Episode 97, 02.01.2019 – Erfolgreicher Start ins Jahr

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Neues Jahr und eine neue Ausgabe des GGPodcast. Wir blicken nach dem gestrigen erfolgreichen Auftakt in das Jahr 2019 tiefgreifend auf unsere Partie gegen Fulham zurück, gespickt mit Statistiken und den daraus zu ziehenden Rückschlüssen.

Dazu wollen wir selbstverständlich auch das sich geöffnete Transferfenster nicht vernachlässigen. Wie ist der Stand bei Arsenal im Bezug auf Neuzugänge und sind diese überhaupt realistisch? Dazu schauen wir voraus auf den Start in den FA Cup gegen Blackpool am kommenden Wochenende.

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Itunes beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein.

Cheers

Chris & Felix

Fulham Vorschau

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Zunächst ein frohes und erfolgreiches Jahr an alle Leser/Hörer des Blogs/Podcast. Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr mit vielen Berichten, Gewinnspielen und Gästen.

Zum Jahresübergang machen ja stets gute Vorsätze die Runde. Mit Blick auf die erste Partie Arsenals im neuen Jahr am morgigen Nachmittag dürften diese nicht besonders schwer zu bestimmen sein. Die Liste guter Vorsätze wird angeführt von professionellem Defensivverhalten und einem oder zwei guten Verteidigern im Januar Transferfensters. Wir wissen alle, dass gute Vorsätze oftmals entweder völlig unrealistisch oder sehr kurzweilig sind. So dürfte es auch mit den beiden vorgenannten Vorsätzen Arsenals sein. Der Transfermarkt ist sehr limitiert was die Position von Weltklasse Verteidigern zu akzeptablen Preisen angeht und mit dem derzeitigen Spielermaterial werden wir eine lückenlose Abwehrreihe sicher auch nicht länger aufrecht erhalten als der Kettenraucher seinen Entzug vom Glimmstängel.

Ungeachtet dessen stehen wir morgen Nachmittag im London Derby gegen Fulham immens unter Druck. Chelsea hat gepunktet und die Lücke zum Champions League Platz weiter vergrößern können. Auch United ist nach der Mourinho Entlassung wieder in Schwung gekommen und hat den Vorsprung den wir mal komfortabel innen hatten auf drei Punkte verkürzt. Es drück also oben und unten. Gegen Fulham, die selbst mit dem Druck aus dem Abstiegskampf anreisen, darf es nichts anders als drei Punkte geben. Darüber sind sich alle einig. Die Diskussion in sämtlichen Arsenal Medien dreht sich mithin nicht um diese Begegnung sondern um die wieder einmal vielen Nebenschauplätze die nicht nur die deutliche Niederlage bei Liverpool sondern die Personalfragen aufgeworfen haben.

Allem voran die Personalie Mesut Özil. Ein Thema welches seit dem Sommer nicht zu verschwinden scheint. Ominöse Verletzungen wenn zu erwarten ist, dass Özil nicht auflaufen wird. Zweifelhafte Ausreden des Vereins über seine Abwesenheit und ein Spielsystem samt Anforderungen aus jenem, welches dem deutschen ehemaligen Nationalspieler nicht zu passen scheint. Dazu kommt die Causa Ramsey, welche zu Gunsten von Juventus Turin zu schwingen scheint. Wie man leicht merken kann ist derzeit sehr viel Unruhe im Verein, welche man sich neuerlich selbst geschaffen hat. Im Zuge der ungeschlagenen Serie drängte es nicht derart in der Vordergrund. Doch nun wo die Lücken in der Defensive immer größer und eklatanter werden und mehr und mehr einschlagen, kann man sich diesen Themen leider nicht mehr verwehren.

Umso wichtiger ist es, dass die Mannschaft morgen eine deutliche und überzeugende Antwort auf dem Platz gibt. Fulham kann und darf nicht der Maßstab sein, sodass man hier zweifelsfrei dominieren muss. Dies sollte auch in dieser Deutlichkeit gesagt und von der Mannschaft gefordert werden dürfen. Beginnen sollte dies mit einer zweifelsfreien offensiven Ausrichtung. Dies bedeutet für mich Laca und Auba. Gerne auch Ramsey und Özil wenn beide fit sind und der Waliser nicht schon auf dem Weg nach Italien ist. Meine Formation würde wie folgt aussehen:

Leno,AMN,KOS,Sokratis,Kolasinac,Xhaka,Torreira,Ramsey,Özil,Auba,Laca

Mustafi ist für mich nicht haltbar. Ob die Auswechselung in der Halbzeit bei Liverpool mit seiner Leistung zusammenhing ist nicht bekannt, sollte es aber für zukünftige Einsätze sein. Nacho und Bellerin würde ich, selbst wenn möglich, nicht riskieren. Özil falls nicht wieder abwesend, wonach es aussieht, sollte spielen,andernfalls wird es Iwobi. Kurz noch ein Wort zu Leno. Viele Experten haben ihn kritisiert als nicht gut genug für die Premier League. Sicherlich gab es ein paar kleine Unsicherheiten aber über alle Spiele kann man ihm sicherlich keinen Vorwurf machen. Mit dieser Defensivreihe vor sich würde selbst Buffon in seinen besten Zeiten dauernd hinter sich greifen müssen. Dort also mit der großen Keule zu schwingen trifft meiner Ansicht nicht das wahre Problem. Dessen sollten sich einige sogenannte Experten ggf. einmal Gedanken machen. Ohne Frage hat ein Allison bei Liverpool ein Vielfaches gekostet. Aber ist dies der Maßstab? Ich denke nicht. Es ist der Gesamtverbund vor ihm der den Unterschied macht. Denn Patzer hat auch er schon drin gehabt. Und die waren weit krasser.

Neben dem was die Mannschaft auf dem Platz selbst leisten muss, ist es an der Vereinsführung und dem Scoutingteam die nötigen Verstärkungen zu beschaffen. Alles andere, insbesondere in der Abwehr, wäre grob fahrlässig und ein Bärendienst an Trainer Emery.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Bittere Erkenntnis schmerzhaft aufgedeckt

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Wem es bis gestern noch nicht wirklich bewusst war, der dürfte nun auch wissen, dass Arsenal unter Emery zwar schon viele Schritte in die richtige Richtung gemacht hat jedoch ein massives Abwehrproblem hat. Zwar ist dies nicht wirklich neu und auch keine neue Erkenntnis dieser Spielzeit. Doch muss man festhalten, dass es in einem Spiel gegen Liverpool besonders bitter ist wenn man vier von fünf Gegentoren ohne Grund abschenkt und dies wieder einmal in der bestmöglichen Slapstick Manier. Dies sind allesamt keine Dinge die man trainieren kann oder woran man Emery eine Schuld geben sollte. Man darf getrost davon ausgehen, dass das Coachingteam um Emery nichts unversucht lässt diese dicken Böcke auszumerzen. Doch ab einem gewissen Grad kannst du als Trainerteam schlicht nicht mehr dagegen arbeiten sondern musst konsternieren, dass das Spielermaterial auf der Defensivposition nicht gut genug ist für die Premier League. Hergeschenkte Elfmeter auch wenn sie „soft“ waren, sind jedoch ein Resultat von ungeschicktem Verhalten ebenso wie sich gegenseitig anzuschießen oder allesamt auf den Hosenboden zu setzen. Dabei die Thematik wer in der Abwehrreihe die Ansagen macht einmal ausgenommen.

Die Anzahl an gefangenen Gegentoren ist erschreckend. Dass sie gegen Teams höherer Qualität mit hoher Geschwindigkeit einschlagen ist eines. Doch auch gegen die anderen Mannschaften im unteren Mittelfeld werden wir mit diesen eklatanten Schwächen stets Gegentore fangen, die es schwer machen immer ein Tor mehr zu erzielen. Brighton ist dort das beste Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit. So gut Arsenal auch ab dem Mittelfeld aufgestellt ist, die derzeitige kreative Lücke mal ausgenommen, so unfassbar schlecht wird es in der Defensivreihe. Dabei möchte ich Leno im Tor ohne Frage ausnehmen, zumal er, bis auf zwei bis drei Unsicherheiten bisher, einen starken Rückhalt bildet und die Bälle leider immer nur auf sich zufliegen sieht.

Natürlich ist es auch eine Frage von Verletzungen. Nacho Monreal, Hector Bellerin oder auch Rob Holding fehlen immens. Dazu hat man mit KOS einen Spieler der von einer langen Verletzungspause zurückgekehrt ist und logischer Weise nicht das Level haben kann bzw. wieder Erlangen wird, was er zuvor hatte.

Das gestrige Spiel war kein Sonderfall. Es war ein Abbild dessen, an dem Arsenal mit ungeteilter Intensität arbeiten muss und dies besser gestern als heute. Ich habe auch keinen Zweifel daran, dass dies derzeit der Fall ist. Jedoch muss man bedenken, dass es nicht gerade einfach ist starke Verteidiger zu finden und dies auch noch in der Mitte der Spielzeit. Deshalb ist es um so wichtiger nicht auf Emery einzuprügeln wie manche dies unverständlicher Weise bereits getan haben, sondern ihm genau die Zeit zu geben die es benötigt die Versäumnisse der letzen Jahre auszumerzen. Emery muss sein eigenes Team finden, seine eigenen Spieler und eine Kombination die passt.

An welcher Thematik man ohne Frage arbeiten muss ist neben der Defensive das derzeitige kreative Loch im Mittelfeld. Gestern haben wir Ramsey in der zentralen Position gesehen und abgesehen davon, dass man am gestrigen Abend sicherlich auch auf den anderen Positionen keinen Blumentopf gewinnen konnte, hat mir der Waliser gut gefallen. Er haut sich im wahrsten Sinne rein und kann ein Spiel lenken. Eigentlich komisch, dass Emery scheinbar kein so großer Fan ist. Wahrscheinlich ist der Zug bei diesem Thema auch bereits abgefahren. Falls nicht sollte man vielleicht nochmal kurz in sich gehen und überlegen, ob man nicht doch an den Verhandlungstisch zurückkehrt.

Ungeachtet der Probleme die gestern für alle nochmal eklatant sichtbar gemacht worden sind sollte man nicht alles schwarz malen. Durch den super Start in die Saison mit zweiundzwanzig ungeschlagenen Spielen hat man bei vielen Beobachtern die Erwartung schlicht zu schnell zu hoch geschraubt. Ohne reflektierende Betrachtung kann dies natürlich sodann in ebenso ungefilterte Kritik umschlagen, was nunmehr vieler Orten der Fall zu sein scheint. Beides nicht richtig aber beides ein Abbild der modernen Betrachtung von Leistungsniveau.

Es gilt nun den Fokus schnellstmöglich auf die Begegnung gegen Fulham an Neujahr zu legen und dort vieles besser zu machen und vor allem drei Punkte einzufahren. Denn sicher ist auch, dass die Champions League Plätze noch nicht außer Reichweite sind und man in keinem Fall aufstecken sollte.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

Episode 96, 28.12.2018 – Zu viele Gefühlsspieler + Liverpool-Preview

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Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe des Germangunners Podcast. In Episode 96 analysieren wir unser 1:1 bei Brighton und hinterfragen die taktischen Vorgaben und Auswechselungen von Unai Eméry. Wir blicken auf die Gewinner und Verlierer der Hinserie bei Arsenal. In unserer neuen Rubrik Arsenal History würdigen wir zunächst den verstorbenen Peter Hill-Wood und widmen uns dann dem großen Herbert Champman, Trainer bei Arsenal von 1925 bis 1934. Im letzten Part schauen wir dann ausführlich auf unser Spiel am Samstagabend bei Liverpool, welche Gefahren der Reds wir beachten müssen und welche Optionen wir selbst taktisch und personell haben.

Mehr zum Liverpool aus unserer Sicht in schriftlicher Form auch bei der LFCFamilie.

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Wir hören uns nach dem Fulham-Spiel wieder. Angenehmen Jahreswechsel und alles Gute für 2019 wünschen

Christian & Felix

#COYG

Gut angefangen, sehr stark nachgelassen

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Zwei verlorene Punkte bei Brighton. Dies ist leider die Quintessenz des gestrigen Boxing Day für Arsenal. So gut die Partie auch mit der sehr frühen Führung durch Aubameyang begann, so stark ließ die gesamte Mannschaft im weiteren Verlauf nach. Eigentlich sehr verwunderlich wo man doch mit sehr viel Pressing und hoher Laufintensität begonnen hatte. Jedoch schien der Mannschaft die Führung und zudem noch eine frühe Führung nicht wirklich gut zu tun.

Brighton war spielerisch ohne Frage sehr limitiert. Dies war zu erwarten, stellte uns jedoch bei langen Bällen erneut vor die bereits bekannten Probleme. Man hätte sich vielleicht mit einer Leistung wie der gestrigen durchschummeln können an einem Boxing Day wenn man in der Abwehr sicher stehen würde. Doch wie bereits in den letzten Monaten so häufig zu beobachten, hatten wir auch in diesem Spiel einen absoluten Bock drin. Diesmal gab es einen langen Pass nach einem eigenen Eckball und Lichtsteiner unterschätze die Flugbahn und köpfte den Ball in optimaler Weise in den Laufweg des Brighton Stürmers. Weder Guendouzi noch der heraustürmende Leno konnte den Ausgleichstreffer verhindern. Natürlich ist es bitter, dass wir erneut auf die Art und Weise ein Gegentreffer kassiert haben. Noch ärgerlicher dürfte es sein, dass wir kurze Zeit vorher durch Aubameyang eine 100% Chance vergeben, wo wir locker auf 2:0 stellen müssen und die Partie damit wahrscheinlich früh entscheiden können.

Neben dem fehlenden Biss gab es gester auch keine guten Impulse von der Bank. Emery verzockte sich bei den Wechseln doch arg. Weder die Herausnahme von Özil zur Pause noch die spätere Auswechselung von Lacazette brachten wirklich neuen Schwung. Das Thema Özl hat Felix in einem gesonderten Post vor zwei Tagen ja bereits erörtert. Es scheint jedoch so, als wäre es derzeit mehr als nur das angesprochene „taktische“ Vorgehen Emerys. Sicherlich war Özil wenig zu sehen in der ersten Halbzeit. Doch mit dem sichtbaren Mangel an Kreativität muss man sich die Frage stellen, ob der vorgenommene Wechsel soviel besser war. Es ist und bleibt ein leidiges Thema, was zu viel Unruhe schafft. Auch sodann auf einen nicht im Rhythmus befindlichen Ramsey zu setzen, um das kreative Loch zu schließen, erscheint mehr sehr fragwürdig. Oder war es nur der Versuch ihn für Januar ins Schaufenster zu stellen für die berichtete Offerte von PSG? Wie dem auch sei ist es in diesem Bereich nicht genug, wenn Guendouzi der aktivste und kreativste Spieler auf dem Feld ist.

Mit Blick auf den schweren Gang nach Liverpool wäre ein Sieg bei Brighton immens wichtig gewesen. So haben wir leider wichtige Punkte liegen lassen. Klar ist auch, dass wir weiter Zeit benötigen und Emery noch viel ausmerzen muss, was in den letzten Jahren versäumt wurde. Doch scheint dabei der Januar trotz alledem wichtiger denn je zu sein. Denn die Löcher in der Abwehr werden wir ohne einen qualitativen Neuzugang nicht gestopft bekommen. Alles andere wäre eine Illusion.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris