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Archiv des Autors: Felix

Die Saison 2024/2025 geht los: Heimspiel gegen die Wolves zum Auftakt

16 Freitag Aug 2024

Posted by Felix in Arsenal

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Arsenal, Premier League

Das Warten hat endlich ein Ende. Am Samstag um 16 Uhr (Sky überträgt ab 15:50 Uhr auf Sky Sport Premier League) empfangen wir die Wolves zum ersten Heimspiel der Saison.

In den einschlägigen Foren und Blogs ist eine große Vorfreude auf die Saison zu vernehmen. Gelingt endlich der letzte finale Schritt zum Titel? Mikel Arteta hat auf der Pressekonferenz heute Nachmittag diese Emotionen noch einmal mehr unterstrichen und geweckt, als er sagte: „Alle Spieler haben zu mir gesagt: ‚Wir werden besser sein, wir werden es schaffen, wir wollen mehr.‘ Sie sind diejenigen, die den Ehrgeiz haben, und das ist immer positiv.“

Die Traurigkeit war der ganzen Mannschaft nach dem letzten Saisonspiel gegen Everton anzumerken. In meiner Saisonvorschau hatte ich die zentrale Frage schon gestellt: „Können die Spieler, ja kann der gesamte Verein die „Enttäuschung“ der letzten Saison erneut als Motivation nutzen, besser als letzte Saison zu sein?“

Arteta sagte auf der PK, die ganze Mannschaft freue sich auf den Start in den Titelkampf. „Wir sind sehr aufgeregt. Wir haben den Wettbewerb viele Wochen lang verpasst, zu lange für uns. Wir sind so bereit, dass wir loslegen wollen, wir sind wirklich begeistert davon.“

Solche Sätze sind natürlich Honig für die Ohren. Ich glaube, an der Stimmung und an der Atmosphäre muss erstmal nicht gearbeitet werden, also nur auf dem Platz natürlich, damit die Stimmung weiterhin so gut bleibt. Zentrale Voraussetzung dafür ist natürlich ein Heimsieg am Samstag. Vergessen wir die gute Vorbereitung, all die Testspiele. Die sind nichts mehr wert und können auch nur bedingt Gradmesser sein. Letzte Saison haben wir uns zum Auftakt sehr schwer gegen Nottingham getan. Ich denke, dass wir es aber ähnlich angehen werden wir letztes Jahr: viel Druck in den ersten Minuten. Schön wäre, wenn wir dann dieses Niveau auch über 90 Minuten halten können.

Zum Personal bei Arsenal: Jurrien Timber steht im Kader, obwohl er die letzten drei Vorbereitungsspiele wegen eines Fußproblems verpasst hat. Riccardo Calafiori ist ebenfalls bereit für sein Debüt, auch Vieira scheint wahrscheinlich wieder fit zu sein. Insofern Tomiyasu und Tierney die einzigen Ausfälle. Ich denke, dass wir nicht viel Überraschung im Team sehen werden. Ich denke, so wird gespielt:

Raya – White, Saliba, Gabriel, Zinchenko – Rice, Odegaard, Havertz – Trossard, Jesus, Saka

Einzige zwei Wechsel, die ich sehe, wäre Partey ins Mittelfeld zu bringen, Havertz dafür auf die 9 und Rice auf die 8. Andere Alternative wäre Martinelli für Trossard.

Die Wolves mit Trainer Gary O’Neil haben eine recht ordentliche Pre-Season gespielt, waren in Spanien und den USA, allerdings in Miami an der Ostküste. Es gab unter anderem Siege gegen Bristol City und West Ham, eine Niederlage gegen Crystal Palace in Jacksonville. Bei der dritten und letzten Station in den Vereinigten Staaten schlugen die Wolves RB Leipzig in Miami deutlich.

Außenverteidiger Nelson Semedo muss nach seinem Platzverweis gegen Liverpool am letzten Spieltag der vergangenen Saison eine Drei-Spiele-Sperre absitzen. Matheus Cunha, Mario Lemina und Sommerneuzugang Jorgen Strand Larsen stehen trotz kleinerer Fitnessprobleme zur Verfügung. Cunha war aber verletzt während der Vorbereitung. Mal sehen, wie fit er schon ist.

Keinem Team in der Premier League ist es gelungen, seine Punktzahl in fünf aufeinanderfolgenden Spielzeiten zu verbessern, aber genau das müsste Arsenal wohl gelingen, um zum ersten Mal seit 2004 Meister zu werden. Die Verbesserung von Saison zu Saison würde bedeuten, dass Arsenal von nur 56 Punkten in der Saison 2019/2020 auf 90 oder mehr Punkte kommen würde (89 waren es in der letzten Spielzeit).

Auf geht es! #COYG

Felix

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Preview Spieltag 34, Chelsea (H): Nicht geschlagen geben

01 Montag Mai 2023

Posted by Felix in Arsenal

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Arsenal, Chelsea, Premier League

Moin von der Nordseeküste! Christian weilt im Urlaub, ich offensichtlich auch, versorge euch aber mit der Vor- und Rückschau auf unsere Partie am Dienstagabend gegen den FC Chelsea. Podcasts kehren dann auch gegen Ende der Woche zurück.

Nach der dominanten Vorstellung von Manchester City gegen uns am vergangenen Mittwochabend haben viele Fans schon die Segel gestrichen. Und die Argumente für einen Titelgewinn von Manchester City mögen zahlreicher sein als die für einen Triumph des FC Arsenal.

Selbst wenn es so ist – wir sollten uns nicht kampflos geschlagen geben! Manchester City soll für diesen Titel richtig ackern und leiden müssen. Und das sollte unsere Devise für die letzten fünf Saisonspiele sein, beginnend mit dem Heimspiel gegen Chelsea. Sehr wahrscheinlich ist der zweite Platz für uns zementiert, aber wer weiß. City muss in der letzten Woche der Saison zuhause gegen Chelsea spielen und nach Brighton und Brentford reisen. Drei Spiele in sieben Tagen. Warum sollten die Citizens da mal nicht stolpern? Und wenn nicht, dann haben die die Meisterschaft auch verdient. Aber wenn City patzt, dann sollten wir auch da sein. Aber das gelingt auch nur, wenn wir bis zur letzten Woche der Saison in Reich- und Schlagweite bleiben. Das sollte aber unser Anspruch sein. Erstens ist jetzt nicht alles entschieden und zweitens sollten wir zeigen, dass wir uns weiterentwickelt haben und die letzten Saisonwochen nicht so wegschmeißen wir im Mai des letzten Jahres.

Klingt einfacher gesagt als getan. aber für mich ist das die Benchmark, wie weit dieses Team sich schon zusammengerauft hat. Weil Abschenken ist 2022. Das neue Arsenal im Jahr 2023 muss mehr zeigen.

Das heißt natürlich auch, dass viel psychologische Aufbauarbeit in den letzten Tagen erfolgt sein dürfte. Zu klar und eindeutig wurden unsere Grenzen von Manchester City aufgezeigt. Das wird an den Spielern nicht spurlos vorbeigezogen sein. Jetzt wo der allerhöchste Druck vielleicht abgelegt ist, spielt die Mannschaft vielleicht etwas freier und ruhiger auf als zuletzt gegen Liverpool, West Ham und Manchester City.

Und ein besserer Rahmen als ein Heimspiel abends unter Flutlicht gegen den FC Chelsea sollte es eigentlich auch nicht geben. In den letzten Tagen ist viel darüber diskutiert worden, ob Mikel Arteta seine Mannschaft nicht umstellen müsste, um die „Misserfolge“ der letzten Tage durch frischen Wind etwas vergessen zu machen. Dabei übersehen wird gerne, dass wir defensiv so viele weitere Optionen gar nicht haben. Von daher könnte ich mir gut vorstellen, dass lediglich Trossard für Martinelli ins Team rückt (und ggf. Jesus eine Pause bekommt, dafür Martinelli oder Nketiah spielen). Viel Kritik richtete sich zuletzt an Thomas Partey ab (teils zurecht). Aber Jorginho gegen seinen Ex-Club ist mir zu viel TamTam. Ich würde an Partey festhalten (sofern medizinisch nichts dagegenspricht).

Bezüglich der Team-News war Arteta gewohnt schmalspurig unterwegs. Nur Saliba wird definitiv fehlen, morgen und wohl auch am Sonntag in Newcastle. Für mich schimmert immer mehr das Saisonaus durch. Ansonsten sollten alle fit sein. Es sei denn, kurzfristige Ausfälle nach dem Abschlusstraining oder Krankheiten noch. Ich habe im Trainings-Video vom Samstag auch nicht Ben White gesehen.

Wir stehen in der Tabelle da, wo der FC Chelsea gerne sein möchte. Mit einem Spiel mehr auf dem Konto haben wir 36 Punkte Vorsprung. Chelsea ist näher an den Abstiegsrängen als an Rang sieben. Von daher gibt es auch keine Ausreden: Es muss unser Anspruch sein, dieses Spiel zu gewinnen, alle Millionen Euro Transfersummen sind irrelevant. Wir sind das bessere, kohärentere Team, wir haben den besseren Team und das schönere Stadion. Und die lauteren Fans. Allenfalls der Kopf könnte uns ein Strich durch die Rechnung machen.

Bei Chelsea noch größeres Fragezeichen hinter der Verfügbarkeit von Koulibaly, kleineres hinter Kai Havertz. Cucurella, Reece James, Mason Mount werden fehlen.

Chelsea hat alle fünf Spiele unter Frank Lampard verloren bisher. Lassen wir es sechs werden! Mit einem Sieg würden wir vorübergehend die Tabellenführung wieder übernehmen.

Und ganz viel Erfolg heute Abend den Arsenal Women!

Anstoß am Dienstag bei den Herren ist um 21 Uhr. Sky überträgt ab 20:30 Uhr live.

Come on Arsenal!

Felix

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Europa League 2022/2023 Auslosung

26 Freitag Aug 2022

Posted by Felix in Arsenal

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Europa League, Europa League Auslosung, FC Arsenal

Am heutigen Mittag ist die Gruppenphase in der Europa League ausgelost worden. Für Arsenal geht es in die Schweiz, in die Niederlande und in den hohen Norden von Norwegen. Das sind jetzt im Vergleich zu Südosteuropa auch nicht die größten Entfernungen und Reisestrapazen. Wir sind uns einig: Selbst wenn Eindhoven nach Qualität klingt, ein erster Platz sollte in dieser Gruppe sehr gut möglich sein. Nur dann würde man sich auch direkt für das Achtelfinale qualifizieren.

In Gruppe A also:

FC Arsenal
PSV Eindhoven
Bodo/Glimt
FC Zürich

Gegen Eindhoven haben wir zuletzt 2007 in der Champions League gespielt. Gegen Bodo und Zürich gab es noch keine Partien. Wegen der WM in Katar ist die Gruppenphase der Europa League dicht gedrängt:

Matchday 1: 8. September
Matchday 2: 15. September
Matchday 3: 6. Oktober
Matchday 4: 13. Oktober
Matchday 5: 27. Oktober
Matchday 6: 3. November

Die Rechte an der Europa League hat RTL. Laut deren Website zeigt man ausgewählte Topspiele auf RTL+. Es gibt also keine Garantie, dass wir gezeigt werden. Nun ja, ich werde hoffen, dass die BBC im Radio überträgt.

Die zeitgenaue Terminierung der Spiele folgt in den nächsten Tagen.

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Felix‘ Talking Points für die Saison 2020/2021

10 Donnerstag Sept 2020

Posted by Felix in Arsenal

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Schlagwörter

Aubameyang, FC Arsenal, Mesut Özil, Mikel Arteta, Premier League 2020-2021, Saisonvorschau, William Saliba

Schon jemand bereit für die neue Premier League Saison 2020/2021? Ich bin es nicht. Dieses Kalenderjahr ist wegen der Corona-Pandemie schon außergewöhnlich genug. Aber Saisonstart jetzt Mitte September, nur wenige Wochen nach dem Triumph im FA-Cup. Ich bin noch nicht annähernd perfekt vorbereitet und eingestimmt. Aber das kommt bestimmt in den nächsten Tagen.

Am Samstagmittag um 13:30 Uhr starten wir bei Fulham in die neue Spielzeit. Christian meldet sich natürlich noch mit der Vorschau zum Spiel. Hier kommt jetzt der generelle Blick auf die neue Saison, mit einigen Prognosen, natürlich vollständig subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Meine Talking Points. Vielleicht helfen die ja euch ein wenig bei Vorbereitung und Vorfreude (ich werde optimistisch enden).

Eine Saison mit vielen Unbekannten

Natürlich nicht nur bei Arsenal, sondern generell in der Liga. Die Corona-Pandemie ist längst noch nicht überstanden, wird unter Umständen sogar im Herbst und Winter wieder ausgreifender. Die Vereine hatten praktisch keine Sommerpause. Die Belastung in der neuen Saison wird immens sein. Das sieht man schon daran, dass die ersten 3 Spieltage in der Europa League innerhalb von 3 Wochen absolviert werden sollen. Betonung liegt auf sollen: Wenn die Fallzahlen in einigen europäischen Ländern nicht signifikant sinken sollten bis Oktober, bleibt es bei einer nett gemeinten Absichtserklärung. Die Stadien werden leer bleiben oder bestenfalls spärlich gefüllt. Die finanzielle Not selbst der Vereine in der Premier League scheint vorhanden zu sein. Von 700 Millionen Euro Verlust war in diesen Tagen die Rede, weil Vereine nicht vor Zuschauern spielen können. Dazu die Befürchtung, dass diese neuen Umstände zu viel mehr Verletzungen als üblich führen (geht das bei Arsenal eigentlich überhaupt?). Es wird eine schwierige und unberechenbare Saison. Wer damit am besten körperlich und mental umgehen wird, dürfte vorne stehen. Körperlich und mental – zwei Begriffe, die in den letzten Jahren spinnefeind mit Arsenal waren…

Die erste komplette Saison unter Mikel Arteta

…womit wir beim nächsten Punkt wären. Wie sehr kann Mikel Arteta dem Team und dem Verein insgesamt den Stempel nicht nur im spielerischen und taktischen Bereich aufdrücken, sondern auch (schon) im mentalen und körperlichen Bereich? Ich bin da sehr zuversichtlich, siehe die Erfolge im FA-Cup und im Community Shield. Dadurch dürfte sich der Spanier einen größeren Vertrauensvorschuss erarbeitet haben als viele vielleicht erwartet hätten. Fraglich bleibt, ob diese neue Philosophie sich über eine komplette Saison hinweg entfalten und festigen kann. Und ob in der ersten kompletten Saison unter Arteta das Personal dafür schon bereit und qualifiziert genug ist.

Die Systemfrage

Welches System will Mikel Arteta spielen? Welches System kann Mikel Arteta momentan mit den verfügbaren Spielern spielen? Die vergangene Spielzeit hat gezeigt, dass diese beiden Aspekte nicht zwingend übereinstimmen müssen. Wir sind noch mitten im Umbruch. Natürlich wurden neue Spieler verpflichtet und Leistungsträger gehalten. Aber ich glaube, dass wir noch weit davon entfernt sind, dass Arteta sein Team auf dem Platz beisammen hat. Also: 3er-Kette oder 4er-Kette. Meine Prognose ist, dass wir weiterhin mit einer 3er-Kette starten, langfristig aber auf eine 4er-Kette – manche würden spöttisch sagen: so wie bei Manchester City – umstellen werden. Ich bin gespannt, wie schnell dieser Prozess gelingen wird.

Et tu, Mesut? Was machen wir mit Özil?

Ich dachte, dass ich, bevor es hier zu optimistisch und zuversichtlich wird, mal gleich die Stimmung etwas senke und die Thematik rund um Mesut Özil noch einmal anspreche. Fakt ist: Özil ist da. Ein Wechsel ist sehr unwahrscheinlich. Was stellen wir also mit 350.000 Euro pro Woche Gehalt so an? Meine Prognose: Ich denke, dass Özil unter Arteta noch einmal eine letzte Chance bekommt. Arteta spricht sehr häufig davon, dass alle Spieler zu Beginn einer Saison wieder bei null starten (also außer Aubameyang vielleicht) und ihn neu fortwährend überzeugen müssen. Warum sollte das für Özil nicht auch gelten? Die Frage ist: Welches Risiko geht Arteta ein, wenn er Özil noch einmal eine Chance gibt (oder eben gar keine Chance)? Untergräbt das seine Glaubwürdigkeit, weil er Özil im Frühjahr und Sommer zuletzt nicht berücksichtigt hat. Ich sehe da schon eine kleine Gefahr, dass das Thema zumindest medial wieder durch das Dorf getrieben wird. Arteta hat aber genug Kredit mittlerweile angehäuft. Und er kann dann selbstbewusst sagen: Ich habe es euch ja gesagt. Mesut Özil sollte besser seine letzte Chance nutzen, wenn er in der Vereinshistorie noch einen größeren Platz einnehmen möchte.

Die Torwart-Frage: Leno oder Martinez?

Kaum ein Thema wird derzeit so leidenschaftlich unter Arsenal-Fans diskutiert wie die Frage der Nummer 1 im Tor. Wen stellt Arteta am Samstag zwischen die Pfosten? Und ist damit die Frage nach der Nummer 1 vorerst beantwortet? Vieles wird sowieso von einem Verbleib oder Wechsel von Martinez abhängen. Aston Villa scheint ja sehr interessiert zu sein. Und ich habe Zweifel, ob Arsenal angesichts von Bernd Leno als wirklich guter Nummer 1 bei Martinez finanziell bis an das äußerste gehen wird, um ihn langfristig zu halten. Ich bin wirklich zwiegespalten bei dieser Thematik. Einerseits hat mich Martinez vollends überzeugt. Aber Leno ebenso. Ich glaube, dass zwei Torhüter auf diesem Top-Niveau auch hilfreich sind für einen Verein, aber Arsenal dann wohl doch finanziell zu restriktiv sein muss als eventuelle 20 Millionen für Martinez vielleicht nicht anzunehmen. Sollte Leno am Samstag spielen, wäre das schon ein erstes größeres Indiz.

Acht Innenverteidiger sollt ihr sein! Wer geht, wer bleibt?

William Saliba, Rob Holding, Gabriel, Sokratis, Calum Chambers, Pablo Mari, Mustafi, David Luiz! Man kann nicht sagen, dass wir zu wenige Innenverteidiger haben. Da wird und muss es also Abgänge geben. Aber die Situation ist tricky. Sokratis wird definitiv den Verein verlassen, da wird man sich mit dem SSC Neapel schon einig werden, allein um mal ein Zeichen zu setzen und einen Spieler abzugeben. Saliba, Gabriel, Mari und David Luiz sind gesetzt. Rob Holding stand lange auf der Liste für einen Wechsel oder zumindest eine Leihe, Newcastle sei ja interessiert gewesen. Doch offensichtlich wird daraus nichts. Ja, und dann? Mustafi verletzt? Chambers verletzt und lange nicht gespielt? Finden wir dafür Abnehmer? Ich glaube, das wird sehr schwierig. Sieben Innenverteidiger also. Magnificent seven! Gut, Holding kann auch Außen spielen. Luiz und Mustafi haben nur noch Verträge für diese Saison. Da wird der richtige Umbruch also wohl um eine Saison vertagt (oder man versucht im Januar einige Spieler noch zu verkaufen).

Die Saliba-Gabriel-Partnership

Ich muss schon lange suchen, bis ich Entwicklungen und Aspekte gefunden habe, die bei mir eine gewisse Spannung und Vorfreude auslösen. Aber unsere beiden neuen Innenverteidiger sind es definitiv. Aber auch diesbezüglich ergeben sich jede Menge Fragen: Erwarten wir als Fans zu viel von den beiden ohne eine einzige Minute Premier League bisher? Treten Sie nur als Duo auf oder sind es auch großartige Solisten? Seit der Kombination Mertesacker-Koscielny fehlt Arsenal eine solide und starke Innenverteidigung, eine Achse. Vielleicht legen Saliba und Gabriel in dieser Saison die Basis für eine neue. Sie sind jedenfalls schon jetzt die Zukunft des Vereins.

David Luiz, der Anker

Seien wir doch mal ehrlich: Sportlich gesehen gab es jetzt nicht allzu viele Gründe, den Vertrag mit David Luiz zu verlängern. Natürlich hat er in einigen wichtigen Spielen auch überzeugt, aber ebenso sehr waren Platzverweise und verursachte Elfmeter im kollektiven Gedächtnis. Über die Qualitäten auf dem Platz kann man also streiten bei David Luiz, auf seinen extrem wertvollen Beitrag für das Team neben dem Platz offensichtlich nicht. Er wird durchweg gelobt, weil er die neuen Spieler integriert, weil er ein wichtiger Ansprechpartner für Arteta ist zwischen Trainerteam und Mannschaft – und er hat natürlich bei allen Defiziten auf dem Platz jede Menge Erfahrung. Insofern ist es sicherlich schon jetzt richtig gewesen, Luiz an den Verein noch zu binden. Trotzdem können es weniger Platzverweise und verschuldete Elfmeter gerne werden.

Der Standard bei Arsenal: Standardschwäche

Wenn es einen Aspekt bei Arsenal gibt, bei dem ich besonders eine Verbesserung im Vergleich zur letzten Saison sehen möchte, dann ist es unser Defensivverhalten bei Freistößen und Ecken (und irgendwie auch bei Flanken). Mit Andreas Georgson haben wir ja den Trainer für Standardsituationen aus Brentford verpflichtet. Und damit ist alles gesagt: Es muss schlicht besser werden. Wenn wir weiter vorne mitspielen wollen, ist das der dringendste Berich für eine signifikante Verbesserung.

Give me some creativity in Midfield!

Bleiben wir beim Thema Verbesserungen: Häufig wurde sich in der letzten Saison darüber beklagt, dass im Mittelfeld schlicht nicht genug Kreativität vorhanden war. Das mag auch – ich betone auch – am Fehlen von Mesut Özil gelegen haben. Mit der Dreierkette kommt zudem ein Mann im Mittelfeld zentral abhanden. Wer sorgt also für die Torvorbereitungen und für die Torgefahr aus dem Mittelfeld heraus?… … … … Tja. Guendouzi wird es nicht sein. Özil vielleicht? Sonst sehe ich da momentan niemanden, der zentral und kreativ die Fäden zieht. Ceballos in Ansätzen vielleicht noch. Kurzum: Da ist auf dem Transfermarkt noch Handlungsbedarf, was der Verein ja offensichtlich auch so sieht. Stichwörter: Partey, Houssem Aouar.

Aubameyang – and who next?

Die spärliche Vorbereitung hat schon gezeigt: Aubameyang ist eine Tormaschine. Und muss es auch in den nächsten Jahren bitte bleiben. Und hoffentlich – jede Nacht Stoßgebete – bleibt er gesund und fit. Denn bei aller Kritik wegen zu vieler Gegentore und fehlender Kreativität im Mittelfeld darf auch nicht übersehen werden, dass wir notorisch Tore auf sehr wenige Schultern in der letzten Saison verteilt haben. Wo liegen die Hoffnungen, dass es besser wird? Ich hoffe sehr auf Pepe, der eigentlich überall eine stärkere zweite Saison nachgelegt hat. Das wäre wichtig. Die Form wurde ja zuletzt schon besser und konstanter. Reizend wäre auch, wenn Alexandre Lacazette noch einmal zu alter Stärke zurückfinden könnte. Und vielleicht Nketiah?

Who becomes the next Saka?

Womit wir beim Thema Jugend wären. Saka hatte in der letzten Saison seinen Durchbruch geschafft. Jetzt muss er im schwierigen zweiten Jahr das bestätigen. Ich bin optimistisch, dass wir da ein ganz großes Juwel im Team haben, um das uns in einigen Jahren viele Top-Klubs in Europa beneiden. Aber wer schafft den Durchbruch als nächster? Potential ist vorhanden, Nketiah hatte ich schon erwähnt, dazu Smith-Rowe, Reiss Nelson, Martinelli, Joe Willock. Die Kollegen von neunzigplus orakeln, dass Nelson, Nketiah und Willock gemeinsam vor einer entscheidenden Saison stehen, quasi am Scheideweg, wie das immer so komisch heißt. Richtig Optimismus für einen Durchbruch wird bei allen drei aber nicht gesehen. Ich lehne mich mal etwas weiter aus dem Fenster: Ich glaube, dass das die Saison für Reiss Nelson wird. Keine Ahnung, warum. Er ist jetzt halt dran. Er hat die Anlagen. Offensichtlich – siehe Community Shield – auch das Selbstvertrauen. Er wird angesichts des dichten Spielplans mehr Einsatzzeit bekommen. Sein Verhältnis zu Arteta scheint exzellent zu sein. Eigentlich alles gewinnbringende Zutaten. Aber haben wir bei Arsenal leider schon zu häufig gesagt. Jetzt muss es halt mal wieder klappen.

Doppelbelastung: Weg mit dieser Europa League!

Momentan habe ich sowieso Zweifel, dass eine Europa League ab Oktober ordnungsgemäß durchgeführt werden kann. Aber das werden wir besprechen, wenn es wirklich so weit ist. Für mich sollte der Fokus ganz klar diese Saison auf der Liga stehen. Ich wäre über ein Ausscheiden aus der Europa League – meinetwegen schon nach der Gruppenphase – auch nicht traurig. Klar wären das finanzielle Einbußen, aber wir sollten uns auf die eine Hochzeit konzentrieren. Und wenn absehbar ist, dass wir gute Chancen haben, vielleicht unter die Top Four zu kommen, sollte alles andere untergeordnet werden. Europa League gewinnt sowieso der FC Sevilla.

Und zu guter Letzt!

Kolasinac – Ich hoffe, er findet einen neuen Verein, der sich ihn leisten kann.

Maitland-Niles – Schwierig. Ich würde ihn gerne behalten. Arteta ja wohl auch. Aber beim richtigen und lukrativen Angebot….

Überraschung der Saison: Irgendein Outfit von Hector Bellerin plus Kieran Tierney natürlich. Zumindest hoffe ich das sehr. Er wird langsam zu meinem Lieblingsspieler.

Saisonprognose: Top Four wäre toll. Man wird abwarten. Direkte Qualifikation für die Europa League sollte es schon werden.

In diesem Sinne: Wir, also Christian und ich, werden das wie immer in aller Ausführlichkeit beleuchten, in schriftlicher und audiovisueller Form. Mit einigen Neuerungen, die wir nach und nach einbauen. Soweit es die Zeit zulässt.

Es geht für mich jetzt aber erst einmal ein paar Tage in den Urlaub. Konnte ja keiner ahnen, dass im September die Saison startet.

Auf eine spannende, unterhaltsame und hoffentlich erfolgreiche Saison für uns alle! Bleibt gesund!

#COYG

Felix

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1:0 in Piräus: Gute Ausgangslage für Einzug ins Achtelfinale

21 Freitag Feb 2020

Posted by Felix in Arsenal

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Schlagwörter

Alexandre Lacazette, Europa League, Olympiacos Piräus, Saka

Guten Morgen aus Berlin! Arsenal gewinnt alles in allem dann doch verdient mit 1:0 bei Olympiacos Piräus und schafft sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Donnerstag. Ein bisschen Arbeit wird noch zu erledigen sein, aber ein großer Schritt nach vorne ist erledigt.

Danach sah es allerdings in den ersten 10 bis 20 Minuten nicht wirklich aus. Je länger das Spiel dauerte, umso besser fanden wir in die Partie. Ein ehemals erfolgreicher Welttrainer hat ja mal gesagt, dass 1:0 das perfekte Ergebnis ist. Ich denke auch, dass wir vom Ergebnis sehr zufrieden sein können. Gegebenenfalls hätte es ja sogar noch höher ausfallen können. Und in Piräus zu spielen, ist definitiv eine größere Herausforderung. Von der Leistung her muss man sicherlich Positives wie Negatives berichten.

Arteta rotierte dann doch weniger als gedacht. Einzig Bellerin, Torreira, Özil und Pepe waren von den großen Namen nicht dabei, Ceballos zunächst auf der Bank. Dafür musste Sokratis rechts spielen, Mustafi und Luiz in der Innenverteidigung. Guendouzi spielte neben Xhaka defensiv. Martinelli kam über links, Willock zentral, Aubameyang über rechts und Lacazette in der zentralen Sturmspitze.

Die ersten 20 Minuten waren gruselig. Viele Fehler im Spiel nach vorne, Abstimmungsprobleme in der Defensive, insbesondere zwischen Sokratis, Mustafi und Luiz. Dazu machten die Griechen viel Druck über die Flügel. Leno bewahrte uns vor dem Rückstand. Danach kam Arsenal besser ins Spiel – oder sollten wir besser sagen: Die Griechen passten sich in ihrem Spiel nach vorne unseren Unzulänglichkeiten an. Aber mit zunehmendem Spielverlauf stand Arsenal besser in der Defensive. Richtig brenzlige Situationen gab es dann eigentlich nicht mehr bis auf einen Kopfball aus kurzer Distanz, den Leno wunderbar hielt. Unsere Defizite im Spiel nach vorne blieben aber. Zu wenig Tempo, keine gute Raumaufteilung zwischen Xhaka und Guendouzi, Aubameyang sichtlich unzufrieden mit seiner Rolle auf der rechten Seite. Und unsere wenigen Chancen vergaben wir. Lacazette ja gleich in den ersten Minuten, und auch sonst wirkte der Franzose gedanklich ein wenig neben der Spur, biss sich in der zweiten Halbzeit immer mehr rein ins Spiel und sehnte sich, wie sicherlich die meisten von uns in einer solchen Situation, nach einem kalten Ouzo und griechischen Vorspeisen.

Der Schlüssel zum Sieg war dann die Einwechselung von Pepe eine Viertelstunde vor Schluss. Als ich mich gedanklich schon mit einem 0:0 angefreundet hatte, kam dann der Schlussspurt. Plötzlich machte es Klick. Pepe über rechts, Aubameyang links. Es war alles wieder so, wie es sein sollte. Tempo im Spiel, gute Abstimmung auf den Flügeln. Und einen Flügellauf von Saka über links schloss dann Lacazette zum Siegtreffer ab. Wir hätten am Ende sogar noch höher gewinnen können, Sokratis köpfte an die Querlatte.

Überhaupt Saka: wieder ein richtig gutes Spiel. Ansonsten war es eher eine durchschnittliche Leistung, deren Ergebnis aber sicherlich Sicherheit und Selbstvertrauen geben sollte. Auswärts gewonnen, wieder zu null. Sonntag geht es gegen Everton, dann hoffentlich wieder mit Özil und Torreira. Denn deren Kreativität und Robustheit wurde gestern Abend schon ein wenig vermisst.

Christian versorgt euch aus dem Urlaub(!) dann mit der Berichterstattung rund um das Everton-Spiel. Ich verabschiede mich ins Büro und dann ins Karneval-Wochenende.

COYG

Felix

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Der FC Arsenal (offiziell: Arsenal Football Club) – auch bekannt als (The) Arsenal, (The) Gunners (deutsche Übersetzung: „Schützen“ oder „Kanoniere“) oder im deutschen Sprachraum auch fälschlicherweise Arsenal London genannt – ist ein 1886 gegründeter Fußballverein aus dem Ortsteil Holloway des Nordlondoner Bezirks Islington. Mit 13 englischen Meisterschaften und zwölf FA-Pokalsiegen zählt der Klub zu den erfolgreichsten englischen Fußballvereinen. (Wikipedia)

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Die Spieldaten "Kommende Spiele" unterliegen dem Copyright von: The Arsenal Football Club (2013), http://www.arsenal.com/.

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