Zu viele Ausfälle

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Unter dem Strich gab es gegen Chelsea am gestrigen Nachmittag nicht wirklich viel zu holen für die Gunners. Dies liegt natürlich zum einen daran, dass Chelsea derzeit sicherlich einer der Favoriten auf den Titel in der Liga ist und wir eher mit Biegen und Brechen versuchen in die Top 6 zu gelangen. Zum anderen ist ein wichtiger Grund natürlich aber auch, dass unsererseits derzeit zu viele Spieler aus verschiedensten Gründen nicht einsatzbereit sind. Hätten wir Chelsea mit einem vollen Kader geschlagen? Zumindest fraglich aber die Ausgangslage wäre eine völlig andere gewesen.

So stehen wir nunmehr mit null Punkten aus zwei Spielen dar und dürften auch gegen City in der dritten Partie erhebliches Glück benötigen etwas zählbares mitzunehmen. Die Liga wird natürlich nicht in diesem Stadium der Saison entschieden und auch Mikel Arteta wird nicht nach diesen drei Spielen ein negatives Votum mehr erhalten. Dennoch muss eine Art Turn Around im Anschluss vollzogen werden.

Immerhin kann man nicht behaupten, dass die Einstellung des Teams nicht stimme. Ich finde, dass wir dort gestern konstant gut agiert haben. Es sind halt spielerische Elemente die uns definitiv weiter fehlen und die ein Odegaard hoffentlich bald ausgleicht. Zudem scheint auch ein Mari an seine Grenzen gestoßen zu sein und mehr als ein Back Up für die erste Wahl Gabriel/White nicht sein zu können. Und rein vom Gefühl her scheint auch die Frage um die Nummer 1 zwischen Pfosten sehr bald eine erhebliche Diskussion zu erhalten wird. Nicht, dass man Leno gestern einen Vorwurf machen konnte, Dennoch schwingt dies bei mir seit ein paar Tagen mit.

Felix und ich werden für Euch am Dienstag Abend einmal ein kleines Resümee der ersten Spiele ziehen und positive sowie negative Aspekte herausarbeiten und insbesondere die Situation rund um die vielen Corona bedingten Ausfälle etwas genauer betrachten. Denn wie es scheint sind nicht alle Spieler doppelt geimpft, was doch arg verwundert. Es könnte eine spannende Ausgabe werden.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Chelsea Vorschau

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Das erste Heimspiel der neuen saison steht an und der Druck auf Arsenal ist nach der Niederlage im Auftaktspiel bei Brentford am letzten Freitag bereits spürbar. Natürlich auch beim Schreiber dieses Beitrages der bei der Veröffentlichung mal geschmeidig 9 Uhr mit 21 Ihr verwechselt hat. Ich hoffe Arsenal geht konzentrierte an die Angelegenheit heute Nachmittag heran und merkt nicht erst Stunden später verwundert warum der Beitrag nicht online ist.

Leider können wir heute noch nicht auf Martin Odegaard zurückgreifen weil der Brexit so einige Visa Thematiken aufwirft die er nicht rechtzeitig ermöglicht haben den Norweger in das Zentrum unserer kreativen Mittelfeldprobleme hineinzuwerfen. Muss das halt noch eine Woche warten. Dafür dürfte Ramsdale als Ersatzkeeper zur Verfügung stehen und der Push aus den Trainingsbildern lässt darauf schließen, dass wir einen wirklichen Fight um den No.1 Spot erwarten dürfen. Und mit West Brom am kommenden Mittwoch im League Cup dürfte sich auch die erste Möglichkeit für den Neuzugang auftun.

Mit Chelsea ist einer der Favoriten auf den diesjährigen Titel zu Gast. Ein London Derby zugleich lässt also auf eine Partie hoffen die auch aus unserem Team ein höheres Leistungspotential herausholt als gegen Brentford. Nachdem man die Umständen um den Saisonauftakt erfahren hat war dies natürlich alles nicht optimal aber Auba könnte heute wieder dabei sein und auch Gabriel ist zumindest wieder im Training. Dafür hat man Ben White auf keinen der Bildern gesehen und auch Laca ist noch nicht wieder fit.

Chelsea auf der anderen Seite kommt mit einer starken Serie und keinem Mangel an Selbstbewusstsein und zudem mit einem Neuzugang Lukaku der sicherlich etwas zu beweisen hat. Arsenal muss sich dem Stellen. Mutiger, strukturierter und kaltschnäuziger vor dem Tor. Oftmals waren wir in solchen Partien stärker als in denen die wir eigentlich dozieren mussten. Ob das nun eine gute Schlussfolgerung oder eher eine schlechte ist sei an dieser Stelle dahingestellt.

Aus Arsenal Sicht hoffe ich, dass wir auf Auba wieder zurückgreifen können und auch Saka starten wird. Nach des jüngsten Arsenal Fans in meinem Haushalt dürfte es gemessen an den Zehen im Mund 3:0 für Arsenal ausgehen. Naja sie hat noch nicht wirklich viele Spiele von Arsenal gesehen 🙂

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Ramsdale vorgestellt

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Gleich zwei Transferverkündungen an einem Tag. Auf Odegaard folgt soeben Ramsdale und damit eine wichtige Verstärkung auf der Position zwischen den Pfosten. Nachdem der Deal schon abgeschrieben war hat man sich doch noch mit Sheffield einigen können und den englischen Nationalspieler nach North London geholt.

Es ist viel über die Ablöse geschrieben und diskutiert worden natürlich ist die Höhe debattierbar. Für mich macht der Transfer jedoch auf zwei Ebenen Sinn. Zum einen hat man die Position mit Weitblick besetzt, was dringend notwendig war. Zum anderen hat man nun endlich eine Konkurrenzsituation für Leno geschaffen die er dringend benötigt um selbst die besten Leistungen aus sich herauszuholen. Wer am Ende die klarer Nummer eins ist wird das Leistungsspektrum zeigen. Es dürfte jedoch weit interessanter werden.

Felix und ich werden in der nächsten Woche wieder mit einer neuen Ausgabe des Podcast auf2arten, in welcher wir uns ausführlich mit den bisherigen Transfers beschäftigen werden.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Odegaard fest verpflichtet

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Welcome back Martin Odegaard kann man an dieser Stelle nur sagen. Arsenal macht den Wechsel offiziell und schließt damit die Lücke im kreativen Mittelfeld. Mit Odegaard bekommt man einen Spieler zurück, den man bereits in der letzten Saisonhälfte von Real Madrid ausgeliehen hatte, nunmehr jedoch fest verpflichtet.

Ein Deal der kadertechnisch sehr sinnvoll ist, zumal Odegaard direkt integriert ist und keine Anlaufzeit benötigt und zudem ein Spieler ist, der mit seinen jungen Jahren noch sehr viel Potential hat noch besser zu werden und in das Anforderungsprofil Arsenals, den Kader zu verjüngen, optimal passt.

Einen solchen Transfer dingfest zu machen und nicht nur über eine Leihe zu realisieren ist im derzeitigen Markt schon erstaunlich und zeigt, dass es sich gelohnt hat konstant auf den Zielspieler zu setzen. Nunmehr kann man nur hoffen, dass Odergaard die bereits gezeigten sehr guten Leistungen wiederholen kann und unsere Schwäche im kreativen Mittelfeld schnellstmöglich vergessen lässt.

Insgesamt ein Transfer mit dem man sehr zufrieden sein kann und welcher, gemessen an den bisherigen Transfers und den noch anstehenden die Luft für Arteta dünner werden lässt, was ausbleibenden Ergebnisse angeht.

Leider wird Odegaard gegen Chelsea noch nicht im Kader stehen können aufgrund noch ausstehender Visa Thematiken. So zumindest derzeit die aktuelle Kommunikation Arsenals.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

PL 2021/2022 EP1, Brentford (A): Gefangen in der Endlosschleife

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Am Mittwoch schrieb ich noch in meiner ersten Saisonvorschau den folgenden Absatz:

Ich meine, Arsenal wäre ja eigentlich nicht Arsenal, wenn Bernd Leno sich am Freitagabend beim Saisonauftakt in Brentford leicht verletzt (oder einen Platzverweis erhält) und Arsenal im zweiten Ligaspiel gegen den FC Chelsea mit Alex Runarsson oder Arthur Okonkwo zwischen den Pfosten spielen muss, weil es bis dato nicht geschafft wurde, einen zweiten „echten“ Torhüter zu verpflichten.

Immerhin das haben wir vermieden. Herzlichen Glückwunsch! Spieltag 1 ist absolviert und man ist schon wieder beim Galgenhumor angekommen. Aber was bleibt einem übrig nach der verdienten Auftaktniederlage, dem 0:2 in Brentford. Mit Chelsea (H) und Manchester City (A) als nächste Gegner könnte es ein sehr ungemütlicher August werden.

Man fühlt sich in einer Endlosschleife der bekannten Probleme aus der vergangenen Saison: fehlende Kreativität in der Offensive, wenig klare Torchancen, Anfäligkeiten in der Defensive. Da hat auch verändertes Personal nur wenig dran geändert. Ben White bekam sein Startelfdebüt, ebenso wie Sambi Lokonga im Mittelfeld und Balogun im Sturm. Arteta musste kurzfristig umstellen, weil Lacazette und Aubameyang krank fehlten. Man kann jetzt viel darüber spekulieren, ob es mit den beiden besser gelaufen wäre. Sie standen aber nicht zur Verfügung.

Und das Defizit der ersten Halbzeit war aus meiner Sicht auch nicht der fehlende Sturm – sondern wieder einmal die mangelnde Einstellung und Bereitschaft, der kämpferischen Natur des Aufsteigers etwas entgegenzusetzen. Brentford hatte nicht die permanenten spielerischen Highlights, aber sie waren giftig und unangenehm. Arsenal war zahm und angenehm. Wenn man dann permanent Zweikämpfe verliert, den Kampf nicht annimmt, selbst zu viele eigene kleine Fehler und Unzulänglichkeiten einbaut, wird auch ein Aufsteiger sehr schnell aufgebaut und mit Selbstvertrauen ausgestattet. Und das ist auch keine Frage des Systems, ob Dreier- oder Viererkette, der Präzenz einzelner Spieler – es ist eine Herangehensweise, die wir von Arsenal schon viel zu häufig gesehen haben. Und das langt dann halt nicht in der Premier League.

Am meisten sorgen mache ihm die Offensive und der fehlende Torabschluss, meinte Mikel Arteta nach dem Spiel. Kann man so sehen. Aber es waren durchaus Chancen da. Viel schlimmer und gravierender aus meiner Sicht ist das Ermöglichen und Herschenken von viel zu vielen Torchancen und einfachen Toren, auch am Freitagabend in Brentford. Ben White hatte sein Arsenal-Debüt mit viel Luft nach oben. Bei Pablo Mari fragt man sich, was er den Sommer über getrieben hat. Calum Chambers ist ein netter Typ, aber eben auch nicht der Top-Rechtsverteidiger. Einzig Kieran Tierney spielte auf erwartetem Niveau. Wenn man schon offensiv keine Bäume ausreißt, sollte man wenigstens defensiv gut stehen. Dann nimmt man halt einen Punkt mit. Aber der Freitagabend in Westlondon war ein Rückfall in alte Zeiten. Die ganze Defensive inklusive Leno wirkte nicht harmonisch und aufeinander abgestimmt. Mit der Verletzung von Gabriel noch für einige Wochen könnte es wirklich düster werden.

Im Mittelfeld konnte Lokonga überzeugen aus meiner Sicht. Ich glaube, das wird ein Spieler sein, mit dem wir sehr viel Freude haben werden. Auch Smith-Rowe versuchte viel und hatte einige sehr gute Aktionen. Aber das reicht in der Summe dann halt nicht aus gegen einen tiefstehenden Gegner, wenn die Angriffe fast immer identisch über links mit Tierney gespielt werden. Arsenal ist immer noch auf der Suche nach durchschlagendem Tempo und Kreativität in der Offensive. Klar fehlt Thomas Partey, der diese Elemente bedienen kann. Die Zutaten am Freitagabend waren in der Tat ungünstig, aber wenn das Kartenhaus schon bei drei Ausfällen zusammenbricht, steht das Haus nicht auf festem Grund und sicheren Füßen.

Insgesamt also eine verdiente Niederlage. Brentford wusste genau, wie man uns knacken konnte. Hat das zweimal erfolgreich umgesetzt und dann auch mit etwas Glück das Ergebnis gut über die Zeit gebracht. Wie also weiter? Man muss sich keine Illusionen machen, aber die Wahrscheinlichkeit ist schon recht groß, dass wir nach den ersten drei Spielen mit leeren Punktehänden dastehen. Für mich geht es gegen Chelsea und Manchester City primär um Leistung und Einstellung. Das sind Spiele, die man nicht gewinnen muss, um in die Top 6 zu kommen. Aber um das zu erreichen, muss man halt bei Brentford gewinnen. So hat sich Arsenal sehr schnell sehr stark in Zugzwang gebracht.

Abraham hat sich von Chelsea aus für die Roma entschieden. Primär, weil Arsenal es nicht geschafft hat, ein oder zwei Stürmer zu verkaufen. Wir sitzen auf unseren Altlasten – in der Kaderstruktur und spielerisch. Odegaard und Ramsdale scheinen weiter auf der Liste zu stehen. Dass Arsenal Verstärkungen braucht und Spieler abgeben muss, ist klar und unstrittig. Im Grunde genommen ist es aber auch egal, wer wo spielt, wenn wesentliche Grundtugenden in den ersten 45 Minuten wie bei Brentford nicht auf den Platz gebracht werden.

Viel zu tun für Arteta und das Team. Der Wind legt zu. Welcome to a new season!