführer auf zwei Punkte. Wir kämpfen wieder um wirklich wichtige Positionen in der Liga, was die Vorfreude doch grundsätzlich erheblich steigert.

Unai Emery hat es in seiner Pressekonferenz bereits angedeutet. Wir haben zwar von den Ergebnissen bisher mehr als nur überzeugt (mit einem Sieg würden wir bei zehn Siegen in Folge stehen) aber spielerisch müssen wir uns trotzdem weiter verbessern. Einfache Fehler in der Defensive müssen abgestellt werden. Beim Thema Defensive haben wir auch den eigentlich einzigen Knackpunkt was den Kader angeht. Sokratis hat gestern noch immer nicht richtig trainiert nachdem er sich den Knöchel leicht verstaucht hat, sodass nicht davon auszugehen ist, dass er heute Abend auflaufen wird. Es wird deshalb wohl bei der Kombination Mustafi und Holding verbleiben die es mit Vardy und Co. aufnehmen werden müssen.

Was die weitere Aufstellung angeht, so erwarte ich, was die defensive Achse im Mittelfeld angeht, keine Veränderung. Xhaka und Torreira haben sich in den letzten Spielen eingespielt und dürften erneut gesetzt sein. Alles andere wäre eine sehr große Überraschung. Weiter vorne wird es jedoch spannend. Wir haben Özil zurück und auch Aubameyang ist wieder fit. Es ist sicherlich schwer zu prophezeien wie Emery aufstellen wird. Wird er Iwobi und Miki bringen oder wieder auf die schon häufiger gewählte klassische Formation mit Aubameyang und Lacazette setzen? Ich persönlich empfinde diese Fragen als eine Wonne. Wir haben endlich Dichte im Kader die gleichsam durch Qualität glänzt und dazu einen Trainer der sich nicht scheut seine Formation anzupassen und vom gesamten Spektrum Gebrauch zu machen. Dies gibt nicht nur während des Spiels viele Optionen sondern auch dem gesamten Kader das Gefühl aktiv mitzuwirken und gebrauchter Teil dessen zu sein, was für den bisherigen Erfolg sicherlich sehr maßgeblich ist. Obwohl es schwierig ist schlage ich folgende Startformation vor:

Leno,Nacho,Mustafi,Holding,Bellerin,Xhaka,Torreira,Özil,Iwobi,

Aubameyang,Lacazette

Natürlich gibt es viele weitere Optionen und die Causa Ramsey schwebt auch noch immer im Raum. Dennoch denke ich, dass Emery Iwobi weiter pushen möchte und ihn für die letzten Wochen belohnt. Zudem steht ein Spiel in Lissabon am kommenden Donnerstag an, bei welchem Ramsey die maßgebliche Rolle einnehmen könnte ebenso wie Miki und auch Welbeck.

Was unseren Gegner aus Leicester angeht, so weiß man nicht recht was man zu erwarten hat. Bisher vier Spiele und vier Niederlagen. Hop oder Top also. Arsenal hat die letzten elf Heimspiele gegen die Foxes gewinnen können. Die Zeichen stehen also auf Sturmlauf. Dennoch sollte man die Qualität von Leicester nicht unterschätzen. Ich denke jedoch, dass Emery genug Videos studiert hat um dies nicht zu tun.

Wir können uns in jedem Fall auf DAZN heute Abend selbst ein Bild davon machen. Der Montag Abend ist also verplant.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Final Farewell to the #BFG

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Es gibt wenige Momente aus den letzten Jahren im kollektiven Gedächtnis der Arsenal-Fans, die zumindest bei mir weiterhin sehr viel Freude und Begeisterung auslösen: der Sieg im FA-Cup 2017, das 2:1 gegen Chelsea durch die Treffer von Sanchez und Ramsey. Ersatzgeschwächt in dieses Endspiel gegangen, die Blues waren der klare Favorit – und dann bekommen wir durch eine taktisch disziplinierte und kämpferisch leidenschaftliche Leistung verdient den Pokal überreicht.

Und damit wären wir schon bei der Person und dem Fußballer Per Mertesacker, denn dieser Nachmittag im Mai in Wembley ist vielleicht wie keine 90 Minuten vorher Sinnbild der Karriere und der großartigen Eigenschaften vom Big Fuckin‘ German. Vorher in keinem Saisonspiel gestartet, schon gar nicht mit Rob Holding als Partner in der Innenverteidigung. Und dann macht unser Kapitän vielleicht eines der Spiele seines Lebens, wirft sich in jeden Schuss, überzeugt durch sein bekanntes Stellungsspiel, dirigiert Abwehr und Mannschaft insgesamt und stellt bis auf ganz wenige Ausnahmen Diego Costa so ziemlich in den Schatten. Die Befürchtungen der Arsenal-Fans vor dem Finale waren groß, was gar nicht unbedingt an der Personalie Mertesacker festzumachen war. Die Saison lief nicht gut, Mertesacker war mehr oder weniger von der Bildfläche verschwunden. Am Ende hat er es dann noch einmal allen gezeigt. 3 FA-Cup Siege, 2014, 2015 und 2017. In den ersten Spielzeit sorgte Mertesacker mit seinem Treffer gegen Wigan überhaupt dafür, dass wir ins Finale einziehen konnten. 2015 traf er selbst im Finale. Und zu 2017 ist alles gesagt.

156 Spiele für Arsenal von 2011 bis 2018. 6 Tore, seine ersten beiden Treffer gegen die Spurs. Angemessen. 3 Siege im FA-Cup. Dazu Weltmeister 2014, 104 Länderspiele. Was für eine Karriere.

Irgendwie steht die Person Per Mertesacker ein wenig auch für meine eigene Fußballfanhistorie. Ich bin in Hannover geboren, Mertesacker in Pattensen, ein Vorort südwestlich der Stadt. Ich konnte mich nie für Hannover 96 erwärmen, seit Jugendzeiten schlägt mein Herz für Werder. Wie gut, dass Mertesacker 2006 zu Werder wechselte und dort zum Führungsspieler reifte. Und dann noch 2011 zu Arsenal. Mertesacker war fast immer da, wo ich Fußballspielern zujubelte und mit ihnen trauerte. Denn auch in der Karriere von Mertesacker gab es viele Höhen und ein paar Tiefen. Denn das am Ende seiner Zeit bei Arsenal nur drei Pokalsiege auf der Habenseite stehen, verdeckt viele Enttäuschungen.

 

Aber auch mit diesen ging der Spieler und Mensch Per Mertesacker so souverän, abgeklärt und reflektiert um wie kaum ein anderer deutscher Spieler in den letzten Jahren. Mertesacker war und ist für viele ein Vorbild – auf und neben dem Platz. Am Samstag gab Mertesacker in der HDI-Arena in Hannover sein Abschiedsspiel. Wenger war da, Kieran Gibbs, Jens Lehmann, viele Stars von Werder und Freunde von Hannover 96. Es war die perfekte Szenerie für seinen Abschied. Wolkenloser Himmel, 28 Grad. 40000 Zuschauer bei einem Abschiedsspiel. Am Ende gewannen die Weltstars 10:9 gegen Mertes 96-Freunde. Das Ergebnis war zweitrangig. Mertesacker absolvierte eine emotionale Ehrenrunde und gab eine IMHO fantastische Abschiedsrede, die nochmal deutlich machte, dass da nicht nur ein sehr guter Fußballspieler spricht, sondern auch ein ziemlich intelligenter Mensch. Ein Junge aus Hannover, der es zunächst ziemlich mühselig und entgegen seiner Erwartungen und vielleicht auch die seiner Familie, insbesondere seines Vaters, dann doch auf die Fußball-Weltbühne geschafft hat.

Am Samstag war alles andere nur ein kleine Randnotiz. Scooter in der Halbzeitpause, die Eistonne (WM 2014 gegen Algerien), der Oktober-Sonnenschein, der sich wie Hochsommer anfühlte. Mertesacker stand im Mittelpunkt. Und man merkte ihm an, dass er die ganz große Öffentlichkeit zwar nicht mehr scheut, er aber ungerne ganz alleine im Fokus stehen möchte, was definitiv keine ganz so schlechte Eigenschaft ist. Wenger war ebenfalls in Hannover und wurde vom Stadion ebenso gefeiert. Da liefen mir fast die Tränen über das Gesicht. Schön beide nochmal live gesehen zu haben. Und dann sollten die letzten Worte hier auch Wenger gehören, von Trainer-Legende zu Spieler-Legende. Wenger sagte am Samstag:

Was er geleistet hat in seiner Karriere, ist hervorragend. Wir Trainer verlangen, dass die Spieler das Maximale aus sich herausholen – und in diesem Gebiet ist er ein Beispiel. Er war immer zu 100 Prozent professionell und konzentriert. Er hat eine große Rolle in der Kabine gespielt, indem er die Mannschaft immer zusammengehalten hat. Für einen Trainer ist das großes Glück.

Danke Per. Danke #BFG. Schön, dass du Arsenal erhalten bleibst.

Felix

Adidas neuer Ausstatter

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Bereits lange vermutet ist es nun offiziell. Puma ist Geschichte, Adidas die Zukunft. Ab der neuen Saison wird der deutsche Ausstatter Adidas die Spielkleidung der Gunners gestalten. Geniale Trikots haben die Deutschen in der bereits länger zurückliegenden Vergangenheit ja bereits für Arsenal designed. Man erinnere sich nur an das Banana Design.

Genaue Details zum Deal werden noch erwartet.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers Chris