Bewegung Abseits des Platzes

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Der gestrige Abend war fußballerisch erneut nicht wirklich erquickend. Sicherlich gab es mal wieder eine VAR Entscheidung die sehr lächerlich war. Dennoch muss man weiter konstatieren, dass es derzeit qualitativ am Ende zu wenig ist was die Mannschaft abliefert.

Ich glaube jedoch, dass der Fokus ohnehin so ungemein auf den Spielen in der Europa League liegt, dass die Liga schlicht hinten überfällt. Zumindest ist dies meine Stille Hoffnung bzw. ich rede es mir vehement ein. Denn anders sind die Leistungen sicher nicht besonders überzeugend zu rechtfertigen.

Ohnehin stand jedoch der gestrige Abend im Zeichen der anti Kroenke Protest vor dem Emirates und die waren enorm. Die Ansage war unmissverständlich. „Fu… off Stan Kroenke get out of my club“ es war schon irritierend echte Fangesänge im Hintergrund zu hören während man die Partie schaute. Man ist so eingelullt worden in einer beinahe klinischen Fußballatmosphäre, dass es einfach schön ist wieder wahre Emotionen zu erleben auch wenn sie auf diesem Hintergrund beruhen. Ich hoffe, dass die Fanbewegung nicht aufhört und diesen Weg weiterbeschreitet. Denn es benötig Veränderung. Und ein lapidarer ZoomCall von Laufbursche Josh genügt nicht, um die Stimmung zu beruhigen.

Ich selber habe die Saison für mich abgeschlossen mit Ausnahme der Europa League. Dort werde ich nochmal alles reinhauen was ich in dieser Spielzeit noch geben kann. Fährt es zum Erfolg super. Scheitern wir auch dort muss ein Reset erfolgen.

Zur Europa League hören wir und ausführlich im Laufe der Woche. Bis dahin eine angenehme Woche.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Preview: PL 2020/21 EP 33 vs. Everton

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Man dürfte nicht der größte Prophet sein mit der Behauptung, dass der kommende Spieltag in der Premier League weiterhin durch die Diskussion um die European Super League bestimmt sein wird. Ich will das Thema gar nicht weiter aufgreifen, Christian hat an etlichen Stellen dazu ja schon alles gesagt.

Ihr kennt aus diversen Podcast-Epsioden ja meine kritische Haltung zum Fußball bzw. zu den ganzen Entwicklungen, mit denen ich gar nicht per se auf Kriegsfuß stehe, die mir aber zunehmend die Lust an dieser Sportart generell, weniger aber noch an Arsenal nehmen. Dafür hat dann vorübergehend wohl die Kroenke-Familie gesorgt.

Heute Nachmittag hat sich Josh Kroenke mit Fans ausgetauscht. Seien wir ehrlich: So richtig viel ist dabei nicht herumgekommen. Positiv natürlich, dass Fans die Gelegenheit hatten, ihren Unmut Josh Kroenke direkt zu sagen. Aber mehr als ein „Sorry, upsi, das haben wir ja gar nicht kommen sehen, tut uns aber leid!“ ist dabei seitens der Besitzer nicht herumgekommen. #KROENKEOUT Ja, von mir aus gerne. Bei der Diskussion bzw. dieser Forderung vieler Fans frage ich mich dann aber immer, wer es denn dann machen soll. Bei diesen Unsummen an Geld und dem Wert des Vereins wird nicht der weiße Ritter auftauchen, der all sein Geld spendet und keine Gewinne machen will. Klar, alles ist besser als die Kroenkes. Aber von gut sind wir dann immer noch weit entfernt. Zumal der Verein viele Glasscherben in den nächsten Wochen und Monaten zusammenkehren muss.

Davon nehme ich aber die sportliche Leitung und Trainer wie Team außen vor. Sie waren in die Pläne offensichtlich nicht eingeweiht. Trotzdem sind sie natürlich der elementare Bestandteil, der dafür sorgen soll, die Fans wieder für den Verein zu begeistern. Als wäre die sportliche Situation nicht schon schwierig und herausfordernd genug, muss das Team diesen Rucksack jetzt noch mit rumschleppen. Das war für die kleinen, geldversifften Gehirne der Besitzer natürlich aber nicht intellektuell zu leisten.

Bevor am nächsten Donnerstag der erste Teil des Showdowns in der Europa League ansteht, kommt der FC Everton zum Friday Night Game ins Emirates (Anstoß 21:00, live bei Sky natürlich). Da muss man die Liga für die Ansetzung mal loben. So bekommen wir ausreichend Zeit für die Vorbereitung der Partie gegen Villarreal.

Seien wir ehrlich: In der Liga ist spätestens nach dem Remis gegen Fulham nicht mehr allzuviel zu holen. Eine Restchance auf die Europa League mag noch bestehen, aber dazu müsste zwingend gegen Everton gewonnen werden, die einen Platz und drei Punkte vor uns (bei einem Spiel weniger aber!) stehen.

Als hätten wir nicht schon genug Probleme momentan, gehen uns jetzt nach und nach auch die Stürmer aus. Aubameyang fehlt noch wegen seiner Malaria-Erkrankung, Lacazette (zuletzt vier Tore in drei Spielen) hat es am Oberschenkel getroffen. Dazu fallen weiterhin David Luiz und Kieran Tierney aus. Martin Odegaard war immerhin wieder im Training. Ich denke aber nicht, dass er schon ein Kandidat für das Spiel oder gar die Startelf ist. Vorne stellt sich dann also vieles von selbst auf. Ich glaube nicht, dass wir Balogun sehen werden. Eddie wird da eher seine Chance erhalten, zumal er vielleicht ja auch Donnerstag ranmuss. In der Defensive haben wir etwas mehr Auswahl.

Ich denke mal, dass es Arteta auch vor dem Hintergrund der Europa League mit dieser Startelf versucht:

Leno – Chambers, Holding, Mari, Cedric – Xhaka, Partey – Martinelli, Willian, Pepe – Nketiah

Smith-Rowe und Saka würde ich einfach nicht zwingend riskieren, aber wenn sie natürlich fit sind, können sie Willian und Pepe auch ersetzen. Ich bin nicht beim Training dabei.

Bei Everton hat Dominic Calvert-Lewin seine Verletzung überstanden und ist rechtzeitig zum Spiel wohl wieder fit. Ich sage ja: Timing ist alles. Und Fingerspitzengefühl natürlich. Everton mit keinem Sieg in den letzten sechs Spielen.

Ich hoffe und wünsche mir, dass wir eine ordentliche Leistung von Arsenal sehen und mit einem guten Gefühl in die beiden sehr wichtigen Spiele gegen Villarreal gehen. Denn ohne Super League muss man sich zum Glück sportlich qualifizieren und Europapokal verdienen. Über die Liga haben wir das wohl nicht geschafft. Aber eine Chance haben wir noch. Aber erstmal Everton. Bitte ohne weitere Verletzte.

Einen guten Start ins Wochenende. Wir lesen uns auf den diversen Kanälen beim und nach dem Spiel.

#COYG

Felix

Super League Geschichte #Kroenke OUT

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So schnell sie kam ist sie auch wieder verschwunden. Im Laufe des gestrigen Tages entwickelten sich die Diskussion und Unmutsbekundungen rund um das Projekt Super League rasant. Die beteiligten Vereine realisierten sehr schnell, dass der Schritt das Fass zum überlaufen gebracht hat. Der Ansturm der Fans war enorm, sodass es gegen Abend zu den ersten Rückziehern der englischen Teams kam. Gegen Mitternacht richtete sich dann auch Arsenal an die Fans und bat um Entschuldigung. Man habe die Chance in Form der Einladung nicht vorbeiziehen lassen wollen im Interesse Arsenals.

Zunächst sind sicherlich alle erleichtert, dass die Super League bereits wieder Geschichte ist und man doch noch hoffen kann, dass Fans noch eine Stimme in dieser kapitalisierten Fußballwelt zu haben scheinen. Doch das Thema ist mit dem Rückzug weiß Gott nicht beendet. Es startet nun erst richtig. Die Brass gegen die Investoren was schon lange sehr groß. Nun wird man ihn kaum mehr stoppen könne. Erste Verantwortliche wie Woodward bei United haben schon hingeschmissen und der Ruf nach weniger Einfluss der Investoren wird lauter und lauter werden.

Was Arsenal betrifft, so hat sich der Verein nicht mit Ruhm bekleckert. Sicherlich muss man hier sehr stark differenzieren. Spieler und Trainer sind genau so überrascht worden wie wir Fans und Strippenzieher waren allein die Kroenkes und KSE. Das ohnehin nicht vorhandene Vertrauen ist nunmehr auch nicht mehr wieder herstellbar und die Fans werden nicht ruhen bis diese gierige Familie North London endlich verlassen hat. Auch wenn der Weg lang ist, ist es einer den die Fans nun zusammen gehen werden und müssen. Den Anfang machen Proteste am Freitag.

Die Erklärung des Vereins zum ganzen Dilemma ist zudem eine Aneinanderreihung netter Worthülsen aus denen man leicht erkennt, dass man schlichtweg keine andere Wahl hatte und nicht aus eigenem Antrieb handelte. Bezeichnend ist dass die Mitteilung mit „Arsenal board“ unterzeichnet war. Keine namentliche Nennung der Kroenkes oder ähnlichem. Man kann nur immer wieder betonen, dass Grenzen irgendwann nicht mehr weiter dehnbar sind.

Zum Schluss sei nochmals klargestellt, dass die UEFA hier auch sehr weit weg ist von einem Heiligenstatus. Hier traf Gier auf noch mehr Gier. Denn auch das neue Champions League Format ist von dem System der Super League nicht sehr weit entfernt. Man sollte also auch in Genf erstmal kleine Brötchen backen und sich nicht als der Heilsbringer des Fußballs darstellen, wie manche dies in den letzten tagen versuchten.

In diesem Sinne

Fußball ist für die Fans!

#KroenkeOut #KseOut

Super League angekündigt

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Eigentlich hatte ich für heute die Nachbetrachtung des gestrigen Remis gegen Fulham angedacht. Doch zum einen haben wir dort außer komischer VAR Entscheidungen und leider erneut verschenkter drei Punkte nicht viel verpasst. Zum anderen gab es gestern noch den Paukenschlag der Verkündung einer Super League, an welcher Arsenal als Gründungsteilnehmer beteiligt sein wird. Also sparen wir uns doch die Fulham Analyse und widmen uns diesem Thema einmal etwas genauer.

Was ist die Super League? Laut offizieller Stellungnahme der gründenden Verein lautet das so: „Zwölf der führenden europäischen Fußballvereine haben sich heute zusammengeschlossen, um ihre Einigung bekannt zu geben, einen neuen Wettbewerb zu gründen: die Super League.“ Dabei sind die teilnehmenden Vereine AC Milan, Arsenal, Atletico Madrid, Chelsea, Barcelona, Inter Milan, Juventus, Liverpool, Manchester City, Manchester United, Real Madrid und die Tottenham Hotspur.

Der Modus der Super League soll sich wie folgt gestalten.

  • 20 Klubs nehme Tei, 15 davon als ständige Mitglieder
  • Fünf andere Klubs müssen sich qualifizieren. Genauer Informationen dazu gibt es noch nicht
  • Geplant sind zwei Gruppen mit je zehn Mannschaften. Gespielt wird in Hin-und Rückspiel. Die drei besten der Gruppen qualifizieren sich für die K.O.Phase. Viert-und Fünftplatzierte gehen in Playoffs für die K.O.Phase.

Die Hintergründe für die nunmehrige Ankündigung der Super League sind verschieden. Manche glauben es sei ein erneuter Versuch Druck auf die UEFA auszuüben den sogenannten „Top Clubs“ mehr Einnahmen zuzusagen. Allein 3,25 Milliarden Euro werden zunächst unter den Gründungsmitgliedern verteilt, 100 Millionen Euro jedes Jahr als Startprämie. Andere meinen, es ist bereits der vollzogene Schritt hin zu einer neuen Gelddruckmaschine. Ob es tatsächlich noch einen Weg zurück gibt nachdem man die Ankündigung bereits derart publik gemacht hat wird sich zeigen. Fest dürfte in jedem Fall stehen, dass die UEFA, wie auch bereits angekündigt, mit allen Mitteln versuchen wird die Super League zu verhindern. Denn klar ist, dass die UEFA einige große Zugpferde verlieren würde und sich mit B-Mannschaften dieser Vereine im eigenen Wettbewerb sicher nicht abspeisen lassen wird. Ausschlüsse aus den UEFA Wettbewerben inkl. der Europameisterschaft sind also denkbar. Eine sehr komplizierte Aufteilung droht.

Fakt ist aber auch, dass es wie immer um das liebe Geld geht und das auf beiden Seiten. Als heiliger Samariter muss sich also keine der beiden Seiten darstellen. Laut bisherigem Statement bleibt der Ligabetrieb von der Super League unberührt. Könnte er auch, wenn man die übrigen UEFA Wettbewerbe nicht spielt. Fakt dürfte jedoch sein, dass sich die Vereine allesamt überlegen müssen, wie weit sie diesen Schritt gehen. Denn wenn es am Ende vielen egal sein dürfte, ob der Wettbewerb nun Super League oder Champions League heißt der unterwöchig auf dem Bildschirm flimmert wird man es wohl keinem Fan erklären können wenn der Ligabetrieb mit über Jahrhunderten gewachsenen Rivalitäten nicht mehr existiert und der Gang ins Stadion am Wochenende flach fällt. Gehen die Vereine diesen Schritt werden Sie am Ende ohne Fans dastehen. Vorstellen kann ich mir dies jedoch nicht, zumal auch die Premier League eine zu große Einnahmequelle ist. Vereine aus Deutschland oder Frankreich verweigern bisher noch die Teilnahme.

Die kommenden Wochen werden auf dieser Ebene also sehr spannend werden und die Zukunft des Fußballs wird sich entscheiden. Hoffen wir, dass Arsenal die richtigen Schritte tätigt. Wir werden es in jedem Fall strengt beobachten.

In diesem Sinne

Cheers

Chris

Episode 162, 16.04.2021 – Drei in Sechs

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Nach einem sehr erfolgreichen gestrigen Abend versuchen wir direkt anzusetzen und den Schwung mit in das anstehende Wochenende zu nehmen. Dies tun wir mit einer ausführlichen Analyse des 4:0 Siegs von Arsenal bei Slavia Prag und dem damit verbundenem Einzug in das Halbfinale der Europa League.

Es gibt Extralob für ESR, Partey und Laca und die Beantwortung der Frage warum Xhaka auf der Linksverteidigerposition so gut funktioniert hat. Dazu bewerten wir den Formaufschwung von Chambers und wie sich ein Defensivverbund in den letzten Spielen der Saison noch finden kann. Und was macht eigentlich der Modellbetrieb der FA zum Wiedereinlass von Zuschauern? Wir sprechen drüber.

Daneben gibt es Tipps fürs Wochenende, wie den Besuch von Möbelhäusern oder Baumärkten.

Sorry für einige technische Aussetzer und Internetabbrüche zwischendurch. Freitagabend mit ganz Deutschland zuhause vor den Streaming-Geräten. It is a mess. Wie immer Danke fürs Hören und eure Unterstützung!

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Apple Podcasts beziehen oder hier per RSS Feed. Wir sind auch bei Spotify vertreten. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein.

COYG

Felix & Chris