3:1 gegen Chelsea: Seelenwärmer Martin Ødegaard

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Eine erste Halbzeit, die balsam für die Seele der Arsenal-Fans war. 3:0 gegen überforderte Blues. Dominantes Auftreten, nur einen Torschuss zugelassen, Spielfreude, schön herausgespielte Tore, die Schwäche und Verunsicherung des FC Chelsea perfekt ausgenutzt.

Die ersten 45 Minuten am Dienstagabend haben mich zumindest ein bisschen wieder versöhnt nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg. Am Ende steht ein 3:1 gegen den FC Chelsea, die vorübergehende Tabellenführung wieder und zumindest ein großer Schritt Richtung Platz 2 in der Tabelle. Alles andere haben wir nicht mehr in der Hand.

Arteta wechselte die Mannschaft auf drei Positionen. Vor dem Spiel war ja viel darüber diskutiert worden, ob Rotation und frischer Wind nach der Niederlage bei Man City die notwendige Reaktion sei oder ob Stabilität angemessener wäre. Arteta entschied sich für ersteres, begündete das mit Trainingsleistungen, sagte aber auch: Wir mussten Änderungen vornehmen.

Kiwior ersetzte Holding in der Innenverteidung und zeigte über 90 Minuten eine gute Leistung, gutes Stellungsspiel, stark in den Kopfballduellen. Der Pole braucht Spielzeit und Rhythmus. Jorginho spielte für Partey. Da war ich vor dem Spiel etwas zwiegespalten. Aber Partey war zuletzt einfach zu langsam und angeschlagen und gegen ein eher harmloses Chelsea-Mittelfeld über weite Strecken des Spiels ging das gut auf, weil Jorginho aufmerksam absicherte. Darüber hinaus bekam Trossard den Vorzug vor Martinelli, zumindest eine Stunde lang und sorgte für viel Wirbel auf der linken Seite.

Überhaupt unsere linke Seite in der ersten Halbzeit. Während White und Saka offensiv eher unauffällig agierten, wurde über links mit Xhaka und einem sich immer wieder zurückfallenden Jesus wunderbar kombiniert. Zweimal war Martin Ødegaard der Nutznießer, weil Chelsea in der Mitte viel zu viel Platz ließ. Das 1:0 wunderschön unter die Latte gehämmert, das 2:0 präzise ins untere Eck platziert. Arsenal war auf der Siegerstraße und konnte wenige Minuten nach dem 2:0 durch Jesus gleich auf 3:0 erhöhen, typisches Jesus-Tor per Abstauber. Mit Ausnahme des Schusses von Chilwell, den Ramsdale richtig gut hält, kam von Chelsea nichts. Aubameyang mit der meisten Sendezeit bei den Anstößen nach den drei Gegentreffern.

Die einzige kleinere missliche Note an diesem Dienstagabend ist wenn überhaupt, dass wir aus der Dominanz zwischen der 45. und 65. Minute kein 4:0 oder 5:0 gemacht haben. Chancen waren da, es fehlte ein wenig die letzte Präzision. Vielleicht auch das letzte Quäntchen Zielstrebigkeit, mit Newcastle am Sonntag im Hinterkopf und einer weiter schwachen Chelsea-Mannschaft. So war es am Ende dann doch nervenaufreibender als gedacht und verdient. Das 1:3 durch Madueke nach etwas mehr als einer Stunde steht sinnbildlich dafür. Wieder mal schlecht verteidigt von Zinchenko, der zuletzt doch defensiv zu viel Fehler macht, die zu Gegentoren führen. Chelsea kam nochmal auf und machte Druck, Arsenal konnte es aber gut verteidigen in der Regel, selbst als Gabriel angeschlagen raus musste. Ich hoffe, es ist nichts Schlimmeres, aber Sonntag scheint potenziell gefährdet.

Ein Team, das in dieser Liga Meister wird bzw. dominant im Titelendspurt spielt, hätte dieses Spiel vielleicht souveräner und angenehmer für die Fans zu Ende gespielt. Sei es drum. Die ersten 45 Minuten haben mich sehr entschädigt.

Chelsea so zu dominieren war schön zu sehen, den Fans hat es gefallen. Vielleicht ist das Abfallen des allergrößten Drucks gut für Arsenal. Offensiv wirkte es wieder zielstrebiger und geordneter. Man darf aber auch nicht übersehen, dass Chelsea richtig schlecht war.

Sonntag ist dann der richtige Gradmesser, ein vorerst letzter. Sieg bei Newcastle und ich traue uns alles zu, zumal es psychologisch vielleicht auch noch einmal ein Zeichen wäre. Aber die Hürde ist groß, gerade aufgrund unserer defensiven Baustellen. Umso besser, dass mit Ausnahme der letzten 20 Minuten gegen Chelsea selten Vollgas notwendig war. Und trotzdem haben wir die Blues in der ersten Halbzeit aus dem Stadion geschossen.

Das tat meiner Seele richtig gut. Sonntag next. Dann auch wieder mit Podcast-Begleitung, weil Christian hoffentlich demnächst wieder gut gelandet und diesen Bericht als erstes gleich hier liest.

In diesem Sinne: COYG!

Felix

Preview Spieltag 34, Chelsea (H): Nicht geschlagen geben

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Moin von der Nordseeküste! Christian weilt im Urlaub, ich offensichtlich auch, versorge euch aber mit der Vor- und Rückschau auf unsere Partie am Dienstagabend gegen den FC Chelsea. Podcasts kehren dann auch gegen Ende der Woche zurück.

Nach der dominanten Vorstellung von Manchester City gegen uns am vergangenen Mittwochabend haben viele Fans schon die Segel gestrichen. Und die Argumente für einen Titelgewinn von Manchester City mögen zahlreicher sein als die für einen Triumph des FC Arsenal.

Selbst wenn es so ist – wir sollten uns nicht kampflos geschlagen geben! Manchester City soll für diesen Titel richtig ackern und leiden müssen. Und das sollte unsere Devise für die letzten fünf Saisonspiele sein, beginnend mit dem Heimspiel gegen Chelsea. Sehr wahrscheinlich ist der zweite Platz für uns zementiert, aber wer weiß. City muss in der letzten Woche der Saison zuhause gegen Chelsea spielen und nach Brighton und Brentford reisen. Drei Spiele in sieben Tagen. Warum sollten die Citizens da mal nicht stolpern? Und wenn nicht, dann haben die die Meisterschaft auch verdient. Aber wenn City patzt, dann sollten wir auch da sein. Aber das gelingt auch nur, wenn wir bis zur letzten Woche der Saison in Reich- und Schlagweite bleiben. Das sollte aber unser Anspruch sein. Erstens ist jetzt nicht alles entschieden und zweitens sollten wir zeigen, dass wir uns weiterentwickelt haben und die letzten Saisonwochen nicht so wegschmeißen wir im Mai des letzten Jahres.

Klingt einfacher gesagt als getan. aber für mich ist das die Benchmark, wie weit dieses Team sich schon zusammengerauft hat. Weil Abschenken ist 2022. Das neue Arsenal im Jahr 2023 muss mehr zeigen.

Das heißt natürlich auch, dass viel psychologische Aufbauarbeit in den letzten Tagen erfolgt sein dürfte. Zu klar und eindeutig wurden unsere Grenzen von Manchester City aufgezeigt. Das wird an den Spielern nicht spurlos vorbeigezogen sein. Jetzt wo der allerhöchste Druck vielleicht abgelegt ist, spielt die Mannschaft vielleicht etwas freier und ruhiger auf als zuletzt gegen Liverpool, West Ham und Manchester City.

Und ein besserer Rahmen als ein Heimspiel abends unter Flutlicht gegen den FC Chelsea sollte es eigentlich auch nicht geben. In den letzten Tagen ist viel darüber diskutiert worden, ob Mikel Arteta seine Mannschaft nicht umstellen müsste, um die „Misserfolge“ der letzten Tage durch frischen Wind etwas vergessen zu machen. Dabei übersehen wird gerne, dass wir defensiv so viele weitere Optionen gar nicht haben. Von daher könnte ich mir gut vorstellen, dass lediglich Trossard für Martinelli ins Team rückt (und ggf. Jesus eine Pause bekommt, dafür Martinelli oder Nketiah spielen). Viel Kritik richtete sich zuletzt an Thomas Partey ab (teils zurecht). Aber Jorginho gegen seinen Ex-Club ist mir zu viel TamTam. Ich würde an Partey festhalten (sofern medizinisch nichts dagegenspricht).

Bezüglich der Team-News war Arteta gewohnt schmalspurig unterwegs. Nur Saliba wird definitiv fehlen, morgen und wohl auch am Sonntag in Newcastle. Für mich schimmert immer mehr das Saisonaus durch. Ansonsten sollten alle fit sein. Es sei denn, kurzfristige Ausfälle nach dem Abschlusstraining oder Krankheiten noch. Ich habe im Trainings-Video vom Samstag auch nicht Ben White gesehen.

Wir stehen in der Tabelle da, wo der FC Chelsea gerne sein möchte. Mit einem Spiel mehr auf dem Konto haben wir 36 Punkte Vorsprung. Chelsea ist näher an den Abstiegsrängen als an Rang sieben. Von daher gibt es auch keine Ausreden: Es muss unser Anspruch sein, dieses Spiel zu gewinnen, alle Millionen Euro Transfersummen sind irrelevant. Wir sind das bessere, kohärentere Team, wir haben den besseren Team und das schönere Stadion. Und die lauteren Fans. Allenfalls der Kopf könnte uns ein Strich durch die Rechnung machen.

Bei Chelsea noch größeres Fragezeichen hinter der Verfügbarkeit von Koulibaly, kleineres hinter Kai Havertz. Cucurella, Reece James, Mason Mount werden fehlen.

Chelsea hat alle fünf Spiele unter Frank Lampard verloren bisher. Lassen wir es sechs werden! Mit einem Sieg würden wir vorübergehend die Tabellenführung wieder übernehmen.

Und ganz viel Erfolg heute Abend den Arsenal Women!

Anstoß am Dienstag bei den Herren ist um 21 Uhr. Sky überträgt ab 20:30 Uhr live.

Come on Arsenal!

Felix

Eine Nummer zu groß aber…

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Der Titel liegt nicht mehr in unserer eigenen Hand. Dies können wir gesichert aus der gestrigen Niederlage mitnehmen. Was wir noch gesichert bestätigt wissen ist die Tatsache, dass City derzeit auf einem Level spielt, was nur schwer bis kaum zu bespielen ist. Dies international wie auch national. Man mag finanzielle Aspekte etc. bewerten wie man möchte, doch die Qualität des Kaders ist schlicht in der gesamten Besetzung bemerkenswert.

Umso bemerkenswerter ist für mich, dass Arsenal bis zum jetzigen Zeitpunkt genau dies gematched hat. Mit einem Kader der bei Weitem noch nicht so weit ist wie der von City. Mit dem jüngsten Team der Liga und mit dem Background der letzten Saison wo man nicht die Champions League erreichte. ich verstehe vollkommen, dass viele enttäuscht sind, dass wir es nun nicht mehr aus eigener Hand schaffen können. Doch sollte man den Blick auf das Gesamt Bild weder verlieren noch sich durch die gestrige Niederlage vermiesen lassen. Wenn wir die Liga nicht gewinnen sollten, so haben diese nicht bei City verloren sondern in den Spielen bei West Ham und gegen Southampton. Und auch dort muss man sagen ist schlicht die Tatsache, dass City so brutal konstant siegt schlicht ein Fakt der es unfassbar schwer macht. Ein Ausrutscher sitzt halt zu keinem Zeitpunkt drin.

Dennoch sind noch fünf Partien zu spielen und wer nun die Mannschaft aufgibt oder nicht weiter hinter ihr steht sollte es vielleicht gleich ganz lassen. Die Chancen sind zwar um ein große Maß gesunken, Dennoch ist es mathematisch noch möglich. Und daran sollte die Mannschaft und auch wir als Fans glauben. Denn nichts anderes haben wir uns als Gesamtheit nach der Saison die die Mannschaft gespielt hat und wir, die Fans, die sie dazu gepusht haben, verdient. Und wenn ich den Away Support von gestern Abend betrachte habe ich keinen Zweifel daran, dass auch genau dies der Fall sein wird.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Wie auch immer das Ergebnis

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Viele sehen die heutige Partie gegen man City als ein Endspiel um die Meisterschaft. Vielleicht ist es das, vielleicht auch nicht. Zumindest mathematisch ist es dies nicht. Es kann maximal dazu führen, dass wir unser Meisterschaftsschicksal nicht mehr selbst in der Hand haben. Mehr ist es aber auch nicht.

Dies mag sich ein wenig so lesen, als ob die Wichtigkeit der heutigen Partie versucht wird herunterzuspielen. Dem ist nicht so. Ich bin mir sehr wohl bewusst darüber welche Bedeutung die heutige Begegnung für die Mannschaft und den Ausgang dieser Saison haben kann. Doch bin ich mir gleichsam bewusst darüber, dass das Ergebnis nicht über Erfolg oder Misserfolg in dieser Spielzeit entscheiden wird.

Diese Mannschaft hat einen so unfassbaren Sprung gemacht. Von der Einschätzung der Experten, dass wir es mit Glück in die Top4 schaffen zum einzigen Team, was City Paroli leitet und Ende April noch immer Tabellenführer ist. Ein Team, bei welchem man nunmehr bereits enttäuscht ist, wenn man aus den vergangenen zehn sieben siegreich und drei mit Remis bestritten hat. Wo ein Punkt in Anfield bereits als Niederlage empfunden wird. Alles Entwicklungen, die vor noch nicht so langer Zeit unvorstellbar waren.

Diese Mannschaft wird Titel holen. Sei es bereits in dieser Saison oder in den kommenden Jahren. Das Talent, der Weg und die Ausrichtung des Vereins sind darauf ausgerichtet. Deshalb werde ich die heutige Partie mitnehmen wie sie kommt. Egal was wir heute an Punkten holen wird dies nicht meinen Blick auf das große Ganze verbauen. Ich weiß, dass die Mannschaft alles Versuchen wird sich auf sich zu konzentrieren und seine Stärken auszuspielen, wie sie es schon so oft in dieser Spielzeit getan hat. Es gilt nicht an City zu denken sondern an sich selbst.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Erkenntnisse

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Ich habe den gestrigen Abend sacken lassen. Es war nicht einfach zu einer Erkenntnis zu kommen. Steckt man den Kopf in den Sand? Hält man sich an dem neuerlich Punktverlust fest? Oder blickt man auf die Chance die man in den den verbleibenden Spielen noch hat mit dem Wissen, dass City zwei Spiele weniger bestritten hat und wir zu City müssen. Wie gesagt nicht einfach.

Ich sehe die Situation wie folgt. Mathematisch ist noch alles drin. Selbst wenn wir am Mittwoch bei City verlieren oder Remis spielen sollten ist noch immer alles machbar. Schwerer aber noch immer machbar. So lange dies der Fall ist werde ich dieser Mannschaft all den Support geben, den ich kann. Allein aus dem Grund heraus, dass sie es absolut verdient hat mit der Saison die sie spielt. Zu Beginn der Spielzeit hat man uns mit Glück in der Champions League gesehen. Nun sind wir mit einem Monat vor Saisonende noch immer Tabellenführer und im direkten Meisterkamp. i

Ich verstehe, dass die negativen Punkte nach der gestrigen Partie überwiegen. Der mentale Druck der die Mannschaft gepackt zu haben scheint, vgl. Fehler von Ramsdale. Doch hat man es zeitgleich geschafft wieder zurückzukommen, sich aufzubäumen und sich eben nicht seinem Schicksal vollständig zu ergeben. Natürlich wird Mittwoch ein absoluter Höllenritt. Aber wer es nicht versucht wird das Ergebnis nicht erfahren.

Und wenn wir am Ende der Spielzeit ohne den Titel darstellen sind wir in der Entwicklung noch immer weit vor unserer Entwicklungskurve. Ich war auch echt platt nach dem gestrigen Abend und ein Sieg wäre so bitter nötig gewesen. Und ja ich habe auch gedacht, dass wir es in der langen Nachspielzeit noch schaffen, was jauch beinahe so gewesen wäre. Und stimmt es auch, dass man gegen West Ham und die Saints nicht fünf Gegentreffer kassieren darf wenn man Meister werden möchte. Aber so ist es neunmal gelaufen und man muss nunmehr schauen, dass man sich auf das Wesentliche fokussiert. Für mich ist das eine solide Defensivarbeit und mehr Konzentration auf die einfachen Dinge wie weniger Ballverluste.

Also ich persönlich werde die Achterbahn weiter fahren bis sie ein Ende findet.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris