Belgrad a.k.a das Debuchy Comeback

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Donnerstags ist in dieser Saison bekanntlich für die Europa League reserviert. Nachdem man den Dienstag und Mittwoch damit verbracht hat geschliffen den wertlosen Wettbewerb Champions League zu ignorieren, kann man heute Abend wieder die europäische Flagge hochhalten. Diesmal auch für einen etwas weiteren Ausflug in die weite Welt der Europa League. Arsenal muss bei Roter Stern Belgrad antreten. Nach der Niederlage bei Watford, den leider sehr treffenden Kommentaren von Troy Deeney und einer Vielzahl fachkundiger und berechtigter Kritik wohl eine willkommene Abwechselung. Oder nicht? Ob es eine ist wird sich sicherlich erst nach den gespielten 90 Minuten zeigen. Fest steht jedoch, dass der Weg zurück in die Champions League in dieser Spielzeit vielleicht doch nur über die Europa League führt. Ist der Wettbewerb zu Beginn noch dafür belächelt worden muss man sich nach momentanem Verlauf der Liga doch schon ernsthafter Gedanken darüber machen, wie man den „kleinen“ Wettbewerb gewichtet.

In guter Manier der bisherigen Partien wird Wenger jedoch mit Blick auf die Premier League erneut seine Hauptakteure schonen und der sogenannten zweiten Reihe eine Chance geben. Die größte Überraschung dürfte Wenger insoweit in der gestrigen Pressekonferenz bereits aus dem Sack gelassen haben. Mathieu Debuchy wird sein Comeback in der Startelf feiern. Für die Fans die dachten der Franzose wäre längst in den Ruhestand oder ähnliche getreten eine ebenso große Überraschung wie wohl auch für die gestrig versammelte Journaille bei der Pressekonferenz. Man kann es als fehlerhafte Kaderplanung oder wenn man positiv gestimmt ist als Ausnutzen des vollen Kaders bezeichnen. Für mich jedoch einfach nur zum Kopfschütteln.

Wenger gibt erneut einer Vielzahl von Youngstern die Chance sich zu beweisen. Unter Ihnen auch wieder Maitland Niles oder auch Nelson. Beider dürften gute Chancen haben von Beginn an starten zu dürfen. Auch in der Startelf werden wir sicherlich wieder Jack Wilshere aber auch Theo Walcott sehen. Auch Cech wird ungewohnt für Europa Partien im Tor stehen, zumal Ospina nicht mitgereist ist.

Wir können folgende Aufstellung erwarten:

Cech, Holding, Mertesacker, Debuchy, Nelson, Elneny, Willock, Maitland-Niles, Walcott, Wilshere; Giroud

Ein gemischtes Team, was sicherlich mit einer sehr aufgeheizten Stimmung zu rechnen hat, diese jedoch in der Lage sein muss zu händeln. Die Partie wird, bereits um 19h angepfiffen. Lassen wir uns überraschen. Einen Nachteil bzgl. unserer Partie am Sonntag gegen Everton kann man sicherlich nicht erfahren, wenn man wie erwartet aufstellt. Zudem hat Everton ebenfalls ein Europa League Spiel gegen Lyon am heutigen Abend zu bestreiten. Das Team muss den heutigen Abend ohnehin bestmöglich nutzen, um wieder in die Spur zu kommen.

In diesem Sinne

Come on you Gunners!

Cheers

Chris

 

Wieder nicht mehr gewollt

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Arsenal verliert bei Watford und die Reaktionen sind die üblichen, leider nicht wirklich überraschenden. Als Arsenal Fan ist man nicht überrascht oder schockiert über eine solche Niederlage. Ungeachtet unserer Form in Auswärtsspielen in dieser Saison (zumindest haben wir diesmal getroffen), war es das übliche Bild, dass eine Arsenal Mannschaft nur allzuoft abgibt. Es wird eine Führung herausgespielt, man dominiert den Gegner taktisch, oder zumindest gefühlt nach ineffizientem Ballbesitz nur um am Ende, wenn sich der Gegner mal wirklich aufbäumt, den Willen vermissen zu lassen als Sieger vom Platz zu gehen.

Der Gegner hat es mal wieder mehr gewollt. Ein Satz den wir von Theo Walcott in der letzten Saison schon einmal live gehört haben. Ein Satz der ihm damals unfassbare Kritik und Konsequenzen in der Team Selection einbrachte, nach meiner Meinung aber genau das widerspiegelt, was den Charakter der Mannschaft leider in den entscheidenden und maßgeblichen Situationen von Begegnungen und Spielzeiten zu oft auf den Punkt bringt.

Sicherlich kann man sich an der Tatsache festhalten, dass es eine Schwalbe war die zum Elfmeter führte und sicherlich können wir auch über Abseits sprechen was den zweiten Watford Treffer angeht. Und natürlich muss Özil kurz vor dem Ausgleich das Spiel mit dem Treffer zum 2:0 eintüten. Für mich sind das aber alles nur gesammelte Ausreden für eine nicht vorhandene Qualität der Mannschaft. Die Qualität die Zähne zusammenzubeißen und sich das zu holen, was man will. Was hätte dagegengesprochen nach dem Ausgleich aus reinster Wut über eine Fehlentscheidung das Herz in die Hand zu nehmen und voll auf Sieg zuzuspielen? Eine Reaktion zeigen! Warum überlässt man Watford komplett das Spiel und wartet nur auf den Siegtreffer der kommen musste und den wir alle innerlich bereits eingepreist hatten? Warum????

Ich denke wir kennen alle die Antwort und müssen die Diskussion über den Trainer, seine Aufstellung bzw. vorgenommenen Wechsel nicht erneut führen. Es sind weitere zwei Jahre und dabei bleibt es, egal als wie unverständlich man die Entscheidung des Vereins betrachten mag. Tatsache ist aber auch, dass die Spieler sich nicht hinter allem und jedem immer verstecken können. Topmannschaften reagieren anders. Wie gut das wir derzeit keine sind, sonst kämen wir wahrscheinlich in die Verlegenheit dies auch noch tun zu müssen.

So bleibt es mal wieder bei der Erkenntnis, dass wir bei gutem Verlauf der Saison sicherlich schwerlich um die Champions League Plätze mitspielen werden, optimal um Platz 4 und die Quali. Eine Konsequenz für die Einschätzung wie man die Europa League gewichtet? Wir werden es sehen. Leider haben wir erneut Welbeck mit einer Verletzung verloren. Auch dies ist ein typisches Muster, was uns und ihn leider immer wieder ereilt. Zudem sieht es um die Achillessehne von KOS von Spiel zu Spiel schlechter aus. Das Thema muss angegangen werden. Besser gestern als heute.

Mit Blick auf die anderen Ergebnisse war die Niederlage zudem doppelt bitter. Palace holte tatsächlich den noch von Felix im Podcast belächelten ersten Saisonsieg gegen Chelsea und Pool und United teilten sich die Punkte. Es passt irgendwie in das Gesamtbild unserer Darbietung des gestrigen Abends. Am Donnerstag Abend geht es nach Belgrad bevor wir erneut in der Fremde bei Everton antreten müssen. Ich kann es kaum erwarten…

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

GG Podcast, Episode 60, 13.10.2017 – Watford Preview

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Wir sind nicht nur aus der Länderspielpause zurück sondern starten auch frisch mit einer neuen Ausgabe des #GGPodcast in den achten Spieltag der Premier League. Neben einer ausführlichen Vorschau (min.32,51) auf unser Spiel bei Watford am morgigen Samstag Abend  blicken wir jedoch auch auf die Thematik Alexis/Özil sowie die TV Übertragungzeiten zu Heiligabend und den Streit zwischen Kroenke und Usmanov.

Nun aber genug der Worte. Hier könnt ihr den Podcast direkt downloaden. Hier per Itunes beziehen oder hier per RSS Feed. Klassisch hört Ihr einfach über die Website rein.

Cheers

Chris

Chambers verlängert

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Calum Chambers hat eine Vertragsverlängerung um weitere zwei Jahre unterschrieben. Dies bindet den noch sehr jungen Verteidiger weiter an den Verein. Nachdem Chambers in der letzten Saison ausgeliehen worden war scheint er nun wieder mehr in den Fokus zu rücken. Mit dem Verkauf von Gabriel und der nunmehrigen Verletzung von Mustafi winkt Einsatzzeit. Verwunderlich ist die Verlängerung nicht. Nachdem man sich im Sommer gegen Gabriel entschieden hatte war klar, dass man auf den Engländer setzt.

Das Chambers talentiert ist und viele gute Attribute mitbringt dürfte unstreitig sein. Er muss jedoch nun gut geführt werden, um den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu machen. Schauen wir, ob er jenen macht.

Weiterhin viel Erfolg bei den Gunners.

In diesem Sinne

Come on you Gunners

Cheers

Chris

Arsenal-Brighton 2:0 – Weiterhin nur bedingt überzeugend

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Einen schönen Wochenstart euch allen! Es ist ja ein guter, nach dem 2:0 von Arsenal über Brighton gestern Mittag. Sechs Siege aus den letzten sieben Spielen (plus das 0:0 bei Chelsea) nach der Schmach bei Liverpool. Der September lief also ergebnosmäßig wirklich gut für uns. Und ja, Fußball ist nun einmal ein Ergebnissport, von daher dürfte es vordergründig keine so vielen Gründe geben, derzeit viel zu klagen.

Muss ich aber doch machen. Werde ich gleich tun. Zunächst sei gesagt: Alexis‘ Torvorbereitung zum 2:0 war wunderbar. Der gesamte Spielzug war wieder einmal Zeugnis davon, wie großartig Arsenal Fußball offensiv spielen kann, auch wenn Mannschaften mit zwei Verteidigungsreihen sich am Strafraum positionieren. Schnelle, viele Pässe ziehen die Brighton-Abwehr auseinander, Iwobi initiierte sein Tor selbst, über Alexis kam der Ball zu Lacazette, Ramsey im Zusammenspiel mit dem Franzosen, Alexis bekommt den Ball von Ramsey, zieht drei, vier Spieler von Brighton auf sich. Per Hacke spielt er Iwobi frei, der aus kurzer Distanz wuchtig einschoss. Ein magischer Moment in einem vor allem in der zweiten Halbzeit eher langweiligen Spiel.

Im Endeffekt könnte ich die Conclusio aus dem Spiel gegen West Brom auch hier wieder eins zu eins reinkopieren. Unsere Heimspiele – bei aller positiver Ergebnisgestaltung – gleichen sich zuletzt, das mag auch an den tiefstehenden Gegnern liegen, in ihrer Systematik und Dynamik. Auch gegen Brighton legten wir einen guten Start hin. Nach wenigen Minuten hätte sich Lacazette fast mit der frühen Führung belohnt, doch sein Distanzschuss knallte an den Pfosten. Wir blieben weiter druckvoll. Nach einer Ecke wurden die Schüsse von Bellerin und Mustafi erst noch abgeblockt, Monreal hatte dann aber freie Bahn mit rechts zum 1:0. Danach wurde das Spiel etwas offener, weil Brighton sich nicht mehr so vehement hinten einigelte. In dieser Phase haben wir es aber erneut nicht geschafft, aus unserer Überlegenheit mehr zu machen. Wenn wir in einer solchen Phase gleich das 2:0 nachlegen, läuft das Spiel erheblich angenehmer für uns. Klar, wir haben das Spiel nach dem 1:0 weitestgehend kontrolliert und im Griff gehabt. Aber eine bessere Mannschaft als Brighton hätte aus unserer Ungenaugkeit und Unkonzentriertheit im Angriff sowie einigen Nachlässigkeiten in der Verteidigung sicherlich mehr Kapital geschlagen. Brighton traf durch March immerhin den Pfosten. Zwischen der 23. und 35. Minute hatten wir wieder die schon altbekannte Schwächephase. Und anschließend konnten wir einige gute Konter, beispielsweise durch Ramsey, nicht erfolgreich abschließen.

Wir starteten erneut gut in die zweite Hälfte. Zehn Minuten Dominanz sorgten für das verdiente 2:0. Und dann trödelte das Spiel so vor sich hin. Viel passierte nicht mehr. Die Luft war raus. In dieser Phase dann das dritte oder gar vierte Tor nachzulegen, hätte ich mir schon sehr gewünscht und wäre dem Spielverlauf auch angemessen gewesen. So blieb es bei der auf dem Papier komfortabel aussehenden Führung. Wenger brachte Walcott und Giroud für Iwobi und Lacazette, aber dieser Tausch blieb völlig wirkungslos. Walcott daddelte auf seiner rechten Seite ziellos durch die Gegend, Giroud wurde überhaupt nicht in Szene gesetzt. Gegen Ende der Partie kam dann Brighton nochmal mit letzter Kraft auf. Da wackelte die 2:0-Führung etwas, letzlich blieben die Möwen aber zu ungenau im Abschluss.

Kurzum: Ja, drei Punkte. Das war erwartet worden. Also Pflichtaufgabe erfüllt. Aber der Mannschaft fällt es weiter schwer, ein solches Spiel möglichst schnell zu entscheiden und aus seiner Überlegenheit und Dominanz mehr als ein 2:0 zu machen. Ich bin gespannt, ob wir bis November, wenn Spiele gegen die Spurs und Man City anstehen, dahingehend einen Schritt weiter sind. Momentan reichen solche Leistungen für Siege gegen Teams wie Brighton oder West Brom. Wahrscheinlich auch für Watford in zwei Wochen. Wir werden sehen.

Jetzt ist erstmal Länderspielpause. Die Zeit kann genutzt werden, um Özil, Koscielny, Chambers und Welbeck wieder fit zu machen. Alle sollten laut Wenger nach der Pause wieder zur Verfügung stehen. Özil und Koscielny werden sowieso nicht zu ihren Nationalmannschaften reisen.

In diesem Sinne. Three Points. Platz Fünf. Es könnte auch schlechter sein. Hoffen wir, dass wir so zumindest punktemäßig erfolgreich auch durch den Oktober marschieren.

COYG

Felix